Datenblatt/Specs für ALC898 von Realtek

Pyradonis

Lieutenant
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Hat hier jemand Links oder Infos zu den Daten des (relativ) neuen Audiochips ALC898 von Realtek ? Auf deren Webseite finde ich es nicht, mit Google finde ich nix Brauchbares... zum :kotz:
Kann doch eigentlich gar nicht sein...strange.
 
Zuletzt bearbeitet:
Treiber ist/sind ja kein Problem. Mir geht es um Hilfen zur Kaufentscheidung und darum, dass ich nicht die Katze im Sack kaufen möchte.
Der ALC898 wird ja als die "bessere" Variante des ALC892 in vielen höherpreisigen Mobos verbaut und ich frage mich halt, wie viel besser der denn ist.
Auch eine Einordnung zum ALC889 wäre für mich interessant, weil ich den momentan nutze und sehr zufrieden bin.
Ich bin kein "Soundfetischist" sondern halt nur ein normaler (?) Nutzer und habe eigentlich schon lange keinen Bock mehr auf extra Soundkarten aber gewisse Anforderungen, was Rauschen, Frequenzgang etc. angeht, habe ich halt schon.

Zu praktisch jedem technischen Gerät gibt es doch grundlegende Angaben zu dessen techn. Daten/Eigenschaften (ob sie jetzt stimmen oder nicht), warum hüllt man sich hier in Schweigen ?
 
ich bin derzeit nicht uptodate, aber kann es sein, dass der ALC898 so neu ist, dass er noch nicht gelistet ist? ansonsten bin ich der meinung, dass man bei den dingern nicht mehr viel falsch machen kann.
 
Auf etlichen X79 Boards z.B. ist er verbaut und wird schon ne Weile verkauft. Sooo brandneu ist er also nicht...
 
Ich würde nicht allzuviel auf die Daten geben. Viel entscheidender ist, ob das ganze sauber implementiert ist - und das lässt sich leider nicht aus den Daten herauslesen :(.

Onboard-Sound ist immer eine Wundertüte. Der gleiche Codec kann auf dem einen Board gut implementiert sein und brauchbar funktionieren und auf dem nächsten Board (unterschiedlicher Hersteller, oder Modell) schon so mies sein, dass man sich das nicht antun will/kann.
 
Zuletzt bearbeitet: (typo)
Kani schrieb:
Onboards-Sound ist immer eine Wundertüte.

Exakt das. Das einzige was dir helfen könnte wären Berichte oder Messungen über die tatsächlichen Boards auf denen er verbaut worden ist. Allerdings wird man da noch weniger finden...
 
Nu ja, OK (?).
Dieser Audiochip scheint tatsächlich als Katze im Sack von den Moboherstellern eingekauft, (in den teureren Mobos !) verbaut und vermarktet zu werden und den Usern/Käufern ist es anscheinend vollkommen egal.
Das Einzige an "Daten", ist dieses "110 db" Rauschabstand, das man z.B. auf der Gigabyteseite findet. Aber selbst das wird nur verschämt als kleiner Einzeiler genannt. Früher war es denen noch ein buntes Eyecatcherlogo wert.

Messwerte sind übrigens nur ne Teilmenge der Spezifikation: Anzahl der ADC/DAC, unterstützte Bitraten oder Handling von HD Audio etc. gehören ja auch dazu.

Onboard-Sound ist immer eine Wundertüte.

Das ganze Leben ist eine Wundertüte (Die Flippers) oder halt wie ne Schachtel Pralinen (Forrest Gump). Das ist ein inhaltsleerer Füllersatz, der niemanden weiter bringt.
Beispiel Spritverbrauch von Autos: Viele halten die auch für praxisfremd aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Auto kauft ohne diese Daten vorher gesehen zu haben.

Vielleicht (halte ich sogar für wahrscheinlich) kommt in näherer Zukunft doch noch mal ein wenig Info von Realtek selbst oder mal ein etwas fundierterer Test.

Immerhin habe ich auch noch von keinem "Shitstorm" ob der grausigen (Nicht-)leistung des ALC898 gehört. Das muss als schwaches Indiz für die allgemeine Brauchbarkeit des kleinen Chipteilchens vorerst wohl reichen.
 
Selbst bei teuren Motherboards ist der Soundchip halt nur Beiwerk und nur als Basis tauglich. Für n bissl Sound über 0815 Boxen oder Headsets taugt er. Wer mehr will (und dabei dann nach Daten usw. fragt) sollte sich eine Soundkarte holen.


Vor allem da die Daten des Soundchips nichts über den tatsächlichen Klang bei einem speziellen Mainboard aussagen. je nach dem was der Hersteller so treibt kann das Ergebnis katastrophal sein obwohl der Chip an sich taugen würde...
 
Was der Realtek Chip in der Theorie zu leisten vermag wird leider meistens durch die Boardhersteller zunichte gemacht. Schlechte Abschirmung, miese Komponenten beim Analogpart und Dahingeklatschtes Design. Die Folge sind Rauschen, Lastfiepen und allgemein nicht so praller Klang (Je nach Board).

Wenn Du gleichbleibende Qualität willst, solltest Du auf eine Soundkarte oder auf ein Audio Interface setzen. Ansonsten hilft nur "Probieren geht über Studieren". Oder jemanden finden, der das gewünschte Board und Vergleichsmöglichkeiten hat.
 
Ich kenne genau einen Test, in dem mehrere Onboard-Soundkarten gegeneinander getestet wurden.
Dort schnitten zwar einige Implementierungen nicht schlecht ab, aber es war unmöglich anhand der Codecs auf die spätere Platzierung der Boards zu schließen - dafür waren die Unterschiede beim gleichen Codec zwischen den Boards zu groß.
Genau das ist das Problem und genau deswegen ist "Onboard-Sound ist immer eine Wundertüte." eben kein "Füllersatz" auch wenn dir diese Erkenntnis womöglich nicht gefällt.

Die technischen Daten eines Codecs sind bei jedem Board die gleichen (den gleichen verbauten Codec - in deinem Fall der ALC898 - vorausgesetzt), trotzdem klingt das eine Board katastrophal, das andere annehmbar bis vielleicht gut.

Und dass es keine Beschwerden über die Soundqualität des ALC898 gibt muss nicht heißen, dass er durchgängig eine brauchbare Leistung abliefert oder besonders gut ist - sondern kann schlicht bedeuten, dass diejenigen, die ihn nutzen, keinerlei Vergleichsmöglichkeiten haben oder auf die Leistung des Onboardsounds keinerlei Wert legen.

Natürlich kann der ALC898 ein hervorragender Codec sein - aber das ist immer spezifisch im Zusammenhang mit dem Board auf dem er verlötet ist zu sehen und nicht übertragbar auf ein Schwestermodell oder gar einen anderen Hersteller oder eine andere Produktlinie des gleichen Herstellers.
 
Habe hier folgende Informationen gefunden:

Audiokarte: Realtek® ALC892 8-Channel High Definition Audio CODEC
- Supports : Jack-detection, Multi-streaming, Front Panel Jack-retasking Audio Feature :
- Absolute Pitch 192kHz/ 24-bit True BD Lossless Sound
- Blu-ray audio layer Content Protection
- DTS Ultra PC II
- DTS Connect
- Optical S/PDIF out port(s) at back pane
 
So, nun ist das olle Datenblatt (mit erstaunlicher Verzögerung) wohl doch aufgetaucht...
 
Das Thema interesiert mich,
ich binn auf der suche nach einem passendem MB für einen der neuen Intel CPUs

Diese Onboardsoundkarten habe ich auf diversen Z77 Mainboards gefunden

Bei Gigabyte MBs:
(von teuer nach günstig)

Creative CA0132 chip
Support for Sound Blaster Recon3Di
High Definition Audio
2/5.1-channel
Support for S/PDIF Out

Realtek ALC898 codec
Support for X-Fi Xtreme Fidelity® and EAX® Advanced HD™ 5.0 technologies
High Definition Audio
2/4/5.1/7.1-channel
Support for S/PDIF Ou

VIA VT2021 codec
High Definition Audio
2/4/5.1/7.1-channel
Support for S/PDIF Out

Bei Asus MBs:

Realtek® ALC892; ALC887; ALC898


Wäre ein Vergleich der Soundkarten auf versch. Mainboards ein Tehma für einen CB-Test?
 
Zuletzt bearbeitet:
Klappstuhl schrieb:
Wäre ein Vergleich der Soundkarten auf versch. Mainboards ein Tehma für einen CB-Test?
Da keinerlei Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Codecs gegeben wäre: nein, ich denke nicht.
Bei so einem Test würde man die Mainboards gegeneinander testen, da sich die Klangqualität und die generelle Güte einer Onboardsoundkarte nur bedingt nach dem Codec richtet, sondern vielmehr nach der sauberen störungsfreien Implementierung.

Aussage eines solchen Tests könnte sein Mainboard XYZ ist besser als Mainboard ZYX, nicht Codec XYZ ist besser als Codec ZYX.

Da der Erkenntnisgewinn von so einem Test nicht übertragen werden kann wäre es imho eindeutig zu mühselig - um davon wirklich etwas zu haben müsste man schließlich alle Mainboards einzeln testen :D.
 
keinerlei Vergleichbarkeit
vs.
...da sich die Klangqualität und die generelle Güte einer Onboardsoundkarte nur bedingt nach dem Codec richtet...

beißt sich schon etwas ;)

Andere betreiben nicht so viel theoretische Vorüberlegungen sondern handeln einfach, z.B. (Link).

Klar, da gibt es viele und vernünftige "Wenns" und "Abers", dennoch ist es aber ein Anfang bei dem Versuch, die Leistungsfähigkeit der kleinen Siliziumbröckchen einzuordnen.
 
Nanana, nicht einfach Sachen aus dem Kontext reißen! ;)

Selbst bei den gleichen verbauten Codecs wirst du unterschiedliche Ergebnisse haben.

In dem von dir verlinkten Test hast du jetzt eine Vergleichbarkeit zwischen den drei dort getesteten Mainboards als Gesamtkonstruktion - keinesfalls aber der unterschiedlichen verbauten Codecs alleine.
Darüberhinaus hast du keinerlei Erkenntnisgewinn aus dem Test!

Selbst ein billiger Codec mit - für sich genommen - gerade noch so akzeptablen Daten kann genauso gut oder auch besser funktionieren, als ein aktueller "High-End"-Codec der sämtliche auf dem Mainboard verfügbare Störwirkungen aufnimmt und wiedergibt.
Es gibt Mainboards mit vernünftigem Onboardsound und es gibt furchtbare - aber das ist (ich glaube ich wiederhole mich da :D) nicht an den einzelnen Codecs festzumachen, sondern an der Implementierung ebendieser.

Insofern ist der Versuch zwar löblich, aber auf Grund der Methodik zum Scheitern verurteilt. Der Aufwand der betrieben werden muss um aus diesen Daten einen Nutzen zu ziehen ist enorm und in keiner Relation zum Erkenntnisgewinn.

Wie wurde eigentlich getestet? Unter Last? Bei Festplattenzugriff? Starker USB-Last? Mausbewegung allgemein? All das sind Faktoren die bei einem Onboardcodec leicht zu starkem Brummen, Fiepen, Zirpen etc führen können. Das alleine können schon triftige Gründe sein, vom schlecht implementierten Onboardsound Abstand zu nehmen.
 
Kann man über eine Mainboard Produktserie,
welche in der Vergangenheit schon eine gute soundchipimplementierung hatte auf zukünftige produkte schließen? (natürlich nicht mit 100%iger Sicherheit)

Kennt ihr Beispiele dafür?
 
Der Test auf Au-Ja ist AUA.
Allein die Schleife ist fehlerfördernd und macht den Test unbrauchbar. Ich hoffe, AU-JA haben noch die RMAA Graphen mit angehängt. Habe da weiter nicht geschaut.
Sollten die tatsächlich in 24Bit/192KHz getestet haben, sind sie Ergebnisse allesamt schlecht und sacken bei bei geringerem Sampling nochmals ein.

Man könnte mit den Ergebnissen soweit zufrieden sein. Streut nichts ein und arbeitet der codec sauber, wäre das hier mehr Klangneutralität, als manch ein Ohr unterscheiden kann, wenn auch für HD Material mangelhaft.
 
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