Incanus schrieb:
Es ist langsam unerträglich, wie man hier ständig Menschen diffamiert, die sich nicht so intensiv damit auseinandersetzen, was es alles an alternativen Ernährungsstilen gibt.
Na ja, das Fass machst du gerade meiner Wahrnehmung nach auf. Aber ich kann mich irren. Wenn ich sage "zu blöd/faul" hat das zunächst mal nichts mit bewusster/gezielter Diffamierung zu tun. Ich könnte dir insoweit zustimmen, dass die Formulierung wenig freundlich, überzogen oder gar abwertend verstanden werden kann, aber etwas Polemik sei angesichts dieses wirklich schrägen Themas gestattet, ohne das gleich böse Absicht unterstellt wird.
Dennoch bin ich der Meinung, dass auch in diesem Kontext wieder versucht wird, die Verantwortung (für Dinge des normalen Lebens) zu externalisieren, damit es ja keinen eigenen Aufwand erfordert und kein selbstständiges Denken mehr benötigt. Von vorgeschobenen Begründungen und ideologischen Weltsichten mal völlig abgesehen.
Das vegane Zeugs steht jetzt schon seit Jahren im Regal, ohne jemanden aufgrund von "Verwechselungen" ernsthaft in Gefahr gebracht zu haben. Und plötzlich kommt jemand mit wild herbei fabulierten Begründungen bis hin zum Verbraucherschutz um die Ecke und meint, das geht so nicht, nur um seinen Markt zu schützen. Das ist doch völlig absurd. Es geht null um den Verbraucher, sondern ausschließlich um monetäre und/oder ideologische Ziele.
Franz Kafka hätte wieder tollen Stoff für einen neuen Roman. Oder für Neuinterpretationen von "Die Verwandlung" (Mann isst versehentlich veganes Schnitzel und wacht eines Morgens als Topfpflanze auf), oder "Das Schloss" (EU-Abgeordneter irrt Monate durch alle Instanzen der Verwaltung, um die vegane Frikadelle in Friganelle umbennen zu lassen, weil ihn den Begriff "
vegane Frikadelle" nicht eindeutig genug auf die Fleischalternative hinweist).
Echt jetzt?