News Cybercrime-as-a-Service: Microsoft und BKA gehen gegen Amadey und StealC vor

Da laufen jetzt einige Kassensysteme bei kleinen Klitschen aber wieder flott ^^
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: the_IT_Guy, knoxxi und Basti__1990
Da sieht man aber mal wieder wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist. Besonders beim Cybercrime kann das keiner alleine stemmen.

Blöd nur wenn manche Regierung aus degenerierten besteht. Die Grundlage für Zusammenarbeit ist nämlich auch eine solide Vertrauensbasis und die schwindet leider immer weiter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PietVanOwl und knoxxi
Das eigentlich erschreckende ist doch: Diese Form der Kriminalität wird professionalisiert und wie ein alltägliches Geschäft betrieben und das auf einem sehr hohen Niveau. Das lässt sich auch in anderen kriminellen Bereichen beobachten und sollte uns große Sorgen bereiten. Das hat schon lange nichts mehr mit Einzelpersonen zu tun, die aus verschiedensten Gründen auf die schiefe Bahn geraten sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skysurfa und Kazuja
Wieso schiefe Bahn ... Wer Big Tech ärgert, spielt auf der richtigen Seite. Und der Rest kann einfach FOSS nutzen. Auf die schiefe Bahn gerät eher, wer das AUR angreift,
 
hardwärevreag schrieb:
Wer Big Tech ärgert, spielt auf der richtigen Seite
...und Hexenverbrennung war gut, die haben es ja nicht besser verdient.
hardwärevreag schrieb:
Und der Rest kann einfach FOSS
Das darf ich Gott sei Dank noch selber entscheiden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi, rezzler und Kazuja
Die Aussage von @hardwärevreag finde ich ist eine erschreckende und gefährliche Verharmlosung von organisierter Cyberkriminalität, die unter dem Deckmantel von „Big-Tech-Kritik“ eine völlig verzerrte Täter-Opfer-Umkehr betreibt. Schadsoftware wie Amadey oder Stealc trifft keine abstrakten Großkonzerne, sondern stiehlt die Daten und digitalen Existenzen von ganz normalen Menschen, kleinen Unternehmen (wie meinem Arbeitgeber oder CB ;)) und kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäusern.

Diese kriminellen Netzwerke agieren aus reiner Profitgier und sind keine digitalen Robin Hoods, die auf der „richtigen Seite“ stehen. Auch der Verweis auf FOSS als universelles Schutzschild zeugt von technischer Naivität, da kein System blind vor Phishing oder kompromittierten Lieferketten schützt – wie aktuelle Beispiele wie Atomic Arch, die XZ-Utils-Backdoor oder Typosquatting eindrucksvoll zeigen. Vor diesem Hintergrund ist es pure Heuchelei, Angriffe auf das AUR zu verurteilen, während großflächige Cyberkriminalität legitimiert wird, nur weil man die betroffenen Plattformen nicht mag.

Wer rücksichtslose Erpressung und Datendiebstahl im Netz zu politischem Aktivismus verklärt, blendet das Leid der unzähligen Opfer komplett aus und rechtfertigt auf gefährliche Weise genau jene Professionalisierung des Verbrechens.

Grüße Kazuja
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skysurfa und knoxxi
Hoi Kazuja. Ich hatte ja nicht viel geschrieben, aber noch nichtmal das konntest du ganz lesen: Ich habe ja gerade darauf abgestellt, dass ich Angriffe beispielsweise auf Arch nicht gutheisse. Und Menschen, die sich von Grosskonzernen freiwillig abhängig machen - haben die es nicht irgendwo auch nicht anders verdient?

Schliesslich lassen sie sich schon heute - vollkommen legal all ihre Daten und ihre Freiheit von genau denjenigen Unternehmen, vor die du dich stellst, stehlen. Denkste mal ein bisschen drüber nach, oder?

Oder um es mit dem alten Ben zu sagen: "Wer bereit ist, Freiheit zu opfern, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder das eine noch das andere, und wird am Ende beides verlieren." - und genau das sieht man hier. Geliefert wie bestellt. Wer digitale Monokulturen will, der bekommt genau den Befall, den er verdient.

Vllt. liest du auch etwas über Parasitismus und die Red Queen Hypothese, wenn du magst.

Liebevolle Grüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
hardwärevreag schrieb:
Und Menschen, die sich von Grosskonzernen freiwillig abhängig machen - haben die es nicht irgendwo auch nicht anders verdient?
NIEMAND hat es verdient, dass Kriminelle eine Ransomware auf dem Rechner installieren oder Passwörter gestohlen werden oder Session-Cookies abgegriffen werden. Dabei ist es vollkommen egal welche Software man nutzt. Ich nutze Software für die es keine Linuxalternative gibt. Ich bin somit auf Windows angewiesen. Gemäß Deiner Aussage ist es legitim, dass mir deshalb ein krimineller Haufen das Konto leerräumt?

Whataboutism: Wenn Frauen Miniröcke tragen, dann darf man die vergewaltigen? Die haben es schießlich nicht anders verdient.

hardwärevreag schrieb:
Schliesslich lassen sie sich schon heute - vollkommen legal all ihre Daten und ihre Freiheit von genau denjenigen Unternehmen, vor die du dich stellst, stehlen. Denkste mal ein bisschen drüber nach, oder?

Das ist eine Entscheidung, die man selber im Rahmen der Nutzungsvereinbarung trifft. Das Abgreifen von Daten zur kriminellen Nutzung stellt doch eine gänzlich andere Situation dar.

Kriminelle Handlungen gegen eine Gruppe von Menschen oder Unternehmen sind weder legal oder legitim. Das müssen wir beherzigen in einer Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Sonst haben wir irgendwann eine Reichskristallnacht 2.0.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja
Kriminell ist doch nur eine Definition. Das ist das gleiche wie Terrorist oder Freiheitskaempfer. Alles eine Frage der Anschauung.

Hat es der russische Soldat als Individuum verdient von einer Drohne in Einzelteile zerlegt zu werden: Wohl kaum; die Todesstrafe ist barbarisch. Hat es der individuelle Windowsnutzer verdient oder das individuelle Krankenhaus verdient: auch nicht. Haben die Nutzer unfreier Software es als Kollektiv verdient: …

Fakt ist einfach, dass es dir offen stehen wuerde, dich fuer eine bessere Welt einzusetzen. Und wenn es irgendwas nicht gibt, dann Bau es dir doch selbst. Seit GenAI fuer jeden individuell moeglich. Dieses ewige Geheule der Mitlaeufer macht es jedenfalls nicht besser.

Und dieser ganze Demokratietalk: Eine Gesellschaft, in der es so grosse Vermoegensunterschiede gibt, ist alles, aber keine Demokratie. Weder du noch ich treffen hier grosse Entscheidungen oder kennen vermutlich Leute, die das tun. Wir leben in einer Plutokratoe, die wie alle Oligarchien ein bisschen Tarnfarbe traegt. Kratz mal dran und der Lack geht ab. Das ist ueberall so. Wenn du das Falsche sagst, bewegst du dich ueberall auf der Welt auf Glatteis.
 
Zurück
Oben