florian. schrieb:
warum dieser Aggressive ton?
es ist doch völlig richtig und notwendig, dass sich die Ärzte über die Behandlungsmethoden austauschen.
letztlich handelt es sich dabei um Erfahrungsberichte von vorderster Front.
nichts ist besser als das!
Ich sehe da nichts von Austausch oder ähnlichem. Entweder ist der Artikel verkürzt und deswegen reißerisch oder man sollte weniger auf Lungenärze hören, wenn sie irgendwelche Zahlen nennen. Denn die Botschaft ist: Eigentlich ist es gar nicht so schlimm auf den IST-Stationen (doppeltgemoppelt), nur sind alle anderen unfähig und schließen gleich an die invasive Beatmungsmaschine an, obwohl es nur in Ausnahmefällen notwendig ist. Und das ist der Grund für die Überlastung der Intensivmedizin.
Ich lese da nicht so etwas wie: "Die invasive Beatmung ist für den Patienten sehr belastend. Wir retten ihn vor Corona, aber er stirbt an den Folgen der invasiven Beatmung. Daher müssen wir als Ärzte alles mögliche tun, damit die invasive Beatmung ultima racio ist". (Was Mitte des Artikels angedeutet wird)
Überhaupt wird in dem Artikel hin und her gesprungen. Der Lungenarzt geht auf die schlimmen Erfahrungen in Italien, Spanien usw. ein, aber für Deutschland trifft er keine generelle Aussage, sondern im Artikel steht dann:
"Mittlerweile haben aber bereits viele Lungenkliniken und auch andere Kliniken in Deutschland, die Corona-Patienten behandeln, auf die nicht-invasive Beatmung wie Voshaar sie in seiner Klinik anwendet, umgeschwenkt
„Wir haben in deutschen Lungenkliniken eine hohe Expertise in der Vermeidung der Intubation – gerade bei schweren Lungenentzündungen und einer daraus resultierenden respiratorischen Insuffizienz“, erklärt Voshaar, der schon in den 90er-Jahre an nicht-invasiven Beatmungsmethoden forschte. „Basierend darauf haben wir schon im März mit nationalen und internationalen Kollegen ein umfassendes Konzept entwickelt, wie wir mit schwer kranken Corona-Patienten umgehen.“ ..."
Dann ist doch alles gut? Warum steht dann nicht in der Einleitung des Artikels, dass insbesondere aus den Erfahrungen im Frühling in Deutschland auf die invasive Beatmung überwiegend als letzte Möglichkeit gesetzt wird.
Mich regen solche Artikel einfach auf. Ist wie vor Kurzem mit den PCR-Tests.