Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Hallo

Tschetan schrieb:
Du richtest deine Missgunst aber gegen die Falschen.
Nö, hier im Thread geht es um Bürgergeld und dazu schreibe ich meine (ablehnende) Meinung.

Tschetan schrieb:
Du bist doch nur ein etwas besser gestellter " Knecht"/ Arbeitnehmer. Auch deine Arbeit schafft " Mehrwert", den andere einstecken und damit immer mehr anhäufen.
Das ist richtig, ich gehe arbeiten und finanziere mich selber durch meine Arbeitskraft, ich lasse mich nicht von der Gemeinschaft durchfüttern.

Tschetan schrieb:
Was zahlen viele Firmen und Eigentümer an Steuern und Abgaben?
Da hast du Recht,...

Tschetan schrieb:
Nee, es gibt genug Kohle, die asozial dem Staat über Steuerschlupflöcher vorenthalten wird und das ist wesentlich mehr als das was Hartz4, oder Bürgergeld kostet.
...es gibt noch andere (kleinere/größere) Probleme.
Um die anderen Probleme geht es hier aber nicht, du darfst gerne Threads zu anderen Problemen eröffnen und dort schreibe ich meine Meinung dazu.

Tschetan schrieb:
Selbst Familien mit Bürgergeld gebären Kinder, erziehen und versorgen sie und schaffen neue Arbeitskräfte und Steuerzahler.
Oder die nächste Generation an Empfängern von Bürgergeld die wir finanzieren können und das sollten/müssen wir verhindern bevor es zu spät ist.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Oder die nächste Generation an Empfängern von Bürgergeld die wir finanzieren können und das sollten/müssen wir verhindern bevor es zu spät ist.
Dafür sollte man als erstes mal aufhören, den Leuten zu erzählen, dass sich Arbeit im Vergleich zu Bürgergeld ja angeblich nicht lohnt.

Also: Streikende unterstützen wo immer das geht, und Unternehmen, die ganz offensichtlich nicht an einer Einigung interessiert sind, boykottieren so gut das geht.

Das muss so lange durchgezogen werden, bis auch der kleine Fisch in Lohnarbeit über 40 Jahre wieder einen Sinn sieht, weil er danach eben nicht seine Rente aufstocken muss und im Idealfall seinen Kindern nicht nur ein gutes Beispiel liefert sondern ihnen am Ende wohlmöglich auch was vererben kann.

Leider wird das aber eine Lösung sein, die für dich zu wenig Eigenverantwortung verlangt.
Leider hat sich unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten als unfähig erwiesen, alle in Arbeit zu bekommen ... es wäre ja auch durchaus nicht wünschenswert, wenn dann die Putzfrau plötzlich in gebrochenem deutsch sagen kann "unter €15,- geht nicht" und damit auch noch Erfolg hat, weil es eben keine freien Arbeitskräfte gibt, die diesen Job für weniger machen werden.

Nicht an das GenderPayGap in hochdotierten Jobs müssen wir ran, sondern an das allgemeine PayGap zwischen gehobener Mittelschicht und Unterschicht. Da ist deutlich zu viel Platz dazwischen ... und das Märchen von der Qualifikation solllte hier niemand abkaufen ... das einzige, was hohe Löhne bedeutet, ist ein Mangel an vergleichbaren Arbeitskräften ODER ein extrem gutes Unternehmensergebnis, welches nicht nur an die Investoren verteilt wird.
Wenn es auf 10Mio Einwohner nur einen Klempner gäbe, dann würde der eben die 250,- pro Stunde bekommen, die heute ein beratender Arzt kassiert, ohne sich die Finger schmutzig zu machen.
 
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Mal so ne Frage an Tomislav, du mit deinen 91.000 Euro Jahreseinkommen, was zahlst du eigentlich an Sozialversicherungsbeiträgen?
Würdest du wie alle anderen Arbeitnehmer 19,99% deines Einkommens zahlen wärst du bei ca. 18.100 Euro Sozialversicherungsbeiträgen pro Jahr.
Ich vermute aber mal ganz stark dass du weniger zahlst, da du mit deinem Einkommen über den Beitragsbemessungsgrenzen bist.
Während "normale" Durchschnittliche Arbeitnehmer die vollen ca. 20% zahlen bist du prozentual darunter. Heisst, weil du mehr verdienst als andere bist du aufgrund der aktuellen Gesetze in der Lage dich prozentual weniger am Gemeinwohl beteiligen zu müssen, so dass dir am Ende prozentual mehr Geld bleibt als anderen Leuten die weniger verdienen als du.
Vor dem Hintergrund würde ich besser mal schön ruhig sein und mich nicht so herablassend gegenüber anderen Leuten die weniger Glück hatten äussern.
 
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Geht irgendwie am Thema vorbei.
Was hat der Anteil an der Solidargemeinschaft mit der eventuellen Deckelung von Leistungen zu tun?
 
D0m1n4t0r schrieb:
Während "normale" Durchschnittliche Arbeitnehmer die vollen ca. 20% zahlen bist du prozentual darunter. Heisst, weil du mehr verdienst als andere bist du aufgrund der aktuellen Gesetze in der Lage dich prozentual weniger am Gemeinwohl beteiligen zu müssen, so dass dir am Ende prozentual mehr Geld bleibt als anderen Leuten die weniger verdienen als du.
Vor dem Hintergrund würde ich besser mal schön ruhig sein und mich nicht so herablassend gegenüber anderen Leuten die weniger Glück hatten äussern.
Nicht prozentual sondern höchstens im Verhältnis, denn 19% von 91000€ sind immernoch mehr als 19% von 60000€ - daraus dann abzuleiten eine Person die über der Beitragsbemessungsgrenze liegt würde sich weniger am Gemeinwohl beteiligen ist nicht nur falsch, sondern ziemlich abenteuerlich.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Mal so ne Frage an Tomislav, du mit deinen 91.000 Euro Jahreseinkommen, was zahlst du eigentlich an Sozialversicherungsbeiträgen?
Kann man hier nachlesen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/beitragsbemessungsgrenzen-2023-2133570

D0m1n4t0r schrieb:
Während "normale" Durchschnittliche Arbeitnehmer die vollen ca. 20% zahlen bist du prozentual darunter. Heisst, weil du mehr verdienst als andere bist du aufgrund der aktuellen Gesetze in der Lage dich prozentual weniger am Gemeinwohl beteiligen zu müssen, so dass dir am Ende prozentual mehr Geld bleibt als anderen Leuten die weniger verdienen als du.
Bitte den Gedanken zu Ende denken: Mit der Beitragsbemessungsgrenze wird verhindert, dass sich jemand theoretisch "unendlich viele" Ansprüche aus der Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung oder anderen Versicherungen erwirbt. Da wäre das aktuelle Rentensystem z. B. gar nicht mehr finanzierbar.

Der Gesetzgeber geht also avon aus, dass sich jeder Arbeitnehmer bis zur Beitragsbemessungsgrenze z. B. einen Rentenanspruch in Form von Rentenpunkten erwirbt. Würde man diese weglassen hätten auch die Gutverdiener wesentlich mehr Ansprüche geltend zu machen. Man geht dann eher davon aus dass sich jeder der will noch freiwillig zusätzlich absichern kann.
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Mal so ne Frage an Tomislav, du mit deinen 91.000 Euro Jahreseinkommen, was zahlst du eigentlich an Sozialversicherungsbeiträgen?
Dafür brauchst du mich nicht, das kannst du dir mit jedem Gehaltsrechner deiner Wahl selber ausrechnen.
Ich bin in der GKV, ich habe keine Lust auf die hohen PKV Beiträge im Alter, private Patientenversorgung bekomme ich bei uns im Krankenhaus kostenlos.

D0m1n4t0r schrieb:
Ich vermute aber mal ganz stark dass du weniger zahlst, da du mit deinem Einkommen über den Beitragsbemessungsgrenzen bist.
Die Beitragsbemessungsgrenze ist keine Einbahnstraße, die Einzahlung ist genau so gedeckelt wie die Auszahlung (z.B. ALG/Rente).

D0m1n4t0r schrieb:
Vor dem Hintergrund würde ich besser mal schön ruhig sein und mich nicht so herablassend gegenüber anderen Leuten die weniger Glück hatten äussern.
1. Meinst du den Menschen gegenüber die ich mit finanziere ? Sobald die arbeiten gehen und sich selber finanzieren werde ich ruhig sein.
2. Mein Lebenslauf hat/te nicht das geringste mit Glück zu, ich habe mir alles selber mit meinem Fleiß und meiner Arbeitsleistung erarbeitet.
3. Ich habe als Hilfsarbeiter nicht auf das Silbertablett vom Staat gewartet, ich habe mich von der Couch erhoben und gelernt und gearbeitet.

Grüße Tomi
 
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Wer so denkt hat das Sozialsystem nicht verstanden und die Grundidee eines UMLAGESYSTEMS nicht kapiert.
Bei einem Umlagesystem geht es nicht darum Gewinn zu machen oder mehr rauszubekommen als man einzahlt, sondern das was jedes Jahr da ist wird an alle Teilnehmer verteilt. Das hat den Vorteil das auch in Wirtschaftlich schlechten Zeiten immer was da ist das man verteilen kann.

Ausserdem kann man sehr wohl eine Maximalrente festlegen OHNE Beitragsbemessungsgrenzen. Das geht sehr wohl, z.b. in der sozialistischen Schweiz.
Doch wer sich unser Umlagefinanziertes Sozialsystem mal anschaut der wird sehr schnell feststellen dass die Gut- Besser- und Sehr-Gut-Verdiener das sich im Laufe der Zeit so zusammengebastelt und geändert haben, dass sie selber überproportional davon profitieren, wohingegen der normale Arbeiter und Angestellte den Großteil davon finanzieren darf.
Und das Ergebnis was dann rauskommt sieht man dann an der Rentenkasse. Wie ist der aktuelle Stand? 3 Arbeiter finanzieren einen Rentner? Und in 10-20 Jahren angeblich dann 2:1 ? Und das ganze nur weil alle die bißchen mehr verdienen entweder gar nichts einzahlen oder im Verhältnis zum Einkommen nur extrem geringe Beträge. So funktioniert ein auf Solidarität aufgebautes System aber nicht.
Und die Politik tut genau gar nichts um das zu ändern denn die Leute die gerade in Rente gegangen sind oder demnächst in Rente gehen, diese sog. Baby Boomer Generation, das ist gleichzeitig die größte Gruppe an Wählern. Die haben sich das System so gebaut dass sie selbst maximal davon profitieren.
Was mit nachfolgenderen jüngeren Generationen ist war denen aber völlig egal, denn soweit wurde nicht gedacht.

Und da gibts dann übrigens auchnnoch ne interessante Parallele zum Klimawandel, denn die Boomer Generation das ist auch die die mehr CO2 und Treibhausgase produziert hat wie Generationen davor und danach. Da sieht man dann auch nochmal dass die Zukunft diesen Personen relativ egal ist, hauptsache sie selbst profitieren davon. Aber die Auswirkungen davon machen unser Sozialsystem und unsere Umwelt kaputt und sorgen zuverlässig für eine schlechtere Zukunft.

Lustig übrigens angesichts der Tatsache dass immer behauptet wird "Meine Kinder sollens mal besser haben".
 
Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Wer so denkt hat das Sozialsystem nicht verstanden und die Grundidee eines UMLAGESYSTEMS nicht kapiert.
Interessant, weil ich ein UMLAGESYSTEM nicht möchte habe ich ein UMLAGESYSTEM nicht verstanden.
Da ist wieder meine Lieblingstotschlagkeule, wer deine Meinung nicht teilt hat etwas nicht verstanden.

D0m1n4t0r schrieb:
Bei einem Umlagesystem geht es nicht darum Gewinn zu machen oder mehr rauszubekommen als man einzahlt, sondern das was jedes Jahr da ist wird an alle Teilnehmer verteilt.
Genau das möchte ich nicht, ich möchte andere nicht mit finanzieren, ich möchte das jeder sich selber finanziert und das jeder für sich selber vorsorgt.
Ich würde vor Freude weinen wenn ich meine Beiträge für die Arbeitslosen-/Rentenversicherung nicht in den staatlichen Gemeinschaftstopf werfen müßte und mit dem Geld stattdessen selber privat für meine Rente vorsorgen könnte, eine Arbeitslosenversicherung benötige ich nicht und ist raus geschmissenes Geld.

D0m1n4t0r schrieb:
Doch wer sich unser Umlagefinanziertes Sozialsystem mal anschaut der wird sehr schnell feststellen dass die Gut- Besser- und Sehr-Gut-Verdiener das sich im Laufe der Zeit so zusammengebastelt und geändert haben, dass sie selber überproportional davon profitieren, wohingegen der normale Arbeiter und Angestellte den Großteil davon finanzieren darf.
Du solltest noch einmal genauer hinsehen.
Es sind bestimmt nicht die Empfänger von Bürgergeld und Mindestlöhner die finanziell alles am Leben halten und unser viel zu üppiges Sozialsystem finanzieren.

D0m1n4t0r schrieb:
Und die Politik tut genau gar nichts um das zu ändern denn die Leute die gerade in Rente gegangen sind oder demnächst in Rente gehen, diese sog. Baby Boomer Generation, das ist gleichzeitig die größte Gruppe an Wählern. Die haben sich das System so gebaut dass sie selbst maximal davon profitieren.
Was mit nachfolgenderen jüngeren Generationen ist war denen aber völlig egal, denn soweit wurde nicht gedacht.
Das ist schon blöd mit der Demokratie, die Mehrheit entscheidet die politische Richtung.
Den diversen Minderheiten gefällt das nicht und jedem kann man es nicht Recht machen.

D0m1n4t0r schrieb:
Lustig übrigens angesichts der Tatsache dass immer behauptet wird "Meine Kinder sollens mal besser haben".
Ich behaupte so etwas nicht, ich habe zum Glück keine Kinder.

Grüße Tomi
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Wer so denkt hat das Sozialsystem
SozialVERSICHERUNGSsystem. Das ist ne Versicherung, entsprechend zahlt man eine Prämie. Die Leistung ist maximiert, umhin ist die Prämie in der Höhe maximiert. Von Gewinn und mehr raushholen als einzahlen habe weder ich noch Tomislav gesprochen wenn ich das richtig sehe.

Da Frage ich mich schon, wer das System hier verstanden hat und wer nicht...
 
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Hallo

Erkekjetter schrieb:
Da Frage ich mich schon, wer das System hier verstanden hat und wer nicht...
Am wenigsten haben die das System einer Versicherung verstanden die nur Auszahlung (Leistung) wollen und keine Einzahlung (Beitrag) beisteuern möchten.
Die Sozialversicherung ist keine Einbahnstraße, es kann nicht nur Auszahlung geben, es muss auch eingezahlt werden (am besten mehr als ausgezahlt wird).

Grüße Tomi
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Und das ganze nur weil alle die bißchen mehr verdienen entweder gar nichts einzahlen oder im Verhältnis zum Einkommen nur extrem geringe Beträge. So funktioniert ein auf Solidarität aufgebautes System aber nicht.
Da du dir ja so sicher bist, belege bitte einmal diese Schlussfolgerung das "Mehrverdiener" (was ist das überhaupt?) gar nichts einzahlen oder im Verhältnis nur extrem geringe Beträge.

Als Hilfe kannst du dir das ja mal selber ausrechnen, da ich nicht weiss was du mir "mehr verdienen" meinst:

Brutto-Netto
 
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Selbstständige müssen nicht in die Sozialversicherung einzahlen. Dass Beiträge gedeckelt werden hatten wir ja schon.
 
Das ist doch etwas vollkommen anderes, er redet davon das Gutverdiener (Chefchirurgen?Leitender Ingenieur? Senior IT Manager?) gar nichts oder nur extrem geringe Beiträge zahlen und das ist schlicht und einfach falsch.
 
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Ja, ganz genau war das auch mit meiner Aussage gemeint. 🙄
 
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Was hast du denn gemeint?
Gutverdienende Selbständige müssen nicht einzahlen. Das beantwortet deine ursprüngliche Frage.
 
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