Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Hallo

Chrissssss schrieb:
Kommt halt oft so rüber.
Evtl. interpretierst du es nur oft so, es geht doch auch nicht nur um faule Arbeitslose.
Ich kann z.B. nur den Kopf schütteln wenn jemand erzählt das er auf 50+ Bewerbungen gar keine Resonanz bekommt.
Wenn jemand gar keine Resonanz auf 50+ Bewerbungen bekommt sind die Bewerbungsunterlagen nicht in Ordnung.
Es gibt viele die (schlechte) Bewerbungen abschicken und sich zurück lehnen weil sie meinen das sie alles getan haben um Arbeit zu bekommen.
Wenn der Lebenslauf z.B. zu große Lücken hat muss man in den sauren Apfel beißen und den Weg z.B. über Zeitarbeit in den Arbeitsmarkt nehmen.

Andy8891 schrieb:
Da die Politiker aber nicht zum Wohle des Volkes,
Wenn du dich in Deutschland nicht wohl fühlst OK, aber sprich nicht für alle, ich fühle mich sehr wohl in Deutschland.

Andy8891 schrieb:
sondern nach irgendwelchen weltfremden Ideologien Politik betreiben müssen wir abwarten,
Jeder findet eine andere Ideologie weltfremd, ich finde linke und rechte Ideologie weltfremd (vor allem die extremen linken und rechten).

Andy8891 schrieb:
bis das Land gegen die Wand gefahren wurde um dann hoffentlich einen Kurswechsel zu erleben.
Den Kurswechsel den du dir erhoffst werden wir zum Glück nie erleben.
Ich denke das wir bei der nächsten Bundestagswahl das gleiche erleben werden wie in Berlin, die gute alte CDU kommt zurück.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Wenn du dich in Deutschland nicht wohl fühlst OK, aber sprich nicht für alle, ich fühle mich sehr wohl in Deutschland.
Lüge? Sonst würdest du dich nicht über faule Arbeitslose aufregen.
Du müsstest sonst eigentlich denken: Mir geht es super toll, dies liegt wahrscheinlich daran, dass das System, dass auch die faulen Arbeitslosen mit durchfüttert, dafür sorgt, dass es mir so super toll geht.

Und da du sicherlich zu den oberen 10% gehörst, vertrittst du mit deiner Einstellung nicht die Mehrheit.
 
Ich komme mit Mindestlohn und 90 Stunden im Monat auf über 1.000,- brutto. Vollzeit muss mindestens 2.000 Brutto bringen ... und damit knapp 50% mehr, als das Bürgergeld bei sehr großzügiger Aufrechnung.
Lernt endlich selbst rechnen. So schlecht kann unser Bildungssystem doch garnicht sein, dass man bei 12 x 174 nicht auf über 2.000 kommt (ein Monat hat durchschnittlich 52/12 = 4,33 Wochen und daher 4,33 x 40 = 173,2 Arbeitsstunden im Monat).
Arbeiten beide in Vollzeit, so kommt die obige Beispielfamilie auf ein Bruttohaushaltseinkommen von gut €4.000,- im Monat (mindestens - deswegen heißt es "Mindestlohn"). Und selbst wenn ein Partner nur 20 Stunden die Woche macht, liegt die Familie noch deutlich über dem Bürgergeld.
Ausserdem sollte man so Sachen wie das Kindergeld (welches in Deutschland JEDEM Kind zusteht) nicht einfach unterschlagen ... im Beispielfall wären das nochmal 2x 250 = 500 "on top". Bei Hartz4-Empfängernm wurde das selbstverständlich mit dem Regelsatz der Bedarfsgemeinschaft verrechnet ... (Bedeutung "Zuverdienst fällt aus", denn 4x100<2x250).
Das obige Rechenbeispiel passt vorne und hinten nicht.

Das einzige was bleibt, ist die Tatsache, dass die Bürgergeldempfänger keine Steuern auf dieses Einkommen zahlen (das wäre rechte Tasche -> linke Tasche). Das gilt aber auch für jeden, der als einzelner Mensch den Bürgergeldsatz durch eine Teilzeitstelle erarbeitet ... auch die zahlen weder Steuern noch Sozialabgaben ... nur einen reduzierten Beitragsatz zur Kranken- und Pflegekasse (ca. 150,- im Monat).
Und das Problem dabei ist eben NICHT ein "zu hohe Freibeträge" sondern das geringe Einkommen.
Genau wegen diesem kommt einigen das Bürgergeld auch zu hoch vor.
Wenn sich Arbeit nicht lohnt, dann weil sie scheiße bezahlt wird ... und da hilft tatsächlich nur die Strategie von Tomi ... besser bezahlte Arbeit anstreben (inkl. aller dazu eventuell notwendigen Aktivitäten ... Weiterbildung, Umzug, Pendelei) und den alten Job kündigen, sobald man was besser bezahltes gefunden hat.
Wer zu wenig zahlen will, der muss entweder die Löhne anheben, oder sich eben mit dem Problemen beschäftigen, die hohe Mitarbeiterfluktaution nunmal mit sich bringt .... fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Genau wegen diesem kommt einigen das Bürgergeld auch zu hoch vor.
Das dürfte noch der unwichtigste Punkt sein.

Das Problem ist doch eher, dass der Mehrwert an Lebensqualität durch eine Arbeitsstelle in keinerlei Verhältnis zur Lebensqualität als Bürgergeldempfänger steht. (Für jeden der nicht zu den oberen 10% gehört)

Wenn ich als Arbeitnehmer 300 € netto im Monat für einen Urlaub spare, bei dem ich mich von der Arbeit erholen kann/muss, kann ich, wenn ich mir das Arbeiten spare auch den Urlaub sparen, da ich mich nichtmehr von der Arbeit erholen muss.

DerOlf schrieb:
Wenn sich Arbeit nicht lohnt, dann weil sie scheiße bezahlt wird ... und da hilft tatsächlich nur die Strategie von Tomi ... besser bezahlte Arbeit anstreben (inkl. aller dazu eventuell notwendigen Aktivitäten ... Weiterbildung, Umzug, Pendelei) und den alten Job kündigen, sobald man was besser bezahltes gefunden hat.
Du weißt hoffentlich selbst, dass das komplett vorbei an der Realität ist ala, jeder gewinnt einfach im Lotto, dann ist jeder Millionär.

DerOlf schrieb:
Wer zu wenig zahlen will, der muss entweder die Löhne anheben, oder sich eben mit dem Problemen beschäftigen, die hohe Mitarbeiterfluktaution nunmal mit sich bringt .... fertig.
Ich dachte du schreibst nun dicht machen ... was je nach Größe des Unternehmens am realistischten ist.
 
Hallo

Andy8891 schrieb:
Sonst würdest du dich nicht über faule Arbeitslose aufregen.
Ich rege mich nicht auf, ich schreibe nur meine Meinung.

Andy8891 schrieb:
Du müsstest sonst eigentlich denken: Mir geht es super toll,
Genau das denke ich, ich denke aber auch das es mir noch besser gehen könnte wenn wir wegen unserem üppigen Sozialsystem nicht so hohe Abgaben hätten.

Andy8891 schrieb:
dies liegt wahrscheinlich daran, dass das System, dass auch die faulen Arbeitslosen mit durchfüttert, dafür sorgt, dass es mir so super toll geht.
Genau das stimmt nicht, mir geht es gut weil ich mit meiner Arbeitskraft dafür sorge, das System bzw. der Staat sorgt nicht dafür.
Ich gehöre nicht zu den Menschen die darauf warten das mir das System bzw. der Staat das gute Leben auf dem Silbertablett serviert.

Andy8891 schrieb:
Und da du sicherlich zu den oberen 10% gehörst, vertrittst du mit deiner Einstellung nicht die Mehrheit.
Ich gehöre meiner Meinung nach mit 13x 7000€ Brutto nur zur oberen Mittelschicht, ich kenne aber auch viele mit geringerem Einkommen die sich wohl fühlen.

Grüße Tomi
 
D0m1n4t0r schrieb:
Dieses "Wer nicht arbeitet der soll auch nicht essen", das fanden übrigens auch schon viele andere Leute.
Kommt ursprünglich aus der Bibel, aber fand dann auch viele prominente Unterstützer. Stalin z.B. hat das als Begründung genommen um in der Sowjetunion Leute verhungern zu lassen. Gibt übrigens noch einen prominenten Politiker der das genauso sah. Hitler. Die Nazis haben das "Wer nicht arbeitet der soll auch nicht essen" dann noch mit anderen Sprüchen kombiniert wie z.b. "Arbeit macht frei" um den Wert der Arbeit nochmal hervorzuheben und die Wertlosigkeit der nicht arbeitenden KZ Insassen zu unterstreichen.
Meine Güte...ist das jetzt die "Ultimatevariante" der Nazikeule ala Kommunistennazikeule? Man kann soetwas auch sachlich diskutieren ohne "KZ, Stalin, Hitler, Nazis" 🙄

Andy8891 schrieb:
Wenn der Staat unfähig ist, Sozialleistungsbetrug durch Clans zu unterbinden, dann ist es illusorisch zu glauben, dass der Staat es hinbekommt "faule Arbeitslose" zu finden.
Ich bin mir nicht sicher ob das nicht 2 völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Soweit ich das verstehe nutzen die Clans das System aktiv aus, Mehrfachanmeldungen bzw. Pseudoanmeldungen und betrügerische Mehrbedarfsanträge sind hier wohl das probate Mittel der Wahl. Das dürfte auf den "faulen" Arbeitsverweigerer weniger zu treffen.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich rege mich nicht auf, ich schreibe nur meine Meinung.
Wäre schön, wenn es so einfach wäre.

Tomislav2007 schrieb:
Genau das denke ich, ich denke aber auch das es mir noch besser gehen könnte wenn wir wegen unserem üppigen Sozialsystem nicht so hohe Abgaben hätten.
Das ist komplett an der Realität vorbei.
1. Mehr Geld = mehr Inflation
2. Du profitierst von den Armen, weil die Wirtschaft diese berücksichtigen muss und du dadurch auch von niedrigen Preisen, die so niedrig sind, damit sich die Armen diese leisten können (z.B. Lebensmittel)


Tomislav2007 schrieb:
Genau das stimmt nicht, mir geht es gut weil ich mit meiner Arbeitskraft dafür sorge, das System bzw. der Staat sorgt nicht dafür.
Ich gehöre nicht zu den Menschen die darauf warten das mir das System bzw. der Staat das gute Leben auf dem Silbertablett serviert.
Du profitierst wie drüber geschrieben indirekt, nimmst es aber einfach als gegeben bzw. denkst du das es durch deine eigene Leistung erreicht ist.

Tomislav2007 schrieb:
Ich gehöre meiner Meinung nach mit 13x 7000€ Brutto nur zur oberen Mittelschicht, ich kenne aber auch viele mit geringerem Einkommen die sich wohl fühlen.
Erzähl mir mehr, über die Leute die sich mit einem geringeren Einkommen (wie hoch ist dieses?) wohlfühlen?
Haben Sie vielleicht ein Haus geerbt?

The_waron schrieb:
Ich bin mir nicht sicher ob das nicht 2 völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Soweit ich das verstehe nutzen die Clans das System aktiv aus, Mehrfachanmeldungen bzw. Pseudoanmeldungen und betrügerische Mehrbedarfsanträge sind hier wohl das probate Mittel der Wahl. Das dürfte auf den "faulen" Arbeitsverweigerer weniger zu treffen.
Ja und der aktive Missbrauch ist doch deutlich leichter festzustellen (bei entsprechender Digitalisierung) als der passive. Wegwerfbewerbungen sind kein Verbrechen oder?
 
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Andy8891 schrieb:
Ich dachte du schreibst nun dicht machen
Das ist die letzte Konsequenz, wenn das Geschäftsmodell eben (in DE) nicht tragfähig ist.
Da muss man auch nicht nach der Politik schreien, denn es ist nunmal nicht die Aufgabe der Politik, schlechte Geschäftsideen künstlich zu beatmen.
 
Andy8891 schrieb:
Erzähl mir mehr, über die Leute die sich mit einem geringeren Einkommen (wie hoch ist dieses?) wohlfühlen?
Haben Sie vielleicht ein Haus geerbt?
Ich habe einiges weniger und fühle mich wohl, und nein ich habe kein Haus geerbt.
Ich fühle mich deswegen schon wohl weil am 28ten mein Geld eingeht und ich nirgendwo betteln muss.

Ich glaube was hier immer untergeht ist: dass wir von Menschen reden die arbeiten könnten und fit sind.
Jeder der Hilfe und Unterstüzung braucht soll sie auch bekommen, aber auf der faulen Haut liegen und noch darüber lachen das sich andere für ihm den Rücken krumm machen sollten eben sanktioniert werden.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich gehöre meiner Meinung nach mit 13x 7000€ Brutto nur zur oberen Mittelschicht, ich kenne aber auch viele mit geringerem Einkommen die sich wohl fühlen.
Ja, bei dem Gehalt bist Du wirklich als Arbeitnehmer die >oberste< Mittelschicht.
Vielleicht ist das auch der wichtige Punkt, so wie ich das bisher verstanden habe, hast Du ohne Bachelor/Master/Diplom in Süddeutschland es geschafft, ein sehr gutes Einkommen zu erwirtschaften.
Bei uns im Norden liegen die Gehälter deutlich drunter, ziehe mal mind.30% ab dann kommst Du so auf das Niveau, was hier für MINT Akademiker, nach XX Jahren Berufserfahrung so bezahlt wird, und natürlich verhungert er dann immer noch nicht.
Ich gönn's Dir wirklich, aber die Realität in DE sieht für viele ganz anders aus:
ich empfinde, dass die Anreize falsch sind, anstatt Arbeitswillige zu unterstützen, die gerade arbeitslos sind aber XX Jahre beruflich unterwegs waren, pumpt man das Geld eher für ideologische Namen und Systeme wie das "Bürgergeld" und schafft eine Basis, die dankbar bei der nächsten Wahl ihre Stimme gibt. Das hilft wirklich weder dem Land noch den Leuten.
Andy8891 schrieb:
Wenn ich als Arbeitnehmer 300 € netto im Monat für einen Urlaub spare, bei dem ich mich von der Arbeit erholen kann/muss, kann ich, wenn ich mir das Arbeiten spare auch den Urlaub sparen, da ich mich nichtmehr von der Arbeit erholen muss.
Das sehe ich genau so, solange die Arbeit bei uns so wenig schätzt wird und man sich den Hintern aufreißt: Wenn der Luxus pro Jahr dann aus 7-10 Tage Urlaub im Ausland und paar mal im Jahre Essengehen besteht für die ersparten 300 Euro, dann würde ich auch lieber Badbalkonien und die Margherita-Pizza mit Cervelat-Wurst und Jung-Gouda belegen und den Abend >jeden< Tag geniessen.
Aus dem Grund warte ich nur noch auf das Bedingungslosegrundeinkommen :)
 
Hallo

Andy8891 schrieb:
Wäre schön, wenn es so einfach wäre.
Es ist so einfach, ich bin da emotionslos, ich diskutiere nur gerne.

Andy8891 schrieb:
Erzähl mir mehr, über die Leute die sich mit einem geringeren Einkommen (wie hoch ist dieses?) wohlfühlen?
Ich kenne sehr viele Menschen die sich mit unter 3000€ Brutto sehr wohl fühlen, es teilt nicht jeder deine Einstellung gegen das System und den Staat.

Andy8891 schrieb:
Haben Sie vielleicht ein Haus geerbt?
Nö.

Cyberdunk schrieb:
Ich fühle mich deswegen schon wohl weil am 28ten mein Geld eingeht und ich nirgendwo betteln muss.
Danke für diese Einstellung, das nennt man Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Rückgrat haben.

Cyberdunk schrieb:
Ich glaube was hier immer untergeht ist: dass wir von Menschen reden die arbeiten könnten und fit sind.
Jeder der Hilfe und Unterstüzung braucht soll sie auch bekommen, aber auf der faulen Haut liegen und noch darüber lachen das sich andere für ihm den Rücken krumm machen sollten eben sanktioniert werden.
Genau das und nichts anderes.
Ich verstehe diese All inclusive Vollkasko Mentalität nicht, mir wäre es peinlich wenn die Gemeinschaft mich durchfüttern müßte nur weil ich nicht arbeiten will.

whtjimbo schrieb:
Vielleicht ist das auch der wichtige Punkt, so wie ich das bisher verstanden habe, hast Du ohne Bachelor/Master/Diplom in Süddeutschland es geschafft, ein sehr gutes Einkommen zu erwirtschaften.
Ich bin Informationstechnikermeister und arbeite in NRW in der Medizintechnik eines Krankenhauses.
Ich bin auch ein Spätzünder, ich habe mit 28 Jahren eine Umschulung und mit über 40 Jahren den Meister gemacht.
Ich habe alles durch, Lagerhelfer/Bauhelfer/Küchenhelfer/etc., ich bin aber nie auf die Idee gekommen mich vom Staat durchfüttern zu lassen.
Ich habe mit meinen 53 Jahren die Erfahrung gemacht das man Arbeit findet wenn man arbeiten will, nicht immer den Traumjob aber irgend etwas geht immer.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich habe mit meinem 53 Jahren die Erfahrung gemacht das man Arbeit findet wenn man arbeiten will, nicht immer den Traumjob aber irgend etwas geht immer.

Ja sehe ich genauso, ich habe schon die übelsten Drecksjobs hinter mir.
Das ist ja auch ein Problem, die meisten wollen nach 10 Jahren Arbeitslosigkeit sofort 3000€ Brutto verdienen und das am besten noch ohne Ausbildung.

Ich sag da immer, du musst dich Hocharbeiten, anders wird es nicht gehen.
 
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DerOlf schrieb:
Da muss man auch nicht nach der Politik schreien, denn es ist nunmal nicht die Aufgabe der Politik, schlechte Geschäftsideen künstlich zu beatmen.
Und doch tut sie es über verschiedendste Subenvtionen.

Cyberdunk schrieb:
Ich habe einiges weniger und fühle mich wohl, und nein ich habe kein Haus geerbt.
Ich finde solche Aussagen immer interessant. Was bedeutet es für dich "fühle mich wohl"?

Kommst du erholt aus der Arbeit und hängst noch ein paar Stunden Ehrenamt dran oder wie kann ich mir das vorstellen?

Cyberdunk schrieb:
Ich fühle mich deswegen schon wohl weil am 28ten mein Geld eingeht und ich nirgendwo betteln muss.
Aha und sobald dieser Punkt erreicht ist, ist deine Selbstverwirklichung erfüllt?
Bei so einer Aussage, würde ich annehmen, dass du nur so viel arbeitest um auf +/- 0 zu kommen, denn jeglicher Luxus ist überflüssig wenn der Maßstab der Bettler auf der Straße ist.

Cyberdunk schrieb:
Ich glaube was hier immer untergeht ist: dass wir von Menschen reden die arbeiten könnten und fit sind.
Ich setzte Prioritäten und für mich haben die aktiven Straftäter eine deutlich höhrere Priorität als die passiven "Schmarotzer".

Solange wir nicht unbegrenzte Kapazitäten haben sollte man doch die wichtigen Dinge angehen und nicht die unwichtigen oder?

Cyberdunk schrieb:
, aber auf der faulen Haut liegen und noch darüber lachen das sich andere für ihm den Rücken krumm machen sollten eben sanktioniert werden.
Wär mir zu anstrengend mit den Folgekosten. Ich wäre da direkt etwas strenger und würde sagen:
An irgendein Land verkaufen?
1. Wir sind sie los.
2. Wir bekommen Geld für sie


whtjimbo schrieb:
Ja, bei dem Gehalt bist Du wirklich als Arbeitnehmer die >oberste< Mittelschicht.
Ja, Tomi lebt in der gleichen Bubble wie die Politiker.

whtjimbo schrieb:
Aus dem Grund warte ich nur noch auf das Bedingungslosegrundeinkommen
Ja, ich würde gerne flexibler Arbeiten. Dh. wenn ich grad auf nichts spare, mache ich die Arbeitsstelle frei für denjenigen der grad was kaufen will, anstatt diese zu blockieren und Geld zu horten.

Tomislav2007 schrieb:
Es ist so einfach, ich bin da emotionslos, ich diskutiere nur gerne.
Du diskutierst aber nie zu Ende, was die Diskussion sinnlos macht.

Tomislav2007 schrieb:
Ich kenne sehr viele Menschen die sich mit unter 3000€ Brutto sehr wohl fühlen, es teilt nicht jeder deine Einstellung gegen das System und den Staat.
Wenn der Maßstab der Bettler auf der Straße ist, fühlen sich sicherlich die meisten wohl.

Tomislav2007 schrieb:
Genau das und nichts anderes.
Ich verstehe diese All inclusive Vollkasko Mentalität nicht, mir wäre es peinlich wenn die Gemeinschaft mich durchfüttern müßte nur weil ich nicht arbeiten will.
Denke diesen Gedanken zu Ende und du müsstest gegen Erbe und Aktien sein.
Das ist ab einem gewissen Grad genau die gleiche Vollkasko Mentatiltät, die du über den überteuerten Produktpreis mit finanzierst.

Cyberdunk schrieb:
Ich sag da immer, du musst dich Hocharbeiten, anders wird es nicht gehen.
Ich denke hocharbeiten gehört größtenteils der Vergangenheit an.
Wie viele Kassierer werden denn irgendwann mal Filialleiter? Da kommt der frische BWL Absolvent und steigt dort direkt ein.
 
Andy8891 schrieb:
Ich finde solche Aussagen immer interessant. Was bedeutet es für dich "fühle mich wohl"?
Ich kann selbständig meine Miete, Strom usw. zahlen und fühl mich in meinem Zuhause wohl.
Andy8891 schrieb:
Aha und sobald dieser Punkt erreicht ist, ist deine Selbstverwirklichung erfüllt?
Nein dafür habe ich meine Hobbys.
Andy8891 schrieb:
Kommst du erholt aus der Arbeit und hängst noch ein paar Stunden Ehrenamt dran oder wie kann ich mir das vorstellen?
Ich komm fertig von der Arbeit nachhhause und mach nichts Ehrenamtliches.
Andy8891 schrieb:
denn jeglicher Luxus ist überflüssig wenn der Maßstab der Bettler auf der Straße ist.
Klar gönn ich mir Luxus, dafür Arbeite ich doch.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich bin Informationstechnikermeister und arbeite in NRW in der Medizintechnik eines Krankenhauses.
Ich bin auch ein Spätzünder, ich habe mit 28 Jahren eine Umschulung und mit über 40 Jahren den Meister gemacht.
Ich habe alles durch, Lagerhelfer/Bauhelfer/Küchenhelfer/etc., ich bin aber nie auf die Idee gekommen mich vom Staat durchfüttern zu lassen.
wirklich: alle Achtung habe ich vor Dir und den Menschen, die noch mit 40 den Meister machen, echt nicht schlecht und ein Vorbild für viele
Tomislav2007 schrieb:
Ich habe mit meinen 53 Jahren die Erfahrung gemacht das man Arbeit findet wenn man arbeiten will, nicht immer den Traumjob aber irgend etwas geht immer.
ja natürlich findet man Arbeit mit 53, gerade wenn man gewillt ist, dass der Job unteres Niveau ist und man täglich merkt, dass der Jeffe täglich nach dem billigen Jung-Arbeiter-erster-Job sucht
und genau das ist das Problem bei uns: Ältere werden als zu lahm/zu unflexibel/zu teuer etc. vom Arbeitgeber eingestuft, sollen aber gerne Jüngere Nachfolger mal schnell einarbeiten, damit sie selbst sich wieder in die Reihe der Arbeitssuchenden einreihen können, und bevor man fragt: selbst erlebt
 
Hallo

Andy8891 schrieb:
Ich finde solche Aussagen immer interessant. Was bedeutet es für dich "fühle mich wohl"?

Kommst du erholt aus der Arbeit und hängst noch ein paar Stunden Ehrenamt dran oder wie kann ich mir das vorstellen?
Stell dir mal vor, es gibt Menschen die sich trotz (anstrengender) Arbeit sehr wohl fühlen,...

Andy8891 schrieb:
Ja, ich würde gerne flexibler Arbeiten. Dh. wenn ich grad auf nichts spare, mache ich die Arbeitsstelle frei für denjenigen der grad was kaufen will, anstatt diese zu blockieren und Geld zu horten.
....es haben nicht alle Menschen eine Arbeitsallergie und machen/arbeiten nur das nötigste.

Andy8891 schrieb:
Solange wir nicht unbegrenzte Kapazitäten haben sollte man doch die wichtigen Dinge angehen und nicht die unwichtigen oder?
Absolut richtig, solange wir keine unbegrenzten Kapazitäten haben sollten wir uns kein unbegrenztes Sozialsystem leisten.

Andy8891 schrieb:
Du diskutierst aber nie zu Ende, was die Diskussion sinnlos macht.
Da hast du Recht, ich diskutiere nicht bis zu dem Ende das ich linke Ideologien übernehme.

Andy8891 schrieb:
Denke diesen Gedanken zu Ende und du müsstest gegen Erbe und Aktien sein.
Das ist ab einem gewissen Grad genau die gleiche Vollkasko Mentatiltät, die du über den überteuerten Produktpreis mit finanzierst.
Ich bin nicht im geringsten gegen Erben und Aktien, das Erbe wurde von den Vorfahren erarbeitet und das Geld für den Aktienkauf wurde auch erarbeitet.

Andy8891 schrieb:
Ich denke hocharbeiten gehört größtenteils der Vergangenheit an.
Das kann man nur denken wenn man sich nicht hoch arbeiten will und...

Andy8891 schrieb:
Ja, ich würde gerne flexibler Arbeiten. Dh. wenn ich grad auf nichts spare, mache ich die Arbeitsstelle frei für denjenigen der grad was kaufen will, anstatt diese zu blockieren und Geld zu horten.
...nur das nötigste macht/arbeitet.

whtjimbo schrieb:
ja natürlich findet man Arbeit mit 53, gerade wenn man gewillt ist, dass der Job unteres Niveau ist und man täglich merkt, dass der Jeffe täglich nach dem billigen Jung-Arbeiter-erster-Job sucht
Ich habe nicht gemeint das man mit 53 Jahren eine Arbeit findet, ich suche aktuell auch keine neue Arbeitsstelle.
Ich habe zu jeder Zeit in meinem 53 jährigen Leben die Erfahrung gemacht das man immer irgend eine Arbeit findet wenn man arbeiten will.

whtjimbo schrieb:
und genau das ist das Problem bei uns: Ältere werden als zu lahm/zu unflexibel/zu teuer etc. vom Arbeitgeber eingestuft, sollen aber gerne Jüngere Nachfolger mal schnell einarbeiten, damit sie selbst sich wieder in die Reihe der Arbeitssuchenden einreihen können, und bevor man fragt: selbst erlebt
Das hängt davon ab was man beruflich macht, bei einer körperlich anstrengenden Arbeit wird es mit zunehmendem Alter immer schwerer.
Bei einer Arbeit wo es um Kopfarbeit geht sieht das anders aus, die Jungen sind ausdauernder und schneller aber die Alten kennen die Abkürzung.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Andy8891 schrieb:
Ja, ich würde gerne flexibler Arbeiten. Dh. wenn ich grad auf nichts spare, mache ich die Arbeitsstelle frei für denjenigen der grad was kaufen will, anstatt diese zu blockieren und Geld zu horten.
ist ein sehr interessanter Gedanke, würde mir auch gefallen, für die meisten gilt aber: "immer, jederzeit dabei"
ich glaube auch, dass genau diese Mentalität ("immer, jederzeit dabei") aber auch der Grund ist, dass Europa/US/Japan etc. einen gewissen Vorsprung gegenüber weniger "entwickelten" Ländern hat:
der Arbeitgeber kann sich drauf verlassen, dass am nächsten Tag der Arbeitnehmer noch zur Arbeit kommt und die Politik kann mit relativ konstanten Steuereinnahmen rechnen, um die Ideologie des aktuellen Regimes durchzuziehen
 
Hallo

whtjimbo schrieb:
ich glaube auch, dass genau diese Mentalität ("immer, jederzeit dabei") aber auch der Grund ist, dass Europa/US/Japan etc. einen gewissen Vorsprung gegenüber weniger "entwickelten" Ländern hat:
Ich bin mir sogar ziemlich sicher dass das genau so ist, mit Faulpelzen kommt man wirtschaftlich nicht so weit.
Wenn jeder nur arbeiten würde wenn er Lust hat hätten wir gar nicht das Geld für unser üppiges Sozialsystem.

Grüße Tomi
 
Vielleicht sollten wir da auch einfach mal ökonomisch denken: Lohnt es sich, die tatsächlich Arbeitsunwilligen aufwendig ausfindig zu machen und zu sanktionieren, oder würden wir für die entsprechenden Maßnahmen am Ende vielleicht mehr Energie verwenden, als für deren Bürgergeld?
 
OdinHades schrieb:
Vielleicht sollten wir da auch einfach mal ökonomisch denken: Lohnt es sich, die tatsächlich Arbeitsunwilligen aufwendig ausfindig zu machen und zu sanktionieren, [...]
Sorry, aber diese Frage kann doch nicht Dein Ernst sein, oder?

Wenn ich persönlich "ökonomisch" denke, dann bekäme jemand ohne eigene Anstrengung (und wenn es nur ein unterstützter Antrag ist), gar nichts.

Man kann doch nicht Millionen von Menschen den wirtschaftlichen Selbsterhaltungstrieb durch eine von der Allgemeinheit finanzierte Wohlstandsverwahrlosung abtrainieren.
 
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