Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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Incanus schrieb:
Biete Du mal in der Kantine einer Firma, in der schwer körperlich gearbeitet wird an einem Tag ausschließlich 'Nudeln mit Tomatensoße' an ;).
Zu meiner Zeit mit schwerer körperlicher Arbeit habe ich ohnehin nur leicht zu Mittag gegessen, da Fettiges mich nur brutal müde gemacht hätte. Das hab ich mir für nach Feierabend aufgespart. Die meisten meiner Kollegen eigentlich auch.

Mal ganz davon abgesehen, dass schwer körperlich arbeitende Menschen heutzutage ohnehin eine ziemliche Minderheit darstellen, und auf solche Rücksicht zu nehmen, ist ja eh aus der Mode gekommen. Siehe das Thema dieses Threads. =P
 
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Incanus schrieb:
Biete Du mal in der Kantine einer Firma, in der schwer körperlich gearbeitet wird an einem Tag ausschließlich 'Nudeln mit Tomatensoße' an ;).
Da würde eher Reis(nudeln) mit Gemüse und Tofu servieren, dann hat man auch kein Mittagstief in der Produktivität weil der Körper alle Energie zum verdauen braucht
 
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Ich sehe schon bildlich vor mir, wie der Kantinenkoch über die Theke gezogen wird ;).

P.S.. Eine Gemüsesuppe, geschmorte Paprika oder ein Ratatouille sehr gerne, aber mit Tofu könnte man mich jagen oder gar Grillkäse :o.
 
Kaito Kariheddo schrieb:
Also die mir bekannten Langzeitstudien zeugen eher von positiven Gesundheitsauswirkungen pflanzlicher Ernährung.
Das hängt sicher auch mit der bereits erwähnten ingesamt bewussteren Ernährungsweise zusammen. Es gibt aber soweit ich weiß keinen wissenschaftlichen Beleg für einen gesundheitlichen Vorteil durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel. Wer sich bewusst ernährt und dabei alles auf den Teller lässt, dürfte weiterhin die meisten Vorteile haben.

TheManneken schrieb:
Neben B12 muss aber eigentlich "nur" noch auf Vitamin D und ggf. Jod und Omega 3 geachten werden.
Das war auch immer meine Annahme, aber ob das immer funktioniert, ist die Frage. Jeder Mensch ist anders gestrickt, kann bestimmte Stoffe nicht selber bilden oder verträgt andere Sachen nicht. Supplementierung muss nicht bei jedem anschlagen bzw. nicht bei jedem gleich gut anschlagen. Eisen, Calcium, Zink und Cholin sind weitere Stoffe auf die man achten muss. Die Knochen sind bei veganer Ernährung nachweislich schlechter versorgt. Manches kann man gut abdecken, anderes supplementieren, aber vollwertige Ernährung ist das dann immer noch nicht. Und mehr wollte ich ja eigentlich auch gar nicht sagen.

TheManneken schrieb:
Aminosäuren sind soweit auch in allen pflanzlichen Eiweißen in unterschiedlichen Mengen erhalten.
Das ist richtig, man muss zwei bis drei Eiweißquellen kombinieren, dann geht das schon. Zum Beispiel Hirse und Hülsenfrüchte sind eine gute Kombination. Aber genau wie mit den Spirulina oder Chlorella Algen, ist das kein Alltagswissen und selbst die meisten Veganer machen es falsch. Im Alltag sieht die Ernährung oft einseitiger und weniger durchdacht aus.

Reglohln schrieb:
Du meinst also, dass die Mengen Fleisch und Wurst, die empfohlen werden, alle angeblichen Defizite wett macht?
Ich glaube, dass man viele Probleme und Defizite damit vermeiden kann, wenn man sich nicht allzu intensiv mit seiner Ernährung auseinandersetzen will. Keine Ahnung welche Mengen da empfohlen werden. Auf der anderen Seite würde ich kein Fleisch oder anderes Produkt von einem kranken Tier essen. Und Tiere aus der Massentierhaltung sehen für mich schon ziemlich krank aus. Würde ich in freier Wildbahn wohl nicht auf den Speiseplan setzen. ^^
 
Incanus schrieb:
aber mit Tofu könnte man mich jagen
Du würdest ja auch nicht ins rohe Schnitzel beißen ^^ Auch Tofu muss man erst zubereiten. marinieren, rösten, karamellisieren..^^
 
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Aber ins rohe Mett oder Tatar ;) Ich mag bei den Tofu-Zubereitungen, die ich bisher kennengelernt habe einfach das Mundgefühl nicht.
 
Wenn es guter Tofu ist, reicht Öl und Pfanne. War auch lange Zeit kein Fan, aber lag ausschließlich an der Wahl der Zutaten und meiner Zubereitung. Zum Testen kann man bei einem guten japanischen oder thailändischen Restaurant mal Tofuspieße mit Erdnusssaté bestellen. Wer das nicht mag, isst nicht gerne. :D

Oder hat eine Erdnussallergie...
 
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Schlecht zubereitet kann Tofu tatsächlich ziemlich gummiartig, geradezu quietschig sein. Das ist wirklich nicht sehr angenehm. Ein Steak nach Art Schuhsohle aber auch nicht. Die Zubereitung ist in beiden Fällen der entscheidende Faktor.

Habu schrieb:
Zum Testen kann man bei einem guten japanischen Restaurant mal Tofuspieße mit Erdnusssaté bestellen.
Kann ich auch empfehlen. Die Japaner haben Tofu durchgespielt.
 
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Incanus schrieb:
Biete Du mal in der Kantine einer Firma, in der schwer körperlich gearbeitet wird an einem Tag ausschließlich 'Nudeln mit Tomatensoße' an ;).
Was gäbs da idealeres als Kohlenhydrate? oO
Incanus schrieb:
die ich bisher kennengelernt habe einfach das Mundgefühl nicht.
geräuchtetes Tofu in Stärke schwenken und in der PFanne scharf anbraten, bis es eine feste Kruste hat. Dann nach beliebig marinieren. Meine Empfehlung: Sojasauce, etwas Öl, Limettensaft, Agavendicksaft, Knoblauch, Sesam und ein paar Chiiflocken mischen, in der PFanne eindicken und den wie zuvor beschriebenen Tofu darin schwenken bis die Sauce als Mantel um den Tofu pappt. Konsitenz wie Marninierter Schweinebauch koreanische Art.
 
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Bei den ganzen wohlschmeckenden Zutaten könnte man aber auch ein Stück Pappe als Basis verarbeiten ;).
 
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Kannst du dann ja beides testen und uns mitteilen.
 
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Habu schrieb:
Ich glaube, dass man viele Probleme und Defizite damit vermeiden kann, wenn man sich nicht allzu intensiv mit seiner Ernährung auseinandersetzen will.
Bin nun natürlich auch kein Ernährungsexperte und habe mich mit den genauen Mengen, die irgendwo enthalten sind und welche man nun genau zu sich nehmen muss, auch nicht im Detail beschäftigt. Und ich würde bzw muss wohl sagen, dass ich mich aktuell auch nicht sonderlich gesund ernähre.

Ich denke aber, dass die Nährstoffe, die Fleisch uns gibt, relativ unproblematisch auch pflanzlich ersetzt werden können. Wenn auch mit ggf. etwas mehr Aufwand.
 
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Wir können ja mal kurz alle Beiträge hier entfernen die einen herablassenden Seitenhieb gegenüber einer der Gruppen zwischen Fleisch-Verzeher und Fleisch-Verwehrer beinhalten. Springen wir von 48 Seiten auf unter Zwanzig.

Die Mods haben hier auch schon lange ausgegeben und sehen über alles was nicht an Mord und Totschlag herankommt erstmal hinweg. Verständlicherweise.

Ich sage jetzt einfach mal, esst mehr Bohnen. und nicht nur die Grünen, sondern all die günstigen und unheimlich Nahrhaften und einfach getrocknet Jahre haltbaren z. B. Augen-, Canellini- oder Pintobohnen.
Kann man ohne Fleisch, aber auch wunderbar damit kombiniert. Die Ergänzung an Protein und Ballaststoffen in eurer Diät ist großartig. Und die Pflanzen haben in ihren Anbau und Verarbeitung eine sehr gute Umweltbilanz.

Und zum Thema, die Kennzeichnung von veganen/vegetarischen Lebensmitten diente eigentlich nicht dazu, jemanden der Fleisch kaufen will zu warnen, wie es die EU Anträge und die Diskussion hier vermuten lassen. Sonden vielmehr bei Verarbeiteten Lebensmitteln den Menschen die sich Vegan ernähren wollen Sicherheit zu geben, das im Produkt wirklich keine tierischen Bestandteile sind.

Und ich als Fleischesser bin noch nie auf die Idee gekommen mich zu empören, dass ein Produkt, das ich gekauft habe ja gar kein Fleisch enthalte. Wenn überhaupt würde mir das nur in den Sinn kommen, wenn ich den Preis des Produktes ohne Fleischanteil nicht gerechtfertigt sehe, weil Fleisch in vielen Fällen eine der kostenintensivsten Zutaten ist.
Da habe ich mich aber eher schon öfter geärgert, weil der Fleischanteil in Produkten zwar vorhanden, aber eben so gering war, das man auch hätte darauf verzichten können. Wenn in der Erbsensuppe, nur 4-5 Scheibchen eines Wienerwürstchens zu finden sind. Da sieht man aber bei den Regulierern natürlich aktuell keine Bedarf.
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Reglohln schrieb:
Ich denke aber, dass die Nährstoffe, die Fleisch uns gibt, relativ unproblematisch auch pflanzlich ersetzt werden können. Wenn auch mit ggf. etwas mehr Aufwand.
Also alles was ich dazu in den letzten 20 Jahren von fundierten Quellen mitgenommen hatte, was ich jetzt aber nicht mit aktuellen Quellen belegen kann (gerade keine Zeit zu suchen).

Das eine Fleischlose Ernährung durchaus den Nährstoffbedarf eines Erwachsenen gut abdecken kann. Es gibt aber einige Defizite die man gezielt ansteuern muss (z. B. auch Eisenmangel) weil diese nur in bestimmten pflanzlichen Quellen in ausreichender Menge vorhanden sind.

Noch relevanter ist dies für Heranwachsende, welche ohne eine angepasste Diät, ohne Fleisch noch häufiger an bestimmten Mineralstoffmängeln wie z. B. Kalziummangel leiden und damit Langzeitschäden haben können.

Im großen und ganzen kommt es aber darauf, das man eine ausgewogene Ernährung braucht und Fleisch hier einige Bereiche einfacher abdeckt. Aber eben auch nur diese Bereiche und Menschen die viel Fleisch essen haben oft andere Bereiche die sie in ihrer Ernährung vernachlässigen.
Gesund oder Ungesund ernähren kann man sich mit und ohne Fleisch, das ist nicht der entscheidende Faktor.
 
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Thematisch scheints sich hier zur Glaubensfrage hochzusterilisieren ;-)...

Grundsätzlich z.b. im Zusammenhang mit "lasst uns den Planeten retten" sicher relevant!
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Kennt wer die aktuell typischen Menüpläne der Werkskantinen? (Gerade mal bestätigend Uniklinik Köln gecheckt) Heutzutage gibts da 3 Menüs - das Dritte vegetarisch. Nicht selten, dass man da von "Frau "IchbinChefhier" (joa, sind halt mehr Frauen in dem Breiech...) "gewarnt" wird :"Das ist aber vegetarisch!!"... "Joa" sag ich dann " bin halt ein echter Draufgänger" Im Ergebnis kann man die vegan gefüllte Paprikaschote (oder wars vegetarich?) bestimmt besser verdauen als die im Saucenglibber den tausendsten Tod gestorbene Rindfleischscheibe....mal mein Senf, der auch kaum helfen wird.

PS. Ich hab auch schon aus Versehen entkoffeinierten Kaffee und alkoholfreises Bier gekauft...war ärgerlich.
 
Keylan schrieb:
Und ich als Fleischesser bin noch nie auf die Idee gekommen mich zu empören, dass ein Produkt, das ich gekauft habe ja gar kein Fleisch enthalte.
Das Zauberwort ist: Reaktanz.

Essen ist inzwischen eng mit der eigenen Identität verknüpft. Eine vegane Ernährungsweise wird inzwischen mit links-grün assoziiert. Das trifft natürlich am politischen Gegenpol auf Ablehnung. Damit wird es eben ein Thema dem man nicht mehr ausschließlich auf der sachlichen sondern vor allem auf der emotionalen Ebene begegnet.

Die meisten wissen das Fleischkonsum mit Tierwohl unvereinbar ist und dem Klima schadet. Für Tierleid und Klimaschädliches Verhalten wollen die wenigsten verantwortlich sein. Aber werden auf dieses moralische Dilemma mit der bloßen Existenz von veganen Lebensmitteln hingewiesen und es entsteht ein unterschwelliges schlechtes Gewissen. Das Ergebnis ist eben dann Reaktanz.

Gibt da eine Studie mit 7.341 Teilnehmern die untersuchte, welche Bezeichnungen Menschen am ehesten dazu bewegen, einen rein pflanzlichen Geschenkkorb anstelle eines Korbes mit Fleisch- und Milchprodukten zu wählen.

Das Ergebnis:
  • "Vegan" ist am wenigsten beliebt: Nur 20% der Teilnehmenden wählten den Korb, wenn er als "vegan" gekennzeichnet war.
  • "Pflanzlich" etwas besser: Die Bezeichnung "pflanzlich" schnitt mit 27% etwas besser ab.
  • "Gesund" und "Nachhaltig" sind am effektivsten: Am beliebtesten waren die Bezeichnungen "gesund" (42%) und "nachhaltig" (43%).
  • Die Kombination gewinnt: Die wirksamste Bezeichnung war die Kombination "gesund und nachhaltig", die 44% der Teilnehmenden überzeugte – mehr als doppelt so viele wie bei der Bezeichnung "vegan".
Besonders interessant: Der Effekt war bei Fleischessern besonders ausgeprägt. Während sie die Bezeichnung "vegan" eher mieden, konnten sie sich mit "gesund" und "nachhaltig" deutlich eher anfreunden. Von allen Teilnehmenden bezeichneten sich übrigens nur 7% als vegan.

Das erklärt auch warum viele Hersteller trotz eines veganen Produktes auf das V-Label verzichten.
 
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Lipovitan schrieb:
Während sie die Bezeichnung "vegan" eher mieden, konnten sie sich mit "gesund" und "nachhaltig" deutlich eher anfreunden.
Gesund und Nachhaltig kann ja auch Fleisch enthalten, vegan definitiv nicht, von daher wundern mich die Ergebnisse nicht.
Lipovitan schrieb:
Die meisten wissen das Fleischkonsum mit Tierwohl unvereinbar ist und dem Klima schadet.
Das tut ja unser Leben an sich. Mit einem Elektroauto verhindern wir ja auch nicht, dass wir dem Klima schaden, sondern reduzieren unseren Fußabdruck nur. Dass man daher aus Klimaschutzgründen komplett auf Fleischkonsum verzichten muss, sehe ich daher nicht als gegeben an.
 
Incanus schrieb:
Dass man daher aus Klimaschutzgründen komplett auf Fleischkonsum verzichten muss, sehe ich daher nicht als gegeben an.
Soweit ich es überblicke, würde es aber doch maßgeblich helfen?
 
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Bei Analysen, die für Fleisch, inklusive dafür bestimmter Pflanzenerzeugung, Verarbeitung, Transport etc. eine Spanne von 11% bis 19% der globalen CO₂-Emissionen ausweisen, ist das rein mit einer "Vorliebe" schwer zu halten - sofern einen der hiesige Planet interessiert.
 
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Incanus schrieb:
Dass man daher aus Klimaschutzgründen komplett auf Fleischkonsum verzichten muss, sehe ich daher nicht als gegeben an.
Stimmt. Der IPCC empfiehlt die Reduktion des CO2-Ausstoß auf ~2,5 tonnen pro Kopf.

Eine omnivore Ernährung erzeugt ca. 2 tonnen CO2 pro Kopf. Hast also noch Budget über für Mobilität, Energie und Wohnen wenn dir Fleisch so wichtig ist.
 
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Incanus schrieb:
Dass man daher aus Klimaschutzgründen komplett auf Fleischkonsum verzichten muss, sehe ich daher nicht als gegeben an.
Muss man nicht und ist auch unrealistisch, aber eine Reduktion um 50% ist schon eher realistisch machbar und würde einen signifikanten Effekt erzeugen.
 
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