Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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OdinHades schrieb:
Vielleicht sollten wir da auch einfach mal ökonomisch denken: Lohnt es sich, die tatsächlich Arbeitsunwilligen aufwendig ausfindig zu machen und zu sanktionieren, oder würden wir für die entsprechenden Maßnahmen am Ende vielleicht mehr Energie verwenden, als für deren Bürgergeld?
etwas anders gedacht: die Arbeitswilligen essentiell zu unterstützen, dort das Geld zu investieren, jeder Arbeitslose, der arbeiten möchte, soll es spüren dass es sich für ihn lohnt,
am Ende profitiert die Gesellschaft, der Staat und der "neue" Arbeitsnehmer mehr davon
weitere Geldausgaben für unwillige sind völlig unnötig, der Wille muss auch von denjenigen kommen
 
Eure mangelnde Kenntnis der deutschen Gesetzgebung ist immer wieder sehr erstaunlich.

Gleichheitsgrundsatz (steht im GG ganz am Anfang) verbietet eine Ungleichbehandlung aufgrund subjektiver Einschätzung ... und genau das wird hier gefrdert, denn wo ist die unfehlbar objektive Bewertungsmatrix dafür, ob jemand sich bemüht oder nicht?

Einfach nur zu behaupten, jeder fände Arbeit, wenn er sich nur bemühe, ist zu einfach ... klar lässt sich daraus ein Bewertungskriterium basteln ... mit einer sehr simpel umschreibbaren Folge ... wer innerhalb eines Jahres (oder eines anderen willkürlich festgelegten Zeittraumes) keine sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten hat, der hat sich halt nicht bemüht, und muss das erhaltene Geld zurückzahlen.
Da können wir allerdings auch gleich im Losverfahren entscheiden, wer Geld bekommen darf, und wer nicht.
 
DerOlf schrieb:
Eure mangelnde Kenntnis der deutschen Gesetzgebung ist immer wieder sehr erstaunlich.
Eher deine mangelnde Kreativität bei dem Thema
DerOlf schrieb:
Gleichheitsgrundsatz (steht im GG ganz am Anfang) verbietet eine Ungleichbehandlung aufgrund subjektiver Einschätzung ... und genau das wird hier gefrdert, denn wo ist die unfehlbar objektive Bewertungsmatrix dafür, ob jemand sich bemüht oder nicht?
Dann erstellen wir halt objektive Kriterien? Ist doch nicht sonderlich schwer?
DerOlf schrieb:
Einfach nur zu behaupten, jeder fände Arbeit, wenn er sich nur bemühe, ist zu einfach
Nicht nur einfach sondern auch wahr.
DerOlf schrieb:
... klar lässt sich daraus ein Bewertungskriterium basteln ... mit einer sehr simpel umschreibbaren Folge ... wer innerhalb eines Jahres (oder eines anderen willkürlich festgelegten Zeittraumes) keine sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten hat, der hat sich halt nicht bemüht, und muss das erhaltene Geld zurückzahlen.
Man kann es natürlich auch übertreiben. Ich würde eine deutlich granularere Bewertung sinnvoller finden.
Z.B. Rechtschreibfehler in Bewerbung, freiwillige Meldung für Fortbildungsmaßnahmen (entsprechend mit größerer Flexibilität seitens der Agentur), Anzahl Bewerbungen und besuchte Bewerbungsgespräche, Bewertungen durch Arbeitgeber etc...

Ist jetzt nicht so als wäre das unmöglich.
DerOlf schrieb:
Da können wir allerdings auch gleich im Losverfahren entscheiden, wer Geld bekommen darf, und wer nicht.
Ja, oder halt einfach denen die sich anstrengen mehr und denen die sich nicht anstrengen weniger. Ist doch ganz einfach.
 
Letztlich sollte man bei dem Aspekt auch nicht vergessen das Obdachlosigkeit sehr teuer für eine Gesellschaft ist, da diese Personen nicht mehr zum Volkseinkommen beitragen können, gleichzeitig dauerhaft eine "Last" darstellen (Notarzt, Unterkünfte, Entzugskliniken, Kriminalität etc.).

Es ist daher nicht nur eine rein moralische Überlegung, einmal in die Obdachlosigkeit gefallen ist der Weg zurück in den Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen, es macht daher volkswirtschaftlich wenig Sinn die Sozialleistungen soweit zu reduzieren, das die Obdachlosigkeit eintritt.
 
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DerOlf schrieb:
Einfach nur zu behaupten, jeder fände Arbeit, wenn er sich nur bemühe, ist zu einfach ...
Warum? Allein bei mir in der popeligen Provinz kann man lt. Stellenausschreibung in der örtlichen Zeitung alles werden: von Regaleinräumer im Supermarkt über Busfahrer, Webentwickler, Paketzusteller, Bürokaufmann, Lagerist, Optiker, Krankenschwester oder Gesellschafter in einer GmbH.

Klar wenn ich halt aufgrund des deutschen "Kastendenken" der "niederen Arbeit" oder "ich bin zwar arbeitsloser studierter Ökonom, brauche aber kein Schuften beim einfachen Pöbel" meinen ganz eigenen Film von meinem beruflichen Anspruchsdenken schiebe, oder "ich bin das und jenes und unter 4.000 € Brutto stehe ich morgens nicht auf" Scherze fröne, bekomme ich halt nicht wirklich Arbeit und muss zum Sozialamt rennen.

"Jeder findet Arbeit" ist insofern richtig, wenn man halt sein eigenes Anspruchsdenken etwas zurück nimmt. Später ergeben sich dann meist Gelegenheiten bzw. man kann sich ja auch privat fortbilden. Eigeninitiative wird halt meist belohnt.
 
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The_waron schrieb:
Soweit ich das verstehe nutzen die Clans das System aktiv aus, Mehrfachanmeldungen bzw. Pseudoanmeldungen und betrügerische Mehrbedarfsanträge sind hier wohl das probate Mittel der Wahl.
Da könnte man mit etwas besseren Gesetze einen Riegel vorschieben was man aber nicht möchte.
Cyberdunk schrieb:
Jeder der Hilfe und Unterstüzung braucht soll sie auch bekommen, aber auf der faulen Haut liegen und noch darüber lachen das sich andere für ihm den Rücken krumm machen sollten eben sanktioniert werden.
Das auf der faulen Haut kann man verhindern in dem man Bildungslager errichtet und es nur Geld gibt wenn man sich darin weiterbildet.
 
Apacon schrieb:
Dann erstellen wir halt objektive Kriterien?
Ach ... du meinst, wir saugen uns irgendwas aus den Fingern und nennen es dann objektiv?
Ergänzung ()

Apacon schrieb:
Ist jetzt nicht so als wäre das unmöglich.
Unmöglich ist das sicherlich nicht ... ich bezweifle aber, dass wir damit eines der wichtigeren Ziele erreichen.
1. ein billigeres Sozialsystem.
2. Weniger Arbeitslose.
Der Aufwand, der getrieben werden müsste, damit das "gut" funktioniert, steht mMn in keinem Verhältnis zu den momentanen Kosten durch wirklich Unwillige, denen man dann kein Geld mehr zahlen müsste.

Wenn man Millionen Empfänger verwalten muss, dann braucht man supereasy anwendbare Kriterien ... einfach damit auch die nichtmal zum Produktionshelfer taugenden Sachbearbeiter beim JC das hinbekommen.

Aber alles wäre besser, als die grenzenlose Willkür, die da bisher gewaltet hat.
Ergänzung ()

Vielleicht sollte man Arbeitswillige zur Arbeit in den Jobcentern heranziehen.
Dadurch würde zwar nicht die Gesamtsumme der Auszahlungen sinken ... man müsste aber nicht noch zusätzlich Vollzeitstellen bezahlen.
Eventuell wären diese Sachbearbeiter auch etwas kulanter, statt sich über ihr Klientel nur köstlich zu amüsieren.

Aber ... wahrscheinlich eine blöde Idee ... denn dann kämen ja noch ein paar Millionen Arbeitslose dazu ... aber da wären dann wenigstens ein paar mit einschlägiger Berufserfahrung dabei.
 
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DerOlf schrieb:
Der Aufwand, der getrieben werden müsste, damit das "gut" funktioniert, steht mMn in keinem Verhältnis zu den momentanen Kosten durch wirklich Unwillige, denen man dann kein Geld mehr zahlen müsste.
Stimmt sicherlich, da wir ja krampfhaft an finanzieller Unterstützung festhalten müssen.

Jeder, der nicht direkt von der (abgebrochenen) Schule oder der Ausbildung ins Bürgergeld fällt, hat vorher in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt (auch Selbstständige können sich sowas leisten, wenn nicht, ist ihr Businesplan von Anfang an Mist) und hat damit auch einen Anspruch an diese. In der Zeit könnten sich die Leute etwas neues Suche (zur Not auch Bundesweit) oder sich darauf vorbereiten, dass ihnen danach mit Sachleistungen ein Überleben ermöglicht wird (also nahezu das, was die Leute, die heute mit ihrem Bürgergeld nicht auskommen, Dank Tafel auch machen).

Klar wäre dafür vieles andere auch zu reformieren/komplett umzukrempeln. Aber gerade die Leute, die ohne ALG I sofort ins Bürgergeld fallen, müssten auch heute schon (und zwar viel früher) komplett anders gefördert werden. Genauso wie Kinder und Leute, die Erwerbsunfähig sind.

DerOlf schrieb:
Eventuell wären diese Sachbearbeiter auch etwas kulanter, statt sich über ihr Klientel nur köstlich zu amüsieren.
Eigenleistung und Eigenverantwortung bei den Leute, die Lern- und arbeitsfähig sind, zählt immer weniger. So einen Mist müssen nur die Leute erbringen, die nicht nur von ihrem erarbeitten Geld leben sondern auch noch die Sozialleistungen finanzieren müssen.

Ich bin jedenfalls gespannt, was sich die unfähige Regierung noch alles einfallen lässt, um der arbeitenden Bevölkerung und den paar Rentnern, die nicht auf Grundrente angewiesen sind, das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.

The_waron schrieb:
Es ist daher nicht nur eine rein moralische Überlegung, einmal in die Obdachlosigkeit gefallen ist der Weg zurück in den Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen, es macht daher volkswirtschaftlich wenig Sinn die Sozialleistungen soweit zu reduzieren, das die Obdachlosigkeit eintritt.
Mal eine ganz dumme Frage: werden/wurden auch Sachleistung für Miete/Heizung/Nebenkosten (außer Strom) gekürzt oder "nur" die finanziellen Leistungen? Mein Halbwissen aus der Presse als jemand, der sich seit Jahrzehnten erfolgreich davo fern halten konnte, mag durchaus falsch sein.
 
gymfan schrieb:
Mal eine ganz dumme Frage: werden/wurden auch Sachleistung für Miete/Heizung/Nebenkosten (außer Strom) gekürzt oder "nur" die finanziellen Leistungen? Mein Halbwissen aus der Presse als jemand, der sich seit Jahrzehnten erfolgreich davo fern halten konnte, mag durchaus falsch sein.
Es gab bis zu einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 100% Sanktionen, sprich eben dann die Obdachlosigkeit - das Gericht hat hierbei bemängelt das der Kern möglicher Sanktionen ja darin bestehen soll die Arbeitslosen zurück in die Arbeit/Fortbildung zu "bemühen", aber eine 100% Sanktion dies ja faktisch nahezu unmöglich macht.
 
gymfan schrieb:
Mal eine ganz dumme Frage: werden/wurden auch Sachleistung für Miete/Heizung/Nebenkosten (außer Strom) gekürzt oder "nur" die finanziellen Leistungen? Mein Halbwissen aus der Presse als jemand, der sich seit Jahrzehnten erfolgreich davo fern halten konnte, mag durchaus falsch sein.
Ich kannte Leute die aus ihrer Wohnung flogen und auf der Straße landeten.

Würde aber bei der Duskussion mal die Frage aufwerfen, was passieren würde, wenn die ganzen " Faulen" vor dem Reichstag für Arbeit demonstrieren würden?
Haben wir für alle Arbeit?
Schafft jeder Vermittelte seinen eigenen Arbeitsplatz, oder hat ihn ein anderer geräumt?
Ketzerisch gesagt, sollten wir nicht froh sein das die Menschen eher friedlich zu Hause sitzen, statt zu randalieren und Arbeit zu fordern ?
Mit überwiegend geringen finanziellen Mitteln, welche auch durch zu zahlende Verbrauchssteuern um meist 19% reduziert werden?
Ist natürlich etwas pauschal und allgemein, aber Menschen die Hilfe benötigen, schwelgen selten in Reichtum.

Das es natürlich auch Leute gibt, die das System ausnutzen sehe ich auch, aber sie machen nicht die Mehrheit aus und das verschärfen von Gesetzten, betrifft überwiegend die falschen.

Übrigens tragen steigende und hohe Mieten auch zu den Kosten von Hartz4 bei.
Vielleicht mal da Überlegungen abstellen.

Ich finde Bürgergeld gut und würde auch Kaufkraft erzeugen , Familien die Möglichkeit geben sich mehr um die Kinder zu kümmern und etwas weniger Druck auf sich zu fühlen.
Hat viele Vorteile.
 
Tschetan schrieb:
Das es natürlich auch Leute gibt, die das System ausnutzen sehe ich auch, aber sie machen nicht die Mehrheit aus
Auf Seite 24 würde etwas ähnliches behauptet. Auf meine Nachfrage, ob diese Aussage auch belegt werden könne, erhielt ich leider nie eine Antwort.

Also gleiche Frage an dich: ist das so? Woher weißt du das? Gibt es Statistiken?
 
Letztes Jahr gabs während das Bürgergeld noch Hartz IV hiess dazu eine Auswertung:
Ergebnis: 3% der Bedürftigen haben innerhalb eines Jahres eine Sanktion von 3 Monaten wegen Fehlverhalten bekommen. (Fehlverhalten heisst: Nicht zu Terminen erscheinen, sich nicht bewerben, keine Nachweise vorlegen).

Rechnet man das aufs komplette Jahr um (Also 3 Monate *4 und 3%/4) kann man sagen: 0,75% der Bedürftigen haben sich nicht an die Spielregeln gehalten und wurden ein Jahr lang sanktioniert.
Andersrum bedeutet das 99,25% haben sich korrekt verhalten, nach Arbeit gesucht, das nachgewiesen, sind zu Terminen erschienen und haben an Maßnahmen und Fortbildungen teilgenommen.

So nach der Logik der "Wer sucht der findet auch" Leute, hätten dann ja alle diese 99,25% innerhalb eines Jahres Arbeit finden müssen weil sie sich genauso verhalten haben wie Gesetzgeber und Arbeitsamt/Jobcenter es wollen.
Nur irgendwie haben die meisten davon trotzdem keine Arbeit. Wie kann das denn sein? nach Logik der Stammtischler sind die alle faul und denen gehören sofort alle Leistungen gekürzt. Nur haben die ja auch genau das gemacht was sie machen sollten, aber eben nix gefunden. Wie passt das denn zusammen? Leistungskürzung trotz korrektem Verhalten oder was ?
Liebe Stammtischler erklärt mir mal wie ihr das begründen wolltet.

Ach und noch etwas zu unserem ModellbahnerTT hier im Forum der doch tatsächlich fordert "Bildungslager" einzurichten und den Geldempfang daran zu koppeln dass Leute dort "freiwillig" hin gehen und sich fortbilden. Wie kann man, gerade in Deutschland, auf die Idee kommen zu fordern Leute in Lager zu stecken? Hallo? So gar nichts aus der Geschichte gelernt? Vielleicht solltest du als erstes mal dann so ein Lager aufsuchen und einen Geschichtskurs für Anfänger besuchen. Leute in Lager stecken sorgt zuverlässig nur dafür dass die als Menschen 2. oder 3. Klasse angesehen und entsprechend behandelt werden. Wie man in Deutschland, mit unserer Konzentrationslagervergangenheit überhaupt auf die Idee kommen kann sowas zu fordern ist mir völlig schleierhaft.
Arbeitslager, Bildungslager und Umerziehungslager passen perfekt in totalitäre Systeme, haben aber NICHTS in Demokratien verloren. Und wer sowas fordert der zeigt wes Geistes Kind er ist und dass er wenns drauf ankommt eine Gefahr für die Demokratie darstellt.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Eure mangelnde Kenntnis der deutschen Gesetzgebung ist immer wieder sehr erstaunlich.
Was hat es mit mangelnder Kenntnis der deutschen Gesetzgebung zu tun das man einige Gesetze in der aktuellen Form nicht gut findet ?

DerOlf schrieb:
Einfach nur zu behaupten, jeder fände Arbeit, wenn er sich nur bemühe, ist zu einfach ...
In der Realität gibt es aktuell an jeder Straßenecke Arbeit und ich finde eine (schlechte) Arbeit besser als Arbeitslosigkeit/Bürgergeld.
Es ist zu einfach nur zu jammern/meckern und darauf zu warten das der Staat einem das schöne Leben auf dem Silbertablett serviert.

Tschetan schrieb:
Übrigens tragen steigende und hohe Mieten auch zu den Kosten von Hartz4 bei.
Richtig und deswegen sollten/müssen mehr Arbeitslose arbeiten gehen (diejenigen die können), um die Kosten für die Gemeinschaft zu senken.

Tschetan schrieb:
Ich finde Bürgergeld gut und würde auch Kaufkraft erzeugen ,
Die Kaufkraft muss aber auch erwirtschaftet werden und das machen nicht die Empfänger von Bürgergeld.

D0m1n4t0r schrieb:
Ergebnis: 3% der Bedürftigen haben innerhalb eines Jahres eine Sanktion von 3 Monaten wegen Fehlverhalten bekommen.
Das sind nur die 3% die erwischt wurden/werden.
Sind die Diebe/Mörder die erwischt wurden/werden die einzigen Diebe/Mörder oder gibt es noch welche die nicht erwischt wurden/werden ?

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Richtig und deswegen sollten/müssen mehr Arbeitslose arbeiten gehen (diejenigen die können), um die Kosten für die Gemeinschaft zu senken.
Haben wir die Anzahl an Arbeitslosen? Im Moment sind wir bei 2,6 ? Es gibt auch viele die aus dieser Statistik herausfallen und nicht mehr erfasst werden.
https://www.arbeitslosenselbsthilfe.org/arbeitslosenquote/

Bisschen ist das wie mit dem Verdrängungsgesetz. Wo ein Körper ist, kann kein Zweiter sein.
Abgesehen davon, gibt es viele Jobs, wo man sogar aufstocken gehen muß.

Die Diskussion über " Faule" Hartzer, ist eher Ablenkung.

Tomislav2007 schrieb:
Die Kaufkraft muss aber auch erwirtschaftet werden und das machen nicht die Empfänger von Bürgergeld.

Die Arbeitnehmer/ Produktivkräfte, erwirtschaften genug, nur landet das meiste in den Taschen weniger.
Man muß sich doch nur Profite, Boni und die Lusten der reichsten Menschen ansehen. Dazu subventioniert die Allgemeinheit vieles, was nicht darzustellen ist.
Die höchsten Steuereinnahmen stellen Verbrauchssteuern dar wie zB MwSt, aber auch Energiesteuern usw.
 
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Hallo

Tschetan schrieb:
Haben wir die Anzahl an Arbeitslosen?
Jeder einzelne der nicht arbeiten will ist einer zuviel.

Tschetan schrieb:
Im Moment sind wir bei 2,6 ? Es gibt auch viele die aus dieser Statistik herausfallen und nicht mehr erfasst werden.
Das ist das Problem, das die Statistik schön gerechnet wird, in der Realität sind es deutlich mehr.

Tschetan schrieb:
Die Arbeitnehmer/ Produktivkräfte, erwirtschaften genug,
und zahlen viel zu hohe Steuern und Sozialabgaben.

Tschetan schrieb:
Abgesehen davon, gibt es viele Jobs, wo man sogar aufstocken gehen muß.
Wer Vollzeit arbeitet muss dank Mindestlohn nicht aufstocken, das gilt natürlich nur für Singles.
Wenn man mit einem Mindestlohn eine Familie ernähren muss sieht das natürlich anders aus.

Tschetan schrieb:
Man muß sich doch nur Profite, Boni und die Lusten der reichsten Menschen ansehen. Dazu subventioniert die Allgemeinheit vieles, was nicht darzustellen ist.
Die höchsten Steuereinnahmen stellen Verbrauchssteuern dar wie zB MwSt, aber auch Energiesteuern usw.
Das ist absolut richtig, mach dazu einen Thread auf und wir können darüber diskutieren, hier geht es um das Bürgergeld.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Das sind nur die 3% die erwischt wurden/werden.
Strohmann ... das gleiche kannst du auch behaupten, wenn 5, 25, oder 50% sanktioniert wurden.
Erst wenn jeder Empfänger eine Sanktion erhalten hätte, würde dieses "Argument" nicht mehr funktionieren.
Du hast zwar recht, dass das nur die Erwischten sind. Aber da es keine Möglichkeit gibt, die brühmte "Dunkelziffer" genau anzugeben, ist der Erkenntnisgewinn aus deiner Aussage ziemlich genau gleich 0.

Alles war man daraus herleiten kann, ist deine Meinung, es würde zu wenig sanktioniert ... und diese Meinung ist hier sicher bestens bekannt.
Tomislav2007 schrieb:
Das ist absolut richtig, mach dazu einen Thread auf und wir können darüber diskutieren, hier geht es um das Bürgergeld.
Auch Bürgergeldempfänger zahlen Konsumsteuen wie du und ich ... ein höheres Steueraufkommen kommt hier höchstens dadurch zu stande, dass du zu höherpreisigen Produkten greifst und die 19% dadurch einfach mehr Geld sind.
Das ist allerdings allein deine Entscheidung und nicht die Schuld der Sozialleistungsbezieher ... niemand (ausser vielleicht dir selbst) zwingt dich, €50,- für ein Kobe-Steak von 250g auszugeben. Du tust das freiwillig und weil du meinst, dir diesen Luxus verdient zu haben.
Wenn jemand wie ich vor so einem Feinschmeckerregal steht, und die Preise sieht, dann hat er nur einen Gedanken ... "diese Pfeffersäcke müssen echt ne Macke haben". Und mit Pfeffersäcke meine ich dabei die, die sich wie du zur "oberen Mittelschicht" zählen. Ich kann mir diese Preise nur auf eine Weise erklären ... zu viele Menschen wissen einfach nicht, wohin mit ihrer ganzen Kohle.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Auch Bürgergeldempfänger zahlen Konsumsteuen wie du und ich ...
Bürgergeldempfänger erwirtschaften aber das ausgegebene Geld nicht selber und sie zahlen auch keine Lohn-/Einkommenssteuer.
Bürgergeldempfänger geben das Geld von anderen aus, Geld das die anderen die es erwirtschaften auch selber ausgeben könnten.

DerOlf schrieb:
... niemand (ausser vielleicht dir selbst) zwingt dich, €50,- für ein Kobe-Steak von 250g auszugeben. Du tust das freiwillig und weil du meinst, dir diesen Luxus verdient zu haben.
Das ich es einfach nur kaufe weil es mir schmeckt kommt dir nicht in den Sinn ?
Zeigst du mir bitte wo es ein gutes Kobe Steak für nur 200€/kg zu kaufen gibt.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Bürgergeldempfänger geben das Geld von anderen aus, Geld das die anderen die es erwirtschaften auch selber ausgeben könnten.
Für was willst du denn NOCH mehr Geld ausgeben können?

Ich glaube, dass es dir einfach nur um die Unzufriedenheit geht ... eine Neiddebatte ... DU bist neidisch, weil andere nicht arbeiten, und ihnen dennoch ein Auskommen ermöglicht wird.

Das ist ziemlich mimimi ... für jemanden, der sich selbst so viel Eigenverantwortung zuschreibt.
Ergänzung ()

Das Geld, welches nicht auf meinem Konto landet, oder sofort an Versorger und Versicherungen überwiesen wird, interessiert mich nicht ... das ist einfach weg und ich muss eh mit dem klar kommen, was übrig bleibt.

Aber du schreist nach dem Staat, der doch bitte etwas gegen deine Unzufriedenheit tun soll.
Wenn du mehr Geld ausgeben können willst, dann wirst du genau wie alle anderen auch einfach mehr arbeiten müssen. Der Staat wird dir das nicht auf dem Silbertablett servieren.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Für was willst du denn NOCH mehr Geld ausgeben können?
Noch mehr weglegen für meinen Ruhestand und für ein neues noch schöneres/besseres Auto/Motorrad kurz bevor das Verbrennerverbot kommt.
Du hast gerade ein Haus geerbt, ich habe schon länger ein Haus und eine Wohnung, du wirst noch lernen wofür du Geld benötigst und das 5000€ nichts sind.

DerOlf schrieb:
Ich glaube, dass es dir einfach nur um die Unzufriedenheit geht ... eine Neiddebatte ... DU bist neidisch, weil andere nicht arbeiten, und ihnen dennoch ein Auskommen ermöglicht wird.
Ja, ich bin missgünstig auf Menschen die mein Geld ausgeben aber nicht neidisch auf Menschen die mit Bürgergeld nur überleben aber nicht gut/schön leben.

DerOlf schrieb:
Aber du schreist nach dem Staat, der doch bitte etwas gegen deine Unzufriedenheit tun soll.
Ich schreie nicht nach dem Staat und ich bin nicht unzufrieden mit dem Staat, vor allem bin ich nicht mit mir unzufrieden (dafür geht es mir zu gut).
Ich bin mit einigen Menschen unzufrieden und kritisiere diese, die Menschen die können sollen arbeiten gehen und sich selber finanzieren/ernähren.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Ja, ich bin missgünstig auf Menschen die mein Geld ausgeben aber nicht neidisch auf Menschen die mit Bürgergeld nur überleben aber nicht gut/schön leben.
Du richtest deine Missgunst aber gegen die Falschen.
Schaue dir doch mal die Verteilung des Reichtums an? Du bist doch nur ein etwas besser gestellter " Knecht"/ Arbeitnehmer. Auch deine Arbeit schafft " Mehrwert", den andere einstecken und damit immer mehr anhäufen.

Was zahlen viele Firmen und Eigentümer an Steuern und Abgaben?
Welche Summen stellt man ihnen an Investitionszulagen und Förderungen, Abschreibungen zur Verfügung, während den unten, immer mehr Kosten aufgebrummt werden und sie immer weniger zur Verfügung haben?

Selbst Familien mit Bürgergeld gebären Kinder, erziehen und versorgen sie und schaffen neue Arbeitskräfte und Steuerzahler.
Wer benötigt und kauft nicht alles ein Auto um überhaupt arbeiten gehen zu können?
Teure Wohnungen, welche wieder prächtige Renditen, steuerlich gefördert, für Wenige generieren?
Was besitzen Menschen nach Abzug aller notwendigen Kosten, um arbeiten gehen zu können und neue Arbeitnehmer zu " basteln" ?

Nee, es gibt genug Kohle, die asozial dem Staat über Steuerschlupflöcher vorenthalten wird und das ist wesentlich mehr als das was Hartz4, oder Bürgergeld kostet.
Also ist diese Diskussion in unserer Gesellschaft nicht ganz ehrlich.
Man hetzt den Plebs aufeinander.
So wählten am Ende Hartzer die FDP, um Steuern zu sparen...
 
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