Das läddt sich so pauschal nicht sagen. Es gibt eben auch sehr aggressive Influenzastämme, die auch in Europa ziemlich gewütet haben. Nimm z.B. die Hongkong Grippe.wolve666 schrieb:Der Unterschied zw Corona und Grippe ist immens, Frage mich echt, wie man das noch vergleichen kann.
Corona ist viel ansteckender und gefährlicher, es gab bisher noch keine Impfstoffe dagegen also auch keine Immunisierung, und die gesundheitlichen Folgen sind für betroffene dramatischer.
Mitte Dezember 1969 hatte die Hongkong-Grippe das Land Bayern voll erfasst. Genaue Zahlen über die Infizierten konnten damals allerdings noch nicht ermittelt werden. Professor Werner Anders vom Bundesgesundheitsamt in Westberlin gab immerhin bekannt, dass die Erkrankungsrate doppelt so hoch sei als bei früheren Grippewellen. In manchen Betrieben erreiche sie zwischen sieben bis zehn Prozent der Beschäftigten, bei einem hohen Frauenanteil sogar noch mehr. Nach einer Umfrage der Deutschen Presseagentur in Bayern mussten 800 Notbetten auf Gängen, in Tagesräumen und Ärztezimmern aufgestellt werden.
Die Zahl der Todesopfer konnte daher nur hochgerechnet werden: ein bis zwei Millionen weltweit, rund 40.000 in der Bundesrepublik Deutschland. München kam mit 16 Toten infolge der Hongkong-Grippe noch verhältnismäßig gut davon (genau 16 Corona-Tote zählte München bereits am 6. April 2020). Die Journalistin Rosemarie Elsner verlor ihren Vater und ihren Großvater, beide waren schwer erkrankt. Damals erzählte ihre Mutter immer wieder von der "Spanischen Grippe", an der ihre Mutter im Oktober 1918 innerhalb weniger Tage verstorben war.
https://www.abendzeitung-muenchen.d...innern-sich-an-die-hongkong-grippe-art-491842
"Die Leute wurden in katastrophalem Zustand auf Tragen gebracht. Sie waren ganz grau, starben an Lungenblutungen. Alle Altersgruppen waren dabei, 20-, 30-, 40-Jährige und auch ältere", erinnerte sich der französische Infektiologe Pierre Dellamonica 2005 in der Tageszeitung "Libération" an die Zeit der "Hongkong-Grippe". Auf dem Höhepunkt der Epidemie in Frankreich hätten sich die Toten "in den Hinterzimmern der Krankenhäuser und in Leichenhallen" gestapelt, sagt der Medizinhistoriker Patrice Bourdelais von der Pariser Hochschule EHESS.
https://www.n-tv.de/panorama/Hongkong-Grippe-toetete-Hunderttausende-article21760324.html
Auch die russiche Grippe wahr ziemlich fatal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Influenza-Pandemie_von_1889_bis_1895
2017/2018 sah die Situation in Deutschland stellenweise auch nicht besser aus.
https://www.spiegel.de/gesundheit/d...krankenhaeuser-und-aemter-lahm-a-1198398.html
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Aufnahmestopps-und-Isoliermassnahmen-in-Kliniken-223634.html
Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte Corona damit nicht herunter reden. Die Situation ist sehr ernst, aber die pauschale Aussage, es sei viel gefährlicher wie die Influenza stimmt ebenso auch nicht. Zumal beide im Körper ähnliche Schäden anrichten können. Es kommt eben immer auf den Influenzastamm an. Diese Pauschalisierung führt letztendlich dazu, dass es immer wieder diese Vergleiche gibt. Fakt ist einfach dass beide Virenstämme gefährlich sein können. Coronaviren ansich gibt es schon lange. Bisher waren sie vergleichsweise harmlos. Dieser Stamm eben nicht und so verhält es sich auch mit der Influenza. Hätte man solche Situationen wie 2018 ernster genommen und als Warnschuss aufegfasst, wäre man heute wahrscheinlich besser vorbereitet gewesen.