TeamViewer Motive 4

Datengrab: intern oder extern?

SR-71A

Ensign
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Juni 2012
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Guten Abend!

Ich habe mal eine sehr allgemeine Frage an euch, und zwar sieht es bei mir wie folgt aus:

Auf einer 120GB SSD liegt Windows, alle Programme und ggf Spiele.

Alle anderen Datein wie Bilder, Musik, Videos usw. habe ich auf einer normalen HDD und diese sind durch die windowseigenen Bibliotheken auch gut zugänglich.


Jetzt geht mir jedoch langsam aber sicher der Platz aus und ich überlege mir eine weitere HDD anzuschaffen.
Es soll eventuell so eine werden:

https://geizhals.de/western-digital-wd-green-4tb-wd40ezrx-a997945.html


Lange Rede, kurzer Sinn: Ist es ratsam bzw. klug, diese ebenfalls intern zu verbauen oder sollte man lieber eine extere Lösung anstreben? Ich bitte euch eure Meinung dazu etwas zu begründen, damit ich es nachvollziehen kann :)
 
sofern du kein NAS möchtest:

hast du eSATA? Wenn ja, dann würde ich empfehlen
- externe Platte
- angeschlossen per eSATA

=> wird vom PC als interne Platte angesteuert/erkannt - du hast aber die Wärme/Vibration aus dem Gehäuse, kannst die Platte bei Bedarf ausschalten oder auch mal schnell mitnehmen

P.S. auch wenn USB3 auf dem Blatt schneller sein mag - diverse Tests (z.B. PCGH) haben gezeigt, dass eSATA im Alltagseinsatz performanter ist (und da SATA-Protokoll keine Kompatibilitätsprobleme)
 
Intern spart dir den Kabelsalat und ein weiteres Netzteil.
Da du kein Gehäuse brauchst, ist es auch etwas billiger und über SATA hast du den vollen Speed (falls du eine externe an USB 2.0 anschliesst, ist es etwas langsamer).

Nachteile:
weniger portabel

Als Datensicherung ggf nicht so gut, da eine interne HDD bei Blitzschlag einen Defekt erlangen könnte.
 
Es bleibt dir überlassen ob du die (eine) interne oder externe Variante den Vorzug gibst. Es ist dein System. Du hast die Qual der Wahl und dies völlig unabhängig von den Meinungen hier.

Bei mir liegt alles intern. Lediglich Backups und deren Kopien sind auf externen Medien um sie vom System getrennt zu haben. Dies für den Fall der Fälle, dass da mal meint sich was über alle LW ausbreiten zu müssen oder mal ein Stromschlag oder anderes mit einer ähnlich verheerenden Auswirkung zu verhindern.
 
Bei mir ist auch die Backup-Platte intern - sie ist halt abgestöpselt und wird nur bei Bedarf angestöpselt. Seit SATA haben auch die Homie-Controller an den internen Anschlüssen Hotplug-Funktionen. Angeblich sollen die kabel total schnell kaputt gehen, wenn man die öfter an und absteckt, aber ich hab meine aktuelle Backupplatte seit 2009 in betrieb und stöpsel die, je nachdem wie oft wichtige Daten dazu kommen, einmal die Woche oder einmal im Monat an und mir ist noch kein SATA-Kabelstecker deswegen kaputt gegangen.

Spart Geld und bietet die Möglichkeit RAID Edition Festplatten zu verwenden, deren Firmwares auf irgendwelche ultrakomplexen Stromspar-U/min-"Optimierungen" verzichten.
 
Vorteile Intern:
  • Daten immer verfügbar
  • keine zusätzlichen Kabel / Netzteile
  • auf jeden Fall volle Geschwindigkeit
  • Festplatte kann nicht runterfallen und dabei kaputt gehen
  • du weißt genau, welche Platte du bekommst
  • eine Fehlerquelle weniger (USB-Gehäuse, Netzteil)

Vorteile Extern
  • Daten getrennt vom restlichen System (Virenbefall, Blitzschlag, ...) Das trifft natürlich nur zu, wenn die Platte nicht ständig am Rechner hängt
  • Daten einfach zu transportieren
  • Festplatten zum Teil sogar günstiger als einzeln
  • kein Verschleiß der Platte, wenn sie nicht läuft
  • macht keinen Lärm und braucht keinen Strom, wenn sie nicht gebraucht wird

Es gibt bestimmt noch mehr Punkte, das sind die, die mir so spontan eingefallen sind.
 
1a2b3c4d5e schrieb:
P.S. auch wenn USB3 auf dem Blatt schneller sein mag - diverse Tests (z.B. PCGH) haben gezeigt, dass eSATA im Alltagseinsatz performanter ist (und da SATA-Protokoll keine Kompatibilitätsprobleme)
Ob PCGH beim Testen auch Gehäuse mit neueren Bridge-Chips verwendet hat. Mit der richtigen Hardware (Host-Adapter und Bridge-Chip) ist USB3.0 durchaus sehr schnell, auch in der Praxis. Dann sind real bis zu 400 MB/s drin, was jede aktuelle HDD nicht in der Lage ist auszunutzen.

Apropos Kompatibilitätsprobleme. Bei Festplatten mit mehr als 2,2 TB würde ich bei eSATA sehr vorsichtig sein, da der Treiber wichtig ist und dieser nicht bei allen Systemen in der Lage sein wird mit so großen Festplatten umzugehen (bzgl. mal schnell mitnehmen). Er möchte eine 4 TB Platte verwenden.
 
Vielen Dank Leute!

Ja im Grunde habe ich die Qual der Wahl, genau deshalb habe ich mir ja hier etwas Inspiration holen wollen :)

eSATA wird vom MB unterstützt, das bringt aber wenig ohne ein passendes Gehäuse, sehe ich das richtig?

Transportieren will ich die Daten nicht. Was mich zu der Überlegung gebracht hat ist eigentlich nur der oft unnötige Betrieb. Daraus resultiert Lärm, Stromverbrauch und Verschleiß, auch wenn Letzteres bis jetzt noch nie ein Problem bei mir war.

Die Überlegung, sie intern zu verbauen und nur bei Bedarf anzuschließen ist mir auch schon gekommen, jedoch ist es doch super umständlich dafür jedes mal den PC aufzuschrauben und das Stom- und SATA-Kabel anzustecken ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Madnex schrieb:
Ob PCGH beim Testen auch Gehäuse mit neueren Bridge-Chips verwendet hat. Mit der richtigen Hardware (Host-Adapter und Bridge-Chip) ist USB3.0 durchaus sehr schnell, auch in der Praxis. Dann sind real bis zu 400 MB/s drin, was jede aktuelle HDD nicht in der Lage ist auszunutzen.
Der Test den ich meine ist schon etwas älter. Das große Problem war bei kleineren Dateien der Protokolloverhead, da NCQ etc. in USB oft schlecht umgesetzt sind


Madnex schrieb:
Apropos Kompatibilitätsprobleme. Bei Festplatten mit mehr als 2,2 TB würde ich bei eSATA sehr vorsichtig sein, da der Treiber wichtig ist und dieser nicht bei allen Systemen in der Lage sein wird mit so großen Festplatten umzugehen (bzgl. mal schnell mitnehmen). Er möchte eine 4 TB Platte verwenden.
Habe bisher bei eSATA noch nie Probleme gehabt - ist ja einfach nur ein SATA-Kabel, das nach außen geführt wird. Bei USB2 hatte ich schon öfters das Problem, dass der Controller an der 2TiB-Grenze gescheitert ist. USB3 hatte ich (allerdings erst eine Festplatte) öfters inkompatibilitäten der Controller an HDD-Case und PC
 
Wenn ich schrauben müsste, würd ichs wahrscheinlich auch nicht intern machen. Mein 1999er Chieftech Scorpio E-ATX Big Tower hat zum Glück eine Klappe mit einfachem Öffnungs"hebel" und die HDDs hängen in der oberen Hälfte des Gehäuses im Bereich der sechs 5,25" Plätze in Gumminbändern - da kommt man bei mir relativ leicht ran. :) Ist jetzt mit 67 cm Bauhöhe nicht das kompakteste Gehäuse, aber hey, das ist quasi wie ein zusätzlicher Tisch neben dem Tisch. :D
 
SR-71A schrieb:
Transportieren will ich die Daten nicht.

Na dann schnall dir ne Festplatte in den Rechner und gut. Und falls dann doch noch mal der Wunsch nach ner Externen aufkommt, dann nimm eine 2,5" USB3 Platte, die sind schön handlich und schnell und brauchen kein zusätzliches Netzteil.
 
hast du wirklich im ganzen Haushalt nur einen einzigen Desktop Rechner?

das ist ja heute extrem selten und bestimmt nicht der Normfall. Meist hat man ja doch noch Laptop, HTPC, Media-Player, Handy, Tablett und weiß was ich nicht noch an "PC-artigen" Geräten, von denen man auch mal auf die "Datenhalde" zugreifen möchte.
Daher würde ich heutzutage immer eine NAS Platte vorsehen, da kann man dann von allen Geräten darauf zugreifen kann.
 
Handy und Laptop besitze ich, jedoch wüsste ich nicht wie ich mit einem Iphone auf eine externe Festplatte zugreifen sollte.
Und für den Laptop benutze ich bis jetzt bei Transportbedarf immer das WLAN.

Was würde so ein Wechselrahmen bringen? Dann kann man die Festplatte vorne rausziehen oder reinstecken, das verstehe ich. Aber was bringt einem das? So muss man doch immer noch die Seite aufschrauben um die Kabel an oder ab zu stecken.

@1a2b3c4d5e: hast du die wirklich einfach in Gummibänder gehangen?? Gegen den Lärm oder warum?
 
du meintest MountWalker, oder?
 
Wahrscheinlich eher 1337 g33k - ich hab den Wechselrahmen ja nicht vorgeschlagen.Aber im Prinzipmacht der Wechselrahmen genau das, was der externe eSATA-Anschluss macht nur ohne zusätzliche Kabellage und leichter zu bedienen - HDD-Kasten aus dem Rahmen ziehen, in die Schublade legen, fertig. Der Rahmen bleibt dabei angeschlossen, deswegen müsste man nicht in den Rechner.
 
Ich würde eine Docking-Station empfehlen. Solange du nicht permanent deine Daten brauchst, kannst du so die benötigte Festplatte einschieben, einschalten und loslegen. Verbraucht, wenn du nichts brauchst, keine Leistung. Trennt deine Festplatten direkt und unmittelbar vom Stromnetz. Ist mit eSATA und USB3.0 zu bekommen, also möglich für die meisten PCs (eSATA) und die meisten Notebooks (USB3.0).
 
1a2b3c4d5e schrieb:
Habe bisher bei eSATA noch nie Probleme gehabt - ist ja einfach nur ein SATA-Kabel, das nach außen geführt wird. Bei USB2 hatte ich schon öfters das Problem, dass der Controller an der 2TiB-Grenze gescheitert ist. USB3 hatte ich (allerdings erst eine Festplatte) öfters inkompatibilitäten der Controller an HDD-Case und PC
Dann hattest du bisher einfach nur Glück. Suche doch mal per Google (oder einer anderen Suchmaschine deiner Wahl) nach Problemen mit beispielsweise 3 TB Platten, die per eSATA oder SATA angeschlossen sind und plötzlich völlig unpartitioniert (nicht initialisiert) sind und unter Windows nur noch eine Gesamtkapazität von 746 GiB haben.

Bei eSATA sowie intern per SATA kommt es bei so großen Festplatten sehr auf den installierten SATA-Treiber an. Am eigenen Rechner hat man das in der Hand, sofern man um das Problem weiß. An Fremd-PCs hat man das aber nicht und es kann sein, dass der PC eines Freundes, an dem man die Platte per eSATA anschließen möchte, einen veralteten SATA-Treiber installiert hat, wodurch die Platte gelöscht wird, wenn Daten oberhalb der 2-TiB-Marke auf sie geschrieben werden. USB hat dieses Problem bezüglich des Betreibens an verschiedenen, fremden Rechnern nicht.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass eSATA für das wechselweise Betreiben an verschiedenen Rechnern nicht gerade unkritisch ist. USB ist da weit weniger "gefährlich". Sicherlich hat USB3.0 auch das ein oder andere hausgemachte Kompatibilitätsproblem. Das möchte ich nicht bestreiten. Allerdings werden dadurch in der Regel keine Daten gelöscht.
 
da muss ich dir wohl recht geben - war bisher noch nie mit dem Problem konfrontiert, obwohl ich inzwischen ausschließlich eSATA nutze
 
Bei einem Wechselrahmen muss man nur beim Einbaue des Rahmens den anschließen.
Danach wird einfach die Festplatte im laufenden Betrieb rein und auch wieder raus gesteckt. Fertig. Der Sata Port muss dazu im Bios als Hotswap eingestellt werden.
Nutze ich seit Jahren, weil ich auch nicht permanent die Festplatte(n) im Gehäuse haben will, wenn ich die evtl. 1 mal die Woche nutze.
 
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