Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Traurig was da in Kassel zu sehen war.

Will gar nicht wissen wie viele dadurch wieder angesteckt wurden und in der Folge noch angesteckt werden.
 
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Scrypton schrieb:
Einige Studien kommen aber auch nur auf 4-7 Tage... die Datenlage ist nicht eindeutig, dafür kann unsere Regierung aber mal ausnahmsweise nichts, wie mein Vorposter schon ausführte.

Die Quarantäne von Kontaktpersonen ersten Grades wird also deshalb pauschal angeordnet, weil ein daraufhin direkt folgender PCR-Test auch bei negativen Ergebnis eine Infektion nicht ausschließen kann - die Virenlast könnte einfach noch zu gering sein.
Die Inkubationszeit ist für die Ansteckung nicht der relevanteste Indikator, da die Viruslast davor schon eine für die Übertragung relevante Konzentration erreichen kann und es auch symptomfreie Verläufe gibt. Auch ist die komplette Spannbreite der Inkubationszeit nur bedingt von Interesse, da es nie das Ziel war und auch ist, eine Weitergabe zu 100% auszuschließen. Da von einer Normalverteilung ausgegangen werden kann, wäre entsprechend z.B. das 90/95% Konfidenzintervall relevant. Ich konnte keine Daten finden, welche Zeigen, dass zu einem relevanten Anteil Infektionen erst nach 14 Tagen nachgewiesen werden können. Wenn du die Daten hast, wäre ich sehr daran interessiert, da ich für einen anstehenden Auslandsaufenthalt selbst vor Abflug in "Selbstquarantäne" gehen würde und dann die 14 Tage nicht ausreichend wären.
Scrypton schrieb:
Weder noch; die Maßnahmen sind größtenteils sinnvoll und die rationale Begründung liegt dir vor.
Ich kann die Begründung wie oben geschrieben nicht finden.
Als Ansteckungsverdächtiger gilt eine Person, bei der es wahrscheinlicher ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen als nicht. Das ist die Grundlage, warum man Kontaktpersonen der Kategorie 1 unter Quarantäne stellen kann. Wenn man dieser Hypothese folgt, in wie weit ist es dann logisch, dass es für Personen (Eltern und Geschwister), die mit einer Person zusammenleben, welche mit größer >50% Wahrscheinlichkeit eine Infektion hat, keine Maßnahmen eingeleitet werden? Man könnte das ja einmal (mit Monte Carlo?) simulieren, in wie weit dieses Vorgehen das Infektionsgeschehen weiter vorantreibt...
uincom schrieb:
Eine "Begründung" sind keine konkreten nachvollziehbaren belastbaren Tatsachen, sondern nur Argumente. Tatsachen sind dem Beweis zugänglich. Wo soll die Landesregierung beweisbare nachvollziehbare Tatsachen her nehmen? Das geht nur mit mehr Daten und Studien. Die gibt es halt noch nicht.
Argumente basieren in einer wissenschaftlich angesiedelten Diskussion (und das ist eine) auf nachvollziehbaren und belastbaren Tatsachen. Ich will mich jetzt aber nicht in Semantik verlieren...
Welche Informationen fehlen denn konkret? Wissen über Übertragungsmechanismen und die erforderlichen Maßnahmen um diese zu verhindern? Wissen über das anzunehmende Zusammenleben in einem Haushalt mit kleinen Kindern?
uincom schrieb:
Hast du überhaupt Ahnung von Gesetzgebungsverfahren? Das Gesetz wird zuerst gemacht ohne große Begründungen. Die gerichtliche Streitigkeit ist erst hinterher. Ob die hinterher gelieferte Begründung auch hält, weiß man auch erst hinterher.
Da ich eine naturwissenschaftliche Ausbildung habe und nicht im Bereich der Gesetzgebung arbeite, nein.
Was du schreibst ist ja gerade meine Kritik. Wenn ein Gesetz oder eine Verordnung erlassen wird, welches ein akutes (naturwissenschaftliches) Problem in den Griff bekommen will, dann erwarte ich keine laienhaften Schnellschüsse, sondern wissenschaftlichen Fakten (und auch eine Wahrscheinlichkeitsabschätzung wäre das) zu Grunde liegende (und somit auch gerichtlich in diesem Fall) verteidigbare Gesetze und Verordnungen.
Das fordere ich schon seit fast einem Jahr. Wie kann man sonst Vertrauen und Disziplin von der Gesellschaft erwarten?

@Skysnake
Ist dies nicht möglich weil diese Person betreut werden muss oder es die Räumlichkeiten nicht hergeben, dann müssen sich die Kontaktpersonen AUCH in die Quarantäne begeben. Das wird aber NICHT explizit vom Gesundheitsamt angeordnet, weil sie das weder beurteilen können noch die Ressourcen dafür haben.
Aber das zeigt doch noch einmal deutlich mehr wie unsinnig das Vorgehen in diesem Fall ist.
Wenn ich Regeln festlege, dann müssen diese zum einen erfüllbar und zum anderen kontrollierbar sein.
Du schreibst von intellektueller Überforderung. Ganz ehrlich. Ich bin es auch, weil ich einfach so viele Dinge nicht mehr rational nachvollziehen kann. Und gerade in Zeiten, in denen es auch nicht wenige irrationale Stimmen gibt, schafft ein solches Vorgehen den perfekten Nährboden für diese Gruppen.
 
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Seppuku schrieb:
Argumente basieren in einer wissenschaftlich angesiedelten Diskussion (und das ist eine) auf nachvollziehbaren und belastbaren Tatsachen. Ich will mich jetzt aber nicht in Semantik verlieren...
Welche Informationen fehlen denn konkret? Wissen über Übertragungsmechanismen und die erforderlichen Maßnahmen um diese zu verhindern? Wissen über das anzunehmende Zusammenleben in einem Haushalt mit kleinen Kindern?
Juristen unterscheiden aber Tatsachen und sonstige Argumente. Wenn einem Gericht Tatsachen fehlen, dann fehlen beweisbare nachvollziehbare Tatsachen. Es fehlt der konkrete Nachweis, dass man 30 gesamte Familien in Quarantäne schicken muss, wenn ein Kind in einer Klasse mit 30 Schülern positiv getestet wird.
Ergo es fehlt eine Studie dazu.

Da ich eine naturwissenschaftliche Ausbildung habe und nicht im Bereich der Gesetzgebung arbeite, nein.
Was du schreibst ist ja gerade meine Kritik. Wenn ein Gesetz oder eine Verordnung erlassen wird, welches ein akutes (naturwissenschaftliches) Problem in den Griff bekommen will, dann erwarte ich keine laienhaften Schnellschüsse, sondern wissenschaftlichen Fakten (und auch eine Wahrscheinlichkeitsabschätzung wäre das) zu Grunde liegende (und somit auch gerichtlich in diesem Fall) verteidigbare Gesetze und Verordnungen.
Das fordere ich schon seit fast einem Jahr. Wie kann man sonst Vertrauen und Disziplin von der Gesellschaft erwarten?
Bei der Gesetzgebung gibt es wissenschaftliche Berater und Stellungnahmen. Am Ende entscheiden aber die Abgeordneten. Eine große Begründungspflicht gibt es da nicht. Alles andere wäre praktisch nicht umsetzbar. Ich erinnere nur an die "wissenschafltliche" Diskussion, ob Masken schützen oder nicht. Nicht alles ist mit Studien belegt. Manchmal muss man auch einfach entscheiden und schauen wie es ausgeht.
Die gerichtliche Prüfung ist erst im Nachgang. Nach deiner Wahrscheinlichlichtkeitsabschätzung kann nicht jedes Gesetz immer komplett gerichtsfest sein. So isch das halt. Dafür gibt es ja die gerichtliche Überprüfung. Sonst bräuchte man sie auch nicht.
 
Seppuku schrieb:
Als Ansteckungsverdächtiger gilt eine Person, bei der es wahrscheinlicher ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen als nicht. Das ist die Grundlage, warum man Kontaktpersonen der Kategorie 1 unter Quarantäne stellen kann. Wenn man dieser Hypothese folgt, in wie weit ist es dann logisch, dass es für Personen (Eltern und Geschwister), die mit einer Person zusammenleben, welche mit größer >50% Wahrscheinlichkeit eine Infektion hat, keine Maßnahmen eingeleitet werden? Man könnte das ja einmal (mit Monte Carlo?) simulieren, in wie weit dieses Vorgehen das Infektionsgeschehen weiter vorantreibt...
Du unterliegt da eben dem Fehler, dass die Quarantäne nur für die Person gilt ohne wenn und aber.

Wie aber bereits geschrieben erstreckt sich die Quarantäne implizit auch auf betreuende Personen sofern Sie nicht in der Lage sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu tätigen. Also wie auf einer Isolierstation im KH zum Beispiel.

Das wissen aber leider viele nicht bzw ignorieren es. Hier muss man leider der Politik UND den Gesundheitsämtern leider vorwerfen, dass das nicht besser kommuniziert wird.
 
Ich bin brutal wütend. Ich habe kein vollumfängliches Bild, das ist Stand jetzt wahrscheinlich auch unmöglich zu haben, aber ich möchte hier trotzdem meinen Frust mit Euch teilen.
Alleine die Pressemitteilung der Polizei aus Kassel halte ich für eine absolute Frechheit:
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4869133

Da steht zu Beginn: "In der Anfangsphase kam es zu einer sehr dynamischen und unübersichtlichen Lage, bei der größere Personengruppen versuchten, gewaltsam polizeiliche Absperrungen zu durchbrechen. Dabei wurden die eingesetzten Beamtinnen und Beamten einer Absperrung mit Flaschen und Regenschirmen beworfen. Durch den Einsatz des Schlagstocks, von Pfefferspray und des Wasserwerfers konnte ein Durchbrechen größerer Gruppen letztlich verhindert werden."

Ein paar Sätze weiter unten steht dann: "Die Teilnehmer kamen augenscheinlich überwiegend aus dem bürgerlichen Lager und zeigten insgesamt eher keine erkennbare Tendenz zu gewalttätigen Aktionen. Einzelne gezeigte Symboliken, wie gelbe Sterne, wurden dokumentiert, Verstöße im weiteren Verlauf geprüft."

Das steht IM SELBEN TEXT, ein paar Zeilen auseinander.

Meine Wut speisst sich allerdings insbesondere aus einem anderen Punkt:
Seit über 12 Monaten schränke ich mein Privatleben brutal ein. Ich versuche meinen Beitrag zu einem geringen Infektionsgeschehen zu machen, damit man aus dieser Scheiß-Situation endlich rauskommen kann und wieder soetwas wie normaler Alltag in dem Bereich des möglichen kommt.

Das wird durch genehmigungen das 20.000 ohne Abstand und ohne Mund-Nasenschutz rumlaufen dürfen torpediert.
Das wird durch viel zu frühe Lockerungsversuche ohne, dass die Teststrategien stehen, von der Politik aktiv torpediert.
Das wird durch viel zu viele unbedachte oder sehr egoistische Menschen torpediert.
Das wird durch eine allgemeine Plan- und Ziellosigkeit torpediert.
Das wird durch zu viel Bürokratie und zu langsamen Handeln torpediert.

Es ist zum Kotzen, weil verdammt nochmal, Taiwan, Neuseeland, Japan etc. zeigen, dass es demokratisch sehr wohl viel besser, schneller und effektiver funktionieren kann, als hier in Europa.

Ich habe wirklich mittlerweile Probleme, mich selbst zu zügeln, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass ich wegen der Unfähigkeit und Dummheit anderer und nicht mehr wegen dem Virus selbst, diese extrem belastende Zeit immer länger und länger ertragen muss.

Kassel ist da ein wenig der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.
 
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Ich bin für das Demonstrationsrecht und auch dafür, dass die Polizei dafür sorgt, dass dieses Recht durchgesetzt werden kann. Ich kann das nicht ablehnen, nur weil es hier von den falschen Leuten in Anspruch genommen wurde ABER all das was gestern in Kassel passiert ist, war nicht vom Gericht erlaubt. Es ging nicht um 20.000 Leute sondern um nur wenige Tausend, dann hätte das ganze eine statische Demo werden sollen.

Als dann die Quer- respektive Leerdenker durch Kassel gezogen sind, spätestens dann hätten aber mehrere Hundertschaften von Polizei da rein gehört, die das ganze unterbinden und letztlich auflösen. Was ich da nicht haben will ist eine Polizeibeamtin, die mit ihren Fingern eine Herzgeste in Richtung der Protestierenden macht und so das Neutralitätsgebot der Polizei massiv in Frage stellt.

Und lasst mich unken, aber ich wette einen Fünfziger, dass das in Bayern nicht passiert wäre.
 
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Noxiel schrieb:
Und lasst mich unken, aber ich wette einen Fünfziger, dass das in Bayern nicht passiert wäre.
Naja vor zwei Wochen ist genau dasselbe in München passiert, als die "Demonstranten" Polonaise auf dem Marienplatz getanzt haben.
 
Noxiel schrieb:
Was ich da nicht haben will ist eine Polizeibeamtin, die mit ihren Fingern eine Herzgeste in Richtung der Protestierenden macht und so das Neutralitätsgebot der Polizei massiv in Frage stellt.
Das sind doch nur bedauerliche Einzelfälle...wie auch die rechten Chat-Gruppen...die Polizei hat kein Problem, weil verboten!

Ich war natürlich auf keiner Demo dabei, aber irgendwie bekommt man schon dass Gefühl, wenn rechte Gruppierungen mit mischen (ja, nicht alle der Leer-Denker sind rechts), dass die Polizei "überfordert" ist...
 
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Achim_Anders schrieb:
(...)
Ich habe wirklich mittlerweile Probleme, mich selbst zu zügeln, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass ich wegen der Unfähigkeit und Dummheit anderer und nicht mehr wegen dem Virus selbst, diese extrem belastende Zeit immer länger und länger ertragen muss.

Kassel ist da ein wenig der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.
Ich kann Deinen Ärger sehr gut nachvollziehen, mir ergeht's derzeit ähnlich.

Bei dem Klientel in Kassel sind m. E. einige Charaktere darunter, die am 06.01.21 das Capitol mit erstürmt hätten.

Die haben kein Problem mit zigtausend Coronatoten und Chaos, ganz im Gegenteil.
 
Ja, jetzt melde ich mich doch auch mal zu Wort: Ich finds eigentlich viel schlimmer, dass gesagt wird: Die Demonstration "sei auser Kontrolle geraten. Die Polizei reagierte mit Schlagstöcken" --> Ende, nächster Beitrag bei der Tagesschau. Was geht denn bitte ab? Soll das wirklich so weiter gehen? Sicher, es gab manche, die keinen Mundschutz trugen aber sowas? Sollen wir im Bürgerkrieg enden? In den Niederlanden dauerts jedenfalls nicht mehr lange.
Warum wird weiterhin die Schiene gefahren? Es ist doch offentsichtlich, dass etwas gelogen ist. Wenn die WHO bereits am 20. Janauar 2021 sagte, dass die ganzen Masnahmen nichts bringen. Es wird alles unter den Tisch gekehrt.
Erst heißt es, das Virus aus England sei nicht tötlicher, dann heißt es, bereits 75 % der Corona-Fälle seien mit dem englischen Virus infeziert. Dann heißt es: Die englische Variante sei viel tötlicher.

Ja was denn nun? Wie soll man sich da bitte vorkommen? Ich komme mir jedenfalls ver* vor.

Und die, die bereits geimpft sind: Ich hoffe, euch wirds auch in Zukunft gut gehen.
 
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Andy4 schrieb:
Sicher, es gab manche, die keinen Mundschutz trugen aber sowas?
Manche? Der Großteil hat sich nicht an die vorgeschriebenen Maßnahmen gehalten. Vom Verbot ganz zu schweigen. Hier hätte man viel härter durchgreifen müssen.
 
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Das ist halt nunmal bei neuen Sachen so.
Zuerst weiß man nichts, dann Analysiert man das und mit der Zeit wird die Erkenntnis immer besser.
Das ändern von Aussagen anhand von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist doch nichts negatives.

Hast du mal ein Link zur Aussage der WHO vom 20.Janurar 2021?
 
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Andy4 schrieb:
Ja was denn nun? Wie soll man sich da bitte vorkommen? Ich komme mir jedenfalls ver* vor.
Ja, so ist das mit der Wissenschaft. Erkenntnisse ändern sich, ein Problem ist oft unklare Kommunikation die auch Laien verständlich erklärt was nun los ist.
Unabhängig von der Mutante, halt dich an die AHA Regeln, trag Maske und lass dich impfen sobald du dran bist. Kein Urlaub, keine Großveranstaltungen. Andere Optionen gibts im Moment nicht.

Ich finde das Krisen-Managment bisher auch nicht berauschend, von den diversen Verstrickungen einiger Politiker will ich gar nicht erst anfangen und bin gefrustet. Ja, es ist eine verfahrene Situation und ja, es ginge besser. Muss ich deshalb randalieren, irgendwas stürmen oder mich mit dem Rechtsstaat oder den Institutionen messen – nein.
 
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Hallo

Andy4 schrieb:
Sicher, es gab manche, die keinen Mundschutz trugen aber sowas?
Manche die keinen Mundschutz getragen haben ? Wenn ich mir die Bilder ansehe dann hat fast niemand einen Mundschutz getragen.
Bild 1 ist aus dem Link: https://www.tagesspiegel.de/gesells...ft-bei-gegendemonstranten-durch/27024470.html
Bild 2 ist aus dem Link: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/tausende-demonstrieren-gegen-rechts-demo-in-kassel-100.html

Andy4 schrieb:
Es ist doch offentsichtlich, dass etwas gelogen ist.
Das nur manche keinen Mundschutz getragen haben ist tatsächlich nicht wahr.

Grüße Tomi

Edit: Da habe ich etwas falsches ergooglet, der zweite Link bezieht sich auf eine Demo aus dem Jahr 2019, @SE. danke für den Hinweis.
 

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Hallo

@Andy4

Wo steht in dem Link etwas darüber das die ganzen Massnahmen nichts bringen sollen ?
In dem Link geht es darum dass das Testpersonal vor den Tests das dazugehörige Handbuch lesen soll, um falsche Testergebnisse zu vermeiden.

Grüße Tomi
 
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Andy4 schrieb:
Ja, jetzt melde ich mich doch auch mal zu Wort: Ich finds eigentlich viel schlimmer, dass gesagt wird: Die Demonstration "sei auser Kontrolle geraten. Die Polizei reagierte mit Schlagstöcken" --> Ende, nächster Beitrag bei der Tagesschau. Was geht denn bitte ab? Soll das wirklich so weiter gehen? Sicher, es gab manche, die keinen Mundschutz trugen aber sowas? Sollen wir im Bürgerkrieg enden? In den Niederlanden dauerts jedenfalls nicht mehr lange.

Da mach dir mal keine Sorgen, denn es müsste noch viel härter durchgegriffen und die Nation steht da auch geschlossen hinter :)

Demonstration gerne - es trägt ja auch zur Unterhaltung bei - aber dann bitte im angemeldeten und genehmigten Ausmaß, ansonsten Pfefferspray, Schlagstöcke, Wasserwerfer ...
 
uincom schrieb:
Juristen unterscheiden aber Tatsachen und sonstige Argumente. Wenn einem Gericht Tatsachen fehlen, dann fehlen beweisbare nachvollziehbare Tatsachen. Es fehlt der konkrete Nachweis, dass man 30 gesamte Familien in Quarantäne schicken muss, wenn ein Kind in einer Klasse mit 30 Schülern positiv getestet wird.
Ergo es fehlt eine Studie dazu.
Ein Gericht kann nur die Tatsachen bewerten, die auch vorgelegt werden. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass es selbst die aktuelle Datenlage eine entsprechende Schlussfolgerung nicht zulassen. Oder denkst du, das wir bis heute unzureichende Daten haben um die Ansteckungswahrscheinlichkeit zu bewerten, wenn sich Leute mehrere Stunden in einem Raum aufhalten?
Für einen Ansteckungsverdächtigen (und das Schicken in Quarantäne von diesem) reicht und gilt die reine Annahme, dass er wahrscheinlicher einen Krankheitserreger aufgenommen hat als nicht. Und im diskutierten Fall müsste man erst eine spezifische Studie durchführen und es ist nicht ausreichend über Logik, bestehende Daten und Wahrscheinlichkeiten zu argumentieren? Das fällt mir schwer zu glauben.
uincom schrieb:
Bei der Gesetzgebung gibt es wissenschaftliche Berater und Stellungnahmen. Am Ende entscheiden aber die Abgeordneten. Eine große Begründungspflicht gibt es da nicht. Alles andere wäre praktisch nicht umsetzbar.
Und das ist doch das Dilemma in dem wir sind und das einige hier inklusive mir kritisieren.
Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, was daran per se nicht umsetzbar sein soll. Mir geht es auch nicht um jedes Gesetz. Sondern Gesetzte/Verordnungen um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Und das sollte doch eine relativ überschaubare Zahl sein. Die Pandemie wird von einigen als die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg bezeichnet. Falsche Entscheidungen sind aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht enorm. Da kann sollte man doch davon ausgehen, dass man entsprechend alles erdenkliche tut, um die richtige Entscheidung möglichst zeitnah zu treffen.
Skysnake schrieb:
Du unterliegt da eben dem Fehler, dass die Quarantäne nur für die Person gilt ohne wenn und aber.
So sieht aber die Praxis aus. Ich kenne wirklich keinen Fall indem ein Kleinkind isoliert wurde bzw. auch die Eltern/Geschwister. Was theoretisch richtig gemacht werden müsste, spielt doch keine Rolle, wenn die Realität ganz anders aussieht.
 
Achim_Anders schrieb:
Ich bin brutal wütend. Ich habe kein vollumfängliches Bild, das ist Stand jetzt wahrscheinlich auch unmöglich zu haben, aber ich möchte hier trotzdem meinen Frust mit Euch teilen.
Alleine die Pressemitteilung der Polizei aus Kassel halte ich für eine absolute Frechheit:
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4869133

Da steht zu Beginn: "In der Anfangsphase kam es zu einer sehr dynamischen und unübersichtlichen Lage, bei der größere Personengruppen versuchten, gewaltsam polizeiliche Absperrungen zu durchbrechen. Dabei wurden die eingesetzten Beamtinnen und Beamten einer Absperrung mit Flaschen und Regenschirmen beworfen. Durch den Einsatz des Schlagstocks, von Pfefferspray und des Wasserwerfers konnte ein Durchbrechen größerer Gruppen letztlich verhindert werden."

Ein paar Sätze weiter unten steht dann: "Die Teilnehmer kamen augenscheinlich überwiegend aus dem bürgerlichen Lager und zeigten insgesamt eher keine erkennbare Tendenz zu gewalttätigen Aktionen. Einzelne gezeigte Symboliken, wie gelbe Sterne, wurden dokumentiert, Verstöße im weiteren Verlauf geprüft."

Das steht IM SELBEN TEXT, ein paar Zeilen auseinander.

Meine Wut speisst sich allerdings insbesondere aus einem anderen Punkt:
Seit über 12 Monaten schränke ich mein Privatleben brutal ein. Ich versuche meinen Beitrag zu einem geringen Infektionsgeschehen zu machen, damit man aus dieser Scheiß-Situation endlich rauskommen kann und wieder soetwas wie normaler Alltag in dem Bereich des möglichen kommt.

Das wird durch genehmigungen das 20.000 ohne Abstand und ohne Mund-Nasenschutz rumlaufen dürfen torpediert.
Das wird durch viel zu frühe Lockerungsversuche ohne, dass die Teststrategien stehen, von der Politik aktiv torpediert.
Das wird durch viel zu viele unbedachte oder sehr egoistische Menschen torpediert.
Das wird durch eine allgemeine Plan- und Ziellosigkeit torpediert.
Das wird durch zu viel Bürokratie und zu langsamen Handeln torpediert.

Es ist zum Kotzen, weil verdammt nochmal, Taiwan, Neuseeland, Japan etc. zeigen, dass es demokratisch sehr wohl viel besser, schneller und effektiver funktionieren kann, als hier in Europa.

Ich habe wirklich mittlerweile Probleme, mich selbst zu zügeln, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass ich wegen der Unfähigkeit und Dummheit anderer und nicht mehr wegen dem Virus selbst, diese extrem belastende Zeit immer länger und länger ertragen muss.

Kassel ist da ein wenig der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Das stimmt so nicht. Alle Länder, die von Corona durchgehend nur sehr wenig betroffen waren, sind Inseln oder Diktaturen (Südkorea ist zwar geographisch keine Insel, aber die einzige Landgrenze ist wirklich so wie die frühere innerdeutsche Grenze - dadurch ist Südkorea in Bezug auf Personenverkehr auch eine Insel, da Personenverkehr durch Nordkorea völlig unmöglich ist).
Eine Insel ist dehalb entscheidend, weil man so von Anfang an die Grenzen dicht machen kann und bei einer Insel kommt eben so gut wie niemand unkontrolliert rein oder raus. Aber man muss das wirklich von Anfang an machen, also seit Januar 2020 - jetzt ist es dafür zu spät (denn ist das Virus erstmal im Land, kann man es quasi gar nicht auf Null bringen, da ein paar unerkannte, symptomlose Fälle reichen).

Bei einer Diktatur liegt das Prinzip auf der Hand: Die chinesische Stasi (die heißt wirklich so, bis heute) kann natürlich durch ihre umfassende Überwachung jegliche Maßnahme rigoros umsetzen. Bei uns geht das nicht, weder rechtlich, noch personell. Und ich halte das auch gar nicht für erstrebenswert (und nein, ein "Appell an die Solidarität" hat schon im Realsozialismus nicht funktioniert. Menschen sind vom Wesen her egoistisch).

Die Schuld an diesen harten Maßnahmen hat die Regierung, sprich die Politiker, nicht die Menschen. Denn es wird da immer wieder behauptet, sie seien unbedingt nötig - obwohl wir zu jedem Zeitpunkt weit weg von Triage waren (max. Belegung der Intensivstationen war bei ca. 5.800, Kapazität für diese ist aber ca. 17.000), auch bei wochenlangen 200er-Inzidenzen.
Im Moment wären wir noch weiter davon weg selbst bei höheren Inzidenzen, weil bspw. in Altersheimen schon ein Großteil geimpft ist und die haben bisher an den Todesopfern einen großen Anteil ausgemacht (je nach Bundesland meist zwsichen 30% und 70%, in manchen sogar über 80% https://www.faz.net/aktuell/politik...rtel-der-toten-aus-pflegeheimen-17179458.html). Wer aber geimpft ist, der muss nicht mehr auf die Intensivstation und der stirbt auch nicht mehr an Corona.

Das ist ja das, was ich verlange: Ich verlange von jedem einzelnen Bürger, dass er sich darüber Gedanken macht, ob es gerechtfertigt ist, massive Einschränkungen zu machen, um:
-die Infektionszahlen zu senken
-den Bediensteten im Gesundheitssystem eine belastende Arbeitssituation zu ersparen
-zu verhindern, dass verschiebbare Operationen verschoben werden müssen
-zu verhindern, dass Menschen keinen Intensivplatz mehr bekommen, den sie benötigen würden.

D.h. jeder muss sich die Frage stellen, ob es gerechtfertigt ist, bspw. Schulen, Kitas und Einzelhandel zu schließen, nur um die Infektionszahlen zu senken, auch wenn ohne die Schließung trotzdem keine Triage bei Intensivplätzen droht.
 
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