Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
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henpara schrieb:
Kannst du dich selbst für die kommenden 2 Wochen in Quarantäne stecken?

Nein so schnell würde ich kein Urlaub bekommen, und 2 Wochen Krankschreiben lassen und dann vieleicht nur wegen einem Gripalen Infekt sieht ja auch nicht gut aus ( Zumal ich erst seit dem 01.09.2020 bei dem Arbeitgeber angestellt bin)

Blöde Situation grade.
 
Sry, aber ne blöde Situation ist es dann, (selbst wenn es "nur" ein grippaler Infekt ist) wenn Du Deine Kollegen und weitere ansteckst ;-) Vor allem grade in der Situation mit Corona.
Gute Besserung!
 
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Als Chef würde ich dich in dem Zustand gar nicht erst an die Arbeit lassen. Jeder von meinen Mitarbeitern, der Erkältungssymptome hat, muss zuhause bleiben. Erst nach negativem Test kann er wieder kommen.
 
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Die Probezeit sollte bereits hinter Dir liegen und selbst wenn es nicht so wäre, dann geht die Gesundheit von Dir und Deinen Mitmenschen trotzdem vor. Weiteres Vorgehen laut dieser offiziellen Seite wie folgt:

  • Selbstisolation, Kontaktreduzierung
  • Hausarzt/Hausärztin anrufen, weiteres Vorgehen besprechen
  • Wenn nicht erreichbar, dann 116117 oder das zuständige Gesundheitsamt anrufen
  • Sollten sich die Krankheitssymptome verstärken, unbedingt ärztlichen Rat einholen
  • Im Notfall (z.B. Atemnot, anhaltend hohes Fieber) 112 anrufen
  • Bei positivem Corona-Test alle Kontaktpersonen informieren (auch über die Apps)

Gute Besserung!
 
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uincom schrieb:
Es reicht also, dass es wahrscheinlich ist Krankheitserreger aufgenommen zu haben als nicht?
Erstens reicht es nicht Erreger aufgenommen zu haben. Erreger aufnehmen bedeutet nicht, dass man auch die Krankheit bekommt.

Zweitens bitte eine Studie oder Daten, dass die Chance Krankheitserreger aufgenommen zu haben über 50% liegt bei Haushaltsangehörigen eines Kindes, in dessen Klasse eine Infektion bei einem Mitschüler festgestellt wurde. Ich bezweifel, dass es die Daten gibt oder es so ist.
Ohne jetzt die Diskussion unnötig in die Länge ziehen zu wollen, ein paar Korrekturen, da ich glaube, dass wir aneinander vorbeireden. Hatte die Woche relativ viel um die Ohren, deswegen die Antwort etwas verspätet.
Auf was du dich im ersten Absatz beziehst, ist nicht meine Definition sonder die für eine Ansteckungsverdächtiger im Sinne von § 2 Nr. 7 IfSG und der Argumentation des VGH Mannheims zu diesem Urteil. Kann man sicherlich diskutieren, das sind aber erstmals Umstände.
Die aktuelle Datenlage reicht also aus, dass die reine Anwesenheit in einem Klassenraum mit einem Schüler mit nachgewiesener Infektion (trotz Lüftungskonzept und Abstand zwischen den Schülern) alle anderen Schüler als ansteckungsverdächtig einstufen lässt und entsprechend Maßnahmen einleitet. Die allgemeine Arbeitshypothese für die Maßnahmen ist also, dass >50% der Schüler infiziert sind. Was dann auch das (gerichtlich nicht gekippte) Argument für das Vorgehen bei den Mitschülern ist.
Warum reicht diese Datenlage auf einmal nicht mehr aus um zu Argumente bringen, dass der Umstand des familiären Zusammenlebens und das Teilen von Räumlichkeiten über einen deutlich längeren Zeitraum, als dies in den Schulräumlichkeiten geschieht, damit die anderen Leute im Haushalt auch als ansteckungsverdächtig gelten? Und das war der Punkt zu dem zu wenig/keine Argumente vorgelegt wurden. Es ging nicht um die Verhältnismäßigkeit, noch mehr Leute aus Vorsicht unter Quarantäne zu stellen. Das ist wiederum ein anderes Thema.
uincom schrieb:
Es kann in beide Richtungen mit Logik und Wahrscheinlichkeiten argumentiert werden. Die Wahrhscheinlichkeit, dass ein infiziertes Kind die gesamte Klasse und alle entsprechenden Haushalte angesteckt hat, ist einfach nicht da. Dann wäre das Infektionsgeschehen ganz anders.
Das habe ich auch nicht gesagt. So lautet auch nicht die Arbeitshypothese für das aktuelle (nicht revidierte) Vorgehen (siehe oben).
uincom schrieb:
Die Realität sieht eben so aus, dass ein infiziertes Kind nicht zu 30*2-3 Neuinfektionen führt. Dann wären wir schon alle durchseucht. Bei Inzidenzen von 100 auf 100.000 Einwohner kann es einfach nicht so sein, wie du es dir vorstellst.
Ich stelle mir das so nicht vor und das habe ich auch nie behauptet. Ich kritisiere lediglich das nicht wirklich konsequente und nicht logische Vorgehen.
Im Grunde haben wir doch Anfang dieser Woche ein wunderbares Beispiel gesehen, wie wiedereinmal Beschlüsse hemdsärmelig gefasst werden. Konkrete Maßnahmen bedürfen eines interdisziplinären (wissenschaftlichen) Detailwissens. Und wenn sich Laien auf Detailebene austoben und auch noch diese Maßnahmen wie auf einem Basar verhandelt werden, dann kommt einfach so etwas raus.
Ich stelle mir vor, man würde in anderen Ausnahmesituationen wie Naturkatastrophen oder Krieg ähnlich agieren...

@Cyberdunk
Bespreche den Umstand mit deinem Chef. Einen konkreten Verdachtsfall will niemand im Büro haben.
Wenn du krank bist, dann bist du erstmals krank (egal ob COVID oder nicht). Wenn du dich arbeitsfähig fühlst, dann musst du und dein Chef risikobasiert entscheiden, was der richtige Weg ist.
Hatte einen ähnlichen Fall vor zwei Wochen bei dem eine Mitarbeiterin leichtes Fieber aber sonst COVID-19 untypische Sypmtome hatte. Sie hatte sich für den Tag krank gemeldet. Am nächsten Tag, als keine Krankheitssymptome vorhanden waren, hat sie die ersten zwei Tage von zu Hause gearbeitet und dann einen Schnelltest gemacht. Der war negativ und dann war für mich das Risiko mich genug und er Fall für mich erledigt.
Und wenn du zeigst, dass du arbeitswillig bist aber trotzdem auch das wohl der Abteilung im Auge hast, wird dir das eher positiv als negativ ausgelegt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scrypton schrieb:
Fantasier doch nicht so herum; das wird überhaupt nicht propagiert, weder hier noch in den Medien. Womit sich dein ganzes, vollumfängliches künstliches echauffieren, das nun weiter folgt selbst erledigt.

Andernfalls: Wer/wo propagiert das denn, dass nur(!) Hausärzte impfen sollten?
Zitat? Link?
Hausärzteverband spricht sich für Schließung der Impfzentren aus

Berlin. Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, ist für eine Schließung der Impfzentren. „Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen“, sagte Weigeldt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.) mit Blick auf Hausarztpraxen

Sorry aber das, plus der Rest dieser grandiosen Idee und den Forderungen den Hausärzten das Impfen unbürokratische zu ermöglichen interpretiere ich als rein finanziell getriebenes Interesse...

Ich hoffe mal du lässt das jetzt nicht einfach so fallen...

Scrypton schrieb:
Diese aktive Entscheidung findet auch dann statt, wenn man alten Menschen bewusst nicht hilft - sie also bewusst und entschieden sterben lässt - um statt dessen junge Menschen zu behandeln. Allen voran ja dann, wenn man diese Situation, die das dann in dem Maße erforderlich macht, bewusst und entschieden entstehen lässt;
Nein, das ist nicht vergleichbar, denn 1. Hat jeder durch h sein persönliches Verhalten die Möglichkeit das Risiko maßgeblich zu steuern. 2. Würde es auch regional fundamental unterschiedliche Entwicklungen geben, die von der jeweiligen Auslastung in den Regionen abhängt. 4. Stünde es der Gesellschaft jederzeit frei zu erkennen, dass sie einen Fehler gemacht hat und dies korrigieren. Und das auf Kriesebene bereits. Nur weil man auf Bundesebene sagt man darf etwas, heißt das noch lange nicht, das lokal nicht der Notstand ausgerufen werden kann, weil dort eine andere Sicht vorherrscht.
Scrypton schrieb:
was du ja letztlich gefordert hast.
STOP die Ansicht hättest du ja schon vorher angedeutet aber nicht klar zum Ausdruck gebracht. Das ist eine bösartige und falsche Verleumdung. Lesekompetenz der Herr. Lesekompetenz. Ich habe gesagt, das man darüber einen gesamtgesellschaftlich Disput führen muss, weil es bei Betrachtung der Querdenker und allgemein der Proteste gegen die Maßnahmen eine sich quer durch die gesamte Gesellschaft ziehende Ablehnung gibt. Ja es sind nicht 80% und lange waren die Zustimmungswertw für sie Maßnahmen deutlich über 70%, das bröckelt aber immer weiter. Hier diese Sichtweisen einfahren zu negieren ist unklug, da man diese Leute damit einfach nur noch mehr in ihrer Blase abschottet. Man muss wie bei der AfD den harten Weg der Aufklärung bestreiten. Ansonsten landet man genau beim gleichen Ergebnis. Leute die sich von allem anderen Anwenden und dir gar nicht mehr glauben wollen egal was du sagst. Und die Leute werden erst wieder zuhören wenn sie das Ergebnis ihres Handelns live erleben...

Wenn du nämlich richtig lesen würdest, und vor allem auch über mehr als zwei Beiträge hinweg, dann wüsstest das ich das zumindest bisher als keine valide Option. Oder erinnerst du dich nicht mehr an den Angriff wegen - in diesem Fall wirklich meine Meinung - der Ansicht,man solle lieber nicht öffnen und riskieren, das Gastro und vor allem Friseure Pleite gehen, die dann eben doch öffnen dürften. Ob ich aber zu der gleichen Entscheidung noch kommen würde, wenn wir noch ein oder gar zweimal auf eine Mutation stoßen würden, die die bisherigen Impfungen nutzlos macht? Schwere Frage.

Ich weiß auch nicht, ob ich bei einer schonungslosen wissenschaftlichen Analyse nicht zu der Überzeugung kommen würde, dass die Maßnahmen zu hart waren in der aktuellen Situation


Für die erste Welle und die zweite gehe ich aber stark davon aus, dass sie angemessen waren, bzw. Um Weihnachten sogar zu laschen waren. - btw passt ja total zum Querdenker gelle...- ich würde aber vor allem erwarten, das am Ende raus kommt, das wenn man alles betrachtet sagen müsste, wir hätten lieber mehr für die Produktion von Impfstoff bezahlt/getan durch Belieferungszwang. Und zwar schon im Sommer 2020. Ich würde nicht ausschließen wie die Betrachtung allein auf die Alten ausfällt, bezüglich den Maßnahmen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, das bei einer Betrachtung inkl long Covid über alle Altersgruppen raus kommt, dass die Maßnahmen bisher unter den gegebenen Umständen angemessen oder gar zu laschen waren. Aber vor allem, dass die Fortsetzung der Maßnahmen auch richtig ist, bis 70-90% der Leute zumindest ein Impfangebot bekommen hat.
Scrypton schrieb:
Darum bin ich doch ganz froh, dass bei uns Menschen wie du nichts zu entscheiden haben - wir haben diese Maßnahmen, um es eben nicht so weit kommen zu lassen.
Wie gesagt, Lesekompetenz. Wir leben in einer Demokratie. Daher müssen die Dinge auch von der Gesellschaft getragen werden, vor allem ihnen aber auch ehrlich die geforderten Optionen diskutiert werden. Und es ist nun mal so, dass die Querdenken der Auffassung sind, dass das alles nicht so schlimm ist und nur im erwartbaren Rahmen liegt. Man könnte also sagen unter " allgemeines Lebensrisiko" verbucht werden.
Scrypton schrieb:
Was für ne einfallsreiche Frage... nicht.
Natürlich die Mutter als jeweilige Betroffene.

Ich habe keinen absoluten Anspruch, ebenso wenig wie es 100 prozentige Sicherheit bei was auch immer gibt. So der Staat es der Kirche freistellt, das zu tun und so lange eben Abstände usw. eingehalten werden, dann ist das eben so.
Ach so, den Einzelhandel, Gastro usw kann man also guten Gewissens über Monate dicht machen, aber Wenn's an die heilige Kuh der Kirche geht, dann ist das verschmerzbar, weil man wird sich ja bestimmt schon an die Regeln halten, was ja im Einzelhandel etc definitiv nicht der Fall wäre und daher Existenzen zerstört werden.... oh wir Moment mal. Die Freikirchen, etc waren ja überhaupt noch nie Schwerpunkte, weil sich Dutzende Leute komplett ohne Regeln zum Gottesdienst getroffen haben...

Meinst du nicht, dass das ganz schön zynisch ist? Nen Präesenzgottesdienst, bei dem niemanden irgendwas abgeht, wenn er MAL ausfällt, höher ein zu Stufen als die Schließung von Geschäften, die Existenzbedrohend sind.

Scrypton schrieb:
Quark... speziell mit der gesetzlichen(!) hast du dir ja wohl das schlechteste Beispiel überhaupt ausgesucht.
Die nämlich kann nicht sagen: Der ist (oder wird) mir zu teuer, den hau ich raus. Im Gegenteil - was auch immer gesundheitlich passiert und ganz unabhängig davon, wie dessen Lebensstil und Hobbys aussehen, er/sie bleibt stets versichert und zwar immer zu den gesetzlich entsprechenden Beiträgen, die deshalb nicht steigen oder sinken werden.
Nein, es wird bei der Gesetzlichen keiner rausgeworfen, aber es wird nicht jede Leistung bezahlt, die Leben retten könnte, oder auch nur Leiden mindern.

Wenn du ein Kind mit gravierenden Sehfehler hast, dann viel Spaß als Eltern, das wird eine ziemliche finanzielle Belastung.

Dann schau dir Vorsorgeuntersuchungen beim Frauernarzt an. Das würde wie gesagt die letzten Jahre stark zurückgefahren. Von Schall 2x im Jahr auf 1x alle 2 Jahre.
Scrypton schrieb:
Aber bitte: Womit/wodurch wird von einer gesetzlichen Krankenversicherung ein Menschenleben ökonomisch bewertet und in wie fern hat das am Ende auch Einfluss auf das einzelne Menschenleben?
Nicht herum schwadronieren, sondern ein konkretes und reales Beispiel anführen.
Kronkretesch Beispiel. Neuer Ionen Strahlungspletz in Heidelberg. Arbeitskollegin mit inoperablen Gehirntumor. Also genau die richtige Patientin dafür. Die Kasse hat es nur nicht genehmigt. Blöd halt, dass die Anlagen zich Millionn kosten und auch in Unterhalt richtig teuer sind. Aber ja, bei der Gesetzlichen wird ja nie unter ökonomischen Gesichtspunkten entschieden.

Daher legt ja auch niemals jemand Wert darauf wenn möglich bei einem Unfall als BG Fall eingestuft zu werden...

Scrypton schrieb:
Bei Privatversicherungen/Zusatzversicherungen - oder auch bei ner Arbeitsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel - trifft das schon viel eher zu. Hierbei werden durchaus Vorerkrankungen usw. berücksichtigt, die dann den Preis deutlich anheben.
Klar, wenn du zu teuer wirst versuchen die dich los zu werden, aber bis dahin zahlen die erstmal mehr als die gesetzlichen.

Aber mal ganz nebenbei was hat das Verhalten der privaten mit dem der gesetzlichen zu tun? Ah ja richtig nichts.... das ist mal wieder nur so ein Ablenkungsmanöver...
 
@Pym
Es macht auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn an die Arbeit zu gehen. Als Abteilungsleiter in einer sozialen Einrichtung (auch wir müssen betriebswirtschaftlich denken), würde ich da auf Nummer sicher gehen. Es bringt mir doch als Vorgesetzter nichts, wenn statt einem Mitarbeiter auf einmal alle zu Hause bleiben müssen.
Ich hätte so jemanden wie Cyberdunk aber schon vor Corona nach Hause geschickt. Wer Fieber hat, hat am Arbeitsplatz nichts zu verlieren. Auch das entspricht eher betriebswirtschaftlichen Überlegungen. Hat jemand einen schweren grippalen Infekt mit Fieber soll er sich lieber eine woche auskurieren, wie später zwei oder drei Wochen auszufallen, weil er es verschleppt hat. Ganz zu schweigen, dass er dann noch andere anstecken kann.

Ein Chef, der dies nicht berücksichtigt, denkt betriebswirtschaftlich viel zu kurzsichtig.
 
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Ìch bin mit Biontec geimpft, weil ich im RD arbeite. Ich war die ganze Zeit mit den Maßnahmen einverstanden und habe sie mitgetragen. Das ist mittlerweile anders. Ich bin JEDEN Tag mit Corona konfrontiert. JA, diese Krankheit kann blöde Verläufe haben, schaut man sich aber die Zahlen genauer an, kommt man zu dem Schluss, dass es wirklich e"nur" eine mittelschwere Erkrankung ist. Es sterben hauptsächlich Menschen mit Vorerkrankungen. Ein alter Mensch der stürzt und sich eine Oberschenkelhalsfraktur zuzieht, stirb oft daran, durch liegebedingte Lungenentzündungen. Es ist völlig klar, sollte sich hier noch eine Coronainfektion dranheften, ist der Ofen aus. ALLE, wirklich ALLE jungen Patienten die ich im Rettungswagen hatte und die schwer an Corona erkrankt sind, waten ALLE MASSIV Übergewichtig ( 20-40 kg Übergewicht). Kollegen von mir die sich infiziert haben, hatten ausser leichte BEschwerden keine EInschränkungen.

Was mir massiv gegen den Strich geht, sit die Tatsache, das man so tut, also müsste manjeden auf Teufel komm raus retten. Das durchschnittliche Alter der an Corona gestorbenen MEnschen liegt 2 Jahre über der Lebenserwartung. Es ist wichtig, die alten zu Schützen, es geht nicht darum sie sterben zu lassen, das ist mir wichtig, dass das hier nicht falsch verstanden wird. Aber was wir derzeit den Kindern und Jugendlichen antun und den Menschen in KH und AH, die keinen Besuch mehr bekommen dürfen und alleine sterben müssen, steht in keinen Verhältnis mehr, zu den aktuellen Todeszahlen und Erkrankten.

Ich habe in den letzen Wochen mehrere Suizide erlebt (erfolgreich und auch Versuche), die Einsätze zu psychischen Notfällen nehmen zu. Viele waren und sind selbstständige gewesen, die vor ihrem Ruin stehen. Das geht so einfach nicht mehr.

Es muss jetzt geimpft werden, ohne Priorisierung und getestet werden. Die Städte müssen auf machen. Maske tragen, Abstand halten. Dieses Virus werden wir nicht los..

Mir geht es massiv an die Substanz und das obwohl ich wirtschaftlich nicht betroffen bin. Aber mir fehlt der Ausgleich zu meinem Beruf.

Und noch was... Auf den ICUs sieht es jedes Jahr zur Grippezeit, genau so aus. Da kutschieren wir die Pat. auch durch das halbe Land.

Es wird Zeit, den Panikmodus auszuschalten und mit vernünftigen Konzepten zu arbeiten.
 
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Wenn der Test negativ war und trotzdem Symptome sind:

Hausarzt anrufen, der schreibt dann erst mal für 1 Woche krank und macht ggf. den Abstrich oder den 15 Minuten Test.

Quarantäne usw. wird dann vom GA angeordnet. Das läuft über eine Krankschreibung, außer man hat selbst gegen die Auflagen verstoßen (was selten vorkommt)
 
alan_Shore schrieb:
Ich habe in den letzen Wochen mehrere Suizide erlebt (erfolgreich und auch Versuche), die Einsätze zu psychischen Notfällen nehmen zu. Viele waren und sind selbstständige gewesen, die vor ihrem Ruin stehen. Das geht so einfach nicht mehr.
Das hatte ich bereits vor kurzem berichtet. Ein sehr guter Freund von mir hatte vor kurzem versucht sich das Leben zu nehmen. Er ist seit vielen Jahren erfolgreicher Gastronom. Die Maßnahmen und die nicht ausgezahlten Hilfen haben ihn letztendlich ruiniert. Nachdem er die Pacht für das Restaurant nicht mehr begleichen konnte, hatte er die Kündigung erhalten. Das war dann einfach zu viel für ihn. Mich hat das sehr mitgenommen, weil man ihm auch nicht helfen konnte. Er hatte sich immer mehr zurück gezogen.
 
alan_Shore schrieb:
(...)Es muss jetzt geimpft werden, ohne Priorisierung und getestet werden. Die Städte müssen auf machen. Maske tragen, Abstand halten. Dieses Virus werden wir nicht los..(...)
Beim Impfen bin ich voll bei Dir, aber Testen kann die Kontaktbeschränkungen nur ergänzen, nicht ersetzen.

Derzeit steigen die Infektionszahlen mit dem Faktor ca. 1,05 pro Tag, d. h. wenn es so weiter geht gibt es in vier Wochen 100.000 Infektionen pro Tag. Das Öffnen der Städte würde die Katastrophe noch beschleunigen.
Je breiter man das Virus kursieren lässt, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Mutationen.

Es gibt nur eine Strategie, die wirklich effektiv ist:

1. Kontaktbeschränkungen
2. Impfen

Nur wenn das Virus keinen neuen Wirt findet (entweder weil es zu keinem Kontakt kommt oder weil der Kontakt immun ist) wird die Pandemie versiegen.

Das Dümmste was man derzeit machen kann ist ein gefährliches Virus, welches weder Beine noch Flügel hat, in ein Flugzeug zu setzen und ihm bei der Verbreitung zu helfen.

Ständig werden intelligente Maßnahmen gefordert. Wie wäre es mal mit intelligentem Verzicht?

Aber da sehe ich schwarz...

https://www.t-online.de/nachrichten...medium=t-online-ergebnisse&utm_campaign=link1
 
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@alan_Shore ja, die Sterberaten haben sich durch die bisher erfolgten Impfungen wohl schon massiv nach unten bewegt. Aber long Covid sollte man nicht aus dem Blick verlieren und wenn ich da was von 10% mit Langzeitfolgen lese, dann bin ich ganz froh, wenn man in einer Situation wie der aktuellen, wo die Zahlen stark steigen, auf die Bremse tritt.

Aber ja, wenn es mit den Hygienekonzepten bei ner Inzidens von 100 bleiben würde, müsste man sich das wohl ernsthaft überlegen. Aber wie schon zich mal gesagt, dafür müsste man halt offen alle Karten auf den Tisch legen. Und dazu gehören wie du sagst schon auch die Suizide. Wobei mein letzter Stand war, dass die Suizidrate zuletzt niedriger war als im langjährigen Schnitt. Kann sich jetzt aber natürlich geändert haben. Gibt es zu sowas überhaupt "aktuelle" Zahlen also so mit max 1-3 Monaten Verzug? Ich kenne das eigentlich nur als Jahreswerte.
 
Seppuku schrieb:
Die allgemeine Arbeitshypothese für die Maßnahmen ist also, dass >50% der Schüler infiziert sind. Was dann auch das (gerichtlich nicht gekippte) Argument für das Vorgehen bei den Mitschülern ist.
Warum reicht diese Datenlage auf einmal nicht mehr aus um zu Argumente bringen, dass der Umstand des familiären Zusammenlebens und das Teilen von Räumlichkeiten über einen deutlich längeren Zeitraum, als dies in den Schulräumlichkeiten geschieht, damit die anderen Leute im Haushalt auch als ansteckungsverdächtig gelten?

Weil 0,50*0,50 nur 0,25 sind. Dachte du bist Naturwissenschaftler.
 
Für Deutschland gibt es keine Zahlen. Allerdings aus Japan:
https://www.japantimes.co.jp/news/2020/11/11/national/japan-suicide-rise-coronavirus/
Im Mai letzten Jahres schlugen wohl auch einige Ärzte in den USA Alarm:
https://www.stern.de/gesundheit/der...uizide-wie-in-einem-ganzen-jahr--9275302.html
Gesamtzahlen gibt es allerdings nicht. Die wären alleine auch nicht aussagekräftig. denn ich gehe davon aus, dass unter den chronisch psychisch kranken Menschen die suizidrate während der Pandemie eher zurück gehen wird. Das sind dann aber keine guten Nachrichten. In der Regel funktionieret man in solchen Krisen sogar recht gut. Die suizidrate steigt in der Regel nach Krisen, ebenso wie psychische Erkrankungen.
 
Luxemburg hat eine Inzidenz von 200 und Geschäfte, Schwimmbad und Sauna offen mit Hygiene Konzepten
 
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Jelais schrieb:
Ein sehr guter Freund von mir hatte vor kurzem versucht sich das Leben zu nehmen. Er ist seit vielen Jahren erfolgreicher Gastronom. Die Maßnahmen und die nicht ausgezahlten Hilfen haben ihn letztendlich ruiniert.
Tja, die "Begleiterscheinungen" dieser Maßnahmen. Ich hatte einige Seiten zuvor schon mal die wirtschaftlichen Auswirkungen angesprochen. Ist doch merkwürdig, dass über solche Situationen, wie du sie beschreibst, kaum berichtet wird oder hat jemand davon mal was in der Tagesschau gesehen? Ich bisher noch nicht. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, diese Krise geht an den ganzen kleinen Firmen und Geschäften einfach so vorbei und irgendwann machen die ihre Läden einfach wieder auf und freuen sich über die guten Geschäfte. Wie kommt das bloß? Dieser Gastronom wird doch nicht etwa nur ein Einzelfall sein, während alle anderen so große Rücklagen haben, dass sie noch ein weiteres Jahr mit Lockdown-PingPong verbringen können?

Hier um die Ecke ist ein kleiner Friseurladen. Früher haben dort mal 3 Leute gearbeitet, inzwischen nur doch die Inhaberin des Ladens. Die steht dort selbst abends um 20:30 Uhr noch drin und schneidet Haare, weil ihr finanziell das Wasser absolut bis zum Hals steht und sie jetzt so ranzklotzen muss, wie sie nur kann, um überhaupt "über Wasser" zu bleiben. Zudem weiß sie ja auch nicht, ob man ihr nicht nächste Woche wieder die Bude zusperrt.

Aber, wie schrieb hier mal jemand: diese kleinen Selbstständigen sind gesamtwirtschaftlich nicht relevant.

Zum kotzen...
 
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Ja, das ist hart für den Einzelnen und kann zu solch bedauernswerten Ereignissen führen. Daran trägt aber auch unsere Gesellschaft einen Beitrag, in der ein berufliches Scheitern als persönliches Scheitern betrachtet wird, wobei das eine mit dem anderen apriori nichts zu tun hat.

Und in meinem Umfeld ist das jetzt nicht anders. Der Cousin von meiner Frau hat ein paar Monate vor Corona ein Fitness und Rehasportstudio auf gemacht. Das fand ich schon am Anfang mutig. Jetzt steht ihm natürlich das Wasser bis zum Hals. Mich wundert das er überhaupt bis jetzt durchhalten konnte. Der nächste Lockdown bricht ihm dann aber vermutlich das Genick.

Dafür kann er aber nichts und muss sich auch nicht schämen! Klar hat er jetzt zu beißen, aber nach der Privatinsolvenz kann er auch wieder besseren Zeiten entgegen blicken.

Würde ich aber wollen, das er jetzt gerettet wird? Nein, denn damit finanziert man nicht nur den Erhalt von ein oder zwei Arbeitsplätzen, sondern vor allem Wertschöpfungsketten.

Das jetzt alles in jedem Fall am Leben zu halten wäre einfach unbezahlbar und bei ihm weiß auch niemand ob sich das ohne Corona gehalten hätte oder nicht.

Man kann einfach nicht jeden retten. Ansonsten müssten die Steuern so weit hoch, das so viele auch gerettet werden müssten, weil sie nicht mehr profitabel sind, dass das trotzdem wieder nicht geht...

Daher kümmert euch um Leute in solchen Situationen. Das haben Sie verdient und es Deutschland haben wir das Glück immer eine Perspektive zu haben. Hartz4 in Privatinsolvenz ist zwar echt hart, aber es gibt eine Hoffnung auf ein normales Leben danach.

PS: ich empfinde gerade für Familien Hartz4 eine Zumutung. Kinder sollten nicht wegen Ihren Eltern an einer derart kurzen Leine gehalten werden. Das führt nämlich auch immer wieder zu Suiziden. Und ganz im Ernst ich würde gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten für solche Kinder z.b. für die Schulspeisung etc einen Teil der Kosten übernehmen, damit sie es einfacher haben. Daher bin ich auch ein Freund der allgemeinen GESUNDEN Schulspeisung. Da dürfen die besser gestellten auch ruhig mehr zahlen, damit die anderen nichts zahlen müssen. Das verdienen die Kinder. Und ja, für mich persönlich würde das bedeuten mich nochmals weiter ein zu schrenken, auch wenn ich schon verdammt sparsam lebe. 20 Jahre altes Auto, teils sogar so alte Klamotten.... usw. Aber dann wäre das halt so. War ja meine freie Entscheidung eine Immobilie zu erwerben, die jetzt drückt...
 
Moin

Ich habe gestern, 11.45 Uhr meine Erstimpfung erhalten, ich gelte als Risiko Patient. Wirkstoff war AstraZeneca.
Bis jetzt absolut keine Nebenwirkungen.

Gruß
Nobsi
 
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Skysnake schrieb:
Sorry aber das, plus der Rest dieser grandiosen Idee und den Forderungen den Hausärzten das Impfen unbürokratische zu ermöglichen interpretiere ich als rein finanziell getriebenes Interesse...
Der Hausärzteverband hat dahingehend schlichtweg nichts zu entscheiden.
Aber ja, tatsächlich, dass dieser diesen Unsinn offenkundig gefordert hat ging an mir völlig vorbei; damit basiert also deine pauschalisierende Aussageg alleine auf den Forderungen dieses einen Verbands? Und machst deshalb so ein Drama?

Skysnake schrieb:
Nein, das ist nicht vergleichbar
Doch; wenn das politisch und systematisch so geregelt wäre, dann IST das sogar genau das.

Skysnake schrieb:
Ich habe gesagt, das man darüber einen gesamtgesellschaftlich Disput führen muss
Ja, das hast du gesagt; aber nein, das muss man nicht. Wie man sieht. ;)

Skysnake schrieb:
Wir leben in einer Demokratie. Daher müssen die Dinge auch von der Gesellschaft getragen werden
Nein, müssen sie so in der von dir gewünschten Form nicht - das ist nicht passiert und wird auch zukünftig nicht passieren. In derartigen Notsituationen in denen es eilt werden gewiss nicht irgendwelche landesweiten Bürgerentscheide organisiert und durchgezogen - auf so einen Irrsinn kommt ja noch nicht mal die Schweiz.

Skysnake schrieb:
Stünde es der Gesellschaft jederzeit frei zu erkennen, dass sie einen Fehler gemacht hat und dies korrigieren
lol - durch weitere Bürgerentscheide? o.O
Völlig utopisch.

Skysnake schrieb:
Nein, es wird bei der Gesetzlichen keiner rausgeworfen, aber es wird nicht jede Leistung bezahlt, die Leben retten könnte
Doch, das wird sie...

Skysnake schrieb:
Kronkretesch Beispiel.
Ja, ich bitte darum - dazu zählen keine persönlichen Anekdoten oder Märchen, sondern überprüfbare, nachvollziehbare Beispiele - Fakten also.

Skysnake schrieb:
Aber mal ganz nebenbei was hat das Verhalten der privaten mit dem der gesetzlichen zu tun?
Es war eine Gegenüberstellung; du hast dir mit der gesetzlichen halt - wie erläutert - schlichtweg das falsche Beispiel ausgesucht.
 
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