Also ich muss sagen, mich hat diese Pandemie den Glauben an die Menschheit, bzw bestimmte Menschen verlieren lassen.
Ich habe seit Februar mein Umfeld gewarnt vor einer Knappheit bei bestimmten Lebensmitteln und Klopapier.
Habe einen Bekannten der in China in Wuhan arbeitet und mir die Lage berichtet hatte von Beginn an.
Keiner hat mir geglaubt, vor allem nicht mit Klopapier.
Heute fragen sie mich alle woher ich das wusste.
Ich frage mich immer, wieso sich Leute über die Zustände hier wundern.
Spätestens als China alles abgeriegelt hat, und wir hier das Virus als "Geringe Bedrohung" eingestuft haben und keinerlei Reisebeschränkungen hatten, hätte es doch jedem klar sein müssen, dass es sich so entwickelt.
Was ich aber am wenigsten verstehe ist, dass einige aus meiner Verwandschaft (ü60) sich total über die Maßnahmen aufregen und das alles für unsinn halten. Sie wollen zum Yoga, normal zum Einkaufsbummeln in die Stadt und Gartenpartys veranstalten.
Egal was ich sage, es kommt bei einigen einfach nicht an.
Versuche ich, mit informativen Videos meine Aussagen zu stützen, dann werden die gar nicht erst angeschaut.
Wie soll die Kurve so jemals abflachen wenn die Geschäfte wieder aufmachen bevor es einen Impfstoff gibt und die Risikogruppe sich freiwillig selbst in Gefahr bringt?
Edit: Und die meisten Studenten in meinem Freundeskreis waren genauso uneinsichtig. Diejenigen die eine Ausbildung machen/gemacht haben, haben die Umstände eher akzeptiert und die Empfehlungen befolgt, bevor sie zu Vorschriften wurden.
Was das wohl über die angebliche Elite der Bildungsschicht aussagt?
Ich habe mich bisher zurückgehalten, da ich das Thema nicht unnötig breittreten möchte, um das Interesse nicht zu schmälern (viele in meinem Umfeld haben Genug von dem Thema und vor Tagen aufgehört sich damit zu beschäftigen - auch besorgniserregend wie ich finde).
Aber das musste jetzt einfach raus, sonst wird man in der Selbstisolation ja noch verrückt.
