Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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Incanus schrieb:
Richtig, aber die anderen Beispiele von Rügenwalder oder Frosta sind da nicht so eindeutig, da dort alles im Programm ist.
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Die gehören dann zu den 3 %, die die oben genannten Produkte nicht korrekt unterscheiden können.
 
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Reglohln schrieb:
Und dein B12 als nicht vegan lebender Mensch nimmst du bei Fleisch von Nicht-Wiederkäuern auch nur supplementiert zu dir.
Ähm... für den Satz müßtest du mal den Erklärbär anwerfen - wenn ich als nicht vegan lebender Mensch unter anderem Fisch zu mir nehme (was Fleisch von Nicht-Wiederkäuern ist) - wozu benötige ich dann Vitamin-B12-Supplemente?
 
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Fleisch und Fisch wird ja schon unterschieden. Vielen Tieren, die auf dem Teller landen, wird B12 im Futter supplementiert.
 
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Skaiy schrieb:
Die gehören dann zu den 3 %, die die oben genannten Produkte nicht korrekt unterscheiden können.
Du hast mich da (schon wiedermal) einfach falsch verstanden.

Es ging um die Eindeutigkeit der Produktart durch den Namen des Herstellers. 'My Way' stellt keine Produkte mit Fleisch her. Frosta oder Rügenwalder aber sehr wohl welche mit Fleisch, vegetarische und vegane.

Und bitte beziehe Dich nicht ständig auf eine einzige, nicht repräsentative Umfrage unbekannter Fragestellung, das ist nicht so wissenschaftlich, wie es auch von Dir ständig gefordert wird. Man kann daraus jedenfalls nicht folgern, dass sich 97% der Bundesbevölkerung nie vertun würden. Zudem waren ja auch 4% 'nicht sicher'. Wenn schon dann wären es also nur ca. 92% und von denen erwarteten auch drei Viertel ein vegetarisches und das restliche Viertel ein veganes Produkt. Ist also alles nicht so deutlich, wie Deine 3%/97%-Angabe es uns weismachen will.
 
B12 ist ein Wohlstand-und kein Veganer-Problem. Wir leben einfach zu sauber^^ einmal über die Tastatur lecken, schon war B12 dabei^^ (nicht nachmachen.. kein ärztlicher Rat..)
Davon abgesehen ist alles was wir brauchen in Planzen drin. Und wenn mal etwas konzentriert in Tieren zu finden ist, dann ja nur weil sie Pflanzen gegessen haben^^
 
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Kaito Kariheddo schrieb:
Nicht für andere, nicht weil es einem per Gesetz vorgeschrieben wird, nicht weil jemand um die Ecke kommt und "Umwelt" ruft, nicht wieder irgendwelche Leute einem ein schlechtes Gewissen machen wollen.. Sondern einfach für sich, für das Gefühl die Wahl zu haben: Sich zu entscheiden. Die Macht zu haben und zu nutzen, um an diesem einen Tag ein Lebewesen da draußen einfach am Leben gelassen zu haben?
Sehr gut formuliert. Das trifft hervorragend die Punkte Eigenverantwortung, Einsicht und Selbstwirksamkeit, die wiederum mit Informiertheit und dem Zugang zu Informationen verknüpft werden kann.

Bewusst etwas fürs sich zu tun, hier der Verzicht oder die Reduktion von Fleischkonsum, hat nicht nur einen positiven Effekt für die eigene Gesundheit, sondern auch positive Effekte für die Gemeinschaft, wenn dadurch bspw. Umwelt weniger belastet und sogar das Gesundheitssystem entlastet wird, dass von vielen als Vollkasko-Absicherung betrachtet wird. Als Stichwort dazu fällt mir wieder der Begriff "Moral Hazard" ein.

Wir bewegen uns damit aber immer noch abseits des eigentlichen Themas.
 
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Was muss den noch alles auf die Verpackung für vegane/vegetarische Lebensmittel? Im Dunkeln leuchtende Warnfarben? Blinkende Regale? Eine Bandansage die automatisch abgespielt wird wenn man ins vegane Regal greift? "ACHTUNG! DIESES PRODUKT ENTHÄLT KEIN FLEISCH!" am besten durch den ganzen Supermarkt... vielleicht sollte man auch in jedem Laden vor das vegane Regal einen von PETA stellen der einen sofort darüber informiert dass es sich hierbei um Alternativen ohne Fleisch handelt und alle an der Wursttheke böse anschaut.
 
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Ist doch ganz einfach, separate Läden in denen man beim Eintreten von einem auffällig gekleideten Menschen gewarnt wird, dass es hier kein Fleisch gibt ;).
 
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Incanus schrieb:
Ich denke da ging es weniger um den einen Tag, sondern um das Gefühl zu etwas gezwungen zu werden. Wenn es wie so häufig mehrere Essen und dabei auch vegetarische oder vegane Alternativen gibt, habe ich selber die Wahl, sogar an mehreren Tagen auf Fleisch zu verzichten.
Ich denke, das ist/war klassischer Kulturkampf. Und von Zwang kann immer noch nur umgekehrt die Rede sein. In der Schulkantine hier stehen jeden Tag zwei warme Gerichte zur Auswahl. Vielleicht einmal in der Woche ist eines davon vegetarisch, aber dann auch nur Süßkram. Ansonsten ist's immer mit Fleisch. Die vegetarische "Alternative" ist dann Option 3, ein kalter Salat. Allerdings ist da manchmal auch Schinken drin, muss man immer sehr genau hinsehen. In der Regel mit Joghurt-Dressing. Vegan? Nö, ist nicht. Kannst ja das Dressing weglassen.

Ich persönlich bin da in einer luxuriösen Ausgangslage. Sohnemann ist kein Vegetarier und ich arbeite zu Hause, kann also auch selbst was für ihn kochen. Wenn du nun aber ein Kind hast, das von sich aus vegetarisch/vegan leben möchte und du dummerweise den ganzen Tag außerhalb arbeitest, was machst du denn dann? Klar, kannst wie bei uns früher ein Schulbrot einpacken. Nur ist die Schule heute sehr viel länger. Ich war ja früher(tm) meistens um 12 oder 13 Uhr wieder raus. Aber von 8 Uhr bis 16 Uhr ohne warmes Essen halte ich für dezent problematisch.

Hab das auch schon mal angesprochen beim Elternabend, aber rate, was das Ergebnis war: klassischer Kulturkampf. Man wird direkt angefeindet, als würde man jemandem etwas wegnehmen wollen. Da stehste dann da mit den zwei Eltern, deren Kinder tatsächlich Vegetarier sind und darfst dich anbrüllen lassen. Null Argumente, null Chance. Meine Frage, ob denn ein vegetarischer Tag oder wenigstens eine (echte) vegetarische Alternative irgendwem auch nur ansatzweise wehtun würde, bleibt unbeantwortet.

Dabei hab ich mir sagen lassen, dass Nudeln mit Tomatensauce (beispielsweise) auch bei nicht-vegetarischen Kindern durchaus beliebt sind.
 
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Immer diese Kulturkampf Themen, als ob das wichtig wäre… Dann heißt die Wurst halt in Zukunft VVurst , oder welche Namen auch immer sich die Marketing Experten einfallen lassen, ist auch okay. Wen juckts…
 
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Incanus schrieb:
Du hast mich da (schon wiedermal) einfach falsch verstanden.
An

Incanus schrieb:
Richtig, aber die anderen Beispiele von Rügenwalder oder Frosta sind da nicht so eindeutig, da dort alles im Programm ist.
ist nichts falsch zu verstehen.

Incanus schrieb:
Und bitte beziehe Dich nicht ständig auf eine einzige, nicht repräsentative Umfrage unbekannter Fragestellung, das ist nicht so wissenschaftlich, wie es auch von Dir ständig gefordert wird.
Im Gegensatz zu dir kommt die andere Seite aber bisher mit mindestens zwei Quellen.

Von deiner Seite aus sind es anekdotische Evidenzen, Fühli Fühli und eigene Schuld, weil man nicht aufmerksam einkauft und den Unternehmen die Schuld gibt.

Incanus schrieb:
Wenn schon dann wären es also nur ca. 92%
Dann sind es 92 %. Ändert nix.
 
OdinHades schrieb:
Hab das auch schon mal angesprochen beim Elternabend, aber rate, was das Ergebnis war: klassischer Kulturkampf. Man wird direkt angefeindet, als würde man jemandem etwas wegnehmen wollen. Da stehste dann da mit den zwei Eltern, deren Kinder tatsächlich Vegetarier sind und darfst dich anbrüllen lassen. Null Argumente, null Chance. Meine Frage, ob denn ein vegetarischer Tag oder wenigstens eine (echte) vegetarische Alternative irgendwem auch nur ansatzweise wehtun würde, bleibt unbeantwortet.

Dabei hab ich mir sagen lassen, dass Nudeln mit Tomatensauce (beispielsweise) auch bei nicht-vegetarischen Kindern durchaus beliebt sind.

An dieser Stelle decken sich meine Erfahrungen eher mit Incanus' Meinungen.
Die Idee einer vegetarischen Alternative stieß auf Indifferenz bis Interesse.
Der Vorschlag eines Veggie Day erzeugte heftige Ablehnung, weil sich Leute bevormundet fühlten.
 
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OdinHades schrieb:
In der Schulkantine hier stehen jeden Tag zwei warme Gerichte zur Auswahl. Vielleicht einmal in der Woche ist eines davon vegetarisch, aber dann auch nur Süßkram.
Ich sprach ja auch nicht von einzelnen Schulkantinen und dem Essen dort, sondern vom Eindruck, den die Forderung nach einem generellen Veggie-Tag in allen Kantinen Deutschlands hervorrufen kann.
Skaiy schrieb:
An
...
ist nichts falsch zu verstehen.
Du hast doch bewiesen, dass das geht ;).
Skaiy schrieb:
Im Gegensatz zu dir kommt die andere Seite aber bisher mit mindestens zwei Quellen.
Wenn Du das dann als Wahrheit ansiehst, kannst Du Dir auch die nächste Wahl sparen und durch Umfrageergebnisse ersetzen.
 
Reglohln schrieb:
Und dein B12 als nicht vegan lebender Mensch nimmst du bei Fleisch von Nicht-Wiederkäuern auch nur supplementiert zu dir.
Ich habe seit 20 Jahren kein Fleisch, Fisch oder Milchprodukt mehr konsumiert. Es ist nicht möglich alle Stoffe, die der Körper braucht, ausschließlich aus Pflanzen zu beziehen und somit kann diese Ernährungsform niemals als vollwertig gelten. B12 wird zwar auch Tieren supplementiert, aber die sehr hohe Bioverfügbarkeit hat man dann trotzdem und das ist schon was anderes, als selbst eine Tablette zu schlucken.

Und wirklich alle Stoffe abzudecken, vor allem in ausreichenden Mengen, ist wirklich eine Vollzeitbeschäftigung. Alleine um ein vollständiges Aminosäurenprofil für eine optimale Eiweißaufnahme zu bekommen, muss man sich schon Gedanken machen, wenn man nicht ausschließlich Soja und ein paar andere Sachen essen will.

In der langen Zeit hab ich gelernt: Es ist nicht so leicht, wie die meisten Veganer behaupten.
Ergänzung ()

Kaito Kariheddo schrieb:
Davon abgesehen ist alles was wir brauchen in Planzen drin. Und wenn mal etwas konzentriert in Tieren zu finden ist, dann ja nur weil sie Pflanzen gegessen haben^^
Es geht dabei auch um die Bioverfügbarkeit, die durch die Vorverdauung unserer tierischen Freunde hergestellt wird. Auch geht es nicht immer um "alles drin", sondern eher um "alles drin und auch in ausreichender Menge". ;)

Das mit dem Dreck essen stimmt allerdings. Alternativ das Gemüse aus dem Garten ungewaschen verzehren, ist nicht ganz so widerlich.
 
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Habu schrieb:
Es geht dabei auch um die Bioverfügbarkeit
Also die mir bekannten Langzeitstudien zeugen eher von positiven Gesundheitsauswirkungen pflanzlicher Ernährung. Ergo würde ich meinen, Bioverfügbarkeit ist ausreichend gegeben. Generell würde ich einige Studien zu Bioverfügbarkeit anzweifeln. Bestes Beispiel Eisen. Lange hieß es, Veganer hätten Eisenmangel, weil Eisen in Pflanzen eine schlechte Bioverfügbarkeit hätte. Nur mittlerweile ist man in dem Punkt weiter und weiß, dass sich die Aufnahmemenge ändernd sich in Abhängigkeit des Eisenspiegels.
 
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Neben B12 muss aber eigentlich "nur" noch auf Vitamin D und ggf. Jod und Omega 3 geachten werden. Vitamin D ist auch erst mal unabhängig von der Ernährung, B12 muss auf irgendeinem Weg ohnehin supplementiert werden und den Rest gewinnt man vorzugsweise aus Algen bzw. dessen Öl. Geht also mit ein bisschen Grundwissen schon.

Aminosäuren sind soweit auch in allen pflanzlichen Eiweißen in unterschiedlichen Mengen erhalten.

Vermutung meinerseits: der Veganer, der schon grundsätzlich bewusster auf seine Ernährung achten, lebt vielleicht sogar tendenziell gesünder als der Carnivore, der sich darum gar keine Gedanken macht.
 
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Araska schrieb:
Der Vorschlag eines Veggie Day erzeugte heftige Ablehnung, weil sich Leute bevormundet fühlten.
Ist ja wieder nur der Begriff der triggert. Nudeln mit Tomatensoße wird es auch vorher schon ab und an gegeben haben und keiner hats gemerkt. ^^ Viel Wind um nichts.
 
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Biete Du mal in der Kantine einer Firma, in der schwer körperlich gearbeitet wird an einem Tag ausschließlich 'Nudeln mit Tomatensoße' an ;).
Wir reden ja nicht nur von Grundschulmensen, die den Veggie-Tag einführen sollten.
 
Araska schrieb:
wenn ich als nicht vegan lebender Mensch unter anderem Fisch zu mir nehme (was Fleisch von Nicht-Wiederkäuern ist)
Hätte ich durchaus noch spezifizieren können. Fische produzieren B12 allerdings auch nicht selbst, sondern nehmen es über die Nahrung auf. Fische in Farmen bekommen es also dann supplementiert (mag da aber auch Unterschiede geben. Keine Ahnung.)
Ergänzung ()

Habu schrieb:
Und wirklich alle Stoffe abzudecken, vor allem in ausreichenden Mengen, ist wirklich eine Vollzeitbeschäftigung. Alleine um ein vollständiges Aminosäurenprofil für eine optimale Eiweißaufnahme zu bekommen, muss man sich schon Gedanken machen, wenn man nicht ausschließlich Soja und ein paar andere Sachen essen will.
Du meinst also, dass die Mengen Fleisch und Wurst, die empfohlen werden, alle angeblichen Defizite wett macht?

Und man muss sich nicht ausschließlich von Soja ernähren. Die essenziellen AS verstecken sich auch in anderen Nahrungsmitteln verteilt.
 
Incanus schrieb:
Biete Du mal in der Kantine einer Firma, in der schwer körperlich gearbeitet wird an einem Tag ausschließlich 'Nudeln mit Tomatensoße' an ;).
Wir reden ja nicht nur von Grundschulmensen, die den Veggie-Tag einführen sollten.
Zumindest für private Unternehmen mit Kantine wurde kein Veggie-Tag gefordert.

Zudem wäre es keine Pflicht gewesen, sondern nur eine Empfehlung.
 
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