Ob man starke, mäßige oder gar keine Reaktionen zeigt auf eine Impfung, ist tatsächlich kein oder kaum Hinweis auf die Qualität der Immunisierung.
Klar könnte man argumentieren, je stärker man auf eine Impfung reagiert (mit Erkältungssymptomen, Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Schüttelfrost usw.)
desto stärker die Reaktion des Immunsystems. Aber so einfach scheint es dann doch nicht zu sein.
Bei stärkeren Reaktionen kann das z.B. auch eine allergische Reaktion auf einen Zusatzstoff sein.
Schmerken/Schwellungen an der Einstichstelle können z.B. ausgelöst werden wenn Impfstoffreste an der Kanüle beim Herausziehen der Spritze in obere Hautschichten geraten, wo sie nicht hingehören.
Dann kann es bei Vektor-Impfstoffen wohl sein das - laienhaft angelesen - Virusteile in den Zellkern eindringen können, weil als Trägervirus ein Ardenovirus, also ein DNA-Virus eingesetzt wird,
und das dann zu unerwünschen Reaktionen führen kann. Da SARS-CoV-2 ein RNA-Virus ist, dringt er zwar ins Zellplasma ein, kann aber nicht in den Zellkern vordringen.
Auch ein Grund warum viele Verschwörungsanhänger einfach nur dumm sind, wenn sie von "Gentechnik" und "Genmanipulation" sprechen, da das bei mRNA-Impfstoffen biochemisch unmöglich ist.
Bei einer Zweitimpfung mit einem Vektor-Impfstoff kann es auch passieren das das Immunsystem den "Vektor"-Virus bereits angreift, bevor dieser überhaupt aktiv wird und damit die erwünscht Immunreaktion auslösen kann.
Deshalb verwendet der russische Impfstoff Sputnik-V bei der Erst- und Zweitimpfung als einziger Impfstoff zwei verschiedene Ardenoviren als Vektor.
Auch eine Antikörper-Bestimmung nach einer Impfung kann nur einen groben Einblick geben über den Grad der Immunisierung, da die Menge an Antikörpern kein Maß ist für die Wirksamkeit des Immungedächtnisses.
Also wie gut das Immunsystem nach Monaten oder Jahren auf eine Infektion reagiert oder ob es dann überhaupt reagieren würde.
Aus diesem Grund überlegt man aktuell ja auch ob vielleicht nach 6-12 Monaten eine dritte Auffrischungsimpfung notwendig oder sinnvoll sein könnte.
Das man kaum Prognosen abgeben kann, liegt auch an der Art der Impfung. Bei der Corona-Impfung (egal welcher Impfstoff) ist nämlich nicht nur ausschlaggebend wie gut das Immunsystem auf das Antigen
(Spike-Protein) reagiert und dieses bekämpft, sondern auch wie viel Antigen der Körper überhaupt produziert, auf das dann im zweiten Schritt das Immunsystem reagieren kann.
Es wird ja nicht das Antigen direkt verimpft, sondern muss erst von der geimpften Person selber produziert werden.
Ältere Menschen reagieren ehr weniger auf eine Impfung, da ihr Immunsystem alleine aufgrund des Alters nicht mehr mit voller Leistung arbeitet.
Ich mag keine Spritzen, bin recht schmerzempfindlich und tatsächlich war das meine größte Sorge bei der Erstimpfung.
Angst vor dem Impfstoff oder vor Impfreaktionen hatte ich absolut überhaupt gar nicht. Aber eben "Angst" vor der Spritze selber. So bin ich nunmal.
Tatsächlich habe ich beide Einstiche kaum bis gar nicht gespürt und "Schmerz" konnte man das beim besten Willen und selbst mit größter Übertreibung nicht nennen.
Ich habe jetzt auf jeden Fall zwei Aufkleberchen im Impfpass und damit kann ich in zwei Wochen meine Grundrechte zurückfordern.
