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Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt
Wenn ich mich nicht irre, hatte Tomislav in einem früheren Post darauf hingewiesen ihm nicht mit Empathie für die Tiere zu kommen. Tierleid anzuerkennen wäre wohl Empathie.
Ich tue mich im Gegensatz zu Tierschutz und (nicht) Tierquälerei tatsächlich schwer mit dem Wort Tierwohl, wenn ich Tierwohl google finde ich das:
"Tierwohl bezeichnet die Gesundheit und das Wohlergehen von Tieren, die sowohl körperliche Gesundheit, die Ausübung natürlicher Verhaltensweisen als auch einen positiven emotionalen Zustand umfassen. Im Gegensatz zum Tierschutz, der sich auf den Schutz vor Leid konzentriert, geht Tierwohl darüber hinaus und zielt darauf ab, das Leben der Tiere positiv zu gestalten."
Tierschutz und (nicht) Tierquälerei kann ich verstehen und nachvollziehen, das ist umsetzbar.
Tierwohl kann ich nicht verstehen und nachvollziehen, bzw. finde ich unmöglich umsetzbar.
Wenn man das Wort Tierwohl 100%ig ernst nehmen müßte und würde dann dürfte es keinerlei Tierhaltung mehr geben, erst Recht keine Massentierhaltung.
Haustiere wie z.B. Hunde die fast ihr ganzes Leben auf der Decke im Wohnzimmer verbringen dürfte es nicht mehr geben (keine natürliche Verhaltensweise).
Für einen positiven emotionalen Zustand müßten wir allen Tieren einen Unterschlupf bauen der alle Tiere vor Wind/Wetter/Regen/Kälte/Schnee/etc. schützt.
Und wenn man es ganz genau nimmt müßten alle Tiere wegen körperlicher Gesundheit einen kostenlosen Zugang zu Tierärztlicher Versorgung bekommen.
Wenn man Tierwohl konsequent umsetzen wollte dann müsste Fleisch essen gesetzlich verboten werden und wir würden diese Diskussion gar nicht führen.
Auch wenn ich von @TheManneken für meinen Beitrag mit dem Tierwohl verwarnt wurde, ich habe "Tierwohl" geschrieben weil ich Tierwohl realitätsfern finde.
Da möchte ich widersprechen. Schwarzwälder/Parma etc. Schinken ist nicht gleich Schwarzwälder/Parma etc. Schinken.
Die Qualität unterscheidet sich teilweise erheblich.
Das ist mir völlig klar, das was die Industrie an Produkten hervorbringt ist kosten- und aufwandreduziert mit meist aufgepeppten Zutaten von eher geringer Qualität. Aber hier gibt es feste Vorgaben, oft dürften diese Produkte sogar nur aus einer bestimmten Region stammen und es ist meist geregelt welche Mindestmengen welcher Zutat enthalten sein müssen oder die Art der Herstellung. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzwälder_Schinken
Selbst der "Döner Kebap" hat feste Angaben:
"Döner Kebab“ oder „Döner“ besteht nach den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse des deutschen Lebensmittelbuchs üblicherweise aus dünnen Fleischscheiben vom Schaf und/oder Rind, die im Wechsel mit einer Hackfleischmasse auf einen Drehspieß aufgesteckt sind. Der mitverarbeitete Hackfleischanteil aus grob entsehntem Rindfleisch und/oder Schaffleisch beträgt höchstens 60 Prozent. Außer Salz und Gewürzen sowie gegebenenfalls Eiern, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt enthält Döner Kebab keine weiteren Zutaten. Bei Hähnchen-/Puten-Döner Kebab, Hähnchen-/Puten-Döner Kebap wird kein wie Hackfleisch zerkleinertes Fleisch eingesetzt; der maximale Hautanteil beträgt 18 Prozent.
Schmeckt der "Döner" deshalb überall gleich? Nein! Vor allem weil man in den wenigsten "Dönerbuden" Döner bekommen kann. Trotzdem sieht man daran sehr gut, wieso klare Kennzeichnungen wichtig sind. Bei Buden die nur "Dönersandwich" oder ähnliche Produkte anbieten ist der Hackfleischanteil viel höher oder der Spieß besteht komplett aus Hack, und es sind Geschmacksverstärker und/oder Füllstoffe zugesetzt um Kosten zu sparen.
Der "Döner" wie ihn der Volksmund kennt, entspricht hier sehr gut dem "Schnitzel", denn beide Bezeichnungen sind genau festgelegt und beschreiben regulatorisch kein Gericht als ganzes, werden jedoch in der Allgemeinsprache mit dem Gericht der daraus meist zubereitet wird gleich gesetzt.
Wie sowas übrigens aussieht, da viele in diesem Forum zu faul sind Links zu folgen, kopiere ich es hier raus, wird sehr gut auf der Seite des Landes Niedersachsen beschrieben:
Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg untersucht regelmäßig Drehspieße verschiedenster Art auf ihre Zusammensetzung und Kennzeichnung.
Unter der Bezeichnung „Döner-Kebab“ beziehungsweis „Hähnchen-Döner“ wurden fünf Spieße untersucht, davon entsprach nur ein Hähnchendöner den Anforderungen nach den oben genannten Leitsätzen. Weichen Produkte erheblich von der allgemeinen Verkehrsauffassung ab, handelt es sich um Erzeugnisse eigener Art. Die Abweichungen können dann nicht mehr in Verbindung mit der Bezeichnung „Döner“ oder „Döner Kebab“ beschrieben werden. Es muss eine umfassende beschreibende Bezeichnung gewählt werden, die es dem Verbraucher ermöglicht, die Art des Lebensmittels zu erkennen und es von verwechselbaren Erzeugnissen zu unterscheiden
Wieso man von solchen Untersuchungen und Regularien bei veganen Ersatzprodukten eine Ausnahme machen sollte, erschließt sich mir nicht trotz seitenlanger Diskussion. Einen Freischein für die Industrie, wie es aktuell der Fall ist, darf so in meinen Augen nicht geben.
Wo wir uns anscheinend einig sind, "vegan" beschreibt nicht was in dem Produkt drin ist oder woraus es gemacht wurde, es beschreibt nur was nicht drin ist.
Es freut mich wirklich riesig, selbst das war ja schon ne schwere Geburt ganz Allgemein im Thread.
xexex schrieb:
bleibt vom "veganen Schnitzel" einzig der "Schnitzel" mit den Anmerkung "ohne Fleisch" als Produktkennzeichnung, etwas was sich definitiv nicht in der Verpackung befindet.
Grundsätzlich unterstütze ich ja einheitliche Regel und Bezeichnungen. Und sowas wie Veganes Soja-Schnitzel wäre mir auch lieber als einfach Veganes Schnitzel, einfach weil so direkt ersichtlich ist was die Haupt-Proteinquelle ist. Weizen zum Beispiel versuche ich weitestgehend zu meiden und wenn ich irgendwo Seitan-Schnitzel lese, dann lass ichs gleich im Regal und muss es nicht erst im Kleingedruckten nachlesen. Der Punkt ist aber, für den Begriff Schnitzel gibt es im Falle von Fleisch keine Regelung. Alles Fleisch darf zu nem Schnitzel werden und es muss nicht im Namen stehen. Auch jemand der zum Beispiel kein Geflügel mag müsste jedesmal im Kleingedruckten nachsehen. Das ist ja der große (ungerechte) Aufreger. Statt einheitlicher Bezeichnungsregeln wurde lediglich die Konkurrenz ausgeschaltet. Und viele Argumente hier haben sich genau um den Punkt gedreht, dass ja nicht ersichtlich ist was drin ist.. Aber von Leuten die quasi nie zu diesen Produkten greifen würden. Aber dass das gleiche Problem auch bei den Sachen besteht, das bei der Fraktion bei jedem Einkauf im Korb landet - da wird sich nicht darüber beschwert, sondern nur darüber gefreut dass die bösen Veggy-Sachen einen abgekommen haben.
Das Grün oder die Wurzeln sind Ernährungsorgane, die Blüten sind Geschechtsorgane, die Samen und Früchte sind die Nachkommen (sogar bei Pilzen).
Wir haben alles auf dem Speisezettel. Manche Blüten braucht man sogar nur als Deko.
Sehr viele der Nachkommen werden auf dem Weg zu unseren Mündern zerrieben, zerhackt, gemahlen, gescheibelt, zerstampft, ausgepresst oder gleich komplett passiert ... verkocht, vergoren, vermentiert (hihi), fritiert oder gebacken kommt dann oft noch dazu.
Ach würde das gemein klingen, wenn man nicht wüsste, dass ich von Pflanzen spreche und nIcht von süßen kleinen Hasen.
Der Punkt ist aber, für den Begriff Schnitzel gibt es im Falle von Fleisch keine Regelung. Alles Fleisch darf zu nem Schnitzel werden und es muss nicht im Namen stehen.
Eigentlich wollte ich nichts mehr zu diesem Thema schreiben, aber dazu nochmal mein Senf. Wie bereits angemerkt darf unter dem Namen "Schnitzel" nur Fleisch von der Keule oder Oberschale des Schweins verkauft werden, alles andere muss entsprechend gekennzeichnet werden.
Sofern die Tierart nicht angegeben oder auf andere Weise erkennbar ist, handelt es sich um Schweinefleischscheiben. Schnitzel von anderen Tieren werden entsprechend gekennzeichnet (z. B. Kalbsschnitzel, Rinderschnitzel (Rindsschnitzel), Rehschnitzel, Putenschnitzel, Hähnchenschnitzel).
Hier haben wir aber das erwähnte Namensproblem, im Volksmund scheint der Begriff "Schnitzel" stark mit einem panierten Fertigschnitzel assoziiert zu werden. Sprich, das Problem mit der Benennung ergibt sich selbst wenn man nur Fleischprodukte berücksichtigt.
Ich spare es mir hier Packungen zu verlinken, wo "Schnitzel" paniert, flüssig gewürzt, gebraten drauf steht. Es sollte eigentlich jedem klar sein, mit Schnitzel ist immer das Fleischstück gemeint.
Für einen positiven emotionalen Zustand müßten wir allen Tieren einen Unterschlupf bauen der alle Tiere vor Wind/Wetter/Regen/Kälte/Schnee/etc. schützt.
selbstverständlich, wenn wir beschließen Tiere aus ihrem Lebensraum zu nehmen, dann müssen wir diesen bestmöglich nachbilden. Wobei die Tiere in der Regel selbst in der Lage sind sich einen Unterschlupf zu suchen wenn die Umgebung ihrer Natur entspricht.
Tomislav2007 schrieb:
Und wenn man es ganz genau nimmt müßten alle Tiere wegen körperlicher Gesundheit einen kostenlosen Zugang zu Tierärztlicher Versorgung bekommen.
ok, man kommt nicht drumrum festzustellen, dass die Welt was das angeht eben kein schöner Ort ist. Und in dieser Welt ist eben kein Platz für Tierwohl, denn würde es um Tierwohl gehen, wäre die Welt in diesem Punkt ja nicht so. Aber kann man nicht versuchen es dennoch anzustreben ? An einem Tag der Woche mal kein Steak, Schnitzel, Wurst, Aufschnitt, etc auf dem Teller zu haben, sondern einfach mal Grillgemüse ? Oder beim nächsten Einkauf das Waschmittel zu nehmen was nicht aus Tierfett sondern Pflanzen hergestellt wurde - und dennoch genauso gut wäscht. Kann man nicht den Fruchtsaft nehmen der nicht mit Gelatine gefilter wurde ? Nicht für andere, nicht weil es einem per Gesetz vorgeschrieben wird, nicht weil jemand um die Ecke kommt und "Umwelt" ruft, nicht wieder irgendwelche Leute einem ein schlechtes Gewissen machen wollen.. Sondern einfach für sich, für das Gefühl die Wahl zu haben: Sich zu entscheiden. Die Macht zu haben und zu nutzen, um an diesem einen Tag ein Lebewesen da draußen einfach am Leben gelassen zu haben?
Und definitiv meine letzte Anmerkung in diesem Thread, Produktname ist nicht gleich Produktbezeichnung.
Phantasiebezeichnungen und isoliert gebrauchte geografische Angaben, die in den Leitsätzen nicht genannt sind, werden durch die übliche Bezeichnung des Lebensmittels oder eine Beschreibung des Erzeugnisses ergänzt, aus der die Art des Lebensmittels erkennbar ist und von verwechselbaren Erzeugnissen unterschieden werden kann.
darf unter dem Namen "Schnitzel" nur Fleisch von der Keule oder Oberschale des Schweins verkauft werden, alles andere muss entsprechend gekennzeichnet werden.
nein, das sind Leitsätze keine Gesetze. Auch sind Leitsätze für ein Gericht nicht bindend. Was jedoch meiner Ansicht nach bis zu der Abstimmung der EU bindend war (bzw noch ist, weil die ja noch nicht angenommen wurden von den Mitgliedsstaaten), dass Mitgliedsstaaten es nicht generell verbieten dürfen wenn traditionell für Fleischprodukte verwendete Begriffe für pflanzliche Ersatzprodukte zu verwenden. Also haben wir so gesehen tatsächlich eine Rechtsgrundlage für Soja-Schnitzel.
Wenn es um Tierwohl geht dann dürften wir Tiere gar nicht aus ihrem Lebensraum nehmen und halten/einsperren.
Das bestmögliches Nachbilden des Lebensraums bei gehaltenen/eingesperrten Tieren (meistens) nicht einmal Ansatzweise funktioniert weißt du selber.
Kaito Kariheddo schrieb:
natürlich, wer meint ein Tier halten zu müssen ist auch für dessen Gesundheit verantwortlich
Was ist mit den Tieren in freier Wildbahn, haben die kein Tierwohl und kostenlosen Zugang zu Tierärztlicher Versorgung verdient ?
Das ist mein Problem mit dem Wort Tierwohl, es ist noch nicht einmal ansatzweise möglich dem Wort Tierwohl gerecht zu werden.
Kaito Kariheddo schrieb:
Sondern einfach für sich, für das Gefühl die Wahl zu haben: Sich zu entscheiden. Die Macht zu haben und zu nutzen, um an diesem einen Tag ein Lebewesen da draußen einfach am Leben gelassen zu haben?
Ich brauche dieses Gefühl nicht, ich esse zu gerne leckeres Fleisch und Tiere haben für mich nicht einmal ansatzweise den Stellenwert eines Menschen.
Das ist Natur das der Starke den schwachen isst, ich bin auf einem Bauernhof in Jugoslawien aufgewachsen, da gab es nur Nutztiere und leckere Tiere.
Aber kann man nicht versuchen es dennoch anzustreben ? An einem Tag der Woche mal kein Steak, Schnitzel, Wurst, Aufschnitt, etc auf dem Teller zu haben, sondern einfach mal Grillgemüse ?
Ein wirklich sehr guter Punkt (das danach auch).
Ich musste aber sofort an den Aufstand denken, der gemacht wurde, als man einen Veggie-Tag ohne Fleisch in Schulen einführen wollte.
Da ging es auch nur um einen Tag in der Woche.
Wie gesagt ... ich finde die Ideen gut, und eigentlich ist das auch für niemanden ein wirklicher Verlust. Aber wenn es jeder machen würde, ergäbe das ein Siebtel weniger Verbrauch.
Aber ich erinnere mich noch gut an eine Frage meiner Mutter. "Was kochst du eigentlich so vegetarisches?".
Die Frau konnte sich nicht gut vorstellen, wie man ohne Flleisch eine anständige Mahlzeit zu Stande kriegen sollte.
Es sind vor allem die Gewohnheiten ... und die ängstliche Frage "wohin das noch alles führen wird".
Bleibts bei dem einen Tag, oder versucht man "uns" langsam das Fleisch wegzunehmen und das ist nur der Anfang?
Wir haben Medien .... und die leben davon, dass es mindestens zwei Seiten gibt - je härter die Fronten, desto besser kann man die Welle reiten.
Ich bezeichne mich als Vegetarier, seit ich festgestellt habe (mit 23), dass ich nun fast ein ganzes Jahr lang kein Fleisch gegessen hatte. Also habe ich es zum Prinzip erhoben.
Ergänzung ()
@Tomislav2007
Ich habe seltsamerweise garkein Problem damit, ein Tier zu essen, das ich selbst in freier Wildbahn gejagt und getötet habe.
Ein Tier aus der Gefangenschaft zu töten, um es dann zu verspeisen, widerstrebt mir aber. Das arme Vieh hat von Anfang an keine Chance, dem zu entgehen, denn nur dafür ist es überhaupt da.
Es würde augenblicklich sehr viel weniger Fleisch gegessen werden, wenn das "Jagdrevier" des post-modernen Menschen nicht der Supermarkt wäre.
Du setzt absichtlich unsinnige - ja schon verhöhnende - Maßstäbe an und wunderst dich? Oder tust du das, um den Fleischkonsum nicht infrage stellen zu müssen? Im gleichen Stile, wie "Deutschland ist eh nur für 2% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich, also brauch ich eh nix tun"?
Eigentlich hast du mit
Tomislav2007 schrieb:
Wenn man das Wort Tierwohl 100%ig ernst nehmen müßte und würde dann dürfte es keinerlei Tierhaltung mehr geben, erst Recht keine Massentierhaltung.
Für einen positiven emotionalen Zustand müßten wir allen Tieren einen Unterschlupf bauen der alle Tiere vor Wind/Wetter/Regen/Kälte/Schnee/etc. schützt.
Ja, Haustierhaltung wird durchaus auch diskutiert. Aus verschiedenen Gesichtspunkten.
Und natürlich gibt es auch dann genügend Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur, wenn man auf sämtliche Tierhaltung verzichtet.
Eventuell hast du schon einmal gehört, dass man sich erreichbare Ziele setzen soll, wenn man etwas erreichen möchte. Utopische, unerreichbare Ziele lähmen hingegen. Und die Zitate 2 und 3 sind solche utopischen bzw. völlig an den Haaren herbeigezogenen Ziele.
Das erste und letzte Zitat sind das in gewisser Weise auch, klar. Aber auf eine realistische und nicht unsinnige.
@Tomislav2007 kann man positiv anrechnen, dass er der Diskussion nicht fernbleibt und einen sachlich, freundlichen Ton beibehält. Dafür zunächst mal Lob und Anerkennung. Das schaffen einige andere in ähnlichen Kontroversen nicht ansatzweise.
Inhaltlich habe ich aber den Eindruck, dass du Aussagen ganz bewusst ins Unmögliche überziehst, nur um die addresierten Dinge dann als nicht realisierbar hinzustellen oder um schlicht auf andere Schauplätze auszuweichen, die wenig bis gar nicht mit dem aktuell diskutierten Punkt zu tun haben.
So dreht es sich dann im Kreis, wenn es darum geht nur die eigene Perspektive bestätigen zu wollen, anstelle die Pluralität der Dinge und Sichtweisen schlicht zunächst anzuerkennen. Passiert ja nichts Schlimmes deswegen.
Niemand, der gerne Fleisch futtert muss das verteidigen, ebenso wie Vegetarier oder Veganer oder "Hybrid-Esser" (mir fällt der Begriff gerade nicht ein).
Es gibt allerdings gewisse Vor- und Nachteile je nach Ernährungsform, die hier schon alle genannt wurden.
Leider führte das dazu, dass es schon lange nicht mehr um den sehr fragwürdigen "Arbeitsschwerpunkt" lobbistisch beeinflusster Politiker geht. Das eigentliche "Kernproblem" wurde damit leider schon längst aus der Diskussion verdrängt.
Stattdessen driftet die Diskussion in dieselbe spaltende Absurdität ab, wie das Gesetzesvorhaben selbst.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich die Doku Food Inc. einmal zu gönnen. Auch wenn sich seitdem in Teilen etwas gebessert haben mag und sich der Film auf die USA konzentriert, kann der Inhalt mitunter sehr "heilsam" sein.
Da ging es auch nur um einen Tag in der Woche.
Wie gesagt ... ich finde die Ideen gut, und eigentlich ist das auch für niemanden ein wirklicher Verlust
Hier war auch leider wie so oft die Springer "Presse" mitverantwortlich und hat es geschafft, die Leute in den Ragemodus zu versetzen. Dabei war weniger Fleischkonsum vor langer Zeit mal normal. Der Sonntagsbraten heißt nicht ohne Grund ao
So dreht es sich dann im Kreis, wenn es darum geht nur die eigene Perspektive bestätigen zu wollen, anstelle die Pluralität der Dinge und Sichtweisen schlicht zunächst anzuerkennen. Passiert ja nichts Schlimmes deswegen.
Niemand, der gerne Fleisch futtert muss das verteidigen, ebenso wie Vegetarier oder Veganer oder "Hybrid-Esser" (mir fällt der Begriff gerade nicht ein).
Das ist aber so ein bisschen das Problem, dass die Diskussion bestimmter Aspekte schon sehr eindeutig in eine Richtung geht. Ethisch und ökologisch kann man schlecht für Massentierhaltung argumentieren, da hat die andere Seite einfach recht und fertig. Auch das Argument "kann ja jeder für sich selbst entscheiden" zieht nicht, denn der Regenwald wird dann ja trotzdem für mich und meine Nachkommen abgeholzt, womit man direkt die negativen Auswirkungen zu spüren bekommt.
Anderseits sind tierische Produkte für eine vollwertige und gesunde Ernährung unverzichtbar. Kein Ernährungsberater wird eine vegane oder vegetarische Ernährung aus der rein gesundheitlichen Perspektive empfehlen. Man kann das zwar machen, aber wer glaubt mit vollwertiger Kost und ein bisschen Vitamin B12 ist es getan, unterschätzt die Sache. Eine Ernährung, die ohne Supplemente nicht funktioniert, kann eben nicht das Optimum für uns sein.
Ethisch und ökologisch kann man schlecht für Massentierhaltung argumentieren, da hat die andere Seite einfach recht und fertig. Auch das Argument "kann ja jeder für sich selbst entscheiden" zieht nicht, denn der Regenwald wird dann ja trotzdem für mich und meine Nachkommen abgeholzt, womit man direkt die negativen Auswirkungen zu spüren bekommt.
ICH will wissen, was ich fresse ... also ist von mir auch zu erwarten, dass ich die aufgedruckten Infos lese ... und zwar nicht nur die "Werbefläche" vorne drauf, sondern vor allem die Kehrseite.
Das habe ich ja auch schon mal gesagt, wer bewusst auf Dinge verzichtet achtet natürlich genau darauf, was das Produkt beinhaltet. Wer auf einen Grillstand zugeht und eine Bratwurst bestellt, denkt aber vielleicht gar nicht daran, dass das eine vegetarische/vegane Bude sein könnte.
Wer auf ein Regal zuläuft, aus dem ihn Packungen mit großen Bildern von Schnitzel, Burgern und Würsten anlockt, die dann auch noch so beschriftet sind, schaut eventuell gar nicht hin, ob das welche ohne Fleisch sein könnten, weil er gar nicht daran denkt, dass es da eine Alternative gibt und daher auch nicht die Rückseite durchliest.
DerOlf schrieb:
Sogar der Markenname ("My Way" mit Blatt dazwischen) weist drauf hin, dass das Produkt pflanzlich ist ... wenn auch nicht ganz so offensichtlich.
Ganz sicher, aber auch weniger Südfrüchte, Kartoffeln, Kopfsalat etc, weil das die wenigsten selber anbauen (können).
DerOlf schrieb:
Ich musste aber sofort an den Aufstand denken, der gemacht wurde, als man einen Veggie-Tag ohne Fleisch in Schulen einführen wollte.
Da ging es auch nur um einen Tag in der Woche.
Ich denke da ging es weniger um den einen Tag, sondern um das Gefühl zu etwas gezwungen zu werden. Wenn es wie so häufig mehrere Essen und dabei auch vegetarische oder vegane Alternativen gibt, habe ich selber die Wahl, sogar an mehreren Tagen auf Fleisch zu verzichten. Mit einem Veggie-Day habe ich an dem Tag nicht die Wahl, kann ja auch sein, dass mit die Auswahl an dem Tag dann gar nicht zusagt.
Die Intention war natürlich klar, das Bewusstsein dafür zu erweitern: Habe ich die Wahl kann ich auch alles nicht fleischhaltige komplett ignorieren, gibt es an einem Tag der Woche gar kein Fleisch, gelingt mir das natürlich nicht mehr.
Aber wie man auch hier an der Diskussion sieht, alles was irgendwie nach Verbot oder Zwang aussieht, wird von vielen abgelehnt.
Das stimmt aber eben nicht. Man bekommt alle essenziellen Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine. Und dein B12 als nicht vegan lebender Mensch nimmst du bei Fleisch von Nicht-Wiederkäuern auch nur supplementiert zu dir.