Mustis schrieb:
Ne dauert länger, weil die von den Demos ja erstmal das weitertragen, neue infizieren und es sich von dann aus erst richtig bemerkbar macht und genau das kann man an der Zeitlinie nachverfolgen. und komischerweise haben genau jene Gebiete mit hohem AfD Wahlanteil auch hohe Coronazahlen als erste mit gehabt. Warum wohl....
Mal wieder einfach was zusammenreimen, behaupten und dann auf diesem „Standpunkt“ beharren - ohne jeglichen Beweis oder Fakten. Die müssen immer nur die anderen bringen 🤷🏼♂️🤦🏼♂️
Zu deiner „AfD“-Korrelation könnte man auch anführen, dass in den genannten Gebieten die Linke und die Antifa stark vertreten ist. Und jetzt? Zudem... was ist mit den Gegendemos, die (wie zuletzt gestern in Nürnberg) weder aufgelöst noch reguliert wurden?
Man kann nicht einfach irgendwas behaupten, ohne Fakten zu liefern. Ansonsten bewegt man sich auf Schwurbelniveau - egal ob Querdenker oder Mustis.
Bisher haben das RKI und die Gesundheitsbehörden von München und Berlin aber keine konkreten Hinweise darauf, dass es einen Anstieg von Corona-Fällen nach größeren Demos gab. Infektionen auf Demonstrationen zurückzuführen ist für die Behörden jedoch schwierig, da erstens unklar ist, wie viele Infizierte sich auf einer Veranstaltung befinden, zweitens der Besuch einer Demo nicht beim Meldeverfahren abgefragt wird und drittens die Teilnehmerinnen meist aus verschiedenen Orten an- und dorthin wieder zurückreisen - weshalb sich das mögliche Infektionsgeschehen nicht eingrenzen lässt.
https://www.br.de/nachrichten/deuts...s-die-corona-infektionszahlen-steigen,S6s4wOR
Die „großen Demos“ waren übrigens im Mai und August. Die Infektionszahlen stiegen allerdings erst während der Lockdowns Oktober-Dezember an.
https://de.statista.com/statistik/d...chen-fallzahl-des-coronavirus-in-deutschland/
Hier ist klar zu sehen, dass die Lockdowns auf Basis der Infektionszahlen angeordnet wurden. Aber aus einer Demo (samt unkontrollierter Gegendemos) von Anfang August (bzw Mai!) auf steigende Infektionszahlen 9+ Wochen später zu schließen, ist schon sehr abenteuerlich, selbst wenn man extrem großzügig rechnet was Inkubation und Verteilung angeht. Da hätte spätestens (!) Anfang Juni bzw. September irgendeine Auffälligkeit auftreten müssen. Dies ist nachweislich nicht der Fall.
Bleibt doch bitte bei den Fakten, statt von allen Seiten mit Gefühlen und Interpretationen zu kommen. Die helfen nicht. Und egal wer so „argumentiert“ - er hat’s nicht begriffen.
Fakt ist:
Den Virus werden wir nicht los. Wir können lernen, damit zu leben - wie mit Herpes, Influenza, HIV. Ob ein Schließen von Geschäften sinnvoll ist oder nicht, ist ein anderes Thema. Warum dürfen manche Läden öffnen und andere nicht? Was ist mit den wirtschaftlichen Folgen? Ohne Geld ist es egal, wie viele Intensivbetten es gibt -
ein Gesundheitssystem muss auch bezahlt werden. Dieser ganze Mist ist eine extreme Gratwanderung und demzufolge werden auch falsche Entscheidungen getroffen. Das weiß man allerdings oft erst hinterher.