Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Bennomatico schrieb:
Selbstständige müssen nicht in die Sozialversicherung einzahlen. Dass Beiträge gedeckelt werden hatten wir ja schon.
Die bekommen aber auch nichts aus den Sozialkassen, in die sie nicht einzahlen ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca, Apacon und The_waron
Lass den Unsinn, es geht nicht um Selbständige, denn wir reden von einem Umlagesystem, wer nichts einzahlt, bekommt auch nichts - wie oft muss das hier noch erklärt werden?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Apacon
Sozialversicherungsbeiträge sind ebensowenig zweckgebunden wie Steuern.
Und die Gutverdiener brauchen das Kollektiv in EU stärker, als immer getan wird- ausgerechnet die profitieren davon. Oder der Bauer sollte dem Piloten, Chefarzt, begnadeten Progamierer oder der sonstigen "Elite" demnächst auch mal 50€ für Brot oder 500€ für Handwerkerstunde abknöpfen. Meinen Job können DIE ja nun genauso wenig. Und wenn der Rabbatz aus Osten rüberschwappt, haben "die" auch viel mehr zu verlieren.

Wenn an den Chaosschulen "hartzen" neben OG, Rapper und Influenzer als glorreiche Perspektive gilt, dann sollte unsere Gesellschaft/Politik vielleicht bald mal was daran ändern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Free Radical
Hier sind die Zahlen für 2023

https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/beitragsbemessungsgrenzen-2023-2133570

Ab Januar 2023 betragen die Beiträge in der Sozialversicherung 14,6 Prozent in der Krankenversicherung, 18,6 Prozent in der Rentenversicherung, 3,05 Prozent in der Pflegeversicherung und 2,6 Prozent in der Arbeitslosenversicherung. Die Hälfte zahlt der Arbeitgeber, andere Hälfte der Arbeitnehmer.
Insgesamt: 14,6+18,6+3,05+2,6=38,85 und das durch 2 ergibt aufgerundet dann 19,5% Sozialversicherungsbeiträge.
Kennt eigentlich jeder, denn diese 19,5% werden einem immer vom Lohn/Gehalt abgezogen wenn man abhängig beschäftigt, d.h. Arbeitnehmer ist.

Jetzt ist es aber so dass es die sog. Beitragsbemssungsgrenzen gibt.
Diese besagen im Prinzip: Wer mehr als die Beitragsbemessungsgrenzen als Einkommen pro Monat hat, muss nur bis zu dem Betrag der Beitragsbemessungsgrenze in die Sozialversicherung einzahlen.

Die die mehr als andere an Einkommen haben müssen prozentual weniger abgeben als die die wenig haben.

Insgesamt liegt der Betrag den man maximal zahlen muss dank den Beitragsbemessungsgrenzen bei:
Rentenversicherung(West): 18,6% von 7300 Euro: 678,90 Euro Arbeitnehmeranteil
Krankenkasse: 14,6% von 4987,50: 364,08 Euro Arbeitnehmeranteil
Arbeitslosenversicherung(West): 2,6% von 7300 Euro: 94,90 Arbeitnehmeranteil
Pflegeversicherung: 3,05% von 4.987,50 Euro: 76,05 Euro Arbeitnehmeranteil

Zusammengerechnet sind das maximal 1213,93 Euro. Höher wird das nicht mehr, egal wie hoch das Einkommen steigt. Wer 2500 Euro verdient, der zahlt die vollen 19,5%, also 487,50. Wer 5000 Euro verdient, der schrammt knapp über die erste Grenze und zahlt nurnoch 970,13 Euro. Das sind nurnoch 19,4%
Wer 10.000 Euro im Monat verdient, der zahlt nurnoch 1213,93 Euro, also gradmal 12,13 Prozent. Wer 25.000 Euro im Monat verdient der zahlt auch 1213,93 Euro. Das entspricht nurnoch 4,85%

Und wer sich jetzt über "faule Arbeitslose" aufregt sollte dran denken, dass der Arbeitnehmeranteil für die Arbeitslosenversicherung maximal 94,90 Euro im Monat beträgt. Natürlich nur wenn man 7300 Euro oder mehr an Einkommen hat. Da schmerzen diese knapp 100 Euro für die Arbeitslosen natürlich ungemein die man als High Performer wirklich ungerne hergibt weil die ja alle faul sind und Arbeit finden würden wenn sie sich nur richtig anstrengen würden. Schon echt fies wie sehr der Staat die arbeitende Bevölkerung ausnimmt um faule Arbeitslose durchzufüttern ...
 
Die Leistungen sind genauso prozentual dann immer kleiner in Relation zum Einkommen. Entsprechend muss man privat vorsorgen. Ab einer bestimmten Höhe wird halt einfach die Eigenverantwortung vorausgesetzt und keine Sicherheitsnetz mehr gespannt, was ist daran schlimm oder unfair? Man zahlt prozentual immer wenige rund bekommt im exakt gleichen Umfang immer weniger.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Apacon
Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Jetzt ist es aber so dass es die sog. Beitragsbemssungsgrenzen gibt.
Du scheinst der einzige zu sein der den Sinn bei der Beitragsbemessungsgrenze nicht versteht und die Beitragsbemessungsgrenze für eine Einbahnstraße hält.
Die Einzahlung ins Sozialsystem ist gedeckelt und die Auszahlung aus dem Sozialsystem ist gedeckelt, das schützt das Sozialsystem vor hohen Auszahlungen.
Möchtest du das Einkommensmillionäre ohne die Beitragsbemessungsgrenze auch Millionen Euro Rente jährlich bekommen ? Wäre dir das lieber ?

Grüße Tomi
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Apacon
Was spricht denn dagegen?
Das würde die Rentenproblematik aufgrund des demografischen Wandels definitiv erst mal um Jahrzehnte (?) aufschieben.
 
Tomislav2007 schrieb:
Möchtest du das Einkommensmillionäre ohne die Beitragsbemessungsgrenze auch Millionen Euro Rente jährlich bekommen ? Wäre dir das lieber ?
Es wäre zumindest fairer!
Alleine schon unterschiedliche prozentuale Ein- & Auszahlungen sind alles andere als mit meinem Sinn für Fairness vereinbar!
Wenn jemand Millionen eingezahlt hat, warum sollte er dann nicht auch enorme Summen bekommen? Ich bin sicher solche Menschen haben auch einen deutlich teureren Lebensstil als diejenigen die nur 300€/Monat eingezahlt haben!
 
Die Rente muss schon heute durch Milliardenbeträge aus den Steuereinnahmen gestützt werden, Einkommensmillionäre würden dann entsprechend gewaltige Kosten verursachen, da die Menschen mittlerweile "zu lange" Leben bezogen auf die Arbeitszeit und das Verhältnis von Einzahler und Entnehmer kippt (Alterspyramide).

Das Ergebnis wäre also nicht "gerechter/fairer" sonders das exakte Gegenteil tritt ein, da hier Steuermittel verwendet werden müssen um die enorm hohen Rentenpunkte auszuzahlen.

Der TE sieht hier eine vermeintliche Ungerechtigkeit wo schlicht keine existiert und aufgrund der Besonderheit des Umlagesystems sogar in das Gegenteil umschlägt. Die Öffnung der Beitragsbessungsgrenze nach oben würde nur dann dem Rententopf zu gute kommen wenn das Renteneintrittsalter ebenso drastisch nach oben geschraubt wird - denn jedes Jahr was der Einkommensmillionär dann "zu lange" lebt wird im Verhältnis immer mehr durch Steuermitteln finanziert.
 
So funktionierts aber eben nicht, denn wenn es so funktionieren würde, müsste die gesetzliche Rente doch garkeine Steuermittel benötigen um noch funktionieren zu können, erst recht nicht mittlerweile gewaltige Milliardenbeträge - denn was für einen Einkommensmilliardär gilt, gilt auch für den Median-Arbeiter ;)

Du hast nämlich 2 Dinge dabei vergessen: Die Rente steigt mit den Löhnen, was du zuletzt mit 63 eingezahlt hast ist ein viel niedriger Beitrag den du mit 90 oder noch mehr bekommst und das deutlich.

Die Demografie hat sich drastisch verändert, das alte Konzept das viele Beitragszahler deutlich weniger Beitragsnehmer finanzieren geht schon lange nicht mehr auf.

Ein weiteres Problem: Die Realität, es gibt nicht den Beitragszahler der ab 20 bis 63 instant die Rentenkasse brav füllt, normalerweise sieht der Weg so aus das sehr hohe Einkommen erst im Bereich 40-50 Altersjahren erzielt werden, da dafür oft ein langer Bildungs und Weiterbildungsweg notwendig ist und zudem steigt die Lebenserwartung mit höherem Einkommen an. Es müsste also wie schon geschrieben das Renteneintrittalter deutlich angehoben werden damit sich das für die Rentenkasse lohnt, vermutlich deutlich in die Region 75-80 Altersjahren, damit ausreichend Zeitraum da war wo hohe Beiträge abgegriffen werden konnten.
 
Wieso tun hier alle so als wäre es von den Beitragsbemessungsgrenzen abhängig wieviel Maximalrente ("Maximalleistungen") es gibt? Das ist doch nicht in Stein gemeiselt, das kann man alles ändern. Da gäbe es ne ganz einfache Lösung. Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen und eine gesetzliche Maximalrente festlegen. Wäre so einfach wenn man nur wollte. Denn eins darf man dabei nicht vergessen, wer richtig viel Geld verdient, der schafft das meist nur deswegen weil andere Menschen dabei helfen und man von deren Arbeitsleistung profitiert. Und dann kann man der Gesellschaft auch ruhig was zurück geben.
Und im übrigen ist das auch gar nicht so wie man z.b. bei der Krankenversicherung sieht. Da sind die Leistungen auch nicht nach oben gedeckelt, sondern da gibts Millionenteure Behandlungen und Herz-OPs für 100 jährige die ein halbes Jahr später dann doch sterben. Das hat nämlich alles was mit Menschenwürde zu tun.

Ich rate allen die keinen Bock haben sich an unserem System zu beteiligen in die USA auszuwandern. Da habt ihr genau das System was ihr wollt und was angeblich so toll ist. Allerdings, falls ihr krank werdet und plötzlich kein Einkommen mehr habt, dann auch bitte nicht rumjammern falls das Krankenhaus plötzlich 3 Millionen Dollar für die Behandlung haben will, 2 Wochen später das Haus weg ist und eure neue Heimat eine Pappschachtel unter einer Brücke ist.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Wieso tun hier alle so als wäre es von den Beitragsbemessungsgrenzen abhängig wieviel Maximalrente ("Maximalleistungen") es gibt? Das ist doch nicht in Stein gemeiselt, das kann man alles ändern. Da gäbe es ne ganz einfache Lösung. Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen und eine gesetzliche Maximalrente festlegen. Wäre so einfach wenn man nur wollte.
Prinzipiell machbar, jedoch nicht "einfach" da der komplette Rechtsrahmen geändert werden müsste, da wir dann das Umlagesystem verlassen

D0m1n4t0r schrieb:
Denn eins darf man dabei nicht vergessen, wer richtig viel Geld verdient, der schafft das meist nur deswegen weil andere Menschen dabei helfen und man von deren Arbeitsleistung profitiert. Und dann kann man der Gesellschaft auch ruhig was zurück geben.
Sicher sicher.

D0m1n4t0r schrieb:
Ich rate allen die keinen Bock haben sich an unserem System zu beteiligen in die USA auszuwandern. Da habt ihr genau das System was ihr wollt und was angeblich so toll ist. Allerdings, falls ihr krank werdet und plötzlich kein Einkommen mehr habt, dann auch bitte nicht rumjammern falls das Krankenhaus plötzlich 3 Millionen Dollar für die Behandlung haben will, 2 Wochen später das Haus weg ist und eure neue Heimat eine Pappschachtel unter einer Brücke ist.
Ist dir schonmal aufgefallen das deine letzten Postings alle mit wirklich komplett aus der Luft gegriffenden Strohmanargumenten enden? Was willst du damit bezwecken?
 
D0m1n4t0r schrieb:
Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen und eine gesetzliche Maximalrente festlegen. Wäre so einfach wenn man nur wollte.
"So einfach" das es das BVG in dem Moment kassiert, wo es vorgeschlagen wird. Das wäre mit dem Gleichheitsgrundsatz so überhaupt nciht zu vereinen. Wird man aber jemanden mit so einem kruden "Gerechtigkeitssinn" wohl nicht beibringen können...
 
Joker (AC) schrieb:
Oder der Bauer sollte dem Piloten, Chefarzt, begnadeten Progamierer oder der sonstigen "Elite" demnächst auch mal 50€ für Brot oder 500€ für Handwerkerstunde abknöpfen. Meinen Job können DIE ja nun genauso wenig.
kA was du beruflich machst, aber weißt du was die Piloten, Chefärzte oder Programmierer machen würden, wenn das Brot plötzlich 50€ kosten würde?
Sie würden es sich selbst backen...
Oder noch anders: Manche würden dann Leute anstellen für, sagen wir Mal beispielsweise, 80€ die Stunde, und dafür backen die in der Zeit 4 Brote.
Dann könnten die 2 Brote für 40€ (bisschen billiger, damit sie es schnell und unkompliziert) verkaufen um den Brotbäcker zu bezahlen und haben 2 Brote lediglich für logistischen Aufwand bekommen.

Oh, ich glaube ich habe gerade Grundzüge des Prinzips von Angebot und Nachfrage entdeckt...



Joker (AC) schrieb:
Wenn an den Chaosschulen "hartzen" neben OG, Rapper und Influenzer als glorreiche Perspektive gilt
Wärst du als Teenager nicht gerne mit vermeintlich geringem Aufwand reich, berühmt, und beliebt gewesen? Oder "verdienst" dir deinen Lebensunterhalt durch Sachen, die mit das beste Aufwand/Nutzen Verhältnis liefern?
Das hat wohl weniger was mit Chaosschulen als mit Träumereien und Schwärmereien zu tun.
Ich glaube sowas hatten die meisten von uns schonmal.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Ich rate allen die keinen Bock haben sich an unserem System zu beteiligen in die USA auszuwandern.
Klar, jeder, der sich den passenden Job (oft mit allen Konsequenzen dazu) gesucht hat, um irgnedwan über den Beitragsbemessungsgrenzen zu landen, stellt zu dem Zeitpunkt eine Beteiligung am Sozialsystem in D komplett ein. Schade, dass ich das nicht früher gewusst habe.

Würde man alle Geschenke bei der GRV und GKV einstellen, wäre auch genug Geld vorhanden. Vermutlich gesamthaft sogar, um in der PV ausreichende Leistungen zu erbringen.

The_waron schrieb:
Was willst du damit bezwecken?
M.M.n. hofft er durch ständige Wiederholung seiner Aussagen mind. seit Seite 2 des Threads doch noch die Mitleser von seiner Sichtweise eines Sozialstaates zu überzeugen.

Aus seiner Sicht sind an fehlenden Leistungen der Sozialsysteme einzig die Leute Schuld, die eigenverantwortlich dafür gesorgt haben, dass sie über den Beitragsbemessungsgrenzen liegen und daher eigene Vorsorge betrieben können. Das ist ihm anscheinend schon bei der einzigen Zwangsversicherung zuwider, bei dem man wenigstens noch ansatzweise für seine eigene Versicherungsleistung zahlt (die Arbeitslosenversicherung) ohne dabei Geschenke an andere mit zu finanzieren (z.B. Mütterrente, Rente mit 63, kostenlose Mitversicherung von Kindern und nicht erwerbstätigen Partnern).
 
Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Wieso tun hier alle so als wäre es von den Beitragsbemessungsgrenzen abhängig wieviel Maximalrente ("Maximalleistungen") es gibt?
Weil das die Realität darstellt und weil genau dafür die Beitragsbemessungsgrenze eingeführt wurde, eine Deckelung für die Einzahlung und die Auszahlung.

D0m1n4t0r schrieb:
Das ist doch nicht in Stein gemeiselt, das kann man alles ändern. Da gäbe es ne ganz einfache Lösung. Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen und eine gesetzliche Maximalrente festlegen. Wäre so einfach wenn man nur wollte.
Das hättest du vorher schreiben sollen, das du nicht über die Realität sondern über deine Phantasien schreibst, das hätte uns die letzten 2 Seiten erspart.

D0m1n4t0r schrieb:
Denn eins darf man dabei nicht vergessen, wer richtig viel Geld verdient, der schafft das meist nur deswegen weil andere Menschen dabei helfen und man von deren Arbeitsleistung profitiert.
Wer soll mir bei meinem beruflichen Werdegang angeblich geholfen haben und von wem soll ich angeblich profitieren ?
Ich profitiere nur von vielen Kranken/Verletzten, Corona z.B. war ein finanzieller Segen (Gehaltserhöhung + Mehrere Boni).

D0m1n4t0r schrieb:
Und dann kann man der Gesellschaft auch ruhig was zurück geben.
Das sehe ich genauso, diejenigen die nicht arbeiten wollen können der Gesellschaft etwas zurück geben und anfangen Steuern/Sozialabgaben einzuzahlen.

D0m1n4t0r schrieb:
Ich rate allen die keinen Bock haben sich an unserem System zu beteiligen in die USA auszuwandern. Da habt ihr genau das System was ihr wollt und was angeblich so toll ist.
Ich glaube nicht das die USA unsere Arbeitslosen aufnimmt, vor allem nicht die Arbeitslosen die keine Lust haben zu arbeiten.
Ich rate allen die geringere Unterschiede beim Gehalt wollen nach Kuba auszuwandern, da habt ihr genau das System was ihr wollt und was angeblich so toll ist.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ähnliche Themen

Zurück
Oben