Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Restart001 schrieb:
Nach meiner letzten Info...€503,- im Monat zur freien Verfügung? Bei den Preisen muß einem wie blanker Hohn und Missachtung der Menschenwürde vorkommen.
502€ + Miete + Nebenkosten (kein Strom) + Krankenversicherung also ca. 800-1000€ je nach Miethöhe.
Natürlich kann man sich damit keinen Luxus leisten aber für das Nötigste reicht es auf jeden Fall aus.
Erzähl das mal Jemandem in einem Land ohne Sozialsystem. Millionen Menschen arbeiten für 100-250€.
 
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Die da oben können rechnen und denken an ihren Selbsterhalt also wird das System immer laufen. ;)
 
whtjimbo schrieb:
anders gesagt: die Differenz vom heutigen Bürgergeld (incl. Miete+Heizung) ist nur noch sehr knapp vor dem was sich noch "lohnt" als Arbeit als Akademiker
Was nur für Berufseinsteiger oder jene gilt, die trotz höherem Gehalt ihr monatliches Einkommen komplett verbraten. Ok die dritte Gruppe hast Du dann im nächsten Post genannt: die Leute die extrem unflexibel sind und lieber für eine Hungerlohmn arbeiten gehen wie umzuziehen.

whtjimbo schrieb:
einfach mal im Norddeutschland (im Westen) in einem kleinen Betrieb (MINT Bereich) arbeiten, ohne Tarifbindung, schön jedesmal selber verhandeln, da wird man sich wundern wie die Realität für die Leute aussieht :)
Alternative:150km umziehen, um im "mittleren Alter" bei "Null" anzufangen
Lieber bei Null anfangen wie für null arbeiten. Außer, ich habe mir vorher schon genügend Rücklagen aufgebaut, um mir den viel zu geringen Lohn (im Vergleich zu anderen Regionen in D) leisten zu wollen.

whtjimbo schrieb:
oder bei IGM-Betrieben, wo Leistung einfach irrelevant ist, kennt man diese Realität nicht
Klar, die Leute, die sich bewusst solche Betriebe (oder schon nur vernünftig zahlende Regionen) ausgesucht haben, waren schon immer die Dummen. Aber vermutlich hast Du Insiderwissen der tarifgebundenen Unternehmen, um Dir solche Einstufungen erlauben zu können.

Restart001 schrieb:
Bei den Preisen muß einem wie blanker Hohn und Missachtung der Menschenwürde vorkommen.
Für mich ist das eher anders herum die Missachtung der Würde aller Leute, die für ihren Lebensunterhalt selber sorgen und die Sozialleistung zahlen.

Cyberdunk schrieb:
Gestern in der Rewe, 10€ für ein Kilo Paprika, wie soll man sich noch Gesund Ernähren, und dann noch als H4er?
Man könnte z.B. damit anfangen, ausschließliche saisonale, heimische Lebensmitteln zu kaufen/verarbeiten. Aber das shcon wieder viel zu altmodisch oder gar in Richtung F4F gedacht.

Wenn es zwingend Paprika sein muss, dann hätte es den (wenn auch als Spitzpaprika) heute (04.03.2023) bei Edeka für 4€/kg gegeben. Warum ich jetzt Marokkanischen (oder Griechischen) Paprika kaufen muss, erschließt sich mir zwar nicht, aber das muss jeder selber wissen. Wenn ich wenig Geld habe, dann nehme ich mir halt die Zeit, die Angebote durchzusehen und nicht in den ersten (teuren) Supermarkt um die Ecke zu gehen. Aber vermutlich ist einem H4er noch nicht einmal diese Planung und der u.U. etwas weiter Fuß-/Radweg zum anderen Supermarkt zuzumuten.

Cyberdunk schrieb:
Und denkst das System wird so noch lange tragbar sein?
Man wird sehen, was zuerst zusammen bricht. In D ändert sich immer nur dann etwas, wenn der entsprechende Bereich komplett am Boden liegt.
 
gymfan schrieb:
Man könnte z.B. damit anfangen, ausschließliche saisonale, heimische Lebensmitteln zu kaufen/verarbeiten. Aber das shcon wieder viel zu altmodisch oder gar in Richtung F4F gedacht.
Ich denke Deutschland leidet an akuter Volksverdummung. Dinge zu hinterfragen oder nach Alternativen
zu suchen, hat man komplett verlernt ... wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm.

Passend dazu vor 50 Jahren. :daumen:


:heilig:
 
gymfan schrieb:
Für mich ist das eher anders herum die Missachtung der Würde aller Leute, die für ihren Lebensunterhalt selber sorgen und die Sozialleistung zahlen.
Um das zu vermeiden, müsste es aber in Richtung Vollbeschäftigung gehen (zumindest tendenziell) und das würde den Markt aus Arbeitgebersicht "verzerren".

Momentan arbeiten in Deutschland mehr Arbeitsfähige als je zuvor (auch prozentual betrachtet), und dennoch erscheint das Sozialsystem uns irgendwie zu teuer.
Da liegt einfach was brutal schief .. und das ist (leider) nicht die Höhe des Bürgergeldes, sondern die der WarmmIeten/Preise und der Reallöhne in Relation zueinander. Das passt einfach für zu viele momentan nicht mehr zueinander, und daher läuft das System halt auch nicht rund.
Wie gesagt, es arbeiten mehr Individuen als je zuvor in der Geschichte der BRD ... aber viele davon eben auch auf mehreren Minijobs oder in Teilzeit. Und DAS war früher etwas anders.
Wir haben zu viele, die zwar arbeiten, aber eben von Abgaben ausgenommen sind, weil ihr Verdienst zu niedrig ist.
Auch das ist ein Bereich des Arbeitsmarktes, der in der Geschichte der BRD noch nie so groß war, wie heute.
Natürlich fällt das dann auch bei den Kosten des Sozialsystems auf ... vor allem, wenn alles immer teurer wird, und die Löhne aber nur zäh mitziehen.
Auch der Geldbedarf der Bedürftigen steigt mit den steigenden Preisen für das Allernötigste.

Realität und so.

Ausserdem lag der ALG2-Regelsatz vorher bei knapp €450,-. Auf 503 ist also eine Steigerung um 12%.
Da können Gewerkschaften zwar nur von träumen, aber bei der Preisentwicklung gerade bei den Grundnahrungsmitteln ist das tatsächlich nicht besonders viel (bei einer 4-köpfigen Familie ein Wochenendeinkauf). Ich habe eben noch für einen winzigen Einkauf 18,- gezahlt, den ich 2019 noch für unter 10,- bekommen hätte. 80% rauf in 4 Jahren ... das ist schon echt krass, und das fällt im Portemonaie auf ... nicht nur bei Leuten, die selbst für ihr Geld arbeiten, sondern auch bei Sozialleistungsempfängern.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Momentan arbeiten in Deutschland mehr Arbeitsfähige als je zuvor (auch prozentual betrachtet), und dennoch erscheint das Sozialsystem uns irgendwie zu teuer.
Die Frage ist was betrachten wir, nur die Zahlen der Erwerbstätigen und arbeitslosen Bürgergeld Empfänger ? Das ginge noch.
Wir finanzieren auch Rentner und Flüchtlinge, wir haben Unsummen an Corona Hilfen für Arbeitehmer und Arbeitgeber ausgegeben.
Wegen der Ukraine/Energiekrise haben wir Unsummen für Energie-/Inflationszuschüsse ausgegeben, wir helfen der Ukraine mit Geld und Material.
Der gesamte Batzen den wir gerade finanzieren ist gewaltig, es ist aktuell ein schlechter Zeitpunkt um über noch mehr Bürgergeld oder ein BGE zu reden.
Vielen bis in die untere Mittelschicht steht finanziell das Wasser bis zur Unterlippe und jetzt sollen die bald noch über eine E-Auto Finanzierung nachdenken.
Es ist noch nicht abzusehen wie lange wir was noch alles finanzieren müssen und was wir finanziell überhaupt noch ohne großen Schaden stemmen können.

Grüße Tomi
 
0ssi schrieb:
502€ + Miete + Nebenkosten (kein Strom) + Krankenversicherung also ca. 800-1000€ je nach Miethöhe.
Natürlich kann man sich damit keinen Luxus leisten aber für das Nötigste reicht es auf jeden Fall aus.
Erzähl das mal Jemandem in einem Land ohne Sozialsystem. Millionen Menschen arbeiten für 100-250€.
so ist es ... Heizung auf Stufe 5 (kostet mich ja nichts) und dann Fenster uaf .... ich könnte über solche Leistungen nur noch k.... Wenn doch wenigstens ein Mittelwert für den Verbrauch existieren würde. Ich muss mir den Hintern abfrieren, weil ich meine Heizkosten bezahlen muss und nicht leisten kann. Ich beziehe kein Bürgergeld, nur ine Rente. Zum sterben zu viel, zum leben zu knapp.
 
Hallo

SpoonRest_D schrieb:
so ist es ... Heizung auf Stufe 5 (kostet mich ja nichts) und dann Fenster uaf .... ich könnte über solche Leistungen nur noch k.... Wenn doch wenigstens ein Mittelwert für den Verbrauch existieren würde.
Ich haue auch gerne auf Arbeitsunwillige drauf aber wie kommst du auf diesen Unsinn ? Beim Bürgergeld werden nur angemessene Heizkosten übernommen.
https://www.hartziv.org/news/202301...ten-in-der-karenzzeit-verursachen-mehrarbeit/
https://www.buerger-geld.org/news/was-sind-angemessene-heizkosten-beim-buergergeld/
https://www.buerger-geld.org/heizkosten/

SpoonRest_D schrieb:
Ich muss mir den Hintern abfrieren, weil ich meine Heizkosten bezahlen muss und nicht leisten kann. Ich beziehe kein Bürgergeld, nur ine Rente.
Wenn du zu wenig Rente bekommst laß dich mit Bürgergeld aufstocken.

SpoonRest_D schrieb:
Zum sterben zu viel, zum leben zu knapp.
Wenn du dich in deinem Berufsleben intensiver um mehr Geld verdienen gekümmert hättest müsstest du jetzt nicht jammern/meckern.

Grüße Tomi
 
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Da brodelt wieder die urbane Gerüchteküche.
Google: Annäherung von ca 1€ pro Quadratmeter, und Nachzahlung im Angemessenen Bereich.
Da ein Bürgergeld Empfänger wohl mit WBS nicht die geilste top saniert und gedämmte Bude bekommt, wird der wohl kaum die kleine Hanfplantage im Keller betreiben können.
Ich (DHH) plane und bastel mir das passend. Wenn ich meine, 17°C reichen mir dann trifft das nicht zwingend auf die Ü50 Dame die durch Krankheit BG bezieht zu. Bei Normalsterblichen ist doch auch 22 oder 24 °C gesetzlich geregelt.
Vielleicht sollte man BG Bezieher zum Blut und Organspende verpflichten? Oder Opferung des Erstgeborenen?
 
SpoonRest_D schrieb:
so ist es ... Heizung auf Stufe 5 (kostet mich ja nichts) und dann Fenster uaf .... ich könnte über solche Leistungen nur noch k.... Wenn doch wenigstens ein Mittelwert für den Verbrauch existieren würde. Ich muss mir den Hintern abfrieren, weil ich meine Heizkosten bezahlen muss und nicht leisten kann. Ich beziehe kein Bürgergeld, nur ine Rente. Zum sterben zu viel, zum leben zu knapp.

Wie kommst du konkret zu der Annahme, die Leute würden volle Pulle heizen, und das bei offenem Fenster? Ist jeder, der jetzt Bürgergeld bezieht, automatisch doof, oder wie jetzt?

Du pauschalisierst, und steckst jeden, der in so einer Notlage steckt, meistens unverschuldet, in eine Schublade.
 
Hallo

Chrissssss schrieb:
Du pauschalisierst, und steckst jeden, der in so einer Notlage steckt, meistens unverschuldet, in eine Schublade.
Das sehe ich anders, zuerst bekommt man je nach Alter 1-2 Jahre lang ALG1 und danach erst Bürgergeld.
Wer es heutzutage in 1-2 Jahren nicht hinbekommt eine neue Arbeitsstelle zu bekommen hat zumindest eine Teilschuld.
Arbeit gibt es aktuell an jeder Straßenecke, vom Hilfsarbeiter über den Facharbeiter bis zum Akademiker ist für jeden etwas dabei.

Grüße Tomi
 
@Tomislav2007 Ich sehe das nicht so wie du. Immerhin ging es mir um die Aussage von SpoonRest, der behauptete jeder Bürgergeldempfänger wüsste nicht, wie man eine Heizung bedient. Darauf bezog ich mich, und um nichts anderes.
Evtl. mal nicht im Klischee vom dummen Zigarettenstopfenden und Dosenbiertrinkenden Arbeitslosen denken, das würde schon helfen.
 
Hallo

Chrissssss schrieb:
Evtl. mal nicht im Klischee vom dummen Zigarettenstopfenden und Dosenbiertrinkenden Arbeitslosen denken, das würde schon helfen.
Ich finde es einfach merkwürdig das wir bei Millionen Arbeitslosen (die angeblich alle arbeiten wollen und ganz angestrengt Arbeit suchen) keine 2000 Menschen für 15€ Brutto die Stunde + Zuschläge an die Flughäfen zum Gepäck laden bekommen haben, was die Arbeitslosen stattdessen machen ist mir vollkommen egal.

Grüße Tomi
 
@Tomislav2007 Und da jeder Fall von Arbeitslosigkeit auf individuellen Umständen beruht, kann man nicht jeden in einen x-beliebigen Job vermitteln. Wie ich jetzt schon mehrfach schrieb, sind Pauschalisierungen wenig zielführend.
Sicher gibt es einen Teil, der nicht arbeiten will, aber es gibt genauso den Teil, der körperlich oder psychisch schwer erkrankt ist, und deshalb schon als unvermittelbar gilt, und schon in Richtung Erwerbsminderungsrente abgeschoben wird, aber immer noch in der Statistik ist. Und dann gibt es auch noch qualifizierte Menschen im höheren Alter, schwer vermittelbar, kurz vor der Rente, die ungern genommen werden.
Dann gibt es die, die nach der Lehre oder Fachschule, Studium nicht übernommen werden, aber in den Bereich rutschen.
Man kann die individuellen Schicksale ewig weiterführen.

Aber nach unten treten, auf Menschen, die es sowieso so schon richtig schwer haben, ist halt einfach. Und meistens tritt gerade der nach unten, der am wenigsten von der Materie verstanden hat.
 
Hallo

Chrissssss schrieb:
Man kann die individuellen Schicksale ewig weiterführen.
Ja das kann man, aber...

Chrissssss schrieb:
, aber es gibt genauso den Teil, der körperlich oder psychisch schwer erkrankt ist,
...bei Millionen Arbeitslosen gibt es keine 2000 Arbeitslose die körperlich und psychisch gesund sind und...

Tomislav2007 schrieb:
Ich finde es einfach merkwürdig das wir bei Millionen Arbeitslosen (die angeblich alle arbeiten wollen und ganz angestrengt Arbeit suchen) keine 2000 Menschen für 15€ Brutto die Stunde + Zuschläge an die Flughäfen zum Gepäck laden bekommen haben, was die Arbeitslosen stattdessen machen ist mir vollkommen egal.
...dafür geeignet gewesen wären ?

Sorry aber das klingt wie eine ganz schlechte Ausrede.

Chrissssss schrieb:
Und meistens tritt gerade der nach unten, der am wenigsten von der Materie verstanden hat.
Es reicht mir wenn ich verstehe wie ich mich selber finanziere/ernähre, ich habe Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat.
Siehe mein Beitrag 428, die Frage ist wie lange wir uns was noch alles leisten können bevor uns alles ganz derbe um die Ohren fliegt.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
...bei Millionen Arbeitslosen gab es keine 2000 Arbeitslose die körperlich und psychisch gesund sind und...

Kannst du das belegen?
 
Hallo

@Chrissssss
Das war eine Frage (weil ich es nicht verstehe) und keine Aussage, hast du das Fragezeichen trotz plenken übersehen ?

Grüße Tomi
 
@Tomislav2007 Also, du hast meine Aussage mit den psychisch und körperlich Erkrankten Arbeitslosen zitiert, und bist da letztlich gar nicht darauf eingegangen. What?

Nun zu deiner Frage. Das nennt man prinzipiell auch nachfragen, für ein genaueres Verständnis. Woher kommen deine "2000"? Zum zweiten mal jetzt.
 
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