Achim_Anders schrieb:
Könnt ihr mir auf der Welt in unserer Größenordnung ein Derzeit besseres System zeigen? Gerade in Hinblick auf die Machtstruktur?
Nein und ich glaube Du auch nicht, das liegt aber in der Natur der Sache. Wir (damit meine ich jetzt die Diskutanten hier) wissen in der Regel zu wenig Details über die Machtstrukturen (aller) anderen Länder. Das bedeutet jedoch nicht, dass es woanders besser oder schlechter ist. Was ich allerdings beurteilen kann ist die Unsere, und es gibt durchaus Grund zu der Annahme, dass es in anderen Ländern auch nicht besser aussieht, denn die derzeitigen realen Prinzipien von Macht, Geld und Politik sind überall gleich, und unterscheiden sich mehr oder minder nur in Details.
Achim_Anders schrieb:
Ich sehe im weltweiten Vergleich, dass es Deutschland gerade mit am besten geht. Sowohl relativ als auch absolut.
In diesen Stammtischdebatten kann ganz hervorragend im Nachgang kritisiert werden. Und ein Teil der Kritik ist sicher berechtigt. Aber es wird leider immer ausgeblendet, dass Entscheidungen in einer Größenordnung von Ministerien die Gegebenheiten viel größer sind, als auf lokaler Ebene.
In Bezug auf was? Generell (das würde extrem lang und OffTopic werden)? Oder jetzt konrekt bzgl. Corona?
Bezgl. Stammtisch: Ich weiß nicht, wann Du letztmalig eine Bundestagsdebatte verfolgt hast. Gegenüber dem, was sich da seit den letzten 10 - 15 Jahren so abspielt, herrscht hier eine extrem hohe Diskussionskultur.
Den letzten Punkt den Du ansprichst, halte ich für sehr wichtig, behalte den einmal im Hinterkopf.
Achim_Anders schrieb:
Man wird auch hier wieder mehr oder weniger aus der Krise lernen.
Konstruktive Kritik und Debatte ist wichtig und richtig. Dazu gehört aber auch, sich der realen Ausgangslage anzuschließen und nicht einfach nur wild zu kritisieren anhand einer vermeintlich perfekten Vorstellung. Das kann Politik gar nicht leisten.
Wird man meiner Einschätzung nach nicht, ein Blick in die Vergangenheit hilft. Die großen Themen wird niemand anfassen. Es werden nur wieder Schrauben feinjustiert werden, anstatt ursächliche Dinge anzugehen oder ein neues Getriebe zu erschaffen.
Warum also erneut eine Krise ungenutzt verstreichen lassen, anstatt sie zu nutzen das ein oder andere alte oder auch neue Konzept in den Raum zu werfen, bzw zu diskutieren. Nur so kann man Menschen zum (um)denken bewegen und jeder profitiert davon, zumindest diejenigen die sich darauf einlassen. Es steht ja jedem frei, seine eigenen Schlüsse zu ziehen.
Ich meine: Über vollkommen unzuverlässige Zahlen, wird hier doch auch über zig Seiten diskutiert, teilweise jenseits der Grenze der Pietätlosigkeit und selbst wirtschaftliche Überlegungen bzgl. medizinischer Versorgung (ja/nein), sind in diesem Forum mittlerweile spruchreif und werden wie selbstverständlich verkündet.
Du kannst für Dich persönlich zu dem Schluss kommen, dass größeres Umdenken realitätsfern ist und das Politik dieses oder jenes nicht leisten kann. Ich sage: Kann sie sehr wohl, nur dafür muss der Mensch leider sein bekanntes Terrain der Indoktrination, die er von seinem ersten Atemzug an erhält, verlassen und auch einmal einen Blick von oben riskieren.
Daher begrüße ich auch jede Meinung fernab vom ausgetretenen "Weiter so!" Pfad.
@
CrunchTheNumber
Danke für den Link.
VG