Wenn so ein vollständiger Shutdown gefordert werden sollte, warum dann zum Schutz der Firmen z.B. mal nicht soweit gehen, und auch sämtliche Gehaltszahlungen aussetzen? Warum müssen Unternehmen denn Monate oder gar Jahre ohne nennenswerte Einkünfte überleben können, Privatleute müssen das aber scheinbar nicht? Ich war letztes Jahr schon sehr verwundert, als sich hier (im Unternehmen) einige über das KUG beschwert haben, dass ihnen die ~80% vom Netto insgesamt nicht reichen und sie nicht in Kurzarbeit wollen. Wie planen solche Menschen denn ihr Leben? Wie kann man denn sein Leben planen in dem man nicht mal ein oder zwei Monate mit geringerem Einkommen zurecht kommt? Ich nehme da jetzt mal Geringverdiener und Mindestlöhner raus die es ohnehin schwer haben, mit dem vollen Gehalt über die Runden zu kommen.
Mir geht es um Normal- und Besserverdiener, 2k€ netto + .
Ich wäre zum Wohle der Firma bzw. zur Sicherung meines Arbeitsplatzes jederzeit bereit, auch mal unbezahlt einen Monat zuhause zu bleiben. Gerade auch wenn man über einen totalen Lockdown sprechen möchte. Würde mich mal interessieren, wie die Meinung der Bevölkerung dann dazu wäre, wenn sie dann auch 1:1 für diese Zeit auf sämtliches Gehalt verzichten müssen.
Ich habe mittlerweile mehr vor den Folgen der ganzen Krise aus volkswirtschaftlicher Sicht Angst als vor Corona selbst. Die Zeche dafür werden vor allem die jüngeren Generationen über deutlich höhere Steuern bezahlen. Ich glaube nicht, dass es nur bei einer Mwst-Erhöhung bleiben wird. Lohnsteuer, Sonderabgabe für die Coronakrise, Gewerbesteuern etc. Alles denkbar. Natürlich kommen diese Themen erst nach den Wahlen auf den Tisch.
Ist nicht 2022 wieder ne Fußball EM oder WM? Da kann man das ein oder andere Gesetz doch wieder klamm heimlich durchdrücken.
Da kommen wir ja dann von einer Ausgangsbeschränkung in ein Ausgangsverbot. Meiner Meinung nach ein komplett anderes Level. Auf welcher Grundlage will man denn verbieten, dass man sich tagsüber noch draußen bewegen darf. Insbesondere in der momentanen Situation halte ich das für höchst fragwürdig ob das im Rahmen einer Verhältnismäßigkeit angebracht werde. Wenn wir von Inzidenzen von 500 oder 1000 sprechen ok – aber von Mittlerweile oftmals unter 100 wäre ein vollständiger Shutdown doch nicht mehr gerechtfertigt. Das wird die Zahlen zwar kurzfristig oder Mittelfristig runterbringen – es wird aber 100% zurückkommen. Es sei denn man beginnt die Grenzen wie Nordkorea abzuriegeln. Keinerlei personeller Verkehr mehr über die Grenze. Negativer Coronatest hin oder her. 100% Sicherheit gibt auch der nicht bei der Mentalität der Menschen zum Thema Quarantäne. Wie soll sich denn ein Famlienvater 10 Tage in Selbstquarantäne begeben? Soll er für die Zeit ausziehen? Bzw. alternativ die restliche Familie?
Ich bin ohnehin der Meinung, dass man sich das zu einfach vorstellt. Ich bin da völlig der Meinung von Hagen. Das bringt nix wenn das nur die Deutschen machen und der Rest von Europa wieder was anderes macht. Da müssten schon deutlich mehr Staaten ZEITGLEICH mitmachen damit es was bringt UND der wirtschaftliche Schaden minimiert wird. Mittlerweile sind doch soviele Firmen voneinander abhängig. Wenn wir da über 10 Wochen hinweg ständig in einem anderen Land einen Shutdown haben wird das so massiven Einfluss auf die Lieferketten haben – bevor man sowas angeht müsste eine gemeinsame Strategie zumindest auf europäischer Ebene her. Von einer globalen Strategie brauchen wir weder reden noch träumen. An sowas zu glauben ist mMn völlig illusorisch.
Zum jetztigen Zeitpunkt bin ich absolut gegen einen vollständigen Shutdown. Das hätte man im Dezember zwischen Weihnachten und 3.König machen können. Jetzt ist es zu spät dafür. Es ist Mitte Februar – man hat ja schon letztes Jahr gesehen, dass die Fälle mit steigenden Temperaturen wieder abebben.
Ich bin der Meinung, man muss jetzt noch die Zeit bis ca. Ende April überstehen und dann schauen, dass man soviele Impfungen vor dem Herbst durchführt wie es eben möglich ist. Da sollte der Staat lieber ne Mrd€ in die Impfdosenherstellung bei diversen Firmen versenken als im kommenden Herbst wieder so überrascht von der nächsten Welle zu sein wie die Bahn vom jährlichen Wintereinbruch.
Just my 2 cents.
Mir geht es um Normal- und Besserverdiener, 2k€ netto + .
Ich wäre zum Wohle der Firma bzw. zur Sicherung meines Arbeitsplatzes jederzeit bereit, auch mal unbezahlt einen Monat zuhause zu bleiben. Gerade auch wenn man über einen totalen Lockdown sprechen möchte. Würde mich mal interessieren, wie die Meinung der Bevölkerung dann dazu wäre, wenn sie dann auch 1:1 für diese Zeit auf sämtliches Gehalt verzichten müssen.
Ich habe mittlerweile mehr vor den Folgen der ganzen Krise aus volkswirtschaftlicher Sicht Angst als vor Corona selbst. Die Zeche dafür werden vor allem die jüngeren Generationen über deutlich höhere Steuern bezahlen. Ich glaube nicht, dass es nur bei einer Mwst-Erhöhung bleiben wird. Lohnsteuer, Sonderabgabe für die Coronakrise, Gewerbesteuern etc. Alles denkbar. Natürlich kommen diese Themen erst nach den Wahlen auf den Tisch.
Ist nicht 2022 wieder ne Fußball EM oder WM? Da kann man das ein oder andere Gesetz doch wieder klamm heimlich durchdrücken.
Das ist doch auch genau der Punkt, bei dem es auch bei einem kompletten Lockdown bzw. Shutdown geht. Ist er Verhältnismäßig zu rechtfertigen?Scrypton schrieb:Stichwort Verhältnismäßigkeit.
Da kommen wir ja dann von einer Ausgangsbeschränkung in ein Ausgangsverbot. Meiner Meinung nach ein komplett anderes Level. Auf welcher Grundlage will man denn verbieten, dass man sich tagsüber noch draußen bewegen darf. Insbesondere in der momentanen Situation halte ich das für höchst fragwürdig ob das im Rahmen einer Verhältnismäßigkeit angebracht werde. Wenn wir von Inzidenzen von 500 oder 1000 sprechen ok – aber von Mittlerweile oftmals unter 100 wäre ein vollständiger Shutdown doch nicht mehr gerechtfertigt. Das wird die Zahlen zwar kurzfristig oder Mittelfristig runterbringen – es wird aber 100% zurückkommen. Es sei denn man beginnt die Grenzen wie Nordkorea abzuriegeln. Keinerlei personeller Verkehr mehr über die Grenze. Negativer Coronatest hin oder her. 100% Sicherheit gibt auch der nicht bei der Mentalität der Menschen zum Thema Quarantäne. Wie soll sich denn ein Famlienvater 10 Tage in Selbstquarantäne begeben? Soll er für die Zeit ausziehen? Bzw. alternativ die restliche Familie?
Ich bin ohnehin der Meinung, dass man sich das zu einfach vorstellt. Ich bin da völlig der Meinung von Hagen. Das bringt nix wenn das nur die Deutschen machen und der Rest von Europa wieder was anderes macht. Da müssten schon deutlich mehr Staaten ZEITGLEICH mitmachen damit es was bringt UND der wirtschaftliche Schaden minimiert wird. Mittlerweile sind doch soviele Firmen voneinander abhängig. Wenn wir da über 10 Wochen hinweg ständig in einem anderen Land einen Shutdown haben wird das so massiven Einfluss auf die Lieferketten haben – bevor man sowas angeht müsste eine gemeinsame Strategie zumindest auf europäischer Ebene her. Von einer globalen Strategie brauchen wir weder reden noch träumen. An sowas zu glauben ist mMn völlig illusorisch.
Zum jetztigen Zeitpunkt bin ich absolut gegen einen vollständigen Shutdown. Das hätte man im Dezember zwischen Weihnachten und 3.König machen können. Jetzt ist es zu spät dafür. Es ist Mitte Februar – man hat ja schon letztes Jahr gesehen, dass die Fälle mit steigenden Temperaturen wieder abebben.
Ich bin der Meinung, man muss jetzt noch die Zeit bis ca. Ende April überstehen und dann schauen, dass man soviele Impfungen vor dem Herbst durchführt wie es eben möglich ist. Da sollte der Staat lieber ne Mrd€ in die Impfdosenherstellung bei diversen Firmen versenken als im kommenden Herbst wieder so überrascht von der nächsten Welle zu sein wie die Bahn vom jährlichen Wintereinbruch.
Just my 2 cents.