Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@wolve666 Das ist doch erst die Einschätzung der EMA. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug. Sie kann das jetzt auslegen, wie sie möchte, beispielsweise auf bestimmte Personengruppen einschränken. Oder z. B. "junge Frauen" ausschließen.
 
Hat Sie schon...in der PK mit Spahn / PEI gehen Sie mit...kam eben in der Tagesschau...
 
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Faust2011 schrieb:
(...)Jetzt ist die Bundesregierung am Zug. Sie kann das jetzt auslegen, wie sie möchte,(...)
Hat sie gerade, es gibt neue Beipackzettel, morgen geht's weiter mit exakt demselben Impfstoff. Ich bin immer noch fassungslos bzgl. derartiger Führungsschwäche, sorry.
 
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Hallo

Faust2011 schrieb:
Jetzt ist die Bundesregierung am Zug.
Schon geschehen, AstraZeneca ist wieder freigegeben: https://www.n-tv.de/politik/Spahn-gibt-gruenes-Licht-fuer-Astrazeneca-Impfungen-article22435770.html

Faust2011 schrieb:
Oder z. B. "junge Frauen" ausschließen.
Frauen scheinen öfter Probleme mit Nebenwirkungen zu haben, das hatte ich schon vor ein paar Tagen geschrieben dass mir das bei uns im Krankenhaus auch aufgefallen ist.
Evtl. gibt es auch einen Zusamenhang mit der Anti Baby Pille, die auch Thrombosen auslösen kann: https://www.n-tv.de/panorama/Astrazeneca-demnaechst-nur-ohne-Antibabypille-article22433525.html
Zitat:
"Das halten der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, sowie der Medizinrechtler Alexander Ehlers für möglich. Bergmann sagte der "Rheinischen Post", die Experten prüften derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gebe. Möglicherweise hätten sich "hier Risiken potenziert", fügte er hinzu. Dann könne es möglicherweise eine Zulassung mit Einschränkungen geben - "etwa nur für bestimmte Altersgruppen oder beispielsweise ohne gleichzeitige Nutzung der Pille"."

Das kommt alles nicht wirklich dem Ruf von AstraZeneca zugute, erst sollten Alte es nicht bekommen, jetzt könnte es Probleme bei der gleichzeitigen Einnahme mit der Anti Baby Pille geben.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
...erst sollten Alte es nicht bekommen...
Das lag an der Datenlage, nicht genügend vorhanden...
 
Gerade auch noch einmal einen Artikel bzw. mehrere über Pille und Hormonspirale gelesen.
Bei Frauen mit Neigungen zu Thrombosen wird definitiv von der Pille abgeraten und eine andere Verhütungsmethode wie z.b. die Spirale empfohlen, da diese weniger Auswirkungen auf die Blutgerinnung hat durch die anderen Wirkstoffe. Östrogen soll halt auch blutgerinnend wirken.

Andere Frage.
Wenn Frauen die die Pille nehmen ausgeschlossen werden wegen des erhöhten Thrombose Risikos. Müssten dann nicht auch Raucher ausgeschlossen werden? Das ist eine ernst gemeinte Frage, denn diese haben auch ein erhöhtes Thrombose Risiko.
 
Binalog schrieb:
Mir auch! Und deshalb ärgere ich mich über die Inkonsequenz bzgl. der letzten Lockerungen.
Tja, wir befinden uns im Super-Wahljahr. Da wird mMn auch versucht, die Wähler nicht zu sehr zu verprellen. Ist zumindest meine Vermutung.

Da es ja nun mit AZ auch weitergehen kann, kommt es hoffentlich auch bald dazu, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Wir haben im Geschäft die Info erhalten, dass jeder Mitarbeiter 4 Selbsttests bekommt, die dann zu Hause 1 pro Woche benutzt werden sollten. Ist allerdings freiwillig und kein Muss.

Masken bekommen wir ja schon länger (2 pro Tag). Und sobald es möglich ist, wird auch über die Werksärzte geimpft. Ist alles schon in Vorbereitung, damit es gleich losgehen kann, wenn es grünes Licht gibt. Ich glaube, dass da die Planung und Durchführung deutlich besser flutscht, wie bei unseren verantwortlichen Politikern.
 
Scrypton schrieb:
Dann kannst du sicherlich auch Beispiele nennen, ja? :)

Was wir sehen ist das Gegenteil: Gerichte schlucken landesweit stets und schnell jene Maßnahmen, die rechtlich nicht begründet sind oder nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Darum bin ich jetzt schon ganz gespannt auf die Beispiele. :0)
Die Gerichte machen derzeit im Wesentlichen Eilverfahren, wo sie dann eine sehr vorsichtige Linie fahren und das allermeiste abnicken was die Politik macht ("Maßnahme X könnte ja die Zahlen senken, also behalten wir sie lieber bei").

Aber man kann das detailliert beschreiben:
1. Insbesondere am Anfang, vor dem 30. März 2020, gab es für die meisten Corona-Gegenmaßnahmen nichtmal eine gesetzliche Grundlage (die wurde erst durch eine Reform des IfSG an diesem Tag geschaffen), insbesondere für die Ausgangsbeschränkung. Denn das IfSG sah genauso wie die Katastrophenschutzgesetze der Länder kein Verbot mit Erlaubnisvorbehalt für das Verlassen der eigenen Wohnung vor, sondern nur die Möglichkeit, das Betreten "bestimmter Orte" zu verbieten, "bis die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen" wurden. Bei einer Ausgangsbeschränkung sind aber ALLE Orte außer Privatgelände erfasst, daher handelt es sich nicht um "bestimmte Orte". Zudem ist unklar, welche "erforderlichen Schutzmaßnahmen" zur Beendigung des Betretungsverbots getroffen werden sollten; insbesondere sagt aber diese Wendung aus, dass es sich nur um sehr kurze Zeiträume (ein paar Tage) handeln kann, aber nicht um mehrere Monate.
2. Gemäß der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts muss trotz der Verordnungsermächtigung kraft Gesetzes gegenüber den Landesregierungen der Bundestag sowie die Landtage der Länder derart massive Grundrechtseinschränkungen bewilligen. Dies ist insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2020 nicht geschehen.
3. Gemäß des Verfassungsrechtlichen Willkürverbots und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ist die Regierung verpflichtet, sämtliche Gegenmaßnahmen in Bezug auf Umfang, Wirkung und Notwendigkeit ständig zu überprüfen. Dies bedeutet, dass wissenschaftliche Untersuchungen anzustellen sind, welche Gegenmaßnahmen in welchem Umfang wirken, welche nicht wirken, und ob es mildere Alternativen gibt. Nach jetzt einem Jahr Pandemie gibt es derartige Studien, auch wenn die Regierung hier noch umfassendere Studien machen müsste; die vorhandenen Studien werden ignoriert.
Konkret heißt das: Wenn sich bspw. herausstellt, dass die Maskenpflicht auch nur in Tankstellenshops keine Wirkung hat, muss sie aufgehoben werden. Die Regierung ist verpflichtet, regelmäßig zu prüfen, ob dies der Fall ist.
Aber das ist bisher nicht passiert - keine Maßnahme wurde aufgehoben, weil sie nicht wirksam war. Dabei ist völlig klar, dass unmöglich jede einzelne Maßnahme wirksam sein kann. Ein paar sind sicher dabei, die nichts bringen.

Zudem ist die Abwägung der Verhältnismäßigkeit völlig abhanden gekommen: Die Politik beharrt noch immer auf der fixen Idee, man müsse um jeden Preis die Zahlen so niedrig bekommen, dass man zur Kontaktnachverfolgung zurückkehren kann. Aber dafür einen Lockdown zu machen, ist nicht verhältnismäßig.
Ein Lockdown wäre allenfalls verhältnismäßig, wenn bei den Intensivstationen bundesweit unmittelbar die Triage droht. Nur: Davon waren wir immer weit entfernt (höchste Belegung der Intensivbetten 5.762 -> https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2021-01-03, aber Kapazität für Coronapatienten 17.080 -> https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2020-04-23).
[Wichtige Anmerkung: Man muss unbedingt unterscheiden zwischen Belastung der Kapazitäten und Triage. Gerne wird in den Statistiken die Reservekapazität unterschlagen. Aber niemand stirbt, weil er ein Reserveintensivbett nehmen muss statt eines regulären.
Das ist auch das schlimme von dem ständigen "Alarm schlagen von Intensivmedizinern" - da werden Ansprüche gestellt wie "Lockdown bis es nur noch 1000 Coronapatienten auf Intensivstationen gibt", obwohl die Kapazität das 17-fache beträgt.]
 
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Ich glaube die Leute sind sich gar nicht bewusst wie gut es uns hier geht! Hier muss keiner verhungern oder erfrieren. (Außer vielleicht Wohnungslose Menschen, aber das ist eine andere Sache und tut hier nichts zur Sache).
Ja der Lockdown wird noch weiter gehen und man kann nun nicht 8 Kurzurlaube und 12 Sauftouren im Monat mit seinen Kumpels machen. Viele Leute wissen gar nicht wie man auch mal verzichten kann. Ja das mit den Hilfen klappt wohl nicht immer so wie die Regierung das angekündigt hatte, aber in anderen Ländern gibt's gar nichts. Da heißt es Friss oder Stirb. Ich kenne auch einige die wirtschaftlich in den Seilen hängen aber wie bereits oben geschrieben ist von denen noch keiner verhungert.

Mir hängt der Lockdown auch zum Hals raus nach 1 Jahr, aber ich halte mich trotzdem an die Regeln. Maske an und Kontakte soweit reduzieren. Mal mit nem Kumpel draußen spazieren gehen oder mit der Freundin raus ins Freie ist doch auch kein Problem. Manche tun so als ob man 23h wie im Gefängnis eingeschlossen wird.

Die Leute halten sich aber einfach nicht an die Regeln. Bei uns in der Nähe ist ein großes Gewerbegebiet und letzte Woche Samstag war da so viel Betrieb das der Verkehr naher Bundesstraßen komplett zum Erliegen kam. Riesige Schlangen von Menschenmassen, teilweise ohne Abstand und Maske, vor den Läden. Man konnte dazu Berichte in lokalen Zeitungen lesen inkl. Bilder.
Quizfrage, was ist nun passiert? Die Inzidenzen sind hoch geschossen und die Läden müssen wieder ab nächster Woche zurück zum Terminshopping. Ein Schelm wer da einen Zusammenhang sieht.
 
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j-d-s schrieb:
Aber das ist bisher nicht passiert - keine Maßnahme wurde aufgehoben, weil sie nicht wirksam war. Dabei ist völlig klar, dass unmöglich jede einzelne Maßnahme wirksam sein kann. Ein paar sind sicher dabei, die nichts bringen.
Hast du Belege dafür, dass das nicht passiert?

Zumindest in RLP wurden Beschränkungen auf gehoben...

Und die Beschränkung des Bewegungsradiuses von 5 km zB in Sachsen und zuletzt der 15 km Radius sind auch zurück genommen worden...

Zu Intensivbetten: da gehört auch Personal dazu, ab da kann @Tomislav2007 besser Auskunft dazu geben
 
Bei Corona verhält es sich ein wenig wie beim Bundestrainer, jeder will es besser wissen was das Beste ist. Irgendwie schon merkwürdig wie sehr die Gemüter bei den Thema hochschlagen...

Dabei ist der Corona Virus alles andere als der Tod der durch die Luft schwebt. Grad wenn man global denkt sind die Todeszahlen ein absoluter Witz und keine Maßnahme rechtfertigt all das. Auf die leichte Schulter sollten man den Virus sicher nicht nehmen , aber das viele Menschen so durchdrehen ist absolut maßlos übertrieben.

Jetzt habe ich auch Mal ein wenig Bundestrainer gespielt, aber man kann den Virus auf absolute zahlen runterbrechen und sich selbst ein Fazit davon ziehen. Und ja die berühmten Einzelfälle von Leuten weit weg der 80+ Jahre gibt es, aber die gibt es bei jeder Erkrankung und deswegen immer ein Fass auszumachen ist unnötig.

Wenn alle Menschen aller Altersgruppen wirklich stark gefährdet wären dann wäre ich ohne Beschwerden bei den Maßnahmen dabei, aber bei Corona ist das alles aber sowas von über die Schwelle gelaufen.

Bleibt nur zu hoffen das der Spuk bald vorbei ist und man sich über andere Sachen aufregen kann.
 
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j-d-s schrieb:
Das ist auch das schlimme von dem ständigen "Alarm schlagen von Intensivmedizinern" - da werden Ansprüche gestellt wie "Lockdown bis es nur noch 1000 Coronapatienten auf Intensivstationen gibt", obwohl die Kapazität das 17-fache beträgt.]
Exponentielles Wachstum ist ne fiese Sache. In dem Moment, in dem nur die Hälfte der Intensivbetten durch Coronapatienten belegt sind, ist absehbar, dass die Kapazität innerhalb weniger Wochen gesprengt wird. Es ist so gut wie unmöglich, die Zahlen stagnieren zu lassen. Sie werden entweder sinken oder steigen. Und wenn sie letzteres tun, dann früher oder später mit nem Affenzahn.

Dass die Intensivmediziner da möglichst frühzeitig gegensteuern möchten, ist so dumm nicht.
 
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stummerwinter schrieb:
Hast du Belege dafür, dass das nicht passiert?

Zumindest in RLP wurden Beschränkungen auf gehoben...

Und die Beschränkung des Bewegungsradiuses von 5 km zB in Sachsen und zuletzt der 15 km Radius sind auch zurück genommen worden...
Das ist anders gemeint. Es geht nicht um Lockerungen, sondern dass eine Maßnahme wie zB die Schließung der Gastronomie zurückgenommen wird, weil diese keinen Einfluß auf das Infektionsgeschehen hatte (die vor Gerichten aufgehobene Verordnungen usw. seien dahin gestellt). Zumindest verstehe ich sein Posting so.

Habt ihr den gestrigen Situationsbericht angeschaut? Wenn man sich die Zahlen in Tabelle 2 anschaut und diese mit dem Situationsbericht vom 11.03.2021 vergleicht, dann sind dort bei den Schulen und Kitas Sprünge von mehr als 1.000 Fällen zu finden. In der Tabelle 3 fällt auf, dass die Personen, die in der Kita tätig sind, eher angesteckt werden als in der Schule, da ist auch ein Sprung von 1.000 Fälle. Das ist wirklich besorgniserregend.
———
https://www.tagesspiegel.de/politik...e-kinder-einer-gruppe-infiziert/27018598.html
Irgendwie springt die Landrätin hin und her.
 
Zuletzt bearbeitet:
OdinHades schrieb:
Exponentielles Wachstum ist ne fiese Sache. In dem Moment, in dem nur die Hälfte der Intensivbetten durch Coronapatienten belegt sind, ist absehbar, dass die Kapazität innerhalb weniger Tagen gesprengt wird.
Ich habe das mal für dich gefixed.

Wochen dauert sowas nicht. Wir sind bei ner Verdoppelungszeit von so 3-10 Tagen würde ich sagen. Leider wird die Zahl aktuell nicht mehr kommuniziert, so wie am Anfang der Pandemie, was ich sehr schade finde
 
j-d-s schrieb:
Die Gerichte machen derzeit im Wesentlichen Eilverfahren, wo sie dann eine sehr vorsichtige Linie fahren und das allermeiste abnicken was die Politik macht
Das ist aber nun keine Antwort auf die Frage, die da nämlich war: Kannst du Beispiele für diese Behauptung vorlegen?

Für was genau(!) gibt es keine ausreichende rechtliche Begründung? Konkrete Beispiele?
Sollte dir doch leicht fallen, hast du doch geäußert dass es die "für vieles" nicht gäbe.

Ich kann mich hier nur wiederholen: Was wir sehen ist das Gegenteil: Gerichte schlucken landesweit stets und schnell jene Maßnahmen, die rechtlich nicht begründet sind oder nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Fazit: Wenn(!) es in einem Fall keine ausreichende Begründung gibt, dann wird das in der Folge auch vom Gericht geschluckt - und der Kläger gewinnt. Der Richter muss seinem Urteil nämlich auch stets eine auf Recht basierende Urteilsbegründung anhängen...

j-d-s schrieb:
1. Insbesondere am Anfang, vor dem 30. März 2020, gab es für die meisten Corona-Gegenmaßnahmen nichtmal eine gesetzliche Grundlage (die wurde erst durch eine Reform des IfSG an diesem Tag geschaffen)
Es geht hierbei ja wohl eher nicht um die zwei letzten März-Wochen aus 2020, oder?

j-d-s schrieb:
Gemäß der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts muss trotz der Verordnungsermächtigung kraft Gesetzes gegenüber den Landesregierungen der Bundestag sowie die Landtage der Länder derart massive Grundrechtseinschränkungen bewilligen. Dies ist insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2020 nicht geschehen.
Wie hier einzusehen ist - doch, dort wo es notwendig war ist das geschehen:
https://www.bundestag.de/dokumente/parlamentsdokumentation/dossier

j-d-s schrieb:
3. Gemäß des Verfassungsrechtlichen Willkürverbots und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ist die Regierung verpflichtet, sämtliche Gegenmaßnahmen in Bezug auf Umfang, Wirkung und Notwendigkeit ständig zu überprüfen.
Auch das wird von den behördlichen Instituten getan.

j-d-s schrieb:
Zudem ist die Abwägung der Verhältnismäßigkeit völlig abhanden gekommen: Die Politik beharrt noch immer auf der fixen Idee, man müsse um jeden Preis die Zahlen so niedrig bekommen, dass man zur Kontaktnachverfolgung zurückkehren kann. Aber dafür einen Lockdown zu machen, ist nicht verhältnismäßig.
Der relevante Teil wurde von mir dick markiert; wer will entscheiden, ob das verhältnismäßig bzw. nicht verhältnismäßig ist? Du etwa? ^^

Offensichtlich - und meiner Meinung nach auch nachvollziehbar - ist es das eben doch. Denn wenn man den Punkt erreicht, an dem es derart rund geht, dass gar nichts mehr nachverfolgt werden kann, werden die Zahlen erwartungsgemäß auch stets explodieren, was wiederum dem Gesundheitssystem schaden würde - weshalb es dann, wenn es kurz vor knapp war, die Maßnahmen regelmäßig eng angezogen wurden.

j-d-s schrieb:
Ein Lockdown wäre allenfalls verhältnismäßig, wenn bei den Intensivstationen bundesweit unmittelbar die Triage droht.
Nein - wenn das passiert, wäre es längst zu spät. Effekte von Maßnahmen zeigen sich hinsichtlich der Zahlen (neu Infizierte, usw... ) erst nach ~14 Tagen.

Stichwort: Exponentielles Wachstum.

j-d-s schrieb:
Nur: Davon waren wir immer weit entfernt (höchste Belegung der Intensivbetten 5.762 -> https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2021-01-03, aber Kapazität für Coronapatienten 17.080 -> https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2020-04-23).
Keine Ahnung wie du auf deine Zahlen kommst... ;)

So sieht die Lage aktuell (Stand heute!) aus: https://interaktiv.morgenpost.de/corona-deutschland-intensiv-betten-monitor-krankenhaus-auslastung/
Intensivbetten belegt: 22.496
Frei: 4.466

Am 17.01.2021 sah die Sache so aus und so am 12.12.2020

Nun gab es im Dezember täglich erhebliche Neuinfektionen mit dem Höhepunkt am 18. Dezember, an dem es über 31.000 gemeldete Neuinfektionen gegeben hat. Das wirkte sich alles etwas zeitlich versetzt, aber dennoch deutlich auch auf die in dieser Zeit wachsende Zahl benötigter Intensivbetten für neue Coronapatienten aus.

Wie knapp die ganze Sache in vielen Bundesländern gewesen ist könntest du hier entnehmen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info...-Auslastung,intensivbettenhintergrund100.html

j-d-s schrieb:
Gerne wird in den Statistiken die Reservekapazität unterschlagen.
Ebenso wird gerne unterschlagen, dass es für die Reservekapazitäten längst nicht im gleichen Maße auch Reserve-Fachpersonal gibt...
 
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MightyGlory schrieb:
Dabei ist der Corona Virus alles andere als der Tod der durch die Luft schwebt. Grad wenn man global denkt sind die Todeszahlen ein absoluter Witz
2,67 Millionen weltweit sind ein Witz?

Ab wann wirds deiner Meinung denn Ernst? 100 Millionen? Oder wann? Ich frage deshalb, weil auf solche Werte letztlich kaum Volkskrankheiten kommen, deiner Definition nach ist demnach so ziemlich ein Witz.
MightyGlory schrieb:
Jetzt habe ich auch Mal ein wenig Bundestrainer gespielt, aber man kann den Virus auf absolute zahlen runterbrechen und sich selbst ein Fazit davon ziehen
Danke, habe ich gemacht und ich komme zu einer komplett gegenteiligen Einschätzung der Lage, zumal ich mich auch nicht nur auf die Toten konzentriert habe sondern auch die Langzeitfolgen mit berücksichtigt habe und da greift dann das bei euch Querdenkern so beliebte "trifft nur 80+" eben auch nicht mehr.


Also, ich kann die Zahlen genauso kühl logisch runterbrechen wie du und komme zu anderen Schlüssen und sehe die Maßnahmen grundlegend durchweg für gerechtfertigt. Wo genau drehe ich jetzt durch, übertreibe maßlos oder schlägt mein Gemüt hoch?
 
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MightyGlory schrieb:
berühmten Einzelfälle von Leuten weit weg der 80+ Jahre gibt es, aber die gibt es bei jeder Erkrankung und deswegen immer ein Fass auszumachen ist unnötig.
Sorry, aber Dein gesamter Post strotzt nur vor Müll und Querdenker Gelaber...

Kollegen von mir und mir eingeschlossen (Pflege, alle unter 60 Jahre) sind daran erkrankt gewesen, denen ging's wirklich schlecht und haben bis heute an den Folgen zu leiden!

Wie kann man nur so naiv und gleichzeitig, mit Verlaub, dumm sein und die Opfer dieser Krankheit so verhöhnen?
Ich hoffe, du steckst dich selbst nicht an, denn dann würdest du vielleicht aufwachen...

Sorry für den emotionalen Post, aber sowas bringt mich echt auf die Palme. Wieso werden solche Posts veröffentlicht? :grr:
 
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Skysnake schrieb:
(...) Wir sind bei ner Verdoppelungszeit von so 3-10 Tagen würde ich sagen. Leider wird die Zahl aktuell nicht mehr kommuniziert, so wie am Anfang der Pandemie, was ich sehr schade finde
Derzeit steigt es mit Faktor 1,3 pro Woche...

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https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

Rein rechnerisch ergibt das in vier Wochen 17.860 x 1,3^4 = ca. 51.000 Infizierte pro Tag.

Der neue Lockdown ist m. E. bereits unvermeidlich.
 
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