Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?

Wirst du dich impfen lassen und welcher Impfstoff wäre dir am liebsten? (2 Stimmen)

  • Nein

    Stimmen: 174 22,6%
  • Ja (Biontech & Pfizer)

    Stimmen: 236 30,6%
  • Ja (Astra Zeneca)

    Stimmen: 10 1,3%
  • Ja (Sputnik V)

    Stimmen: 7 0,9%
  • Ja (Moderna)

    Stimmen: 48 6,2%
  • Ja (Johnson & Johnson)

    Stimmen: 20 2,6%
  • Ja (Impfstoff egal)

    Stimmen: 111 14,4%
  • Anderes (Antwort im Thread)

    Stimmen: 12 1,6%
  • 1. Impfung erfolgt

    Stimmen: 97 12,6%
  • 2. Impfung erfolgt

    Stimmen: 321 41,6%
  • 3. Impfung erfolgt

    Stimmen: 28 3,6%

  • Umfrageteilnehmer
    771
Status
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Tomislav2007 schrieb:
(...)Der Grund nennt sich Haftung.
Die Corona Impfung ist eine vom Staat empfohlene/vorgeschlagene Impfung und der Staat hat kein Interesse daran bei Komplikationen/Todesfällen auf Schadenersatz verklagt zu werden.(...)
In UK soll es bei 18.000.000 Geimpften bei 30 zu Thrombosen gekommen sein.

Bei 80.000.000 wären das dann ca. 135 Fälle. Wie hoch ist dieses Klagerisiko einzuschätzen?

Zumal niemand gezwungen wird geimpft zu werden bzw. einen bestimmten Impfstoff zu akzeptieren.

Ich werde mich definitiv mit jedem zugelassenen Impfstoff impfen lassen.

Mit solchem Zaudern kann man nicht gewinnen.
 
Naja bei uns traf es insbesondere jüngere Frauen. Da müsste man schon wissen, wie viele davon bisher mit AstraZeneca geimpft wurden. Man sollte schon wissen, wie hoch deren Risiko ist. Um das zu ermitteln, reicht es nicht aus die Fälle mit der absoluten Zahl an Impfdosen ins Verhältnis zu setzen.
 
Hallo

Jelais schrieb:
Die Akutstation ist in zwei Trakte aufgeteilt. Die auch voneinander getrennt sind. Der eine ist dann eben die Isolierstation.
Ist das eine richtige Isolierstation (Jedes Zimmer mit Schleuse/Doppeltür und spezieller Lüftung die für etwas Unterdruck sorgt) ? Wenn nicht laßt euch nicht erwischen.

Jelais schrieb:
Da man aber dort nicht so viele Patienten hat bzw. kaum, steht der Teil eben fast leer, wodurch die Versorgungslage für Akutpatienten eben sehr angespannt ist.
Das klingt für mich nach einem selbst verursachten Problem, bzw. der Zweckentfremdung einer Station die eigentlich für etwas anderes gedacht war/ist.
Auf eine richtige Isolierstation (Jedes Zimmer mit Schleuse/Doppeltür und spezieller Lüftung die für etwas Unterdruck sorgt) kann/darf man auch Patienten legen die nicht isoliert werden müssen.
Da Ihr auf eurer zweckentfremdeten Station keine Patienten habt die nicht isoliert werden müssen gehe ich davon aus das es keine richtige Isolierstation ist und Ihr genau wisst wieso Ihr nicht mischt.

Binalog schrieb:
Wie hoch ist dieses Klagerisiko einzuschätzen?
Den Entscheidungsträgern scheint das Risiko zu hoch und zu teuer zu sein.
Ich kann verstehen das du gerne hättest das die Entscheidungsträger dieses Risiko eingehen sollten, ich kann aber auch verstehen das die Entscheidungsträger dieses Risoko nicht eingehen wollen.

Binalog schrieb:
Zumal niemand gezwungen wird geimpft zu werden bzw. einen bestimmten Impfstoff zu akzeptieren.
Deswegen bleibt AstraZeneca auch liegen, weil sehr viele den ablehnen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Der zweite Trakt ist dort schon abgeriegelt. Die Station ist U-förmig und in der Mitte geteilt. Beide Trakte haben einen eigenen Eingang. Der Eingang der Isolierstation hat schon eine Luftschleuse.
Das ist auch eine spezielle Isolierstation für die psychisch erkrankten Patienten, nicht für andere Coronapatienten. Es hatte sich herausgestellt, dass diese anders versorgt werden müssen.
 
Hallo

@Jelais

Also ist es keine richtige Isolierstation, genau so wollten wir es mit den zwei Stationen auch machen die auf der gleichen Etage liegen wie die zwei Corona Isolierstationen, was uns verboten wurde.
Das bei euch nur der Eingang zur Station eine Luftschleuse hat ist der Grund wieso Ihr nicht mischen dürft, wenn jedes Zimmer eine Luftschleuse inkl. Unterdruck Lüftung hätte dürftet Ihr mischen.
Ihr dürft Patienten mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten gar nicht auf eurer "Isolierstation" unterbringen, auf eurer "Isolierstation" müssen alle die gleiche ansteckende Krankheit haben.

Grüße Tomi
 
Naja "ihr" trifft es nicht. Meine Frau arbeitet dort, ich arbeite in der Jugendhilfe. Dennoch stehen einfach weniger Betten zur Verfügung.

Die fehlenden Isoliermöglichkeiten, haben in den Pflegeheimen letztendlich den größten Schaden verursacht. Denn die sind darauf ausgelegt, nahezu voll belegt zu sein. Daher hatte ich ja vor einiger Zeit schon vorgeschlagen, diese zu dezentralisieren und die Leer stehenden Hotels mitzubenutzen. Das hätte den Cluster erheblich verkleinert.
 
Hallo

Jelais schrieb:
Nein es gibt bei uns im Allgmeinkrankenhaus 4 psychiatrische Abteilungen (Akutstation, Sucht, Therapie und Tageklinik).
Du hast eben "Bei uns" geschrieben...

Jelais schrieb:
Naja "ihr" trifft es nicht. Meine Frau arbeitet dort, ich arbeite in der Jugendhilfe.
...und jetzt auf einmal arbeitet deine Frau dort, was denn nun ?

Jelais schrieb:
Die fehlenden Isoliermöglichkeiten, haben in den Pflegeheimen letztendlich den größten Schaden verursacht. Denn die sind darauf ausgelegt, nahezu voll belegt zu sein. Daher hatte ich ja vor einiger Zeit schon vorgeschlagen, diese zu dezentralisieren und die Leer stehenden Hotels mitzubenutzen.
Du solltest nicht Dinge vorschlagen von denen du keine Ahnung hast, man kann nicht so einfach Hotels zu Isolierstationen umbauen, da wäre neu bauen wahrscheinlicher günstiger und schneller.
Ja, man könnte abgelegene Hotel nehmen um die räumliche Isolierung sicher zu stellen aber der ganze Rest fehlt, z.B. Personal, Geräte, Anschlüsse für Druckluft/Sauerstoff, Überwachungsanlage, etc.
Wie sollen die infizierten Patienten in den Hotels vom Personal betreut werden ohne das sich das Personal selber ansteckt ? Hotels haben keine Luftschleusen wo sich das Personal umziehen kann.

Grüße Tomi
 
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Ich stelle jetzt mal die These auf, dass eine ganze Reihe an Gegenmaßnahmen wie Schließungen im Einzelhandel, von Freizeitparks, Zoos oder Museen sowie von Restaurants, Hotels und ähnlichen Einrichtungen - ebenso wie die Maskenpflicht an diesen Orten - gar keinen so starken Effekt haben, wie immer wieder behauptet wird. Jedenfalls haben sie keinen so starken Effekt, als dass das die Zahlen senken könnte.

Trotzdem sind die Zahlen jetzt, nach 5 Monaten Lockdown, sehr viel höher und steigen sogar, während im 1. Lockdown die Zahlen bei vergleichbaren Maßnahmen rasch wieder sanken.

Denn meiner Meinung nach ist viel Entscheidender als Gegenmaßnahmen der Faktor der Angst der Menschen. In der 1. Welle hatten sehr viele Menschen Panik (daher auch die Hamsterkäufe) und haben in großer Zahl (weit über 90%) auch ohne Gegenmaßnahmen schon "Social Distancing" etc. praktiziert (und zwar vor allem im privaten Bereich).
Heute ist der Anteil derer, die (aus unterschiedlichen Gründen) keine wirkliche Angst mehr haben größer - und da reichen auch schon 30% statt 10% - weswegen sämtliche Gegenmaßnahmen viel weniger wirksam erscheinen als in der 1. Welle (tatsächlich waren sie damals genauso wenig wirksam wie heute).

Eine Schlüsselrolle kommt hierbei übrigens den Medien und Politikern zu: Je bedrohlicher, schlimmer die Situation dargestellt wird (und zwar unabhängig davon, ob sie es wirklich ist), desto mehr Menschen praktizieren "Social Distancing" und die Zahlen gehen runter - meiner Meinung nach wohlgemerkt unabhängig davon, ob man einen harten Lockdown macht oder nicht.

Vermutlich berichtet man deshalb auch in den deutschen Medien beharrlich nicht über die Intensivkapazitäten (oder darüber, dass in Altersheimen dank hoher Durchimpfung jetzt, anders als in der 1. und 2. Welle, keine Hotspots mehr entsehen - und Altersheimbewohner machten da je nach Bundesland bis zu 84% der Todesopfer aus, mindestens ca. 30%) in dem Sinne wann wirklich Triage unmittelbar bevorsteht. Denn das ist ja nicht der Fall, wenn man die Patienten noch in andere Gegenden verlegen kann oder man Notfallintensivbetten nutzen muss, aber ich hab immer den Eindruck, als würde man bereits das um jeden Preis verhindern wollen.
 
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Hallo

@j-d-s

Haben die Maßnahmen weniger Effekt als behauptet wird oder verpuffen die Maßnahmen weil sich immer weniger Menschen daran halten ? Ich bin mir sicher das es der Grund nach dem oder ist.
Wenn in den Medien die du konsumierst nicht über Intensivkapazitäten berichtet wird dann konsumierst du ganz einfach die falschen Medien.

Grüße Tomi
 
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@tommi: Nur noch Notaufnahme und PsychKhG-Aufnahmen. Alles andere wird weitestgehend weg geschickt. Und somit hast Du auch eine kleine Teilerklärung, warum es in der Familirnhilfe stressiger geworden ist.
 
Hagen_67 schrieb:
Jetzt ist ein Jahr rum. Was hat die Regierung eigentlich unternommen um das Gesundheitssytem zu verbessern?
Es wurden doch extrem viele neue Plätze 2020 geschaffen ,- um dann festzustellen, dass man sich keine Ärzte und Pfleger basteln kann.
Jelais schrieb:
Daher hatte ich ja vor einiger Zeit schon vorgeschlagen, diese zu dezentralisieren und die Leer stehenden Hotels mitzubenutzen. Das hätte den Cluster erheblich verkleinert.
Das selbe hierzu. Es fehlt weder an Platz noch Örtlichkeiten - es fehlt an Personal. Gerade in der Pflege gab es vorher schon massive Engpässe im Personal. Wie soll man dann die doppelte Fläche abdecken? Der Personalaufwand ist das größte Problem und vor allem auch nicht einfach zu lösen. Die wachsen ja nicht zum pflücken auf Bäumen.
Ergänzung ()

j-d-s schrieb:
Jedenfalls haben sie keinen so starken Effekt, als dass das die Zahlen senken könnte.
Die Zahlen sanken aber bis zur mutierten Variante. Die war leider ein Gamechanger.

j-d-s schrieb:
Heute ist der Anteil derer, die (aus unterschiedlichen Gründen) keine wirkliche Angst mehr haben größer - und da reichen auch schon 30% statt 10% - weswegen sämtliche Gegenmaßnahmen viel weniger wirksam erscheinen als in der 1. Welle (tatsächlich waren sie damals genauso wenig wirksam wie heute).
Genau das wird auf jeder PK anhand der Mobilitätsdaten genannt und festgehalten.. die absoluten Zahlen sind etwas anders, der Grundgedanke ist aber richtig.
j-d-s schrieb:
Vermutlich berichtet man deshalb auch in den deutschen Medien beharrlich nicht über die Intensivkapazitäten
Dies stimmt einfach nicht. Zumindest im WDR aktuell, der Tagesschau, Quarks und den offiziellen PK's der Regierung sowie in der Zeit online und FAZ online wurde das nach dem Impfungen immer wieder thematisiert. Jetzt ist es kein Thema mehr, weil es endlich besser läuft und die Impfungen meist helfen.

Es existieren nur leider weiterhin vielfältige Gefahren und der scheiß ist offensichtlich noch nicht vorbei. Die Intensivbetten laufen trotzdem voll - mit 50 bis 70 jährigen und anderen Risikopatienten.

Um das nochmal klar zu haben: es gibt wissenschaftlich geschätzt über 33 Millionen Menschen in Deutschland, die zur Risikogruppe gehören! - das ist der Grund, warum über 70%, vielleicht mit der Mutation sogar über 80 ist gar 90% geimpft werden müssen, um das Gesundheitswesen nicht zur Überlastung zu bringen.

Bzgl. Angst: nein, ich denke nicht dass man Menschen längerfristig durch Angst "mitnehmen" und für Maßnahmen gewinnenb kann.
Durch gut kommunizierte Argumente und konsistenten Handeln sowie ein gemeinsames Ziel aber sehr wohl. (Hierbei scheiterte die Regierung bislang immer wieder.)
 
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Hagen_67 schrieb:
Was hat die Regierung eigentlich unternommen um das Gesundheitssytem zu verbessern?
Na, na, na – jetzt sei mal nicht so undankbar, es wurde doch geklatscht! /s

Meiner Wahrnehmung nach sind sehr viele (politische) Akteure sehr überfordert. Allein nur mit dem was mir meine Freundin von ihrem Berufsalltag erzählt bin ich tatsächlich verwundert das es im Moment überhaupt ein funktionierendes Gesundheitssystem gibt. Wirklich. Und ich bin froh das es noch genug Menschen gibt die dort täglich trotzdem arbeiten, obwohl die Situation teilweise prekär ist.

Welche Partei(en) würden denn deiner Meinung nach für signifikante Verbesserung sorgen können?
Da dieses Jahr Bundestagswahl ist hätte ich eine Stimme die ich auch für die Interessen des Pflegepersonals vergeben könnte. Die beiden aktuellen Regierungsparteien habe ich für mich ausgeschlossen, weil da wohl nix mehr zu erwarten ist was über den Status Quo hinausgeht.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich kann mir aus meiner Erfahrung raus nicht vorstellen das Patienten die isoliert werden müssen auf einer Station landen die nicht für die Aufnahme ansteckender Patienten geeignet ist.
Dann arbeitest du wohl nicht in einem stink normalen Krankenhaus bzw Reha etc. Das ist total Usus in solchen Einrichtungen.

Da gibt es zwar im Normalfall auch immer einige Isolierzimmer, wenn es aber zu einem etwas größeren Ausbruch kommt, dann werden Stationen dicht gemacht und voneinander isoliert, bis wieder die Isolierzimmer ausreichen. Wie willst du das auch sonst machen? Die Plätze sind ja oft komplett belegt. Du müsstest im Zweifel also 100% der Plätze isolierfähig machen. Das wäre wirtschaftlich aber totaler Overkill. Da ist es besser bei dem Auftreten von so einer Situation halt auch mal 20 oder 30% der Plätze ungenutzt zu lassen, weil es keine Neuaufnahmen gibt.
Jelais schrieb:
Die Akutstation ist in zwei Trakte aufgeteilt. Die auch voneinander getrennt sind. Der eine ist dann eben die Isolierstation. Da man aber dort nicht so viele Patienten hat bzw. kaum, steht der Teil eben fast leer, wodurch die Versorgungslage für Akutpatienten eben sehr angespannt ist.
Ja, so kenne ich das auch von meiner Frau, die in einer Frühreha gearbeitet hat. Kam bei ihr in 10 Jahren vor Corona glaub ein oder zweimal vor
Jelais schrieb:
Naja bei uns traf es insbesondere jüngere Frauen. Da müsste man schon wissen, wie viele davon bisher mit AstraZeneca geimpft wurden. Man sollte schon wissen, wie hoch deren Risiko ist. Um das zu ermitteln, reicht es nicht aus die Fälle mit der absoluten Zahl an Impfdosen ins Verhältnis zu setzen.
Genau. Und für die ist das Risiko an Covid19 zu sterben deutlich geringer. Ich kann mit schon vorstellen, das es in genau der Gruppe zu der Situation kommen kann dass das Risiko durch die Impfung zu sterben nicht signifikant niedriger ist als durch Covid19. Und in dem Fall sollte man nicht impfen. Das weiß man aber auch nur wenn die Daten richtig erhoben werden.

Deswegen empfinde ich die Situation in GB auch als echten Skandal. Da findet man plötzlich statt 5 Tidesfällen 30? Also Faktor 5 an zusätzlichen Toten, die sich Wenn's dumm läuft auch noch auf eine kleine Subgruppe konzentrieren? WTF!!!

Das beeinflusst sicherlich auch die Entscheidung von RKI, Stiko EMEA usw usf. Deswegen finde ich es auch richtig, das man selbst alles richtig überwacht, selbst wenn in anderen Ländern schon viel geimpft wurde.

1. Können andere Konstellationen auftreten (z.b. Genvariante in der Bevölkerung, Alter etc) die wichtig sind
2. Weiß man nie, ob da nicht geschleudert wird, oder eine andere Interessenabwägung stattfindet. Nur weil man gewisse Daten nicht bekommt heißt das ja nicht, das es sie nicht gibt. Wer weiß wie gut das in GB begleitet wird oder wie groß der politische Wille ist Zweifel am eigenen Impfstoff zu sähen, der einem die Rückkehr ins normale Leben inkl Wirtschaftssystem retten soll. Ach und exportieren will man das natürlich auch in alle Welt sobald die eigenen Leute geimpft sind
Tomislav2007 schrieb:
Ist das eine richtige Isolierstation (Jedes Zimmer mit Schleuse/Doppeltür und spezieller Lüftung die für etwas Unterdruck sorgt) ? Wenn nicht laßt euch nicht erwischen.
Was heißt hier "richtige" Isolierstation? Für den Regelbetrieb mit beliebigen Erkrankungen? Nein natürlich nicht, aber hat hier irgendjemand davon gesprochen?
Tomislav2007 schrieb:
Also ist es keine richtige Isolierstation, genau so wollten wir es mit den zwei Stationen auch machen die auf der gleichen Etage liegen wie die zwei Corona Isolierstationen, was uns verboten wurde.
Kommt halt drauf an, WAS ihr GENAU damit machen wolltet. Wenn da unterschiedliche Erkrankungen gemischt werden sollten vergesst es und auch wenn Hausfremde Zugänge mit gleichem Befund gewollt waren, dann ist das auch im Normalbetrieb sehr sehr unwahrscheinlich das sowas genehmigt wird. Wenn dann nur für den Notbetrieb
Tomislav2007 schrieb:
Ihr dürft Patienten mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten gar nicht auf eurer "Isolierstation" unterbringen, auf eurer "Isolierstation" müssen alle die gleiche ansteckende Krankheit haben.
Das sind ja auch nur Temporäre Isolierstationen. Von Regelbetrieb hat wie gesagt ja keiner Gesprochen. Es will auch keiner Patienten mit unterschiedlichen infektiösen Erkrankungen auf diesen Stationen mischen. Da geht es nur darum den Betrieb aufrecht zu halten und die Leute zu versorgen. Bei sowas wie Corona eventuell sogar von Extern, weil es ansonsten eben für diese Leute gar keine Versorgung gäbe.
j-d-s schrieb:
Heute ist der Anteil derer, die (aus unterschiedlichen Gründen) keine wirkliche Angst mehr haben größer - und da reichen auch schon 30% statt 10% - weswegen sämtliche Gegenmaßnahmen viel weniger wirksam erscheinen als in der 1. Welle (tatsächlich waren sie damals genauso wenig wirksam wie heute).
Ja, wenn sich weniger Leute daran halten wird es weniger wirksam, aber die Maßnahme an sich verliert ja nicht ihre Wirksamkeit... wäre ja fast so als würde man sagen, der Sicherheitsgurt bringt nichts, weil wieder mehr Leute sterben bei einem Unfall weil immer weniger ihn anlegen...
j-d-s schrieb:
Vermutlich berichtet man deshalb auch in den deutschen Medien beharrlich nicht über die Intensivkapazitäten (oder darüber, dass in Altersheimen dank hoher Durchimpfung jetzt, anders als in der 1. und 2. Welle, keine Hotspots mehr entsehen - und Altersheimbewohner machten da je nach Bundesland bis zu 84% der Todesopfer aus,
Das wird zuletzt auf Ntv und auch sonst eigentlich ziemlich ausgetreten. Also dass die Infektionsraten gerade bei den <20 Jährigen stark ansteigen, aber bei den >80 jährigen niedrig bleiben. Als Begründung wird die hohe Imfquote angegeben, wobei da auch noch immer genug fehlen.
j-d-s schrieb:
aber ich hab immer den Eindruck, als würde man bereits das um jeden Preis verhindern wollen.
Ja klar will man das um jeden Preis verhindern, weil man dann keinen Puffer mehr hat und man keine größeren Ereignisse wie ein Zugunglück, Chemieunfall etc abfangen kann. Zudem hat man halt den exponentiellen Anstieg, der sich erst mit Verzug auf den Intensivstationen darstellt. Di musst wenn ich das richtig in Erinnerung habe 2-4 Wochen in die Zukunft extrapolieren. Wenn deine Infektionszahlen nicht also seit mindestens 2-4 Wochen stabil sind oder gar sinken, wenn du in die Situation kommst, dass die Notplätze belegt werden, dann weißt du, dass du die Triage haben wirst.

Das ist wie mit dem tausende Tonnen Zug. Der sieht zwar das Auto auf dem Übergang und leitet auch die Notbremsung ein, weiß aber das er erst einige hundert Meter hinter dem Übergang zum stehen kommen wird...
SE. schrieb:
Welche Partei(en) würden denn deiner Meinung nach für signifikante Verbesserung sorgen können?
Da dieses Jahr Bundestagswahl ist hätte ich eine Stimme die ich auch für die Interessen des Pflegepersonals vergeben könnte. Die beiden aktuellen Regierungsparteien habe ich für mich ausgeschlossen, weil da wohl nix mehr zu erwarten ist was über den Status Quo hinausgeht
Keine?

Wenn würde ich maximal auf die Linken tippen, aber auch da wäre ich mir nicht sicher.

Alle reden immer gern darüber, aber keiner will was daran ändern, weil uns das massiv Geld kosten würde und da hört es dann eben auf. Klatschen ist ja ok, aber bei einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträgen hört der Spaß auf....

Das ist leider die bittere Realität. Man lebt davon das sich gewisse Leute bucklig schaffen, damit man selbst mehr Wohlstand hat. Deswegen will auch keiner wirklich was gegen Kinderarbeiten oder sonstige Ausbeutung und Umweltverschmutzung im Ausland machen. Deren Probleme können uns doch egal sein, solange bei uns der Rubel rollt für den Wohlstand...
 
Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Du hast eben "Bei uns" geschrieben...


...und jetzt auf einmal arbeitet deine Frau dort, was denn nun ?
Ich schrieb bei "uns", weil ich mich auf meine Stadt bzw. Region beziehe. Ich gehe nicht davon aus, dass es weder bundes, noch landesweit die gleichen Regelungen gibt.
Jelais schrieb:
Die Akutstation ist in zwei Trakte aufgeteilt. Die auch voneinander getrennt sind. Der eine ist dann eben die Isolierstation. Da man aber dort nicht so viele Patienten hat bzw. kaum, steht der Teil eben fast leer, wodurch die Versorgungslage für Akutpatienten eben sehr angespannt ist. Diese werden dann eben auf die anderen Abteilungen verteilt. Diese sind dann mehr oder weniger auch geschlossene Stationen. Nur die Patienten ohne Beschluss können sie verlassen, müssen dann aber vom Personal immer hinaus gelassen werden. Da Akutpatienten personalintensiver sind können die anderen Stationen auch nicht ganz belegt werden. Meine Frau arbeitet dort, daher kenne ich die Situation dort ganz gut.

Aber im Hinblick einer gemeindenahen Versorgung psychisch kranker Menschen ist diese Konstrukt in ländlicheren Regionen nicht unüblich.
Und hier hatte ich bereits erwähnt, dass meine Frau dort arbeitet. Ich selbst hatte vorher schon geschrieben, dass ich eine Sozialpädagogische Familienhilfe leite und nebenberuflich als Psychotherapeut arbeite.

Achim_Anders schrieb:
Es wurden doch extrem viele neue Plätze 2020 geschaffen ,- um dann festzustellen, dass man sich keine Ärzte und Pfleger basteln kann.

Das selbe hierzu. Es fehlt weder an Platz noch Örtlichkeiten - es fehlt an Personal. Gerade in der Pflege gab es vorher schon massive Engpässe im Personal. Wie soll man dann die doppelte Fläche abdecken? Der Personalaufwand ist das größte Problem und vor allem auch nicht einfach zu lösen. Die wachsen ja nicht zum pflücken auf Bäumen.
Ergänzung ()
Ein Pflegeheim ist in der Regel in mehrere Stationen mit relativ fest zugeordneten Personal gegliedert. In Zeiten von Corona sollte die Zuordnung ziemlich fest sein. Wenn ich mehrere Stationen in Hotels auslagere, dann geht das zugeordnete Personal natürlich mit. Die müssen keine größere Fläche abdecken. Sicher sind die räumlichen Bedingungen nicht optimal, allerdings werden sie wesentlich besser sein, wie in manchen Familien, in denen Angehörige zu hause gepflegt werden. Reinigungskräfte und Küchenpersonal der Hotels können die Reinigung und die Versorgung übernehmen. Die Mehrkosten würde der Staat übernehmen, die allerdings nicht so hoch sein dürften. Schließlich würde ein Hotel dadurch weniger bis keine staatliche Unterstützung benötigen. Zudem hätte man einen Pool an Aushilfskräften akquirieren können. Bei vielen Studenten sind gerade die Einkünfte weggebrochen. Mit Zivildienstleistenden hat das früher auch gut geklappt. Hätte man entsprechende Pläne bereits im Sommer ausgearbeitet, wäre das auch logistisch zu stemmen gewesen.
In der Krise muss nicht alles zu 100% perfekt sein. Der Regulierungswahn hat uns an vielen Stellen sehr viel Zeit und Geld gekostet.
 
Hallo

Skysnake schrieb:
Dann arbeitest du wohl nicht in einem stink normalen Krankenhaus bzw Reha etc.
Erst weißt du besser als die Ärzte wieviel Bürokratie/Arbeit sie bei Corona Impfungen haben und jetzt weißt du besser wo ich arbeite.
Die Ärzte haben bei Corona Impfungen nicht mehr Bürokratie/Arbeit als bei Grippe Impfungen und ich arbeite in einem ganz normalen Krankenhaus.

Skysnake schrieb:
Das ist total Usus in solchen Einrichtungen.
Was gemacht wird und was erlaubt ist sind in der Realität oft zwei verschiedene Paar Schuhe.

Skysnake schrieb:
Da gibt es zwar im Normalfall auch immer einige Isolierzimmer, wenn es aber zu einem etwas größeren Ausbruch kommt, dann werden Stationen dicht gemacht und voneinander isoliert, bis wieder die Isolierzimmer ausreichen.
Wenn nur der Stationseingang eine Luftschleuse und die Station eine Unterdrucklüftung hat darf man nur Isolierpatienten mit der gleichen ansteckenden Krankheit unterbringen.
Wenn jedes Zimmer eine Luftschleuse und Unterdrucklüftung hat darf man Isolierpatienten mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten unterbringen.
Wenn der Stationseingang und die Zimmer keine Luftschleuse und Unterdrucklüftung haben dürfen dort Isolierpatienten nicht untergebracht werden.

Skysnake schrieb:
Du müsstest im Zweifel also 100% der Plätze isolierfähig machen. Das wäre wirtschaftlich aber totaler Overkill.
Wenn das beim Bau des Hauses gemacht wurde Nein, wenn es im Nachhinein gemacht wird JA.
Genau darum ging es bei der Diskussion mit @Jelais, er schrieb das im Krankenhaus wo seine Frau arbeitet die Station nicht ausgelastet und nur teilweise belegt ist.
Das liegt daran das die Zimmer keine Luftschleuse und Unterdrucklüftung haben, nur der Stationseingang hat eine Luftschleuse, deswegen dürfen die keine Mischbelegung machen.
Wenn man beim Bau jedes Zimmer mit Luftschleuse und Unterdrucklüftung ausstattet dann darf man Mischbelegung (und somit Vollbelegung) machen, was dann wirtschaftlicher ist.

Skysnake schrieb:
Kommt halt drauf an, WAS ihr GENAU damit machen wolltet.
Wir haben auf der vierten Etage (Oberste Etage) zwei Isolierstationen mit Isolierzimmern auf der Corona Patienten liegen und zwei normale Stationen.
Wir wollten auf die normalen Stationen auch Corona Patienten legen, mit der Begründung das dann auf der ganzen Etage nur Corona Patienten sind und dort oben sonst niemand lang läuft.
Wegen der Wirtschaftlichkeit haben wir die zwei normalen Stationen nicht zu Isolierstationen umgebaut, das ist im Nachhinein viel zu teuer, vor allem bei unbekannter Nutzungsdauer.

Jelais schrieb:
Ich schrieb bei "uns", weil ich mich auf meine Stadt bzw. Region beziehe.
Ah OK, dann habe ich das "Bei uns" falsch verstanden.

Jelais schrieb:
Ein Pflegeheim ist in der Regel in mehrere Stationen mit relativ fest zugeordneten Personal gegliedert. In Zeiten von Corona sollte die Zuordnung ziemlich fest sein.
Bei uns ist die Personal Zuordnung nicht fest, weil die Belastung auf den Corona Stationen deutlich höher ist werden die Pfleger/innen ausgetauscht, jede/r muss mal auf die Corona Stationen.

Jelais schrieb:
Wenn ich mehrere Stationen in Hotels auslagere, dann geht das zugeordnete Personal natürlich mit. Die müssen keine größere Fläche abdecken.
Der Bedarf an Personal/Geräten/Fläche wird höher, Personal/Geräte/Fläche werden von meheren Patienten zeitversetzt benutzt, es steht nicht für jeden Patienten alles gleichzeitig zur Verfügung.
Die Patienten brauchen nicht alle gleichzeitig das Personal und die Geräte/Fläche, wenn Personal und Geräte mehrfach vorhanden sind dann braucht man auch mehr Fläche für die Unterbringung.
Der Personalschlüssel ist seit jeher in der Realität nur ein grober Schätzwert, seit Corona ist das komplett aus dem Ruder gelaufen (Personal in Corona Quarantäne), wie soll das in Hotels ablaufen ?

Jelais schrieb:
Sicher sind die räumlichen Bedingungen nicht optimal, allerdings werden sie wesentlich besser sein, wie in manchen Familien, in denen Angehörige zu hause gepflegt werden. Reinigungskräfte und Küchenpersonal der Hotels können die Reinigung und die Versorgung übernehmen.
Um was geht es bei deiner Idee eigentlich ?
Du hast zuerst geschrieben das die Bewohner von Pflegeheimen in Hotels untergebracht werden sollen und jetzt Menschen die zuhause gepflegt werden, was denn nun ?
Menschen die in Pflegeheimen untergebracht sind und Menschen die zuhause gepflegt werden sind zwei verschiedene Paar Schuhe, bzw. unterschiedliche Pflegestufen.
Ab einer bestimmten Pflegestufe dürfen Patienten nicht von ungeschultem Personal gepflegt werden, da fällt für die Versorgung und vor allem Pflege das Hotelpersonal weg.
Ich bin mir bei der Pflegestufe nicht ganz sicher, ich meine ab Pflegestufe 2 muss das Reinigungspersonal das bei Menschen zuhause reinigt schon gewisse Schulungen haben.
Die Idee mit Hotels ist nett aber für Bewohner von Pflegeheimen unbrauchbar, Menschen die zuhause gepflegt werden sollte man zuhause lassen und nicht aus der gewohnten Umgebung raus holen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Wenn nur der Stationseingang eine Luftschleuse und die Station eine Unterdrucklüftung hat darf man nur Isolierpatienten mit der gleichen ansteckenden Krankheit unterbringen.
Wenn jedes Zimmer eine Luftschleuse und Unterdrucklüftung hat darf man Isolierpatienten mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten unterbringen.
Wenn der Stationseingang und die Zimmer keine Luftschleuse und Unterdrucklüftung haben dürfen dort Isolierpatienten nicht untergebracht werden.
Pauschalisieren ftw... wenn wegen RMSA oder sonst was isoliert werden muss, was nicht über die Luft übertragbar ist, dann wird das wohl eher nicht gefordert sein. Du kannst mir aber sicherlich die gesetzlichen Vorschriften benennen, die das fordern.

Das wäre auch total Banane. Wenn du nen Ausbruch auf ner Station hast und die dicht machen musst, dann kann das ja richtig heftig werden. Bei meiner Frau wären das z.b 20-30 Patienten mit Stachio Stoma, trapiniert, zentralen Venenkatheter etc gewesen. Die bekommst du ja total einfach verlegt. Selbst wenn du Plätze findest. Vor allem belegst du damit ja wieder Intensivplätze.

DIE Isolierstation gibt es doch gar nicht. Wenn du jemanden mit Pocken hättest, dürfte der auch nicht ohne weiteres auf so eine "Isolierstation" gelegt werden
Tomislav2007 schrieb:
Wenn das beim Bau des Hauses gemacht wurde Nein, wenn es im Nachhinein gemacht wird JA.
Genau darum ging es bei der Diskussion mit @Jelais, er schrieb das im Krankenhaus wo seine Frau arbeitet die Station nicht ausgelastet und nur teilweise belegt ist.
Das liegt daran das die Zimmer keine Luftschleuse und Unterdrucklüftung haben, nur der Stationseingang hat eine Luftschleuse, deswegen dürfen die keine Mischbelegung machen.
Wenn man beim Bau jedes Zimmer mit Luftschleuse und Unterdrucklüftung ausstattet dann darf man Mischbelegung (und somit Vollbelegung) machen, was dann wirtschaftlicher ist.
Also das kostet alles nichts?
Doppelte Tür
Lüftungsanlage
Vorraum in ausreichender Größe zum Umkleiden.

Da bist du ganz schnell dabei, dass du auch in nem Neubau weniger Zimmer hast, weil der Bebauungsplan gar nicht mehr zulässt. Ganz unabhängig davon, dass das eben teurer und damit unwirtschaftlich wäre. Das amortisiert sich doch niemals. Und das ist allgemein ein hinreichendes Kriterium für eine unwirtschaftliche Entscheidung
Tomislav2007 schrieb:
Wir haben auf der vierten Etage (Oberste Etage) zwei Isolierstationen mit Isolierzimmern auf der Corona Patienten liegen und zwei normale Stationen.
Wir wollten auf die normalen Stationen auch Corona Patienten legen, mit der Begründung das dann auf der ganzen Etage nur Corona Patienten sind und dort oben sonst niemand lang läuft.
Wegen der Wirtschaftlichkeit haben wir die zwei normalen Stationen nicht zu Isolierstationen umgebaut, das ist im Nachhinein viel zu teuer, vor allem bei unbekannter Nutzungsdauer.
Naja, Corona ist über die Luft übertragbar. Wobei es bei einer ganzen Etage schon etwasfragwürdig ist. Aber keine Ahnung wie es bei euch z.b. mit dem Aufzug aussieht. Wenn das nicht die oberste Etage ist, könnte das eventuell schon ausreichend sein. Geht ja bei euch dann schon eher um eine auf Dauer angelegte Sache und nicht um eine Temporäre Notlösung. Da wird schon mit zweierlei Maß gemessen.

Am Ende gibt es da aber auch immer einen Entscheidungsspielraum.
 
Nein, ließ doch einmal. Ich schrieb, da
Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Du hast eben "Bei uns" geschrieben...


...und jetzt auf einmal arbeitet deine Frau dort, was denn nun ?


Du solltest nicht Dinge vorschlagen von denen du keine Ahnung hast, man kann nicht so einfach Hotels zu Isolierstationen umbauen, da wäre neu bauen wahrscheinlicher günstiger und schneller.
Ja, man könnte abgelegene Hotel nehmen um die räumliche Isolierung sicher zu stellen aber der ganze Rest fehlt, z.B. Personal, Geräte, Anschlüsse für Druckluft/Sauerstoff, Überwachungsanlage, etc.
Wie sollen die infizierten Patienten in den Hotels vom Personal betreut werden ohne das sich das Personal selber ansteckt ? Hotels haben keine Luftschleusen wo sich das Personal umziehen kann.

Grüße Tomi
Du verstehst mich falsch. Ein Teil der Bewohner ziehen in ein Hotel, damit man im Pflegeheim die räumlichen Kapazitäten hat vernünftig zu isolieren. Sollte sich jemand von denen infizieren, die in ein Hotel gezogen sind, werden sie auf die Isolierstation im Pflegeheim gebracht. wie willst du sonst die räumlichen voraussetzungen schaffen?
Einige Pflegeheimen sind auf die gloreiche Idee gekommen eine Station zu schließen und die Bewohner auf andere Stationen aufzuteilen. Großes Kino, wenn du mich fragst. Denn man verdichtet die Anzahl an Menschen. In einer Pandemie keine gute Idee. Zumal gerade ältere Menschen sich schnell zu Superspreadern entwicklen:

Corona wird durch Tröpfchen übertragen. Forscher zeigen jetzt: Je älter und übergewichtiger Menschen sind, desto mehr Tröpfchen geben sie ab. Weinger als 20 Prozent stoßen 80 Prozent aller Aerosole aus.
https://www.mdr.de/wissen/superspreader-aerosole-tropechen-alt-uebergewichtig-100.html

Auch zeigten die Untersuchungen, dass auf dem Höhepunkt der Infektion die ausgeschiedenen Tröpfchen immer kleiner werden. Was gefährlich ist, da sehr kleine Aerosole offenbar Masken durchdringen und auch längere Distanzen als zwei Meter überwinden können. Womit die gewöhnlichen Schutzmaßnahmen bei einer starken Infektion nicht ausreichen dürften.
https://www.n-tv.de/wissen/Alter-un...zierte-zu-Superspreadern-article22367294.html


Die räumliche Situation hat die Pflegeheime zu Todesfallen werden lassen. Bereits der erste Lockdwon hat das nicht verhindern können, daher war nicht davon auszugehen dass es der zweite tut.
Was wäre denn dein Vorschlage gewesen, das zu verhindern. Testen alleine reduziert zwar das Risiko, dass Infektionen eingeschleppt werden, verhindern es aber nicht völlig. Also muss man flankierend die Cluster verkleinern. Wenn es darum geht, vulnerable Gruppen zu schützen, und die Pflegeheime waren mit Abstand am stärksten davon betroffen, darf man Kosten und Mühen nicht scheuen. Und da hätte man bereits direkt nach der ersten Welle, Strategien entwickeln müssen.Um was geht es bei deiner Idee eigentlich ?
Hier einmal die Problembeschreibung dazu:
Doch wo ist für Senioren und Vorerkrankte das Risiko größer, sich hochansteckende Viren einzufangen? Erstaunlicherweise wird diese eigentlich auch unstrittige Frage im dominanten Corona-Diskurs weder aufgeworfen noch beantwortet. Ein Blick in die bereits zitierte RKI-Studie von 2005 schafft auch dabei Abhilfe. Dort heißt es unter der Überschrift „Infektionsrisiko“, dass „die Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen das Risiko von Infektionsübertragungen“ erhöhe. Und weiter: Akute Infektionen seien „eine häufige Ursache für eine Krankenhauseinweisung von Heimbewohnern“, und „auch am Tod von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen beteiligt“....
Rechnet man die §36-Gruppe zusammen, wurden aus den Masseneinrichtung also fast 18.000 positiv auf COVID-19 Getestete registriert – was etwa 11,5 Prozent aller deutschen COVID-19 Fälle (Gesamtstand 28.April: 156.337) ausmacht.
https://www.regensburg-digital.de/strukturell-unsicher-seniorenheime-in-zeiten-von-corona/02052020/


Tomislav2007 schrieb:
Du hast zuerst geschrieben das die Bewohner von Pflegeheimen in Hotels untergebracht werden sollen und jetzt Menschen die zuhause gepflegt werden, was denn nun ?
Menschen die in Pflegeheimen untergebracht sind und Menschen die zuhause gepflegt werden sind zwei verschiedene Paar Schuhe, bzw. unterschiedliche Pflegestufen.
Ab einer bestimmten Pflegestufe dürfen Patienten nicht von ungeschultem Personal gepflegt werden, da fällt für die Versorgung und vor allem Pflege das Hotelpersonal weg.
Ich bin mir bei der Pflegestufe nicht ganz sicher, ich meine ab Pflegestufe 2 muss das Reinigungspersonal das bei Menschen zuhause reinigt schon gewisse Schulungen haben.
Die Idee mit Hotels ist nett aber für Bewohner von Pflegeheimen unbrauchbar, Menschen die zuhause gepflegt werden sollte man zuhause lassen und nicht aus der gewohnten Umgebung raus holen.

Grüße Tomi
Lies doch bitte einmal genau, was ich geschrieben habe

Jelais schrieb:
Ein Pflegeheim ist in der Regel in mehrere Stationen mit relativ fest zugeordneten Personal gegliedert. In Zeiten von Corona sollte die Zuordnung ziemlich fest sein. Wenn ich mehrere Stationen in Hotels auslagere, dann geht das zugeordnete Personal natürlich mit. Die müssen keine größere Fläche abdecken. Sicher sind die räumlichen Bedingungen nicht optimal, allerdings werden sie wesentlich besser sein, wie in manchen Familien, in denen Angehörige zu hause gepflegt werden.

Ich habe öediglich geschrieben, dass die räumlichen Bedingungen für Pflegeheimbewohner in einem hotel nicht optimal sind, aber immer noch besser, wie in manchen Familien, in denen Angehörige zu hause gepflegt werden. Wieso liest du daraus, dass die Menschen von zu hause in ein Hotel ziehen sollen?
Es geht hier darum die Clustergröße in Pflegeheimen zu reduzieren. Der Sinn dürfte für dich ersichtlich sein. Und das Reinigungspersonal eines Hotels einzuweisen, wie man die Zimmer dann zu reinigen hat, wird man hinbekommen. Oder glaubst Du die Reinigungskräfte in einem Pflegeheim, hätten eine besondere Fortbildung erhalten?
Ergänzung ()

Achim_Anders schrieb:
Das selbe hierzu. Es fehlt weder an Platz noch Örtlichkeiten - es fehlt an Personal. Gerade in der Pflege gab es vorher schon massive Engpässe im Personal. Wie soll man dann die doppelte Fläche abdecken? Der Personalaufwand ist das größte Problem und vor allem auch nicht einfach zu lösen. Die wachsen ja nicht zum pflücken auf Bäumen.
Ergänzung ()
Wieso sollte das personalintensiver sein?
Ergänzung ()

Achim_Anders schrieb:
Die Zahlen sanken aber bis zur mutierten Variante. Die war leider ein Gamechanger.
Und warum stiegen, dann die Zahlen im Dezember noch einmal so rasant an? Effekte in die andere Richtung schienen sich erst nach den Schulschließungen einzustellen. Vielleicht hat man die Lage dort einfach unterschätzt.
Die Beschränkung von Treffen auf maximal zehn Personen gleichzeitig und die Schließung von Schulen sowie anderer Bildungseinrichtungen waren der Studie zufolge offenbar die effektivsten Maßnahmen gegen das Coronavirus. Ebenfalls interessant: Versammlungsverbote für mehr als 100 Personen und mehr als 1000 Personen hatten laut DPA nur mäßige Effekte.
https://www.fr.de/politik/corona-vi...ten-massnahmen-lockdown-schulen-90145191.html


Am 22.02. wurde beschlossen, die Schulen wieder zu öffnen, und schau dir mal danach die Zahlen an.


Die Akzeptanz gegenüber AstraZeneca scheint doch nicht so sehr gelitten zu haben, wie ich befürchtet hatte:

13.34 Uhr: Der Ansturm auf die Impf-Termine für die über 60-Jährigen hat in Nordrhein-Westfalen schon am frühen Samstagmorgen zu überlasteten Leitungen am Telefon und im Internet geführt.
Die Gruppe ab 60 Jahren kommt außerhalb der üblichen Reihenfolge zum Zuge, nachdem die Ständige Impfkommission empfohlen hatte, das Präparat von AstraZeneca für Jüngere nicht mehr einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen.
https://www.spiegel.de/wissenschaft...weiter-a-edd59a79-a2ae-48a4-9a99-b4bf7a945d2a
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Skysnake schrieb:
Pauschalisieren ftw... wenn wegen RMSA oder sonst was isoliert werden muss, was nicht über die Luft übertragbar ist, dann wird das wohl eher nicht gefordert sein.
Nett das du jetzt mit MRSA kommst, Ich habe aber in Bezug auf die verschiedenen Arten von Isolierstationen nichts über MRSA geschrieben.
Ich habe nur erwähnt das mir auffällt das wir zur Zeit kaum MRSA Fälle haben, was aber nichts mit den Arten von Isolierstationen zu tun hatte.

Skysnake schrieb:
DIE Isolierstation gibt es doch gar nicht.
Das ist richtig, die Unterschiede habe ich dir doch erklärt.

Skysnake schrieb:
Also das kostet alles nichts?
Doppelte Tür
Lüftungsanlage
Vorraum in ausreichender Größe zum Umkleiden.
Wie kommst du jetzt auf nichts, überfliegst du Antworten nur kurz und liest nicht richtig ?
Ich habe geschrieben das es kein finanzieller Overkill ist wenn man das beim neu bauen eines Hauses macht und man dann hinterher voll belegen kann mit Patienten die unterschiedliche ansteckende Krankheiten haben und keinen Leerstand hat.

Skysnake schrieb:
Naja, Corona ist über die Luft übertragbar. Wobei es bei einer ganzen Etage schon etwasfragwürdig ist.
Ach so, du weißt es besser als die Landesregierung und die Ärztekammer, evtl. sollte ich dich das nächste Mal bei Bauvorhaben fragen.

Skysnake schrieb:
Aber keine Ahnung wie es bei euch z.b. mit dem Aufzug aussieht. Wenn das nicht die oberste Etage ist, könnte das eventuell schon ausreichend sein.
In dem was du von mir zitiert hast steht doch das es die oberste Etage ist, überfliegst du Antworten nur kurz und liest nicht richtig ?

Jelais schrieb:
Du verstehst mich falsch. Ein Teil der Bewohner ziehen in ein Hotel, damit man im Pflegeheim die räumlichen Kapazitäten hat vernünftig zu isolieren.
Es ist egal welcher Teil (Infizierte odeer nicht infizierte) der Bewohner in ein Hotel zieht, du brauchst in jedem Fall mehr Personal und Geräte und mußt das Hotel umbauen.
Die Rede war von Pflegeheimbewohnern, die brauchen unabhängig von Corona immer Pflege, sonst wären sie nicht im Pflegeheim.
Wie soll das Personal eines Pflegeheimes, das heutzutage schon für ein Haus zu knapp bemessen ist, ein Haus und ein Hotel betreuen ?

Jelais schrieb:
Du verstehst mich falsch.
Das habe...

Tomislav2007 schrieb:
Ah OK, dann habe ich das "Bei uns" falsch verstanden.
...ich doch schon zugegeben.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer denkt, das man in allen Krankenhäusern unter den gegebenen Bedingunen (die ja nun nicht erst seit gestern herrschen) eine perfekte Isolation möglich machen kann, der träumt. Man versucht halt immer nach aktuellem Wissensstand und den aktuellen Möglichkeiten das Beste rauszuholen, das geht.
Und Ärzte und Pflegekräfte gehen dabei an einigen Stellen absolut an ihre Grenzen.
Tomi, ichb glaube Du hast in einem anderen Thread geschrieben, dass Dir Fälle bekannt sind, bei denen es der Pflege deutlich besser ginge als vor der Pandemie. Ich will das nicht ausschließen, wenn Du das sagst. Wir sind zwar nicht immer einer Meinung, aber ein "Dampfplauderer" bist Du ja nun mal definitiv nicht. Aber es gibt halt wirklich viele Stellen an denen nix mehr geht, so sinnvoll es auch wäre.
und da komme ich wieder zu der Frage zurückm, was die Politik in den letzten 12 Monaten effektiv getan hat um diesem Umstand zu begegnen? Mir ist klar, das Maßnahmen, die man vor 6 Monaten eingeleitet hätte heute noch nicht die Riesen Wirkung zeigen könne. Aber ist einfach Null Komma Nix passiert.
War ich zu Beginn der Pandemie noch sehr bei der Regierung, kann ich heute leider nur noch sagen, es ist zum Kotzen. Die Bagage hat nix vernünftuig auf die Reihe bekommen. Absolut nix.
 
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