Lipovitan schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist
hier nachzulesen.
Nun... die Pandemie an sich ist nur dummerweise niemals vorbei. Das Coronavirus verschwindet nicht mehr. Es bleibt, es wird immer Infektionen geben, auch Tote (wobei die meisten davon deshalb weil sie die Impfung nicht wollten).
Gegenwärtig sind die Infektionszahlen sogar sehr niedrig - trotzdem will man nicht zur Normalität zurückkehren.
Das verheißt übles: Maskentragen für immer.
Willst du das?
Lipovitan schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist
hier nachzulesen.
Ja, hab ich vollständig gelesen. Vor allem die Modellierungen zur Intensivstationsbelegung auf Seite 9 (
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/27_21.pdf?__blob=publicationFile).
Wie du siehst, geht das Worst-Case-Szenario (völlige Normalität+"nur" 65% Impfrate 12-59-jährige) von maximal 12.500 Intensivpatienten aus. Wir haben eine Kapazität von 17.000 für Coronapatienten (weitere ca. 15.000 sind dauerhaft von Menschen mit anderen Erkrankungen belegt).
Noch wichtiger ist aber die Aussage vom Szenario "95% 60plus": Dort gibt es unter den gleichen Voraussetzungen (völlige Normalität, 65% Impfrate 12-59-jährige) nur 5.000 Intensivpatienten.
Was heißt das? Mit 5%-Punkten mehr Impfung 60+ kann man 7.500 Intensivpatienten verhindern, genauso wie wenn man stattdessen 20%-Punkte mehr der 12-59-jährigen impft.
Noch wichtiger ist aber: Diese 7.500 Intensivpatienten (wenn man "nur" 90% der über 60-jährigen impft) sind fast alles Menschen, die über 60 sind und die Impfung nicht wollten.
Da ist dann nicht wirklich einzusehen, wieso Nichtrisikogruppenangehörige Einschränkungen in Kauf nehmen sollten, um Impfablehnende Risikogruppenangehörige zu schützen.
Magellan schrieb:
Vollzitat entfernt.
Wie es richtig geht, ist
hier nachzulesen.
Es geht hier darum, dass wir umfassende Grundrechtseinschränkungen haben, die verfassungsrechtlich
ausschließlich dann gerechtfertigt sein können, wenn sie unbedingt erforderlich sind, um eine Triage im Krankenhaus zu verhindern.
Sie sind
nicht verhältnismäßig, wenn lediglich Menschen erkranken oder versterben - das geschieht bspw. jeden Winter bei den Grippewellen (bis zu 20.000 Tote pro Winter) auch, aber bisher wurde deshalb noch nie Maskenpflicht verordnet (und ich hab auch keine solchen Forderungen gehört).
Wir haben uns als Gesellschaft geeingt, dass wir nicht jedes einzelne Leben um jeden Preis schützen können, und bis März 2020 hat das auch keiner infrage gestellt. Denn die Freundin wird ja vermutlich bei der Influenza genauso gefährdet sein, auch bei anderen Erkrankungen.
Trotzdem hat vor März 2020 niemand eine allgemeine Maskenpflicht gefordert, das war Konsens, dass die Freiheit aller höher zu gewichten ist als die Gesundheit weniger.
Oder um die Frage anders zu stellen: Hältst du es für richtig, wenn man eine Maskenpflicht für alle 83 Mio. anordnet, weil ohne sie vielleicht 10 Leute an einer Infektion sterben könnten? Und wenn nein, wo ist die Grenze? 100? 1000?