Tomislav2007 schrieb:
Ich kann mir aus meiner Erfahrung raus nicht vorstellen das Patienten die isoliert werden müssen auf einer Station landen die nicht für die Aufnahme ansteckender Patienten geeignet ist.
Dann arbeitest du wohl nicht in einem stink normalen Krankenhaus bzw Reha etc. Das ist total Usus in solchen Einrichtungen.
Da gibt es zwar im Normalfall auch immer einige Isolierzimmer, wenn es aber zu einem etwas größeren Ausbruch kommt, dann werden Stationen dicht gemacht und voneinander isoliert, bis wieder die Isolierzimmer ausreichen. Wie willst du das auch sonst machen? Die Plätze sind ja oft komplett belegt. Du müsstest im Zweifel also 100% der Plätze isolierfähig machen. Das wäre wirtschaftlich aber totaler Overkill. Da ist es besser bei dem Auftreten von so einer Situation halt auch mal 20 oder 30% der Plätze ungenutzt zu lassen, weil es keine Neuaufnahmen gibt.
Jelais schrieb:
Die Akutstation ist in zwei Trakte aufgeteilt. Die auch voneinander getrennt sind. Der eine ist dann eben die Isolierstation. Da man aber dort nicht so viele Patienten hat bzw. kaum, steht der Teil eben fast leer, wodurch die Versorgungslage für Akutpatienten eben sehr angespannt ist.
Ja, so kenne ich das auch von meiner Frau, die in einer Frühreha gearbeitet hat. Kam bei ihr in 10 Jahren vor Corona glaub ein oder zweimal vor
Jelais schrieb:
Naja bei uns traf es insbesondere jüngere Frauen. Da müsste man schon wissen, wie viele davon bisher mit AstraZeneca geimpft wurden. Man sollte schon wissen, wie hoch deren Risiko ist. Um das zu ermitteln, reicht es nicht aus die Fälle mit der absoluten Zahl an Impfdosen ins Verhältnis zu setzen.
Genau. Und für die ist das Risiko an Covid19 zu sterben deutlich geringer. Ich kann mit schon vorstellen, das es in genau der Gruppe zu der Situation kommen kann dass das Risiko durch die Impfung zu sterben nicht signifikant niedriger ist als durch Covid19. Und in dem Fall sollte man nicht impfen. Das weiß man aber auch nur wenn die Daten richtig erhoben werden.
Deswegen empfinde ich die Situation in GB auch als echten Skandal. Da findet man plötzlich statt 5 Tidesfällen 30? Also Faktor 5 an zusätzlichen Toten, die sich Wenn's dumm läuft auch noch auf eine kleine Subgruppe konzentrieren? WTF!!!
Das beeinflusst sicherlich auch die Entscheidung von RKI, Stiko EMEA usw usf. Deswegen finde ich es auch richtig, das man selbst alles richtig überwacht, selbst wenn in anderen Ländern schon viel geimpft wurde.
1. Können andere Konstellationen auftreten (z.b. Genvariante in der Bevölkerung, Alter etc) die wichtig sind
2. Weiß man nie, ob da nicht geschleudert wird, oder eine andere Interessenabwägung stattfindet. Nur weil man gewisse Daten nicht bekommt heißt das ja nicht, das es sie nicht gibt. Wer weiß wie gut das in GB begleitet wird oder wie groß der politische Wille ist Zweifel am eigenen Impfstoff zu sähen, der einem die Rückkehr ins normale Leben inkl Wirtschaftssystem retten soll. Ach und exportieren will man das natürlich auch in alle Welt sobald die eigenen Leute geimpft sind
Tomislav2007 schrieb:
Ist das eine richtige Isolierstation (Jedes Zimmer mit Schleuse/Doppeltür und spezieller Lüftung die für etwas Unterdruck sorgt) ? Wenn nicht laßt euch nicht erwischen.
Was heißt hier "richtige" Isolierstation? Für den Regelbetrieb mit beliebigen Erkrankungen? Nein natürlich nicht, aber hat hier irgendjemand davon gesprochen?
Tomislav2007 schrieb:
Also ist es keine richtige Isolierstation, genau so wollten wir es mit den zwei Stationen auch machen die auf der gleichen Etage liegen wie die zwei Corona Isolierstationen, was uns verboten wurde.
Kommt halt drauf an, WAS ihr GENAU damit machen wolltet. Wenn da unterschiedliche Erkrankungen gemischt werden sollten vergesst es und auch wenn Hausfremde Zugänge mit gleichem Befund gewollt waren, dann ist das auch im Normalbetrieb sehr sehr unwahrscheinlich das sowas genehmigt wird. Wenn dann nur für den Notbetrieb
Tomislav2007 schrieb:
Ihr dürft Patienten mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten gar nicht auf eurer "Isolierstation" unterbringen, auf eurer "Isolierstation" müssen alle die gleiche ansteckende Krankheit haben.
Das sind ja auch nur Temporäre Isolierstationen. Von Regelbetrieb hat wie gesagt ja keiner Gesprochen. Es will auch keiner Patienten mit unterschiedlichen infektiösen Erkrankungen auf diesen Stationen mischen. Da geht es nur darum den Betrieb aufrecht zu halten und die Leute zu versorgen. Bei sowas wie Corona eventuell sogar von Extern, weil es ansonsten eben für diese Leute gar keine Versorgung gäbe.
j-d-s schrieb:
Heute ist der Anteil derer, die (aus unterschiedlichen Gründen) keine wirkliche Angst mehr haben größer - und da reichen auch schon 30% statt 10% - weswegen sämtliche Gegenmaßnahmen viel weniger wirksam erscheinen als in der 1. Welle (tatsächlich waren sie damals genauso wenig wirksam wie heute).
Ja, wenn sich weniger Leute daran halten wird es weniger wirksam, aber die Maßnahme an sich verliert ja nicht ihre Wirksamkeit... wäre ja fast so als würde man sagen, der Sicherheitsgurt bringt nichts, weil wieder mehr Leute sterben bei einem Unfall weil immer weniger ihn anlegen...
j-d-s schrieb:
Vermutlich berichtet man deshalb auch in den deutschen Medien beharrlich nicht über die Intensivkapazitäten (oder darüber, dass in Altersheimen dank hoher Durchimpfung jetzt, anders als in der 1. und 2. Welle, keine Hotspots mehr entsehen - und Altersheimbewohner machten da je nach Bundesland bis zu 84% der Todesopfer aus,
Das wird zuletzt auf Ntv und auch sonst eigentlich ziemlich ausgetreten. Also dass die Infektionsraten gerade bei den <20 Jährigen stark ansteigen, aber bei den >80 jährigen niedrig bleiben. Als Begründung wird die hohe Imfquote angegeben, wobei da auch noch immer genug fehlen.
j-d-s schrieb:
aber ich hab immer den Eindruck, als würde man bereits das um jeden Preis verhindern wollen.
Ja klar will man das um jeden Preis verhindern, weil man dann keinen Puffer mehr hat und man keine größeren Ereignisse wie ein Zugunglück, Chemieunfall etc abfangen kann. Zudem hat man halt den exponentiellen Anstieg, der sich erst mit Verzug auf den Intensivstationen darstellt. Di musst wenn ich das richtig in Erinnerung habe 2-4 Wochen in die Zukunft extrapolieren. Wenn deine Infektionszahlen nicht also seit mindestens 2-4 Wochen stabil sind oder gar sinken, wenn du in die Situation kommst, dass die Notplätze belegt werden, dann weißt du, dass du die Triage haben wirst.
Das ist wie mit dem tausende Tonnen Zug. Der sieht zwar das Auto auf dem Übergang und leitet auch die Notbremsung ein, weiß aber das er erst einige hundert Meter hinter dem Übergang zum stehen kommen wird...
SE. schrieb:
Welche Partei(en) würden denn deiner Meinung nach für signifikante Verbesserung sorgen können?
Da dieses Jahr Bundestagswahl ist hätte ich eine Stimme die ich auch für die Interessen des Pflegepersonals vergeben könnte. Die beiden aktuellen Regierungsparteien habe ich für mich ausgeschlossen, weil da wohl nix mehr zu erwarten ist was über den Status Quo hinausgeht
Keine?
Wenn würde ich maximal auf die Linken tippen, aber auch da wäre ich mir nicht sicher.
Alle reden immer gern darüber, aber keiner will was daran ändern, weil uns das massiv Geld kosten würde und da hört es dann eben auf. Klatschen ist ja ok, aber bei einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträgen hört der Spaß auf....
Das ist leider die bittere Realität. Man lebt davon das sich gewisse Leute bucklig schaffen, damit man selbst mehr Wohlstand hat. Deswegen will auch keiner wirklich was gegen Kinderarbeiten oder sonstige Ausbeutung und Umweltverschmutzung im Ausland machen. Deren Probleme können uns doch egal sein, solange bei uns der Rubel rollt für den Wohlstand...