FrankenDoM schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist
hier nachzulesen.
Ich halte ja die Verwendung von diskreditierenden Ausdrücken wie "Schwurblern" für ein Kennzeichen mangelnden Verständnisses für die Meinungsfreiheit. Zivilisierte Menschen bezeichnen nicht andere als "Schwurbler" und arbeiten erst recht nicht mit Kategorisierungen wie "Schwurblerfreunde".
1. Ich schrieb, dass "bis zu" 20.000 Menschen pro Jahr an Grippe sterben. Also nicht jedes Jahr.
Kannst du hier nachlesen, 2018 gab es sogar 25.100 Grippetote in D:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren
2. Jawoll, das steht im Grundgesetz. Nennt sich Rechtsstaatprinzip. Ich weiß, du wirst mir jetzt widersprechen, aber als kurze Erklärung kannst du das hier lesen (
https://de.wikipedia.org/wiki/Verhältnismäßigkeitsprinzip_(Deutschland)), für weiterführendes wirst du bspw. den GG-Kommentar Maunz/Dürig bemühen müssen, bspw. Rn. 51 und 52.
3. Wenn wir - wie das RKI es vorhersagt - auch ganz ohne Gegenmaßnahmen keine 25.100 Toten durch Corona zu erwarten haben, weil genug Risikogruppenangehörige geimpft sind, dann ist die Pandemie vorbei.
Denn die Pandemie bezeichnet sich dadurch, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems droht und es besonders viele Todesopfer gibt. Sobald das nicht mehr der Fall ist, ist sie vorbei.
Manche mögen behaupten, die Pandemie sei erst vorbei, wenn das Virus ausgerottet sei - nur wird das niemals passieren. Nur einmal wurde ein Virus ausgerottet (die echten Pocken), was aber nur gelangt, weil die Pocken nur Menschen infizieren können. Corona dagegen stammt ja von Fledermäusen und hat auch erwiesenermaßen eine ganze Reihe von anderen Tieren schonmal infiziert. Dadurch bleibt das Virus in der Welt.
Deathangel008 schrieb:
ich sehe kein problem damit auf absehbare zeit zumindest in öffentlichen gebäuden und im ÖPNV masken zu tragen. da kann ich mir deutlich "übleres" vorstellen.
offen gesagt ist es mir von anfang an unbegreiflich warum manche leute so ein massives "problem" mit masken haben. was stört dich denn so daran, warum ist das für dich was "übles"?
Es ist aber nicht auf absehbare Zeit, sondern auf unabsehbare Zeit - für immer.
Das größte Problem ist aber, dass solange man Masken tragen muss, die Normalität nicht zurückkehrt, und es immer wieder Lockdowns geben wird, vor allem im Winter.
Die Maske ist Symbol der Unnormalität, der ständig drohenden Gefahr und somit Rechtfertigung für weitergehende Maßnahmen wie eben Lockdowns.
xXGerryxX schrieb:
Damit die, die keine tragen können, geschützt sind, oder zum Beispiel kleine Kinder, die das nicht verstehen und genauso Überträger sein können. Mal davon abgesehen, dass man nicht überall Maske tragen muss.
"Sich fürchten". Du könntest hier genauso argumentieren jemand fürchtet sich, weil er den Gurt im Auto anlegt.
Diese Esoteriker-Argumentation mit der Angst, ist doch schon lange als reine Polemik durchschaut.
Bitte den Link zu der Behauptung des RKI, dass theoretisch keine Intensivstationen mehr überlastet sein können. Genau das wird nämlich passieren, wenn sich Menschen so rücksichtlos wie du verhalten.
Einfach derzeit nach Großbritannien blicken. Bald liegt die Inzidenz dort bei 1000.
1. Kinder müssen nicht geschützt werden, weil es dort so gut wie nie schwere Verläufe gibt. Deshalb empfiehlt die Stiko auch bei 12-18-jährigen die Impfung nur für Vorerkrankte.
2. Ich weiß nicht, was das mit Esoterikern zu tun haben soll. Manche fürchten sich vor dem Virus, andere nicht. Übrigens muss das nicht mit der tatsächlichen oder vermuteten Gefährlichkeit des Virus zusammenhängen: Mir ist bspw. klar, dass die Wahrscheinlichkeit, wenn ich mich infizieren würde, zu sterben zwar gering ist, aber eben nicht null. Mich kanns also erwischen.
Trotzdem hab ich keinerlei Bedenken, mich ohne Maske mit Leuten zu treffen. Wenns mich erwischt, hab ich halt Pech gehabt. Aber solange will ich mein Leben leben, und zwar in Freiheit so wie bis Februar 2020.
3.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/27_21.pdf?__blob=publicationFile
Siehe Seite 9: Auch bei keinen Gegenmaßnahmen nur 12.500 Intensivpatienten zu erwarten.
Kapazität für Coronapatienten: 21.200 (
https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2021-01-03) (zudem sind ca. 16.000 weitere Betten dauerhaft anderweitig belegt, Gesamtkapazität für alle wäre also ca. 37.200)
Magellan schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist
hier nachzulesen.
Weil die Kapazität für Coronapatienten: 21.200 beträgt: (
https://www.divi.de/divi-intensivre.../divi-intensivregister-tagesreport-2021-01-03) (zudem sind ca. 16.000 weitere Betten dauerhaft anderweitig belegt, Gesamtkapazität für alle wäre also ca. 37.200)
Vor allem aber: Vergleiche mal auf Seite 9 die beiden mittleren Graphen.
Oben ist der "gar nichts machen" Graph unter der Annahme, dass 65% 12-59 geimpft sind und 85% 60+ (das ist bereits jetzt der Fall).
Unten ist der Graph, was passiert, wenn von den Menschen über 60 nicht 85%, sondern 95% geimpft sind: 5.000 Intensivpatienten statt 12.500.
Ergo: 7.500 der Intensivpatienten im "Gar nichts machen"-Szenario sind Menschen über 60, die die Impfung ablehnen.
Einen Lockdown, um Menschen, welchen man ein Impfangebot macht, die dieses aber ablehnen, die Intensivstation zu ersparen, das ist ja wohl grob unangemessen.
Oder fändest du es richtig, wenn man Restaurants schließen würde, nur weil tausende Risikogruppenangehörige sich nicht impfen lassen wollen?