Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Incanus schrieb:
Es ist ja allein schon schwierig genau zu definieren, was 'vegan' ist
Nicht dein Ernst oder?

Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die – so weit wie möglich und praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden sucht und darüber hinaus die Entwicklung und Nutzung tierfreier Alternativen zum Vorteil von Tieren, Menschen und Umwelt fördert. In der Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle ganz oder zu Teilen vom Tier gewonnenen Produkte.
Oder noch einfach: Nutz nichts wofür Tiere ausgebeutet, leiden müssen oder getötet werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd, Reglohln und Skaiy
Kaito Kariheddo schrieb:
Nutz nichts wofür Tiere ausgebeutet, leiden müssen oder getötet werden.
Ein paar Streitpunkte gibt es da aber schon. Ich sehe zum Beispiel keinen Widerspruch bei Honig aus privater Zucht in der Nachbarschaft oder gebrauchten Lederwaren. Auch Haustiere sollten artgerecht ernährt werden. Aber das ist dann schon sehr speziell. Keine Bestandteile tierischer Herkunft im Essen reicht für unsere Zwecke hier vollkommen, finde ich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi und RedPanda05
Naja,

ein paar Grenzfälle gibt es da schon.

Honig z. B. gilt nicht als vegan, wegen der "Ausbeutung".

Das die Masse der Pflanzen insbesondere Früchte, auf Insekten als Bestäuber angewiesen sind wird dann nicht als Problem gesehen. Wobei es auf die Details ankommt. Denn die Feige ist dann ja doch wieder nicht Vegan.

Das mit dem Schellack war mir z. B. auch nicht bewusst. Wobei in meinem Umfeld auch wenn überwiegend Vegetarier und nicht Veganer vertreten sind, da sind die Details etwas einfacher.
 
Das mit dem Honig ist ja schnell geklärt: Das sind gezüchtete Bienen, denen wurde die Aggressivität genommen um leichter an den Honig zu gelangen. In Folge dessen greifen sie aber auch keine anderen Schädlinge mehr an, die in ihren Stock geraten. Daher haben wir ja ne Bienenkrise ^^
Habu schrieb:
oder gebrauchten Lederwaren.
Bezweifel ich aber dass Veganer da Probleme haben das zu beurteilen. Wieso sollte man Leichenteile tragen? Vor allem würde man nach außen hin zeigen, dass es in Ordnung ist Leder zu tragen. Das kann kein Veganer wollen.
Habu schrieb:
Auch Haustiere sollten artgerecht ernährt werden
Gibt Studien über vegane Ernähung von Hunden. Die haben in der Regel sogar weniger typische Gesundheitsprobleme (im Alter) als konventionell ernährte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MAYvonBlei, Skaiy, Rafzahn und eine weitere Person
Kaito Kariheddo schrieb:
Nicht dein Ernst oder?
Doch, so habe ich es in bisherigen Diskussionen wahrgenommen, denn
so weit wie möglich und praktisch durchführbar
ist eben nicht für alle Veganer gleich definiert.
Wie man dann ja auch hier im Nachgang sehen konnte.

Verstehe mich nicht falsch, ich kritisiere hier keine Entscheidung, wie man zu leben oder sich zu ernähren hat, im Gegenteil ich begrüße es außerordentlich, wenn man sich da Gedanken macht. Nur die Schlüsse die man daraus zieht sind eben unterschiedlich.
 
Incanus schrieb:
Aber nur Schnitzel habe ich ja auch gar nicht geschrieben:
Dein erstes Beispiel drehte sich um Burger. Da gilt exakt das selbe. Später hast du auch von nur Schnitzel gesprochen. Denn NIEMALS war in der Diskussion von einem veganen SCHWEINEschnitzel die Rede sondern immer nicht von veganen Schnitzel, respektive Burgern.

Incanus schrieb:
Deine Unterstellungen dazu sind aber nicht angemessen.
Doch sind sie. Und du bewegst dich zum wiederholten Mal in die Opferrolle.
Incanus schrieb:
Du schiebst mich also in die Richtung 'rechtsextrem' oder zumindest 'AfD affin'?
Nö, steht mit keinem Wort da. Die "Opferrolle" hat ganz sicher nicht nur was mit AfD oder Rechtsextrem zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erkekjetter schrieb:
Und du bewegst dich zum wiederholten Mal in die Opferrolle.
Du provozierst also weiter bewusst und nun denk noch mal über Deine Worte und meine Worte nach.
Bisher habe ich ja vermieden Dich zu ignorieren., aber so langsam wird es wohl Zeit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM
Kaito Kariheddo schrieb:
Das mit dem Honig ist ja schnell geklärt: Das sind gezüchtete Bienen, denen wurde die Aggressivität genommen um leichter an den Honig zu gelangen. In Folge dessen greifen sie aber auch keine anderen Schädlinge mehr an, die in ihren Stock geraten. Daher haben wir ja ne Bienenkrise ^^
Ist das bei privater Zucht tatsächlich auch so problematisch? Ich fand es eigentlich immer eine gute Sache, wenn sie zum Beispiel im Schrebergarten im kleinen Stil gezüchtet werden und eher eine Gegenmaßnahme zum Bienensterben. Bei industrieller Ausbeute stellt sich die Frage natürlich nicht.
Kaito Kariheddo schrieb:
Bezweifel ich aber dass Veganer da Probleme haben das zu beurteilen. Wieso sollte man Leichenteile tragen? Vor allem würde man nach außen hin zeigen, dass es in Ordnung ist Leder zu tragen. Das kann kein Veganer wollen.
Es ist für viele Zwecke das beste und nachhaltigste Material. Schutzkleidung, Wanderstiefel und vieles mehr. Die veganen Alternativen habe ich probiert, war aber nicht überzeugt. Kork hält nicht lange und wird schnell brüchig. Plastik ist auch keine Antwort und richtet mehr Schaden an, als dass es hilft. Will nicht wissen, was ich da ausgegeben habe. Auch die besseren Hersteller wie Vegetarian Shoes konnte mich nicht überzeugen. Ein Paar Lederstiefel kann bei richtiger Pflege dagegen ein ganzes Leben halten.

Den ganzen Kram einfach wegzuschmeißen, finde ich dagegen deutlich schlimmer. Den Tieren ist nicht mehr zu helfen, aber man kann immer noch ein klares Zeichen setzen, indem man Hersteller die solche Materialien einsetzen konsequent meidet. Ich entscheide da mit dem Geldbeutel, nicht mit meiner (vermutlich sehr begrenzten) Außenwirkung für andere.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Samurai76
Incanus schrieb:
Wie man dann ja auch hier im Nachgang sehen konnte.
Ich glaube nicht, dass Habu sich selbst als Veganer sieht. Das mit dem Honig und dem Leder schließt es für mich schon aus. Wüsste auch nicht, was es für einen Unterschied machen sollte, nur weil eine Zucht privat ist oder das Leder schon gebraucht. Das ist eine Prinzipienfrage.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Habu und Skaiy
Incanus schrieb:
Gerade wenn ich mich bewusst vegan ernähre schaue ich deswegen doch ganz genau hin.
Achso, Veganer sollen genauer hinschauen, aber andersherum ...

F3559X_HUEHNER_FRIKASSEE-_4008366008582_sRGB-1540x1563.webp4008366017157.webp

... sollen Menschen wie du hier nicht genauer hinschauen, sondern dann ist es die Schuld der Unternehmen, weil hier eine "Verwechselungsgefahr" bestünde.

Ich geselle mich der Meinung dazu: Das ist vollkommene Doppelmoral.

Wenn man der Meinung ist, dass Veganer genauer hinschauen sollen, dann soll man auch die Erwartung an alle haben, sodass alle genauer hinschauen müssen.

Sich es aber so hinzulegen, wie es einem (ideologisch?) passt und da müsse man genauer hinschauen, aber hier werden die Anderen einer Verwechslungsgefahr ausgesetzt, so funktioniert das nicht.

Bei Menschen wie dir lässt du komischerweise das Argument nicht zu, wenn man dir sagt, dass man schließlich genauer hinschauen muss ...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd, MAYvonBlei, knoxxi und 3 andere
Also noch einmal, auf allen Saft-Orangen mit E904 (auf der Schale, nicht im Produkt) soll nun also ein Schild angebracht werden: Nicht Vegan? Kreieren wir ein neues passendes Label?
 
Ich bin auch kein Veganer, nicht mal Vegetarier. Ich bin Flexitarier. Und halte dennoch die Sichtweise von zum Beispiel Icanus für komplett ideologisch verdreht und unlogisch. Das "Vegan" nicht definiert sei, ist halt absoluter Schwachsinn. Was vegan bedeutet ist abgesehen von absoluten Detailfragen jedem klar.

Das sind eben alles so billige und an sich völlig durchschaubare Scheinargumente, die jedes Mal ausgepackt werden, wenn jemand argumentativ in der Ecke hockt und trotzdem darauf verharrt, das sein Standpunkt korrekt sei. Und wenn man damit konfrontiert wird, gibt man sich künstlich empört, zeigt mit dem Finger auf die anderen und macht mimimi. Opferrolle halt. Geht hier ja auch soweit, dass dann völlig abstrus irgendein Bezug zu Rechtsextrem hergestellt wird, damit man sich dann empören kann, dass der anderen einen angeblich in eine Ecke stellt. So kann man halt wunderbar von eigentlichen Thema und davon ablenken, dass man argumentativ verloren hat.

Incanus schrieb:
Also noch einmal, auf allen Saft-Orangen mit E904 (auf der Schale, nicht im Produkt) soll nun also ein Schild angebracht werden: Nicht Vegan? Kreieren wir ein neues passendes Label?
Und hier dann der komplette Klassiker: Komplett mir der eigenen Ideologie verdrehen, was vom Gegenüber eigentlich gesagt wurde.

Niemand hat das gefordert. absolut niemand... Das ganze diente lediglich als Beispiel um aufzuzeigen, wie absolut verlogen diese Initiative dieser Lobbyistin war und ist. Denn WENN es um Verbraucherschutz gegangen wäre, dann hätte man sich sowas mit annehmen müssen, da es erheblich irreführender ist als das, was jetzt politisch verboten werden soll. Eben weil es nie um Verbraucherschutz ging sondern eben protektionistische Lobbypolitik.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MAYvonBlei, Skaiy und Samurai76
Habu schrieb:
Ich fand es eigentlich immer eine gute Sache, wenn sie zum Beispiel im Schrebergarten im kleinen Stil gezüchtet werden
Also grundsätzlich ist die Idee eines Insektenhotels gut. Ich finde es aber problematisch Ausnahmen als Argument hinzustellen, weil es das Problem relativiert. Der meiste Honig kommt eben nicht aus dem Schrebergarten sondern aus dem Supermarkt und dann oft aus China weil wir hier nicht annähernd den Bedarf decken können. Auch bleibt ja das Kernproblem bestehen, man nimmt den Bienen den Honig und muss mit Zuckerlösung füttern. Daher zurück zum Insektenhotel: Halte paar Bienen und nimm ihnen nicht den Honig weg^^

Habu schrieb:
Es ist für viele Zwecke das beste und nachhaltigste Material.
Garantiert nicht. In den meisten Fällen kommt Leder aus China, Indien und Brasilien. Länder die für ihre hohen Umweltstandard bekannt sind. Insbesondere Indien sticht da mit seiner hohen Achtung vor Menschenleben und Tiere hervor. Aber da kommt eben wieder der Punkt zum tragen "soweit es eben möglich ist". Ja es gibt aktuell Berufe wo man nicht um Leder oder andere tierische Bestandteile drum rum kommt. Bequeme Wanderstiefel sehe ich da aber nicht als Rechtfertigung für Tierleid an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dideldei und MAYvonBlei
Incanus schrieb:
Also noch einmal, auf allen Saft-Orangen mit E904 (auf der Schale, nicht im Produkt) soll nun also ein Schild angebracht werden: Nicht Vegan? Kreieren wir ein neues passendes Label?
Ähm ... vielleicht besser auszeichnen? Deutlich sichtbarer machen? Vielleicht nicht irgendwo kleingedruckt als E-Nummer?

Davon abgesehen, dass es im Kern darum nicht geht, sondern ...

... Veganer sollen genauer hinschauen und
... die Anderen bei Fleischersatzprodukten nicht (obwohl im Gegenteil zur kleingedruckten E-Nummer auf der Vorderseite der Verpackung von FROsTa "vegan" und das Vegan-Label steht mit einer komplett anderen Verpackungsfarbe.

Hier muss dann gefälligst reguliert werden, obwohl es nach wie vor gesellschaftlich kein relevantes Problem darstellt.

Das ist Doppelmoral.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd, MAYvonBlei und Erkekjetter
Hallo

Lipovitan schrieb:
Wäre es eine Politik im Sinne aller Menschen, hätte man bei diesem Vorschlag auch Fälle wie von mir gepostet im Blick gehabt.
Warum ? Das betrifft doch nur eine kleine vegane Minderheit, ihr selber habt eure Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt, also schaut auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Lipovitan schrieb:
Warum darf vegan/vegetarisch lebenden Menschen zugemutet werden das verschlüsselte kleingedruckte auf einem kleinem Etikette zu lesen und zu verstehen?
Weil ihr eine kleine Minderheit seid die sich selber ihre Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt hat, jetzt kommt selber mit eurer Entscheidung zurecht.

Lipovitan schrieb:
Das ist eine Gesellschaft spaltende Politik, die eigentlich von allen nicht gewollt sein kann.
Nö, nur die betroffene Minderheit sieht das so, die nicht betroffene Mehrheit sieht das anders.

RedPanda05 schrieb:
So aus reinem Interesse, du wählst CDU oder?
Ja klar, selbstverständlich.

Grüße Tomi
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM
Tomislav2007 schrieb:
Das betrifft doch nur eine kleine vegane Minderheit, ihr selber habt eure Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt, also schaut auf die Liste der Inhaltsstoffe.
Genauso betrifft eine "Verwechslungsgefahr" eine kleine unaufmerksam einkaufende Minderheit, die sich ihren Einkauf offensichtlich nicht einmal richtig anschaut und sich bei "veganen Hühnerfrikassee" am Kopf kratzen und sich fragen, ob da Fleisch drin ist.

Das ist kein Argument, weil man einer Minderheit angehört. Wenn wir deine Argumentation nehmen, müsstest du gegen das Vorhaben sein.

Das zeigt aber auch ganz gut, dass es dir ebenfalls nicht um Verbraucherschutz geht. Verbraucherschutz geht in alle Richtungen und nicht nur für seine eigene Ideologie.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd, MAYvonBlei und Samurai76
Mhh Tomislav muss irgendwo anders leben als in Deutschland. Denn hier ist nicht entscheidend, ob etwas eine Minderheit ist oder nicht wenn es um Wichtigkeit eines Themas geht. Auch sagt eine Mehrheit nicht viel darüber aus, ob etwas moralisch richtig oder falsch ist geschweige denn, ob etwas Lobbygetrieben ist oder nicht.

Aber ganz speziell hier ist der Verweis auf eine angebliche Minderheit schon arg ironisch. Welcher nachgewiesene Mehrheit hat denn eine solche Gesetzesinititative gefordert? Der Punkt ist doch genau, dass eine absolut kleine Minderheit dieses Verbot mit politischen Winkelzügen durchdrücken will...

Ist das eigentlich inzwischen so ne Art Möchtegern Naturgesetz, dass jemand, der keine Argumente hat, sich auf eine vermeintliche Mehrheit zu berufen, die herbeifantasiert wird?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd, MAYvonBlei, Reglohln und eine weitere Person
Erkekjetter schrieb:
Und halte dennoch die Sichtweise von zum Beispiel Icanus für komplett ideologisch verdreht und unlogisch. Das "Vegan" nicht definiert sei, ist halt absoluter Schwachsinn. Was vegan bedeutet ist abgesehen von absoluten Detailfragen jedem klar.
Lies das mal so, als hätte ich es Dir geschrieben und dann denk noch mal darüber nach, ob das nicht vielleicht doch als aggressive Sprache angesehen werden könnte.
Dazu widersprichst Du Dir meiner Meinung nach auch noch:
Erkekjetter schrieb:
Was vegan bedeutet ist abgesehen von absoluten Detailfragen jedem klar.
Alles klar? Wohl eben doch nicht so ganz.
Skaiy schrieb:
Ähm ... vielleicht besser auszeichnen? Deutlich sichtbarer machen? Vielleicht nicht irgendwo kleingedruckt als E-Nummer?
Wie weit möchte man denn da gehen? Wäre es nicht einfacher so wie bisher allem Veganen ein Label 'vegan' zu verpassen, als umgekehrt?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM
Erkekjetter schrieb:
Ist das eigentlich inzwischen so ne Art Möchtegern Naturgesetz, dass jemand, der keine Argumente hat, sich auf eine vermeintliche Mehrheit zu berufen, die herbeifantasiert wird?
Läuft ja meistens darauf hinaus, wenn es um Ideologie geht (oder zusätzlich um Geld, wie in diesem Kontext) und nicht um objektivierbare, faktische und gesellschaftsdienliche, notwendige Veränderungen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MAYvonBlei und Skaiy
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben