henpara schrieb:
Tschuldige bitte, aber ich kann dir mindestens genauso dramatische Leidensgeschichten zum Thema Lungenkrebs erzählen. Da erwischt es statistisch gesehen übrigens 1 von 10 Rauchern und die Leidenschgeschichte dauert sogar ungleich länger, als bei schweren Covid-Fällen!!
Dennoch interessiert es keine Sau, weil es ja lange davor gut gehen kann
Tut mir leid, aber erwartest du hier irgendein Mitleid für Raucher? Die haben sich dieser Gefahr ganz bewusst und höchstselbst ausgesetzt. Niemand hat sie zum Rauchen (Stichwort Passivrauchen) gezwungen. Deswegen finde ich es höchst fraglich, hier Corona mit Rauchen zu vergleichen.
Vor Rauchern kann ich mich auch in der Öffentlichkeit relativ gut schützen (da man es naturgemäß ja schon riecht). Zudem ist es in der breiten Öffentlichkeit an vielen Orten verboten (Was ich sehr gut finde).
Das ein Raucher mal an Lugenkrebs stirbt ist ungefähr so überraschend wie ein Alkoholiker an Leberversagen oder ein Basejumper durch verteilen seiner Hirnmasse am nächsten Felsvorsprung.
Ich wiederhole mich aber alle 3 haben eines gemeinsam: Sie sind das Risiko selbst bewusst eingegangen. Sie konnten damit zudem keine anderen in unbewusster weiße (abgesehen vom Raucher mit der Gefahr des Passivrauchens) schaden.
Bei Corona ist das eben gänzlich anders. Ich denke die Themen Superspreader usw. sind uns allen geläufig.
Tomislav2007 schrieb:
Das große Problem bei der Sache ist, wieviel bekommt man von Corona im eigenen Umfeld mit ?
, das sehe ich auch als nicht zu unterschätzendes „Problem“.
Je weiniger man damit überhaupt zu tun hatte und dafür aber ggf. massiv eingeschränkt wurde (berufliche Ausübung, Freizeitmöglichkeiten usw.) desto mehr mag man generell an allem zweifeln.
Dazu gibt es sicher eine gewisse Gruppe von Menschen, die ohnehin sehr empfänglich für Verschwörungstheorien und Querdenkertum sind.
Grundsätzlich ist das ja eigentlich nichts verwerfliches, ein „Zweifler“ zu sein. Dinge zu hinterfragen, infrage zu stellen und nicht jeden Mist zu glauben. Leider gottes bringt es dann aber nichts, Quelle A stetig anzuzweifeln und dafür Quelle B uneingeschränkt zu glauben.
Ich persönlich hatte seit bekanntwerden mehr vor den Spätfolgen von Corona Angst als vor den Nebenwirkungen der Impfungen. Meine erste Impfung mit Biontech habe ich mMn gut vertragen mit üblichen, milden Nebenwirkungen. Schmerzen im Arm, Müdigkeit, Kopfweh, leichte Gliederschmerzen. Nach 2 Tagen war 90% verschwunden. Nach 4 Tagen alles i.O.
In meinem ganz nahen Umfeld gab es keine schlimmen Coronafälle, jedoch etliche mit mittleren Verläufen und längeren Nachwirkungen. Kurzatmigkeit, fehlende Ausdauer und ständige Müdigkeit sind dabei die häufigsten Symptome.
Meine Lebensgefährtin zögert allerdings noch, da ihr Frauenarzt strikt vor einer Impfung abrät bzw warnt. Das gilt primär für junge Frauen mit bestehendem Kinderwunsch. Da es für sie aufgrund einer anderen Vorerkrankung ohnehin schwer werden könnte, ist sie da natürlich entsprechend ängstlich und zurückhaltend.