Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Oder wie schonmal vorgeschlagen, gesetzliche Krankenkasse für alle und wer möchte kann sich zusätzlich privat versichern. Im oben verlinkten Video erklärt auch jemand wie das in Nordeuropa läuft.

Da werden die Krankenkassen aus Steuergeldern finanziert und da muss jeder Steuern zahlen und zwar auf alle Arten von Einkommen, egal wie das erzielt wird. Da ist das nicht wie in Deutschland getrennt in Sozialversicherungsbeiträge und Steuern sondern da gibts nur Steuern und die müssen von allen gezahlt werden und davon wird dann die Krankenkasse bezahlt. Beitragsbemessungsgrenzen gibts da übrigens nicht. Wer da eine Million Einkommen im Monat erzielt zahlt Höchststeuersatz. In Dänemark z.b. 56%, Finnland, 56%, Schweden, 52%, Norwegen 51%. Aber da ist dann alles drin, Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosigkeit usw.
Das Ergebnis: ALLE zahlen Steuern und alle haben Anspruch auf Versorgung im Krankheitsfall. Die Pflegekräfte sind besser bezahlt, mehr Pflegekräfte insgesamt und jeder einzelne muss weniger arbeiten.

Eine win-win-win Situation für alle.

Die Tage wurde Finnland wiederholt zum Land mit den glücklichsten Einwohnern erklärt. Das Land mit den höchsten Steuersätzen in dem alle sich prozentual am Einkommen gemessen am Gemeinwohl beteiligen müssen. In dem Land kostet Bier sogar 20 Euro und die Leute sind glücklich. Aber da werden die Leute auch nicht verheizt sondern die haben erkannt dass es gescheite Arbeitsbedingungen in der Pflege und anderswo braucht.

Ist übrigens nicht nur in der Pflege so, sondern auch bei der Bildung schneiden die Nordeuropäer regelmäßig am besten ab. Die haben kleine Klassen, intakte Schulen, 2-3 Lehrer pro Klasse usw.

Kurz gesagt, die machen genau das, was bei uns hier immer verteufelt wird. Und das macht die auchnoch glücklich und zufrieden.

Wir hingegen wissen alles besser, sind aber irgendwie nicht glücklich und unser Pflege- und BIldungssystem ist ziemlich marode, aber wenigstens ist der Alkohol hier billig.
Na denn Prost.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Wer da eine Million Einkommen im Monat erzielt zahlt Höchststeuersatz. In Dänemark z.b. 56%, Finnland, 56%, Schweden, 52%, Norwegen 51%. Aber da ist dann alles drin, Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosigkeit usw.
Das Ergebnis: ALLE zahlen Steuern und alle haben Anspruch auf Versorgung im Krankheitsfall. Die Pflegekräfte sind besser bezahlt, mehr Pflegekräfte insgesamt und jeder einzelne muss weniger arbeiten.
Klassisches Cherrypicking das du dir sogar selbst zerflückt hast, denn du hast einmal Abgabenlast nach Steuern und SV getrennt betrachtet und dann wieder nicht.

Betrachten wir nämlich die gesamte Abgabenquote kommt etwas ganz anders raus:

Da sind wir nämlich Vizeweltmeister und die Nordeuropäer zahlen weniger als wir, nach deiner These müssten die Belgier und die Deutschen die glücklichsten, am besten versorgtesten und sozial ausgeglichensten sein, denn schließlich ist ja nur dafür die Höhe der Abgaben entscheident oder?

So einfach ist dann eben doch nicht, die Probleme scheinen ganz offensichtlich in einem deutlich ineffizienteren System zu liegen gegenüber beispielsweise den Skandinaviern denn die zahlen insgesamt weniger, aber erhalten mehr - eine Abgabenerhöhung wird also nichts daran ändern.
 
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Capet schrieb:
Es kam ja immer mal wieder der Vorschlag, die Beitragsbemessungsgrenze aufzuheben. Unabhängig davon, ob das juristisch machbar wäre, was ich nicht glaube, wäre es interessant zu sehen, was sich theoretisch an zusätzlichen Einnahmen ergeben würde, wenn bspw. das beitragspflichtige Einkommen = das steuerpflichtige Einkommen wäre.
Und wieviel Ungerechtigkeit soll eigentlich noch geschaffen werden? Die SV ist eine Versicherung und keine Steuer. Es ist ansich schon fraglich, warum manche Leute monatlich 100te von Eur bezahlen müssen, um die gleiche Versicherungsleistung zu bekommen, wie andere, die gar nichts oder nur kleine Beträge bezahlen.
Irgendwann ist auch mal gut. Die Ungerechtigkeiten ggü. dem Mittelstand sind maßlos und das Belasten der "sogenannten starken Schultern" ufert so lange aus, bis es keine starken Schultern mehr sind.

Generell gesehen muss endlich das Gießkannenprinzip im unteren Bereich aufhören. Wenn schon dann Gießkanne für alle bitte. Denn hier gab es in den letzten Jahren massive Verwerfungen, an denen der Mindestlohn und die Anhebung des Bürgergelds Schuld ist. Denn dadurch hat sich auch das ganze Gehaltsgefüge verschoben. Der Mittelstand blutet immer mehr aus und keinen interessiert es (außer die FDP, die wenigstens versucht, was dagegen zu machen und dafür von allen Dresche bekommt).
Vorweg, natürlich muss sich Arbeit lohnen und jeder soll ein vernünftiges Gehalt bekommen, was seinem Job und den Qualifikationen entspricht. Gerade der Niedriglohnsektor hat aber besonders profitiert. Durch Anstieg des Mindestlohns auf 12 Eur (und manche fordern mehr, bis zu 20) wurde der Lohn von unten nach oben gedrückt, ohne dass aber der Mittelstand mehr bekommt. Während einfache Tätigkeiten ohne Qualifikation vorher vielleicht 8 Eur /h wert waren, stieg dieser Wert schlagartig auf 12Eur und damit um 50%. Resultat ist u.a. auch die steigende Inflation, die wir alle bezahlen dürfen. Der Effekt hält weiter an. Das sieht man u.a. daran, dass Verdi 10,5% aber mindestens 500 Eur fordert. Bei 12Eur Mindestlohn und ca. 170 Stunden bei VZ ist eine Gehaltssteigerung von 500 Eur aber eine Steigerung von 25 %.
Was macht das wohl mit der Inflation?
"Am Arsch" sind im Grunde die, die um die 5000 verdienen, was meist gut qualifizierte Kräfte sind, die viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung gesteckt haben, die den Laden am Laufen halten, denn sie bekommen ähnlich "viel" mehr, wie die "unten" (Gleichmacherei). Wobei das nicht mal stimmt, bei 60k Eur Gehalt im Jahr liegt die Gehaltssteigerung komplett im Spitzensteuersatz, d.h. die ca. 500 Eur mehr in dieser Gruppe (egal ob nun wegen 10% oder "mind." 500 Eur mehr, was aufs Gleiche rausläuft), kommen nur noch ca. 50% beim AN an, während von den 500 Eur des "Geringverdieners", die schon 25% mehr darstellen, auch noch deutlich mehr hängen bleibt. Nur halt nicht in der breiten Mitte (hier sinkt der Zuwachs immer mehr und wird durch die kalte Progression immer weiter aufgefressen, weil normaler Mittelstand steuerlich zum Topverdiener wird letztlich nur noch ein paar hundert Euro mehr als der Einstieg hat.
Zum Dank darf die Gruppe zusätzlich noch den Soli bezahlen (was die Geringverdiener auch nicht mehr müssen) und die oben will man noch weiter schröpfen, indem man die Kappungsgrenze aufheben will?
Es sollte endlich mal wieder eine Lobby für die, die in der Mitte geben, an denen von beiden Seiten gezogen wird, von oben, weil die Erwartungen u.a. im Job immer mehr steigen und von unten, weil die Erwartung besteht, dass irgendeiner die Schose ja bezahlen soll.
Die Lücke nach "oben" steigt dagegen weiter, weil die 10% da ganz anders reinschlagen. Das, was Verdi gerade fordert, ist aus meiner Sicht sozial ungerecht.

Und ein weiterer Treiber ist das Bürgergeld. Solange man das Bürgergeld immer weiter noch oben treibt, und nicht allein den (arbeitsunfähigen) Bedürftigen vorbehalten bleibt, wird immer mehr Flucht in die soziale Hängematte erfolgen, zu Lasten von allen, insbesondere dem Mittelstand.
Ergänzung ()

@D0m1n4t0r
Was willst Du uns sagen? dass wir endlich 20Eur für den Liter Bier bezahlen sollen und 56 % Spitzensteuersatz zahlen sollen, damit wir glücklich sind? Frag mal die Schweizer und Luxemburger, wieviel die an Steuern zahlen und wie glücklich die sind?
Deutschland muss seine Bürokratie in den Griff bekommen, den Staat und die Verwaltung dramatisch entschlacken, wozu brauchen wir 170 Krankenkassen mit Vorständen, Aufsichtsräten, Geschäftsstellen, Verwaltungen o.ä. wenn auch 5 oder 10 reichen würden? Warum werden 30.000 neue hochdotierte Posten unter der Ampel geschaffen. Warum haben wir nach China das zweitgrößte Parlament der Welt, das immer weiter wächst und wächst. Kein Mensch braucht 700 Abgeordnete. Wenn man die Zahl der Wahlbezirke halbieren würde, wäre das Problem gelöst. Stattdessen diskutiert man seit Jahrzehnten und findet jetzt eine undemokratische Lösung, die gewählte Volksvertreter ausschließt? Wie kann das sein? Man schafft ein bürokratisches Monster, einen Tanker, der nicht mehr steuerbar ist. Unsere Verwaltung wächst und wächst. Unsere einzige Leistung ist mittlerweile, dass wir uns und unser Chaos selbst verwalten. Wann digitalisieren wir endlich mal den Quatsch, mit dem sich bei uns eine Unmenge von hochbezahlten Beamten beschäftigen? Die Arbeitslast und damit das Personal bzw. die Arbeitslast des Personals könnte locker halbiert werden. Wann investieren wir endlich wieder mal in unsere Infrastruktur und unsere Substanz, anstatt den größten Teil für Bürokratie und "soziale" Ausgaben zu verwenden?
Ich könnte die Liste ewig fortführen.
 
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Smartin schrieb:
Und wieviel Ungerechtigkeit soll eigentlich noch geschaffen werden? Die SV ist eine Versicherung und keine Steuer.
Es ging mir keineswegs darum, diese Änderung zu fordern oder gar gut zu heißen. Es wird nur immer wieder von einigen hier so getan, als würde die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenzen irgendwas ändern. Ich gehöre auch zu den Leuten, die einkommensmäßig in dem Bereich liegen, in dem sie, wie du es schreibst, "am Arsch" sind.

Deswegen halte ich derartige Vorschläge auch für absoluten Unsinn. Ich habe jetzt schon bei jedem Blick auf die Gehaltsabrechnung den Eindruck, nur für Steuern und Abgaben arbeiten zu gehen. Ich habe auch erst recht keine Lust, noch mehr abzugeben, nur weil irgendwer meint, dass der übrig bleibende Rest doch für mich ausreichend sein sollte und es anderen Leuten doch viel schlechter geht.
 
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Smartin schrieb:
Während einfache Tätigkeiten ohne Qualifikation vorher vielleicht 8 Eur /h wert waren, stieg dieser Wert
Und genau das ist eines der Probleme beim Mindestlohn: Der Wert der Arbeiten, die in den Mindestlohn fallen, steigt in keinster Weise. Sie bekommen einfach nur mehr Geld.

Wie groß der Effekt auf die Inflation am Ende wäre weiß ich nicht. In diesem Artikel wird versucht zu eruieren, wie groß der Effekt einer Erhöhung des Mindestlohns auf 15$/h in Amerika wäre: https://www.epi.org/blog/inflation-...rom-inflation-means-raising-the-minimum-wage/

Deren Ergebnis: 0.5%.

Bei der Methodik bin ich mir aber nicht sicher, wie sehr ich da mitgehe. Ich halte es für zu kurz gedacht, einfach das komplette Einkommen aller Arbeitnehmer zu nehmen und dann zu gucken, wie stark sich die Erhöhung des Mindestlohns auf diese Gesamtheit auswirkt.
Das mag als grober Indikator für alle Wirtschaftsbereiche (und eben nicht nur Produktion) zusammengerechnet Sinn machen, stellt am Ende dann aber nur eine grobe Indikation für den Lohn&Gehälter Index. Um von dort auf den Verbraucherpreisindex zu kommen, um den es bei den Inflationsdiskussionen ja primär geht, müssen vermutlich noch andere Werte wie das BIP berücksichtigt werden.

Desweiteren blendet dieses Vorgehen aus, dass unterschiedliche Bereiche unterschiedlich stark vom Mindestlohn betroffen wären. Ich behaupte einfach Mal, dass eine Firma wie Intel deutlich weniger von der Erhöhung des Mindestlohns betroffen wäre, als der Bäcker nebenan.


Kurz:
Ich denke nicht, dass Erhöhungen des Mindestlohns / des Bürgergeldes (was bei uns in DE ja noch dazu kommen würde) nur so einen geringen Einfluss hätte wie es dir Quelle für die USA vermutet.
Ich glaube aber auch nicht, dass eine Erhöhung dieser um 20% auch in einer Inflation von 20% endet.

Was ich aber glaube ich, dass die Mittelschicht, die vor der Erhöhung bereits über dem Mindestlohn lag, am Ende die Leidtragenden sind.
 
Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene waren keine messbaren Effekte des Mindestlohns auf gängige Wettbewerbsindikatoren wie Arbeitskosten, Lohnstückkosten, Produktivität und Gewinne zu beobachten. Dies mag auch damit zu tun haben, dass die mindestlohnbedingten Lohnerhöhungen für die Gesamtwirtschaft von vergleichsweise geringer Bedeutung gewesen sind. Für die Einführung des Mindestlohns ermittelte das Statistische Bundesamt unter der Annahme einer vollständigen Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohns und gleichbleibender Arbeitszeit einen mindestlohnbedingten Anstieg der jährlichen Bruttolohnsumme um 5,2 Milliarden Euro, was einer Zunahme von lediglich 0,43 Prozent bezogen auf alle Bruttolöhne und -gehälter entspricht.

Quelle
 
Bennomatico schrieb:
Buchstäblich ein Absatz später:
"Zwar waren auf gesamtwirtschaftlicher Ebene keine spürbaren Effekte zu beobachten. Gleichwohl hatte der Mindestlohn für einzelne Betriebe, vor allem solche, die vor Einführung des Mindestlohns Beschäftigte hatten, die unter 8,50 Euro pro Stunde verdienten, mitunter erhebliche Auswirkungen. Dies gilt besonders für Betriebe aus dem Gastgewerbe, dem Einzelhandel, dem Bereich Nahrungs- und Genussmittel sowie generell dem Dienstleistungssektor."


Oh Mensch, woran muss ich dabei gerade denken? Achja...
Bonanca schrieb:
Desweiteren blendet dieses Vorgehen aus, dass unterschiedliche Bereiche unterschiedlich stark vom Mindestlohn betroffen wären. Ich behaupte einfach Mal, dass eine Firma wie Intel deutlich weniger von der Erhöhung des Mindestlohns betroffen wäre, als der Bäcker nebenan.
 
Bonanca schrieb:
Der Wert der Arbeiten,
Es ist ein komplexes Thema und vielleicht das Hauptproblem, dass Arbeit unterschiedlich bezahlt wird !?
Weil letztendlich haben wir doch Alle nur eine begrenzte Lebenszeit und somit Arbeitszeit zur Verfügung.

Von 17-67 arbeiten sind genau 50 Jahre aber ob man 1500, 2500 oder 5000€ verdient, entscheidet Alles.
Zu sagen die "Schlaueren" haben es sich verdient ist hochgradig asozial und Ausbeutung der "Dummen".

Wenn Jemand zum Mindestlohn arbeiten "muss" und er von Anfang an weiß, dass er nie die Chance hat
auf den gleichen "Wohlstand" wie andere Menschen dann prägt das eine Gesellschaft bestimmt negativ.
 
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Das Thema Lohn-Preis Spirale könnte durch zwei Maßnahmen komplett aus der Welt geschafft werden:
1. BGE
Wenn es z.B. ein BGE von 1.000 € gibt, könnte in z.B. der Gastro ein Monatslohn von z.B. 700 € problemlos ausreichend sein. Dadurch könnten die Dienstleistungen deutlich günstiger angeboten werden.

2. Ein komplettes Neudenken von: Produktionskosten - Steuern - Verkaufspreis.
Aktuell werden Gewinne (hohe Differenz zwischen Produktionskosten und Verkaufspreis) privatisiert und alle Bereiche die keinen Gewinn abwerfen können, an die Gesellschaft (Steuerfinanziert) abgegeben.

Korrekt wäre es aber, wenn die Differenz zwischen Produktionkosten und Verkaufspreis die Steuer wäre.
Erweitere dies durch ein Anti-Wucher-Gesetz bei den Löhnen (Fußballer, Schauspieler und Co.) und der Staat hätte locker genug Einnahmen um ein BGE und die komplette Infrastruktur eines Landes zu finanzieren.

Wenn der Preis rein anhand der Nachfrage durch z.B. eine KI festgelegt wird, dass die Höhe so hoch ist, dass noch ein gewisser niedriger Restbestand vorhanden bleibt, der für unvorhergesehene Nachfrage zur Verfügung steht.

Dann würde z.B. eine PS5 nicht für 500 € angeboten werden und dann Jahrelang ausverkauft und durch Scalper überteuert verkauft werden, sondern der Preis wäre entsprechend der Nachfrage z.B. bei 750 €.
Bei einem Produktionspreis von z.B. 300 € würde der Staat an jeder verkauften PS5 450 € Steuern erhalten.
 
0ssi schrieb:
Von 17-67 arbeiten sind genau 50 Jahre aber ob man 1500, 2500 oder 5000€ verdient, entscheidet Alles.
Zu sagen die "Schlaueren" haben es sich verdient ist hochgradig asozial und Ausbeutung der "Dummen".
Also beispielsweise weil der Oberarzt 9000€ verdient beutet er den Kanalarbeiter für 3000€ aus? Erklär mal bitte.
 
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Hallo

0ssi schrieb:
Weil letztendlich haben wir doch Alle nur eine begrenzte Lebenszeit und somit Arbeitszeit zur Verfügung.
Der Unterschied ist, einige nutzen ihre begrenzte Lebenszeit sinnvoll, sie lernen und arbeiten überdurchschnittlich gut/viel/hart im Gegensatz zu anderen.
Warum sollen die nicht mehr bekommen als die die nicht arbeiten wollen oder die die nichts gelernt haben oder die die nur Dienst nach Vorschrift abliefern ?

0ssi schrieb:
Zu sagen die "Schlaueren" haben es sich verdient ist hochgradig asozial und Ausbeutung der "Dummen".
Das sagt niemand, die fleissigen haben es sich verdient, wenn man dumm ist kann man mit Fleiß beruflich auch etwas erreichen.
Die faulen die nicht arbeiten wollen und sich von der Gemeinschaft mit Bürgergeld durchfüttern lassen sind asozial, das ist Ausbeutung der Gemeinschaft.

Andy8891 schrieb:
1. BGE
Wenn es z.B. ein BGE von 1.000 € gibt, könnte in z.B. der Gastro ein Monatslohn von z.B. 700 € problemlos ausreichend sein. Dadurch könnten die Dienstleistungen deutlich günstiger angeboten werden.
Dann doch lieber ein BGE von 1500€, dann könnte z.B. in der Gastro ein Mindestlohn von z.B. 200€ problemlos ausreichend sein und die Chefs freuen sich.
Dadurch könnten die Dienstleistungen noch deutlich günstiger angeboten werden, wie hoch muss das BGE sein bis Dienstleistungen nichts mehr kosten ?
Du glaubst wohl das der Staat nur genug Geld drucken muss damit genug Geld für alle da ist und das mehr Geld da ist wenn mehr Geld (um)verteilt wird.

Grüße Tomi
 
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0ssi schrieb:
Es ist ein komplexes Thema und vielleicht das Hauptproblem, dass Arbeit unterschiedlich bezahlt wird !?
Weil letztendlich haben wir doch Alle nur eine begrenzte Lebenszeit und somit Arbeitszeit zur Verfügung.
0ssi schrieb:
Von 17-67 arbeiten sind genau 50 Jahre aber ob man 1500, 2500 oder 5000€ verdient, entscheidet Alles.
ja aber es geht nicht nur um die Lebenszeit, sondern auch um den Wert der Arbeit. und letzterer bestimmt sich durch viele Faktoren. Durch investierte Zeit und Wissen, um entsprechende Qualifikationen zu erlangen, Fleiß, individuelle Fähigkeiten, Konkurrenz, Bedarf, Automatisierbarkeit ...
0ssi schrieb:
Zu sagen die "Schlaueren" haben es sich verdient ist hochgradig asozial und Ausbeutung der "Dummen".
Gegenfrage, warum soll ein Busfahrer oder Zugfahrer (no Offence), der seine Ausbildung in 2 Mo macht und dann einen Job macht, der quasi durch "fast jeden erbracht" werden kann, bald ggf. automatisiert wird, mehr verdienen, als einer, der 3 Jahre in eine Ausbildung gesteckt hat und dafür besondere Qualifikationen brauchte, weil es eben nicht "jeder" kann. Oder ein Akademiker, der noch ein paar Jahre Studium in ein Studium gesteckt hat ...
Es wird zu oft so getan, als fällt den Erfolgreichen der Erfolg in den Schoß (was machmal auch der Fall ist, aber eben nicht der Regelfall) und die nicht so Erfolgreichen oder "Dummen" sind deswegen so, weil sie von Anfang an da reingeboren sind und nichts daran ändern können. Beides ist Quatsch und bloße Ausreden. Es kann eben nicht jeder der der erfolgreiche Manager sein. Ob die deswegen gleich xxx Millionen verdienen müssen oder nicht auch 1 Mio ausreichend wäre, ist eine andere Frage.
Genauso heißt nicht "arm", dass man darauf festgelegt ist. Gerade bei uns nicht, wo Ausbildung größtenteils günstig oder kostenlos ist. Bibliotheken sind kostenlos. Etc. Und mitunter hat ein Kind aus armen Haushalten eine andere Motivation etwas aus sich zu machen, als eines aus einem reichen Haushalt, das alles immer in den Allerwertesten geblasen bekommen hat.
Es gibt genug Erfolgsgeschichten.
0ssi schrieb:
Wenn Jemand zum Mindestlohn arbeiten "muss" und er von Anfang an weiß, dass er nie die Chance hat
auf den gleichen "Wohlstand" wie andere Menschen dann prägt das eine Gesellschaft bestimmt negativ.
wenn jeder so denkt, wären wir alle Dummbeutel, die sich nie weiterentwicklen würden. Niemand "muss" zum Mindestlohn arbeiten. Wenn man aber nichts investieren will, nicht fleißig ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer ja. Ein ganz großes Problem ist dabei fehlende Motivation, etwa durch Bürgergeld. Wenn einem vorgelebt wird, dass man nichts tun muss, um ein halbwegs anständiges Leben führen zu können, dann gibt es genug, die sich darauf und damit auf den Taschen aller ausruhen werden, weil sie den Weg des geringsten Widerstands gehen. Bsp? Wie war es früher in der Schule. Hast Du immer und jeden Tag gelernt, oder hast du nicht an den Tagen vor einer Prüfung mehr gelernt als sonst. Der Mensch braucht, Druck und Motivation, um was zu machen und was zu erreichen. Manche motivieren sich auch selbst, aber nur, weil sie den Erfolg vor Augen haben. Deswegen ist Bürgergeld für alle ohne Anlass auch der Weg in die Motivationslosigkeit und damit der falsche Weg.
 
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Die Sache bei dem ganzen ist aber dass die wirklich "erfolgreichen", sagen wir mal alle, die über 1 Million Euro im Jahr verdienen, das nur deswegen schaffen weil sie von der Arbeitskraft anderer direkt oder indirekt profitieren. Denn kein Mensch alleine kann selber soviel Arbeiten um auf dermaßen hohe Stundenlöhne zu kommen, nur durch eigene Arbeit.
Und da kann man dann schon überlegen ob es nicht sinnvoll wäre dermaßen hohe Einkommen so zu besteuern dass man sich zumindest den Teil holt, der aufgrund der Arbeitsleistung dritter entstanden ist.
Wenn ich jemanden der 1 Million Euro im Jahr verdient z.b. mit 75% besteuere, hat der anschliessend immernoch 250.000 über, bzw. über 20.000 Euro im Monat. Wirklich "arm" macht das diese Personen nicht und den Lebensstandard schränkt das auch nicht großartig ein, aber es gibt den Leuten die von der Arbeit anderer Profitieren die Möglichkeit der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Die Sache bei dem ganzen ist aber dass die wirklich "erfolgreichen", sagen wir mal alle, die über 1 Million Euro im Jahr verdienen, das nur deswegen schaffen weil sie von der Arbeitskraft anderer direkt oder indirekt profitieren. Denn kein Mensch alleine kann selber soviel Arbeiten um auf dermaßen hohe Stundenlöhne zu kommen, nur durch eigene Arbeit.[...]
Wie viele Menschen hierzulande verdienen über 1 Million € im Jahr wirklich durch reine Arbeit in Verbindung mit Gehalt? Und wenn viel verdient wird, dann werden auch hohe Steuern und Abgaben fällig (eigentlich zu viele, wenn man weltweit vergleicht).

Die grundlegende "Ungleichheit" entsteht und wird manifestiert durch die Erbschaften.
 
Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Die Sache bei dem ganzen ist aber dass die wirklich "erfolgreichen", sagen wir mal alle, die über 1 Million Euro im Jahr verdienen, das nur deswegen schaffen weil sie von der Arbeitskraft anderer direkt oder indirekt profitieren.
Die anderen profitieren auch, weil sie von den Erfolgreichen einen Arbeitsplatz bekommen, ohne die Erfolgreichen wären die anderen arbeitslos.
Niemand hält die anderen davon ab sich nicht in ein Angestelltenverhältnis zu begeben und sich selbstständig teurer auf dem Markt anzubieten.
Es gibt nicht nur die beiden Möglichkeiten Bürgergeld oder Angestellter. jeder kann sich einen Gewerbeschein holen und loslegen.
Wer das Risiko der Selbstständigkeit scheut soll nicht darüber meckern das diejenigen die dieses Risiko eingehen mehr verdienen.

Grüße Tomi
 
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Smartin schrieb:
Es gibt genug Erfolgsgeschichten.
(no Offense) aber genau wegen Leuten wie dir ist unsere Gesellschaft/Zivilisation so schlecht wie sie ist
und wird früher oder später unter gehen. Diese Überheblichkeit und Arroganz ist hochgradig gefährlich.

Warum wird eine Arbeit schlechter bezahlt sein als Andere wenn man die gleiche Lebenszeit opfern muss ?
Warum wird körperlich anstrengende Arbeit schlechter bezahlt obwohl unser Körper keine Maschine ist !?

Warum werden die "Dummen" von den "Schlauen" ausgebeutet ? Weil die Schlauen sagen, die Dummen
könnten doch auch schlau werden durch Bildung obwohl das eben biologisch/gentechnisch nicht geht !?

Wieso sollte mehr Zeit für Ausbildung/Qualifikation/Studium einem den Anspruch auf mehr Entlohnung
für körperlich leichtere Arbeiten geben ? Entscheidend ist wenn dann nur ein Faktor und zwar wie wichtig
die Arbeit für die Gesellschaft ist und dann sind Müllabfuhr, Bus/Zugfahrer, usw. ganz vorne mit dabei. ;)

Das Bürgergeld sollte bei 1000€ liegen und der Mindestlohn bei 2500€ NETTO ohne Teilzeit Tricksereien.

Smartin schrieb:
Der Mensch braucht, Druck und Motivation, um was zu machen und was zu erreichen.
Um was zu erreichen ? Die Zivilisation nähert sich nach 100 Jahren Arbeit langsam dem Untergang. :evillol:
Davor ging es 100 Millionen Jahre gut also solltest du vielleicht mal deine Sicht der Dinge überdenken.

Man stelle sich nur mal vor 1,4 Milliarden Inder würden so leben wie wir Deutsche (Stichwort CO2 Bilanz)
also sich über das Bürgergeld bzw. dessen Höhe, Gedanken zu machen ist komplette Zeitverschwendung.

In Zukunft wird Nahrung und Energie von Maschinen erzeugt, jeder Mensch bekommt ein Stück Land
und einen Anteil der Bodenschätze/Rohstoffe des Planeten. Arbeit ist nicht der Sinn unserer Existenz.
 
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0ssi schrieb:
[...]Man stelle sich nur mal vor 1,4 Milliarden Inder würden so leben wie wir Deutsche (Stichwort CO2 Bilanz)
also sich über das Bürgergeld bzw. dessen Höhe, Gedanken zu machen ist komplette Zeitverschwendung.[...]
Bekommen die 1,4 Milliarden Inder auch die 1.000 € Bürgergeld pro Monat?

Die opfern in ihrem täglichen Überlebenskampf dieselbe Lebenszeit, oder nicht?
 
D0m1n4t0r schrieb:
Die Sache bei dem ganzen ist aber dass die wirklich "erfolgreichen", sagen wir mal alle, die über 1 Million Euro im Jahr verdienen, das nur deswegen schaffen weil sie von der Arbeitskraft anderer direkt oder indirekt profitieren. Denn kein Mensch alleine kann selber soviel Arbeiten um auf dermaßen hohe Stundenlöhne zu kommen, nur durch eigene Arbeit.
Wenn ich jemanden der 1 Million Euro im Jahr verdient z.b. mit 75% besteuere, hat der anschliessend immernoch 250.000 über, bzw. über 20.000 Euro im Monat. Wirklich "arm" macht das diese Personen nicht und den Lebensstandard schränkt das auch nicht großartig ein, aber es gibt den Leuten die von der Arbeit anderer Profitieren die Möglichkeit der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Du negierst dabei das dadurch Arbeitsplätze entstehen und schon sieht die Rechnung anders aus. Dazu kommen wir langsam in den Promillebereich.

Betrachten wir Einkommensmillionäre, also keine Unternehmer und Selbständige, dann sind das lächerliche 5200 Arbeitnehmer, im Schnitt bekommt ein Einkommensmillonär ca. 2M, machen wirs glatt sind wir bei 10Mia. € steuerplichtigen Einkommen. Du willst 75%, also 7.5Mia. € im Jahr mehr, die hast du jetzt, die negativen Effekte durch Kaufkraftverlust lass ich sogar mal raus.

Rentenlücke durch Steuerkompensation p.a. : 100Mia.
Defizit im Haushalt 2023: 47 Mia.
......

Mit deinen 7.5 Mia. p.a. hast du dir die Vorstellung in den Kopf gesetzt das alles besser wird, die Ausgaben gedeckt sind und und und... ohne auch nur einmal 5 Minuten aufzuwenden was denn tatsächlich dabei rum kommt. Kurz und knapp: Die Mathematik steht dir im Weg, du kannst das ideologisch ausblenden, doch an der Realität ändert das nichts, eine Hochbesteuerung von Einkommensmillionären hat keinen wesentlichen, positiven Effekt auf die Finanzen in DE.
 
SW987 schrieb:
Bekommen die 1,4 Milliarden Inder auch die 1.000 € Bürgergeld pro Monat?

Die opfern in ihrem täglichen Überlebenskampf dieselbe Lebenszeit, oder nicht?
Die sollten erstmal von Denen entschädigt werden, die eine schlechtere CO2 Bilanz haben also von Leuten
die meinen ihren 100kg "Fleischklops" in einem 2 Tonnen Gefährt durch die Gegend kutschieren zu müssen
das von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird und die letzten 20 Jahre mit Diktator Öl betankt wurde.

:heilig:
 
0ssi schrieb:
Warum werden die "Dummen" von den "Schlauen" ausgebeutet ? Weil die Schlauen sagen, die Dummen
könnten doch auch schlau werden durch Bildung obwohl das eben biologisch/gentechnisch nicht geht !?
Auf keinen Fall kann man durch Bildung seine kognitiven Kapazitäten erweitern und das eigene Wohl sowie das Gemeinwohl steigern, wer erzählt denn so ein Ungetüm an Falschinformationen?

:affe:
 
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