Pym schrieb:
Die Wirkung der Tests würde ich dennoch nicht unterschätzen, weil durch sie die Kontaktbeschränkungen deutlich besser wirken können. Durch sie werden idealerweise Personen mit Viruslast in Quarantäne geschickt und somit effektiv neue Infektionen vermieden. Insofern wirken die Tests auch prophylaktisch, zumal die Kontaktbeschränkungen in der Praxis nicht überall und unter jeden Bedingungen eingehalten werden können.
Die Impfstofflieferungen für Deutschland sollen im April deutlich an Fahrt aufnehmen und uns fast 20 Millionen Impfdosen bis Ende April bringen. Das ist eine gute Nachricht, wenn das so eintrifft. Quelle:
T-Online vom 23.03.2021
Bei den Impfstofflieferungen bin ich voll bei Dir, Ende des Q2 werden die wesentlichen Risikogruppen zumindest ein Impfangebot erhalten haben (ich hoffe die meisten nehmen es an). Bereits Ende Q3 wird uns der Impfstoff zu den Ohren rauslaufen.
Das Problem ist und bleibt m. E., dass man sich nicht konsequent an die Prioritäten hält:
1. Kontaktbeschränkungen
2. Impfen (was das Zeug hält)
Es wurden, leider auch bedingt durch juristische Winkelzüge, notwendige Kontaktbeschränkungen vereitelt. Juristen verhindern keine Infektionen, dies leisten nur vorgeschriebene und vollzogene Kontaktbeschränkungen.
Es wurden Maßnahmen aus nebensächlichen Gründen (Wahlkampf, Lobbyarbeit,...) aufgeweicht, aber nur Konsequenz führt zum Erfolg.
Immer noch findet touristischer Reiseverkehr statt und verleiht dem Virus Räder und Flügel.
Es herrscht nach wie vor Beamten- und Versicherungssachbearbeiter Mentalität, das gipfelte in dem völlig unsinnigen Astra Impfstopp.
In der Pandemie und in der Not, ist der Mittelweg der Tod.
Man wusste seit Januar um die Gefährlichkeit der Mutationen, dennoch sprach man über Lockerungen bzw. stellte diese in Aussicht, anstatt klar zu kommunizieren: Die aktuelle Führungsgröße ist ab sofort die Impfquote. Erst wenn die Risikogruppen durch sind, gibt man wieder Leine, vorher nicht. Und bis dahin, Kohle, Kohle, Kohle an die Unternehmen und Selbstständigen. Lieber zwei Euro (einer berechtigt und einer unberechtigt) ausbezahlt als keiner. Hauptsache das Geld geht wieder in den Wirtschaftskreislauf und rettet Unternehmen, die dann in der zweiten Jahreshälfte wieder Gas geben können. Hausärzten muss erlaubt werden unbürokratisch zu impfen, auch wenn es einige Fälle von Vetternwirtschaft bzgl. der Impfreihenfolge geben sollte, ein "unberechtigt" Geimpfter ist besser als kein Geimpfter. Zudem meine ich, dass die Hausärzte sich zu über 90 % an die Regeln halten würden.