Plot-Twist: der getäuschte Käufer war auf der Suche nach einer neuen CPU aufgrund eines Hardware-Bannes. ^^
MariaDocks schrieb:
Eine Sache frag ich mich aber auch schon ewig: Warum cheatet man online?
Wofür? Man kann kein Geld damit verdienen, sieht sich vielleicht oben in der Tabelle aber weiß genau das ist unverdient. Man wird gehasst, versaut sich selbst und anderen das Spiel...
Ich kann es nicht nachvollziehen.
Also das ist auf vielen Ebenen ein äußerst komplexes Thema. Ich kann versuchen das mal von einigen Seiten anzuschneiden ^^
Sich Vorteile im Spiel zu verschaffen, sind so Sachen, die wir als Menschen ja schon recht früh lernen: Also dass ich das vielleicht gern mache/brauche oder andere tun. Das geht schon recht früh los.
Nicht umsonst gibt es in Spielen oft Regeln. Das fängt ja schon beim Versteckspielen an, wo bis zu einer Zahl gezählt wird, so dass alle genug Zeit haben sich zu verstecken ^^
Cheater kenn ich z.B. auch gut von meinen LAN-Parties ^^ Da hat ein Freund schon gerne mal über die Schulter geschaut, was der andere so macht. Vor allem, wenn die letzten Matches verloren wurden. Das nagt dann schon.
Ist so ein bisschen eine Mischung aus Ego und mittlerweile denke ich auch Dopamin.
Auch reicht ja oft schon eine absolut simple Bestenliste aus, um Cheater herauf zu beschwören. Selbst "Megabonk" hatte damit Probleme. Und naja... schau dir das Spiel mal an und um was es da geht xD
Es geht oft um nicht viel und ich schätze das sind so relativ niedere Ebenen im Gehirn, die hier animiert und massiert werden. So, Eidechsenhirn-Ebene. Bei manchen kommt dann sicher noch so eine gewisse Art Masochismus oder gar Psychopathie mit durch, um andere zu quälen oder gar zu schädigen. Manch einer will sich nur oben in der Liste sehen. Der andere will sein geprelltes Ego aufpolieren...
Hilft vielleicht mit der eigenen Bedeutungslosigkeit umzugehen? Also, mir fallen da viele Gründe für das Warum ein.
Ich kann auch noch weiter ausholen:
Quelle hab ich nicht, da ich einfach zu viel lese ^^
Bei einem Experiment mit Ratten wurde mal festgestellt, dass Spieler so um die 30-40% Gewinnchance "brauchen". Sonst verlieren sie das Interesse und es macht ihnen keinen Spaß mehr. Viele hören dann auch auf zu Spielen, wenn sie gar nicht gewinnen. Cheats sind da für einige, je nach Spiel die einzige Möglichkeit ihren Dopaminschub zu erhalten. Doch ich wills jetzt auch nicht nur stumpf aufs Dopamin herunterbrechen.
Jetzt schau ich mir die Spiele an, wo ich schon hohe Skill-Ceilings habe und viele No-lifer/Sweatlords/Tryhards, die 16h/Tag irgendwo rein versenken und nach ein paar Jahren tausende Stunden an Erfahrungen haben. Die spielen dann gegen was auch immer aufs Neue ins Spiel an Spielern hinein geschwemmt wird. (meinetwegen durch Sales)
Hier wird dann dominiert und ein nicht unerheblicher Teil an Spielern wird dann zu Cheats greifen, weil sie sonst gar kein Land sehen würden. Das schaukelt sich dann gerne auch weiter auf. Mehr Cheater führen dann zu mehr Cheatern.
Dazu kommt dann auch noch, dass es ein lukrativer Markt ist, Cheats zu entwickeln. Und auch mit Accounts/Drittlizenzen wird sicher bei vielen Spielen gut Geld gemacht, falls der Bann dann mal eintritt.
Also auch die haben Interesse daran, dass der Rubel rollt. Und das können sie machen, indem sie zu einem recht feindlichen Klima beitragen, das allgemeines Cheaten begünstigt und für manche dann schon voraussetzt.
Ich könnte auch auf noch eine andere Ebene gehen: in manchen Kulturen ist das mit dem Cheaten nicht so arg daher und, wenn du nicht betrügst, um an deine Ziele zu gelangen, dann bist du schön blöd.
Da sind "die Wahrheit" und Ehrlichkeit dehnbare Begriffe.