Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Das ist faktisch nicht belegbar: https://de.statista.com/statistik/d...nde-in-deutschland-nach-groesse-des-betriebs/

Klar, hier ist Großbetrieb schon ab 250 Angestellten, die meinst sicher noch größer. Nur sind derartige Betriebe zahlenmäßig in DE auch am geringsten. So stark verschiebt es sich nicht. Dein "Wissen" beruht hier eher auf Meinung? Oder ist veraltet, wobei die Aussage auch vor 20 Jahren nur sehr bedingt richtig war wie du siehst.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Soweit ich weiss bilden die ganz großen Unternehmen auch fast gar nicht mehr aus. Die lassen kleinere Unternehmen das machen und werben hinterher die Azubis dann ab.
Es ist exakt umgekehrt, die Ausbildungsquote von Großbetrieben steigt kontinuierlich während die der Kleinstbetriebe abnehmen.
 
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Snowi schrieb:
Strom bezahlen die auf jeden Fall selbst, beim Rest weiß ich es grade nicht.
Dann helfe ich mal aus.

Allgemeine Wohnnebenkosten wie Heizung, Frisch- und Abwasser, Müllabfuhr, Steuerm, Gebäudeversicherung, Allgemeinstrrom und so (alles, was der Vermieter auf den Mieter umlegen kann), werden vom Amt übernommen (allerdings nur "in angemesserer Höhe").
Ebenso zahlt das Amt einen reduzierten Beitrag an eure Krankenkasse und es gibt die Möglichkeit, für private Versicherungen einen Zuschuss zu erhalten.

Dafür werden eventuelle Rückzahlungen auf Nebenkosten natürlich mit dem Regelsatz verrechnet. Nachforderungen muss man aber meist erstmal vom Regelsatz zahlen.
Im Allgemeinen gilt "erstmal in Vorleistung gehen" (auch bei "Werbungskosten") ... man kann das Geld von Amt zurückbekommen, aber das war es mir irgendwie nie wert.

Die Kosten für Strom und Telekommunikation (Telefon, Internet, TV) sind vom Regelsatz zu zahlen, solange diese nicht pauschal über die Warmmiete abgegolten sind (wie das dann gehandhabt wird, weiß ich allerdings nicht).
 
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Strom ist wohl kein muss, deswegen zahlen die den auch nicht. Eine Heizung ruft Unternehmen an sowie den Notruf und von ihr lässt man sich auch wecken! Nachts, wenn man nichts mehr sieht, muss man wohl pausenlos die Heizung bitten den Notruf zu wählen. Ach ja, Bewerbungen lassen sich auch mit der Heizung schreiben und ausdrucken! Ich warte noch darauf, das ein Bedürftiger in seiner Butze Feuer legt damit er etwas sieht, warme Mahlzeiten zubereiten kann und und und
 
@Mircosfot
Natürlich ist es fraglich, wie man ohne Strom und Internet heutzutage an eine sozialversicherungspflichtige Anstellung kommen soll.
Aber das ist eben die deutsche Bürokratie ... da schreibt man noch Briefe bei Kerzenlicht.
Als Tipp: Für die Fristwahrung reicht das Datum des Poststempels ... es ist also egal, wie lange die Post für die Zustellung braucht.
Wer es dennoch schnell und sicher will, der schickt den Brief per Gericht ... dann gilt das mit Eingang bei Gericht ganz offiziell als "zugestellt" ... kostet halt leider extra (und das nicht zu knapp).

Noch ein Tipp:
Niemals (never ever!!!) Originale beim Jobcenter in den Briefkasten werfen ... das geht unter Garantie "verloren".
Immer nur Kopien persönlich abgeben, und die Abgabe mit Unterschrift und Datum bestätigen lassen.
Ansonsten eMail schicken, Entwurf speichern, und jeden Tag erneut absenden (gerne auch automatisiert).
Ist natürlich Quatsch ... es reicht, die eMail bei Bedarf erneut zu senden.

Beim JC wird Beweislastumkehr praktiziert ... also muss der Leistungsempfänger dem Jobcenter beweisen können, dass er geforderte Dokumente eingereicht hat und diese beim Jobcenter verloren gingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Skaiy schrieb:

Ich habe nicht geschrieben das die Leute auf die Strasse geworfen werden sollen, ich schrieb kein Geld mehr.

Das die Miete weiterhin gezahlt wird sollte klar sein, aber es gibt eben nur noch Lebensmittel Gutscheine oder Wöchentliche gekürzte Auszahlungen usw.
Und um Obdachlosen zu helfen musst du erstmal Investieren und wenn sie dann eine Wohnung haben gilt für sie dassselbe Spiel.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Allgemeinstrrom und so (alles, was der Vermieter auf den Mieter umlegen kann), werden vom Amt übernommen (allerdings nur "in angemesserer Höhe").
Allgemeinstrom betrifft Dinge wie Treppenhausbeleuchtung etc. aber nicht den Strom der eigenen Wohnung.

DerOlf schrieb:
Die Kosten für Strom und Telekommunikation (Telefon, Internet, TV) sind vom Regelsatz zu zahlen, solange diese nicht pauschal über die Warmmiete abgegolten sind (wie das dann gehandhabt wird, weiß ich allerdings nicht).
Also genau das, was ich geschrieben habe: Strom muss man selbst bezahlen. Die paar Euro für Treppenhausbeleuchtung blabla zählen nicht, das sind maximal zweistellige Eurobeträge im Jahr.
 
Hallo

SW987 schrieb:
Ich frage mich weshalb in manchen Ländern der Welt die Kinder jeden Morgen 10km Schulweg auf sich nehmen (zu Fuss!) um etwas lernen zu dürfen. Und die "Klassenzimmer" dort sind nicht digital, die haben bisweilen nicht mal ein Dach.
Diese Kinder lernen schnell wichtige Eigenschaften wie Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat haben, weil...

Snowi schrieb:
Da ist halt eine andere Motivation dahinter. Dort verhungerst du im Zweifel einfach, wenn du nichts machen kannst, um dir selbst Essen anzubauen oder zu kaufen. Hier kriegst du Bürgergeld, oder vorher eben Hartz4.
...es in den Ländern wo diese Kinder leben kein Vollkasko all inclusive Leben (dank lebenslangem Bürgergeld) gibt.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Diese Kinder lernen schnell wichtige Eigenschaften wie Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat haben, weil...
bei uns in Deutschland einfach bei den meisten Aussiedlern und deren Kindern der 80er-90er Jahre abgucken, die aus der ehemaligen Sowjetunion kommen: die kennen noch das Plumpsklo, die kennen noch das "wenn Du was willst, arbeite einfach"
und ich glaube das gilt auch für alle, die wollen, egal wo sie herkommen, man muss sie nur lassen
und auch viele Menschen, die als "Bio-Deutsche" verachtet werden, die das "unten sein" kennen, sie zu unterstützen bei der Aus/Umbildung anstatt sie in der Arbeitslosigkeit zu alimentieren, das würde ich mir wünschen, politisch bisher ist es nicht gewollt
 
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Erkekjetter schrieb:
So ein Unfug. Es gib so viele Förderangebote zu Fort und weiterbildung…[...]
Dann entfalten diese wohl nicht die richtigen bzw. falschen Anreize.

Nicht immer nur gießen, manchmal muss man auch trockenlegen.
 
Neben BAföG (zinsloses Darlehen) für ein Studium oder einen Meister kann auch ein KfW-Kredit aufgenommen werden. Habe ich getan.

Man muss halt langfristig denken.

Klar ist man dann ein paar Jahre verschuldet. Man kann aber mit dem voraussichtlich deutlich höheren Gehalt als "Mindestlohn als Hilfsarbeiter" realtiv zügig tilgen. Mindesttilgungsrate (natürlich je nach Kreditbetrag) im niedrigen dreistelligen Bereich (EDIT: pro Monat natürlich) (anekdotische Evidenz^^). Sondertilgung über die Onlineverwaltung auch einfach durchführbar.
Das sollte dann locker drin sein mit der angeworbenen Qualifikation/Bildung.

MfG, R++
 
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Ich beende die Off-Topic Diskussion rund um die "Entstehung der Völker dieser Welt" hiermit. Ihr dürft das gerne untereinander per PN erläutern wenn Klärungsbedarf zu Begriffen besteht.
 
DerOlf schrieb:
Die Kosten für Strom und Telekommunikation (Telefon, Internet, TV) sind vom Regelsatz zu zahlen
Das stimmt so nicht ganz, die GEZ wird übernommen, alles andere ist vom Regelsatz zu bezahlen.
Wenn ich jetzt sage das ein Arbeitsloser auch keine Streaming anbieter wie Netflix, Disney usw. braucht kommt bestimmt wieder einer aus der Grünen/Linken Ecke rausgesprungen, aber ist mir egal, dass ist Luxus den man sich erarbeiten kann und nicht von Steuergeldern bezahlt werden sollte.
 
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Cyberdunk schrieb:
Wenn ich jetzt sage das ein Arbeitsloser auch keine Streaming anbieter wie Netflix, Disney usw. braucht kommt bestimmt wieder einer aus der Grünen/Linken Ecke rausgesprungen, aber ist mir egal, dass ist Luxus den man sich erarbeiten kann und nicht von Steuergeldern bezahlt werden sollte.
Das ist Luxus, bei dem jeder frei entscheiden sollte, ob er ihn sich von dem Geld, welches er zur Verfügung hat, leistet oder nicht. "Brauchen" tut das letztlich niemand.
Leistet man ihn sich, dann hat man das entsprechende Geld eben nicht für anderes zur Verfügung.
Auch der Regelsatz im BG ist noch sehr knapp bemessen ... einen Vorteil im Vergleich zum Arbeitnehmer hat der BGler nur dadurch, dass er die ständigen Mieterhöhungen nicht vom Regelsatz stemmen muss, während das bei AN eben einfach "weniger im Portemonaie" bedeutet, bis eventuell mal wieder eine Gehaltserhöhung kommt.

Wenn jemand jammert, das das BG nicht ausreicht, der gleichzeitig Abos für alle möglichen Streamingdienste hält, dann kann ich aber auch nur müde lächeln ... denn der hat es sich letztlich selbst zuzuschreiben, dass er mit der Kohle nicht hinkommt.
Streamingdienste als "Sonder"- oder "Mehrberdarf" darf es mMn nicht geben ... das sehe ich allerdings fürs Auto ähnlich ... wer das nicht für den Alltagsvollzug braucht, der sollte per EGV dazu gezwungen werden, es abzumelden, bis er es (zum Beispiel für einen Job) wieder braucht (in dem Fall sollte das Amt dann aber auch die Kosten der erzwungenen Ab- und Wiederanmeldung übnernehmen .... WENN der jenige das Auto für den Job wirklich braucht und nicht nur nutzen will, weils halt bequemer ist, als ÖPNV ... letzteres sähe ich als Luxus, der selbst bezahlt werden muss).

Aber wer mit BG klar kommt, obwohl er Streamingdienste abonniert hat, säuft, raucht und zum Spass Auto fährt, bei dem ist es mir schlicht egal. Denn die Entscheidung, wofür er die 500EUR ausgibt, überlasse ich ihm selbst. Wenn er dafür lieber am Monatsende hungert, dann ist das sein Ding ... ich würds anders machen, aber wenn ich mein Einkommen aus Arbeit ausgeben kann, wie ich will, dann sollte das auch für den Regelsatz beim BG gelten.
Eventuell sollten die Jobcenter "Neuzugänge" erstmal in eine Weiterbildung "privates Finanzmanagement" stecken ... wo den Leuten dann zunächst vor Augen geführt wird, wo sie Geld einsparen können, damit sie mit BG auch über den Monat kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geh doch nicht auf sowas ein. Es wird irgendwas behauptet, was nie so argumentiert wurde um dann auf dieser Basis gegen den ideologischen Feind zu schießen. Ein so oft genutzte wie an sich durchschaubare Taktik Konservativer.
 
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Olf, das mit dem Auto ist heutzutage gar nicht mal so einfach.
Denn viele wollen ja immer nur "neuneuneu" und leasen sich dann einen Neuwagen während sie Arbeit haben.
Dann kanns passieren dass man die Arbeit verliert und erstmal Arbeitslosengeld bekommt und der Leasingvertrag weiterläuft. Selbst wenn man das Auto direkt abmeldet und so Steuern/Versicherung einspart, die Leasingrate läuft weiter.
Und mit bissel Pech finden die Leute dann während der Arbeitslosigkeit nix und rutschen ins Bürgergeld und haben dann ne 199,- Euro Leasingrate die mal eben 40% des Bürgergelds auffrisst.
Und sowas bricht den Betroffenen dann finanziell ganz schnell das Genick.
"Jetzt fette 60k Karre leasen für nur 9,99 am Tag!" sind im Monat halt auch ca. 300 Euro.

Und ansonsten, es gibt auchnoch die Leute die auf dem Land leben. Die sind zwingend aufs Auto angewiesen weil der ÖPNV auf dem Land leider Müll ist. Da gäbs als kostengünstige Alternative dann nur Auto verkaufen - Roller kaufen, aber das kann man im Winter auch vergessen.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Denn viele wollen ja immer nur "neuneuneu" und leasen sich dann einen Neuwagen während sie Arbeit haben.
Dann kanns passieren dass man die Arbeit verliert und erstmal Arbeitslosengeld bekommt und der Leasingvertrag weiterläuft. Selbst wenn man das Auto direkt abmeldet und so Steuern/Versicherung einspart, die Leasingrate läuft weiter.
Und mit bissel Pech finden die Leute dann während der Arbeitslosigkeit nix und rutschen ins Bürgergeld und haben dann ne 199,- Euro Leasingrate die mal eben 40% des Bürgergelds auffrisst.
Und sowas bricht den Betroffenen dann finanziell ganz schnell das Genick.
Dann muss man sich halt im Vorfeld überlegen was einem wichtig ist. Mir fällt jetzt kein Produkt ein wo man in der Anfangszeit so einen hohen Wertverlust hat wie bei einem Auto. Das dann auch noch zu finanzieren finde ich "abenteuerlich"...

Ich hab mir meine AUtos immer bar gekauft. Waren nie die neuesten aber ein drei vier Jahr altes AUto ist meist auch noch gut in Schuß.
 
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