Eine gesetzlich zugesicherte Grundversorgung darf keinen Marktmechanismen unterworfen sein.
Da ist es scheißegal, ob da nun einem großen Paten oder einem Strassendealer die Hauptschuld in die Schuhe geschoben wird.
Alle sind Akteure am gleichen Markt und alle richten ihr handeln an diesem Markt nach den dort wirksamen Logiken aus.
Mal am beispiel Drogen/Streckmittel.
Der Pate kauft den Stoff ein, und macht daran einen großen Gewinn, einfach weil er ihn vom Ursprungsland (wo er vergleichsweise billig zu haben ist) zum Verkaufsmarkt bringt.
Aber auch der kann (aus welchem Grund auch immer) auf den Gedanken kommen, den Preis wegen der Qualität anzuheben oder seinen Stoff etwas zu strecken, damit der Gewinn noch größer ausfällt ... sowas nennt man Gewinnoptimierung.
Der Zwischenhändler kauf den Stoff und verteilt ihn an z.B. Strassendealer ... auch der hat eine gewisse Erwartung an den Gewinn dieses Geschäfts ... fällt die Einschätzung zu gering aus, wird wieder gestreckt ... oder eben aufgrund der guten Qualität teuer verkauft ... wieder um den Gewinn zu optimieren.
Der Strassendealer kauft den Stoff .. wie rein der ist, kann er allenfalls ahnen ... aber er kann sich anhand der gängigen Strassenpreise sehr gut ausrechnen, wie viel Gewinn er beim aktuellen EK machen kann ... erscheint ihm das zu wenig, wird gestreckt ... wieder handelt es sich um Gewinnoptimierung.
Ziel dieser Optimierungen ist es dabei nicht so sehr, die Gewinne immer größer werden zu lassen ... aber da man sich an einem Markt in ständigem Konkurenzkampf befindet, der sich nicht selten in Preiskämpfen äussert, ist man darauf angewiesen, die Kosten zu decken UND gleichzeitig sein Produkt am Markt attracktiv platzieren zu können ... und man ist darauf angewiesen, den Gewinn um jeden Preis zu schützen. Niemand betreibt auf privatbasis dauerhaft eine "Null-Nummer".
Steigt der EK, wird mehr oder billiger gestreckt, es werden billigere Zulieferer gesucht, der VK steigt während die Qualität sinkt ... aber der Gewinn wird so lange es irgendwie geht, hoch gehalten.
In privatwirtschaftlich "denkendes" Unternehmen wird dem nicht entkommen können, da es eben einen Posten gibt, bei dem die Optimierung nicht eine Reduktion (wie bei den Kosten) bedeutet, sondern im Idealfall eine Steigerung ... und das ist der Gewinn.
Unternehmen in staatlicher Hand müssen keinen Gewinn abwerfen, sondern lediglich Kostendeckend arbeiten ... und genau DAS macht diese Unternehmen flexibler ... zumindest wenn es darum geht, eine markterschütternde Krise zu überstehen ... die entlassen nämlich nicht gleich Menschen, nur damit sie weiterhin 5% Rendite ausschütten können..