DB Navigator Bahn-Ticket für andere Person NICHT als PDF per E-Mail erhalten

eYc

Admiral
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Hallo,

ich wurde gestern früh, kurz bevor ich in Urlaub fahren wollte, von meiner Mutter gebeten, ihr ein Ticket für die Fahrt mit der Bahn nach Nürnberg, für morgen (21.03.), zu besorgen. Ich tat dies mit dem DB Navigator, wo ich mit meinem eigenem Account angemeldet war, den ich auch erst seit zwei Monaten habe. Ich wählte die Verbindung mit dem RE zwischen 10 und 11 Uhr, dazu das "TagesTicket Plus" des Nürnberger Verkehrsverbunds VGN, dann gab ich unter Für eine andere Person buchen ihren Namen, und ihr Geburtsdatum (sie ist 84 Jahre alt!) ein. Und ich versicherte mich dahingehend, dass man KEIN Smartphone und KEINE App dazu braucht, dadurch dass unten "Ticket als PDF per Mail erhalten" standardmäßig (!) aktiviert war.
DB-Navigator_20260320-0946.png

Erst danach bezahlte ich das Ticket, bekam um 09:41 Uhr die Auftragsbestätigung mit einem Kalendereintrag als ICS, und wartete auf die Mail mit dem PDF-Ticket. Ich wartete noch länger, aber es kam nichts. Irgendwann - ich wollte längst los - meldete ich mich auf dem PC an, um hier zu versuchen, das Ticket als PDF zu versenden. Das empfahl die Hilfe, oder google-Suchergebnisse (KI?).
Aber hier stand, dass das Ticket NUR IN DER APP angezeigt, und mit dieser genutzt werden den kann. Dabei steht's sogar in der Hilfe bzw. den FAQ drin, "Das Ticket wird in der App gespeichert und zusätzlich an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet."!
bahn-de_2026-03-20_Hilfe_Ticket-für-andere-Person-buchen.png Tagesticket-Plus_bahn-de_2026-03-20_nicht-als-pdf.png

Ich dachte OK, ich sah schon eine Option zum stornieren, also nutze ich die. Aber auch das war ca. 22 Std. vor Reiseantritt nicht möglich!
DB-Navigator_20260320-0951_zur-Stornierung.pngDB-Navigator_20260320-1202_Stornierung-nicht-möglich.png

Jetzt frage ich mich, warum kann ich mit meinem Account für eine andere Person ein Ticket kaufen, wenn ich es dieser anderen Person nicht aushändigen kann? Soll ich ihr mein Smartphone mitgeben, oder ihr die App mit meinem Kundenkonto auf ihrem Smartphone installieren?

Ich hätte es sicher getan, aber meine Mutter kommt mit Internet, Smartphone, Touchscreen und Apps usw. nicht zurecht, und ich glaubte gerade dafür ist diese Möglichkeit, für andere Personen Tickets zu kaufen, da. Ich wollte später versuchen anzurufen, dachte aber erst kurz nach 20 Uhr daran, drei Minuten zu spät. Dann wollt ich mich über Navigator oder Web deswegen beschweren, aber es gab hierzu gar keine Optionen, wohl eben weil das Ticket nur in der App gilt, und Stornierungen nur bei Ausfall der Verbindung möglich sind. Ich hab's dann irgendwo unter "Fragen & Feedback" angebracht, und den Anruf auf morgen verschoben.

Heute früh habe ich ab 08:00 Uhr die Bahn unter der Service-Hotline 030/2970 angerufen, und versucht, mein Anliegen zu schildern. Es dauerte insgesamt 45 min., bis es mir gelang, wirklich mit einer hilfsbereiten Mitarbeiterin zu sprechen, und ihr mein Anliegen zu erläutern, ohne dass nicht sofort nach einer kurzen Antwort wie "Ticket nur in der App verfügbar" (oder ähnlich), oder bereits nach der Nennung meines Namens -ohne Verabschiedung - "aufgelegt" wurde (oder was auch immer der Grund für den sofortigen Abbruch war).
Bahn-Hotline_Verlauf.png
Tun konnte sich natürlich trotzdem nichts, außer mich zu bestärken, mich zu beschweren, aber immerhin verstand sie das "Problem".

Habe ich hier noch eine Chance, mich zu beschweren, und die 26,50 Euro für das Ticket, das niemand nutzen kann, NICHT zahlen zu müssen. Bezahlt wurde mit Lastsichriftverfahren, abegebucht werden soll laut Buchungsbestätigungs-Mail frühestens am 25.03.26.
Ich bin weit weg, und meine Mutter hat sich mittlerweile selbst am Automaten ein Ticket besorgt, und dürfte gerade am Ziel sein.

Gruß und schönes Wochenende, eYc27
 
Lastschrift zurückgehen lassen? Dann sind die am Zug. Alternativ bzw. zusätzlich vielleicht an eine Verbraucherzentrale, Presse oder Anwalt wenden.
 
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hallo7 schrieb:
Ich gehe jetzt davon aus, dass du die hinterlegte E-Mail Adresse geprüft hast ob da kein Fehler vorliegt, Spam Ordner etc.
Selbstverständlich. Und erst nachdem ich mich über Web angemeldet habe, wo unmissverständlich zu lesen war, dass es kein PDF geben wird, habe ich aufgegeben zu warten, oder zu suchen.

Die Aussage der Damen an der Hotline war ja auch dementsprechend, KEIN Ticket als PDF zum ausdrucken.
 
eYc schrieb:
Jetzt frage ich mich, warum kann ich mit meinem Account für eine andere Person ein Ticket kaufen, wenn ich es dieser anderen Person nicht aushändigen kann? Soll ich ihr mein Smartphone mitgeben, oder ihr die App mit meinem Kundenkonto auf ihrem Smartphone installieren?
Man kann ja auch gemeinsam fahren und die Tickets mit einem Smartphone für alle vorzeigen.
 
Das hatte ich schon befürchtet, aber dann bräuchte man erst selbst eines, und kann danach erst Tickets für andere Personen kaufen.

Vorher vielleicht wenigstens ein Hinweis, z B in Form einer Sicherheitsabfrage, ob man denn selbst schon eines hat (z B auf Papier, gedruckt, Gruppenfahrkarte etc), oder dass man das Ticket sonst nur nutzen kann wenn man es elektronisch an einen anderen Account sendet. Das geht irgendwie, per QR-Code, Mail oder ...
 
Während des Bestellvorganges wurde das Ticket als PDF Ticket beworben. Das zählt in meinen Augen - wenn es ein Ticket nicht als PDF gibt, dann darf diese Option doch nicht angezeigt werden. Das würde ich bei der Schlichtungstelle einbringen und nachfragen warum es denn angezeigt wird und ob das nicht irreführend ist etc. Eigentlich ein einfacher Fall um zumindest Kulanz zu zeigen.
 
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Die DB wird meiner Erfahrung nach nichts machen, weil deren Geschäftskonzept meiner Meinung nach das Verarschen von Kunden ist. Ich beauftrage bei so Scheiß direkt Dr. Böse bzw. hole mir eine kurze kostenlose Erstberatung ein.
 
eYc schrieb:
Das hatte ich schon befürchtet, aber dann bräuchte man erst selbst eines, und kann danach erst Tickets für andere Personen kaufen.
In welcher Reihenfolge man die Tickets kauft ist ja eigentlich egal, ob ich das für meine Frau z.B. zuerst kaufe und dann das für mich oder umgekehrt ist am Ende doch egal.

Ich wäre selber jetzt gar nicht davon ausgegangen, ein in der App gekauftes Ticket anderweitig nutzen zu können, aber wenn es dort so beworben wird, muss es natürlich auch eingehalten werden.

Avatoma schrieb:
weil deren Geschäftskonzept meiner Meinung nach das Verarschen von Kunden ist
Du solltest was gegen Deine generelle Konzern-Phobie tun.
 
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@Incanus

Dann lege doch mal dar, wo die Deutsche Bahn sich - inkl. all der Berichte im Internet, seriöser Reportagen und ggf. deiner eigenen Erfahrungen zum Trotz - zügig, kulant, oder immerhin im Rahmen der Rechtspflichten bewegt hat?

Fang' doch z. B. damit an, dass die Bahn immer wieder auf ihren Standarderstattungssatz verweist, der aber gar keine rechtliche Deckelung darstellt.

Das hilf dem TE sicher mehr, als dein Gelaber mir gegenüber. Ach, warte, darum geht's dir ja gar nicht. :D 🤡

Meine Erfahrungen und Lösungsansätze sind wichtig, damit je nach eigenen Erfahrungen sowie Erfahrungen aus Medien und Co. nachvollzogen werden kann, warum ich direkt zu einer kostenlosen Erstberatung rate, anstatt meine Zeit mit dem "Kundendienst" zu verschwenden, egal wie viele bunte Bildchen ich dort womöglich auch hinsenden kann, da dort meiner Ansicht nach nicht die (z. B. kulante, zügige) Lösungsfindung im Vordergrund steht. Den Blog von Dr. Böse finde ich außerdem ziemlich interessant, u.a. ein Grund, warum ich gerne auf ihn verweise.


Du magst das mit der Bahn und anderen Firmen ja alles ganz anders sehen - das ist auch okay. Warum du aber meinst, du kannst mich (immer wieder) angreifen und ich lasse das so stehen, entzieht sich meinem Verständnis. Und: Juristisch gemacht hast du es mit deiner Unterstellung mir gegenüber!
 
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Danke allen für die Antworten.
Avatoma schrieb:
Den Blog von Dr. Böse finde ich außerdem ziemlich interessant, u.a. ein Grund, warum ich gerne auf ihn verweise.
Wusste oben wirklich nicht, was du damit meinst. So ist's verständlicher.
Avatoma schrieb:
warum ich direkt zu einer kostenlosen Erstberatung rate, anstatt meine Zeit mit dem "Kundendienst" zu verschwenden,
Gleich zum Anwalt, wegen "Peanuts"? Muss nicht unbedingt sein.

Dachte erst, es gibt vielleicht ein Kundenforum bei der Bahn, da hätte ich mich dann hin gewandt. Aber is' nicht. Mögliche Alternativen wie www.bahninfo-forum.de, eisenbahnforum.de und DAS-BAHN-FORUM.de schienen mir auch nicht geeignet, ich fand jedenfalls keine vergleichbarern Themen dort.

simpsonsfan schrieb:
Lastschrift zurückgehen lassen?
Geht das so einfach? Ich fürchte, das könnte sehr unangenehme Konsquenzen haben, wenn sich herausstellt, dass die Forderung gerechtfertigt war. Dann kommen vielleicht noch Gebühren, oder "Strafen" anderer Art (Account-Sperrung?) hinzu.
 
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@eYc

Aufgrund deines umfangreichen Eingangsposts ging ich davon aus, dass es sich nicht nur um Peanuts für dich handelt.

Der einfachste Weg ist dann tatsächlich eine einzige kurze E-Mail an den DB-Support (Kosten-Nutzen also extrem kurz) mit IBAN und wenn dann kein Geld kommt, das Geld abschreiben.
 
Avatoma schrieb:
Aufgrund deines umfangreichen Eingangsposts ging ich davon aus, dass es sich nicht nur um Peanuts für dich handelt.
Also wenn man Zuviel schreibt ist nicht gut.. und wenn man zu wenig schreibt auch nicht…
Versteh ich nicht
 
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eYc schrieb:
[...] unangenehme Konsquenzen haben, wenn sich herausstellt, dass die Forderung gerechtfertigt war.
Ja, falls die Forderung gerechtfertigt war, müsstest du in dem Fall zu Recht die Geühren wegen der Rücklastschrift tragen.
Ich gehe davon aus, dass die Forderung nicht gerechtfertigt ist, und dass du ein Ticket als pdf bestellt, aber nie erhalten hast.

Und es ist nun natürlich auch immer so, dass derjenige, der Geld will, im Zeifel klagen muss. Der, der es schon hat, braucht einfach nur nichts tun.
Ob also andersrum die Bahn gegen dich klagen würde, wenn du die streitige Forderung eben nichts begleichst, ist auch ungewiss.

Was du auch immer noch tun kannst: Statt es telefonisch zu versuchen, einfach schriftlich. Am einfachsten formlos an eine Impressumsadresse (E-Mail, wenn du willst noch Kopie in CC) und da das Anliegen beschreiben. Freundlich bleiben, aber darauf hinweisen, dass dir ein pdf-Ticket beworben wurde bzw. du das bestellt hast. Und evtl. auffordern, eine Abbuchung zu unterlassen bzw. darauf hinweisen, dass du im Zweifel halt die Lastschrift zurückgehen lassen würdest.

Die Tatsache, dass hier über 45min deiner Zeit mit der Service-Hotline versenkt wurden, nur um nachher zu sagen, "da kann die Hotline nichts machen" kann halt schon auch Taktik sein, um Ansprüche von Kunden abzuwürgen.

Wie zwei Posts über mir: kurze Mail, ich würde aber evtl. an eine Impressumsadresse schreiben, wunder mich, warum Avatoma das nicht auch vorschlägt.
 
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@Merlin74

Meiner Erfahrung nach investiert nur ein Bruchteil der Leute vergleichsweise viel Aufwand (langer Text, klare Zeitangaben, viele Screenshots, klare Fragestellung), nur um dann sinngemäß zu sagen: Nah Bro, ich will nicht viel Aufwand betreiben.

Aber das ist meines Erachtens legitim und dann gibt's eben in aller Regel, zumindest von mir, einen Hinweis auf die einfachste Art der möglichen Problemlösung. Das ist auch der Grund, warum ich nicht wie üblich ein Schreiben an die Geschäftsführung etc. anrate. Es ist meinem Gefühl nach schlicht nicht das, was der TE seiner durch mich interpretierten Aussage an Ressourcen investieren möchte.


Die kostenlose Erstberatung bei einem erfahrenen spezialisierten Anwalt hat für mich aber insgesamt einen großen Vorteil: Dieser hat so Fälle schon dutzende Male gehabt und weiß, ob sich ein Kampf auf juristischer Basis, auf Kulanzbasis, oder gar nicht "lohnt". Und dieses enorme Wissen, diese Erfahrung, die kann ich kostenlos erhalten und danach meine eigenen Schlüsse ziehen. Das finde ich toll.

@simpsonsfan

Ich vermute, weiß es aber tatsächlich für solch einen Fall nicht, dass die DB wie die meisten anderen Unternehmen sowas an ein Inkasso abgibt/verkauft und die Inkassobutze terrorisiert einen dann bis in die 38. Folgegeneration mit begründeten oder unbegründeten Aktionen.
 
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