Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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gymfan schrieb:
Mag ja sein, dass Du beliebig viel Zeit hast, andere nicht. Bei 10 Min. (PKW) zu 55 Min. (Bus, mit Vorliebe auch noch mehrmals im Regen umsteigen, warten, hoffen, dass der Bus überhaupt kommt, man eine Sitzplatz bekommt, man Abends auch wieder zurück fahren kann) hört für mich der Spaß auf, wenn ich das nach meiner Arbeit und nicht als Bürgergeldbezieher tagsüber machen will.
Ich mache genau das seit drei Jahren an 4 Tagen pro Woche.
Das ist selten ein Problem (Ausnahmen wie Kirmeß oder ein Streik, den ich nicht auf dem Schirm hatte, bestätigen die Regel).
Mit ÖPNV brauche ich ca. 30 Minuten (1 Weg) ... mit dem Rad auch ... mit dem PKW wäre es eine Viertelstunde und zu Fuß eine Dreiviertel.
Ich plane großzügig mit der Zeit für den Fußweg ("ÖPNV-Puffer" könnte man es nennen), wenn ich mit dem Bus fahre ... einfach um wegen einer Verspätung oder eines Ausfalls nicht gleich eine Viertelstunde zu spät zu kommen (Taktung auf der Linie).

Ich muss allerdings nicht umsteigen und habe von der Haltestelle bis zu beiden Zielorten keine 5 Minuten Fußweg. Sehr günstige Vorraussetzungen, auf die ich mein ganzes Leben lang schon achte, weil ich keinen Führerschein habe und auch nie einen machen wollte.
Wenn ein Arbeitgeber nicht mit ÖPNV erreichbar ist, dann bewerbe ich mich da erst garnicht ... zum Glück ist das an meinem Wohnort ziemlich selten.

Hier gibt es ein mMn gut ausgebautes ÖPNV-Netz mit angegliedertem Leih-eBike-, Carsharing-, eRoller-System (Ermäßigung mit Abo). Zumindest an den Endpunkten der Strassenbahnen gibt es "Fahradschließfächer" sowie kameraüberwachte Fahrrad-Stellplätze mit Dach und Zaun drum.
Ich wohne in einem 350.000-Seelen Großdorf (Bielefeld), und hier ist der ÖPNV so lange schon so gut ausgebaut, dass ich mein Leben lang der Meinung war, in dieser Stadt kein Auto zu brauchen.

Ich kann aber auch das Argument von @The_waron gut verstehen. Aus maximal einer Stunde durch den Umstieg 5 zu machen (noch zusätzlich zum Komfortverlust, den niemand vernünftig bezweifeln kann), ist einfach Unsinn.
Wahrscheinlich hat er aber auch nie wirklich wert auf eine vernünftige ÖPNV-Anbindung bei Wohn- und Arbeitsort gelegt. Wozu denn auch? ... es war ja ein Auto da, welches man eh braucht, um zur Arbeit zur kommen. Da interessieren Fahr- und Netzpläne wahrscheinlich nicht so.

Abgesehen von diesem Extrembespiel ist die Zeit aber ein relativ gut planbarer Faktor ... auch mit ÖPNV.
Ich recherchiere Verbindung, Weg und Abfahrtszeiten und richte meine Termine eben daran aus, was ich für machbar halte.
Ich plane grundsätzlich Puffer ein, und wer das nicht tut, ist mMn selbst Schuld, wenn er ständig gestresst ankommt.
Ob ich nun von Arbeit lebe, oder vom Amt, macht da wirklich keinen Unterschied. Für mich funktionieren Öffies, weil ich mir das so eingerichtet habe. Das funktionierte als Student, als H4-Aufstockender Privatlehrer und momentan als Arbeitnehmer.
Für andere funktioniert nur das Auto, weil die sich das eben auch so eingerichtet haben.

Aber was man "sich eingerichtet hat" das kann man sich letztlich auch "anders einrichten" (zumindest theoretisch ... praktisch ist immer individuell verschieden und meist sehr kompliziert).
 
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Ich denke, es lässt sich nicht leugnen, dass die Bahn dringend besser werden muss. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war ich mit ihr relativ problemfrei und sogar günstig unterwegs. Irgendwie hat sich das ins Gegenteil verkehrt.

Als dreiköpfige Familie ist die Fahrt mit dem Auto quasi immer günstiger - trotz Supersparticket und unter Berücksichtigung von Wartungskosten und Verschleiß. (Zumindest bei meiner Knutschkugel, mag mit einem SUV anders aussehe , keine Ahnung) Lediglich bei so 4 Wochen Buchung im Voraus kann die Bahn noch mithalten.

Aber ok, der Preis allein wäre für mich jetzt nicht mal das entscheidende Argument. Da wäre dann noch die Zuverlässigkeit und die ist bei der Bahn schlicht katastrophal geworden. Ich hatte mir ja eigentlich schon geschworen, einfach nicht mehr Bahn zu fahren, seit ich mit Kind in irgendeinem elenden Kaff gestrandet war, wo der Anschlusszug nicht wartete. Klar hab ich meine Unkosten nach ein paar Monaten erstattet bekommen. Eine angenehme Reise war es aber trotzdem nicht.

Kürzlich war ich leider wieder gezwungen, den Zug zu nutzen, da meine Frau auf Reisen ist und das Auto braucht. Wir haben auch nur eins, weil das eigentlich völlig ausreicht. So, also stand ich vor der großen Herausforderung, die Strecke heimwärts von übersichtlichen 500 km mit Sohnemann mit der Bahn zurückzulegen.

Na, das hört sich dich machbar an! ... denkste....
Natürlich ist in Hamburg der ICE ausgefallen. Auf den nächsten warteten wir 1,5 Stunden. Der fuhr auch einen für uns brutalen Umweg über Berlin. Und er hatte natürlich letztlich auch Verspätung. Wir hingen dann noch ein bisschen in Berlin rum. Dort durften wir auf ein Bimmelbähnchen umsteigen, das uns sehr gemächlich Richtung Heimat brachte. Wir mussten aber noch zweimal umsteigen vorher.

Wir kamen dann easy peasy kurz vor Mitternacht nach 12 Stunden Reisezeit an. Für 500 km. Das ist echt keine Weltreise, das sollte mit der Bahn doch irgendwie schneller und vor allem zuverlässiger zu machen sein. Es war auch nicht unbedingt die normale Zubettgehzeit von Sohnemann.

Es wäre nicht mal ein Problem, wenn solche Erfahrungen die Ausnahme wären. Nur passiert mir so ein Dreck nahezu jedes Mal. Ich hab am Ende schon fette Kreuze im Kalender gemacht, wenn eine Fahrt mal reibungslos verlief. Also ist das entweder schlicht die Regel geworden, oder ich hab einfach unfassbares Pech.

Ich mag die Idee des ÖPNV. Ich hab den ÖPNV in Frankreich gern genutzt. Als ich das letzte Mal dort war, funktionierte der hervorragend und war auch noch günstig. Aber der Zustand der Deutschen Bahn ist derart desaströs, dass ich die Alternativlosigkeit zum Auto tatsächlich nachvollziehen kann und selbst bevorzugt darauf zurückgreife.

Dass die kompletten Verkehrsminister der letzten 30 Jahre Totalausfälle waren und sind, könnte damit etwas zu tun haben.
 
DerOlf schrieb:
Für Menschen wie @A415 scheint es ja um Minuten zu gehen ... der ist offensichtlich unzufrieden, wenn er statt um 15:38 erst um 15:45 losfahren kann und dann mit den Öffies viel länger braucht.
Es geht hier um die wichtigste Ressource die ich habe: Zeit. Die kann ich dann für Freunde und Bekannte einsetzen. Mein vorheriges Beispiel ist ja noch nicht zu Ende erzählt. Fahre ich um 17:38 Uhr mit dem Auto zum Kumpel ins nächste Dorf (ich selbst wohne in der Stadt) kann ich heim fahren wann immer ich will. Sonst müsste ich dort nach 55 Minuten Fahrzeit mit den öffentlichen auch wieder in den letzten Bus heimwärts einsteigen, da der dort um kurz vor 19 Uhr geht. Montags bis Freitags versteht sich. Wochenende nur Samstags bis Mittags. Das wars.

Will ich andere Bekannte selbst bei mir in der Stadt besuchen müsste ich mit dem Bus fast die sechsfache Fahrzeit in Kauf nehmen (7 Minuten Auto vs. 40 Minuten Bus inkl. Umsteigen - da die Bekannte zwar im anderen Stadtteil wohnt, es jedoch keine Direktverbindung gibt und man über den Bahnhof fahren muss).

Das ist nun mal die Realität in der bayrischen Provinz. Hat man kein Auto ist man hier der letzte Depp oder Student der eh außerhalb der Stadt niemanden kennt. Ein Auto erfüllt hier eben auch die soziale Komponente. Ich will nach der Arbeit oft Zeit mit meinem Freundeskries verbringen und nicht immer nicht dabei sein, weil am WE kein Bus mehr fährt.
 
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DerOlf schrieb:
Wahrscheinlich hat er aber auch nie wirklich wert auf eine vernünftige ÖPNV-Anbindung bei Wohn- und Arbeitsort gelegt. Wozu denn auch? ... es war ja ein Auto da, welches man eh braucht, um zur Arbeit zur kommen. Da interessieren Fahr- und Netzpläne wahrscheinlich nicht so.
Ah da hast du natürlich vollkommen recht, was war ich auch für ein Depp, da Wohnraum günstig und überall gut verfügbar ist hätte ich hier definitiv auf die ÖPNV Anbindung als Priorität 1 setzen sollen und da auch noch die vielen Arbeitgeber nur auf mich warten, verstehe ich einfach nicht warum ich nicht alle Angebote ausgeschlagen habe ohne guten ÖPNV, die sitzen doch alle in der Innenstadt und nicht in Gewerbegebieten oder sowas.

Eine von uns scheint in einer Blase zu sitzen, ich weiss nur nicht wer.
 
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@The_waron
Das war nicht als Angriff gemeint, sondern als Feststellung.

Du hast aus sehr verständlichen Gründen nicht drauf geachtet und das geht wohl sehr vielen so. Natürlich bedeutet das Auto mehr Freiheiten bei der Wahl von Wohn- und Arbeitsorten und diese Freiheit sei auch gegönnt ... die schlechte Anbindung an den ÖPNV ist aber leider in vielen solchen Fällen die Kehrseite der Medaille. Aber dafür kannst du letztlich nicht, denn du hast ja aus gutem Grund nicht drauf geachtet ... ÖPNV war für dich eben kein Kriterium.

Für mich war im Gegenzug ein Parkplatz nie ein Kriterium ... und da, wo ich bisher gewohnt habe, hat das auch viel Zeit gespart (Parkplatzsuche + Fussweg ... in direkter Nähe findet man ja doch nie was).

@A415
Auch deine Situation kann ich verstehen und wüsste auch nicht, wie man die bayerische Provinz mit ÖPNV versorgen sollte und das gleiche gilt für die ostwestfälische Provinz ... das ist einfach nicht wirtschaftlich darstellbar, die kleinen Käffer alle mit ÖPNV von 4:30 bis 01:30 anzubinden (das ist die zeitliche Abdeckung in Bielefeld-Innenstadt).
Natürlich bist du in deiner Situation auf ein Auto angewiesen.

Mir geht es eher um Menschen, die bereits jetzt (ohne Ausbau) eine brauchbare Anbindung nutzen könnten, und dennoch aus Gewohnheit ins Auto steigen.
Und zu dieser Personengruppe gehört ihr beiden wahrscheinlich eher nicht.

@OdinHades
500km sind nicht ÖPNV und das, was bei der Bahn ÖPNV ist (S, RB, RE) ist tatsächlich auch nicht ganz so unzuverlässig, wie die Fernzüge. Diese Züge sind zwar auch oft unpünktlich, aber immerhin bleibt in diesem Segment der höchste Prozentsatz innerhalb der 6 Minuten, die die DB noch nicht als "Verspätung" zählt.
Im März lag die Pünktlichkeit der ICE- und IC-Züge bei 68,4 Prozent; 92,6 Prozent der Züge des Regional- und S-Bahnverkehrs erreichten ihr Ziel pünktlich.
https://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/zahlen_fakten/puenktlichkeitswerte-6878476

Der Fernverkehr der deutschen Bahn ist ein Desaster ... seit Jahrzehnten. Ich habe das aber auch erst gemerkt, als ich nicht mehr nur mit dem Wochenendticket unterwegs war.
Ich verstehe auch nicht wirklich, warum es gerade die ICs und ICEs sind, die so unzuverlässig verkehren ... die werden doch im Leitsystem der DB AG eigentlich priorisiert behandelt ... wenn da ein Zug mal warten muss, dann ist es ganz sicher kein ICE. Und trotzdem sind die Dinger im System der deutschen Bahn die Verspätungs-Könige und die Züge, die wirklich auf alles warten müssen (Regionalverkehr) bleiben innerhalb des gesteckten Rahmens.
Ein Kunststück, welches mir mal jemand erklären sollte.
 
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A415 schrieb:
Es geht hier um die wichtigste Ressource die ich habe: Zeit.
verstehen leider viele nicht, wenn man nicht arbeitet oder für den Beruf lernt, hat man viel davon
A415 schrieb:
Ein Auto erfüllt hier eben auch die soziale Komponente. Ich will nach der Arbeit oft Zeit mit meinem Freundeskries verbringen und nicht immer nicht dabei sein, weil am WE kein Bus mehr fährt.
ein sehr wichtiger Punkt für viele sind soziale Kontakte: nicht jeder wohnt 5 Minuten vom Bus/Strassen-/Schnellbahn entfernt, nicht jeder ist fit genug 20-30km mit Fahrrad in eine Richtung zu fahren, die Zeit dafür schon mal ausgenommen, in einer grösseren Stadt sind diese Punkte unverständlich, Realität vieler sieht anders aus
 
Nochma zum Thema ÖPNV.
Der ÖPNV finanziert sich zur Hälfte aus Ticketverkäufen und zur anderen Hälfte aus staatlichen Zuschüssen.
Vor Corona betrugen die Einnahmen ca. 13 Milliarden pro Jahr, während Corona sind sie geschrumpft auf ca. 10 Milliarden Euro.

Heisst, die Gesamtkosten werden bei 50/50 Verteilung so um die 26 Milliarden Euro sein.
Jetzt rechnen wir das mal um auf alle Einwohner Deutschlands:
Sind pro Einwohner 313 Euro im Jahr, bzw. pro Monat 26 Euro.

Vorschlag: Wir machen es mit dem ÖPNV so wie mit den öffentlichen rechtlichen Sendern und machen eine ÖPNV Gebühr von 29 Euro im Monat und dafür kann jeder dann kostenlos in Deutschland ÖPNV fahren.
Die Fahrkartenautomaten und Kontrolleure werden abgeschafft und die Bahn Servicecenter sind nurnoch dazu da den Leuten zu sagen zu welchem Gleis sie gehen müssen und wann der Zug dann fährt.

Die 29 Euro pro Monat wären 28,8 Milliarden Euro pro Jahr, also ca. 10% mehr als derzeit benötigt. Von den 10% könnte man weitere Strecken mit ÖPNV Versorgen oder die Kontrolleure (falls man die nicht entlässt, was wiederum Kosten sparen würde) zu Fahrern umschulen.

Im Gegenzug bekäme man kostenlosen ÖPNV für alle. Und da der ÖPNV Beitragsfinanziert wäre müsste man sich auch keine Gedanken mehr um die Wirtschaftlichkeit von Strecken machen sondern könnte da wo es gerade nötig ist den ÖPNV ausbauen.

Und wer sich jetzt beschwert "Ich nutze aber gar keinen ÖPNV, wieso soll ich trotzdem zahlen?!?" Ganz einfach, aus Solidarität. Und wer nicht Solidarisch sein möchte fährt halt einmal im Monat an nem Wochenende mit der Bahn quer durch Deutschland nur um "es denen mal richtig zu zeigen!"
Oder aber man nutzt, wenn es geht doch ab und zu mal den ÖPNV. So ab 3-4 Fahrten pro Monat hat man die Kosten wieder raus.
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Vorschlag: Wir machen es mit dem ÖPNV so wie mit den öffentlichen rechtlichen Sendern und machen eine ÖPNV Gebühr von 29 Euro im Monat und dafür kann jeder dann kostenlos in Deutschland ÖPNV fahren.
Das können wir gerne machen, auf 29€ kommt es auch nicht mehr an, schenke ich euch.
Ich würde den ekligen ÖPNV trotzdem nicht benutzen und weiter Auto/Motorrad fahren.
Selbst wenn man mir dafür Geld geben würde, der ÖPNV kommt für mich nicht in Frage.
Ich freue mich aber über jeden der in den ÖPNV umsteigt und die Straßen leerer macht.

Grüße Tomi
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Vorschlag: Wir machen es mit dem ÖPNV so wie mit den öffentlichen rechtlichen Sendern und machen eine ÖPNV Gebühr von 29 Euro im Monat und dafür kann jeder dann kostenlos in Deutschland ÖPNV fahren.
1. Hier wird seit X Seiten erklärt, dass ÖPNV in der Provinz weder nennenswert existiert, noch realisierbar wäre. Den massiven Ausbau wirst du auch mit deinen 10% mehr Budget nicht ermöglichen.
2. Verteilst du die Kosten stumpf auf alle Einwohner in Deutschland und nicht nur auf diejenigen mit steuerpflichtigem Einkommen. Ich kenne die genaue Zahl zwar gerade nicht, vermute aber eher das es 100€ pro Monat kosten wird.
3. Wird hier im Thread seit fast 50 Seiten darüber diskutiert, dass viele es nicht einsehen mehr Abgaben zu zahlen damit andere ein (unverdient) besseres Leben haben.
4. Ist das System der ehem. GEZ bei immer mehr Einwohnern in Deutschland umstritten.

Dein Vorschlag ist so hirnrissig und undurchdacht, als ob du deinen eigenen Thread noch nie gelesen hättest.
 
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Auf dem Land ist meiner Meinung nach das einzig sinnvolle Carsharing mit Fahrrad zu verbinden, was halt das Problem bei schlechtem Wetter, ggf. Diebstahl und Ausgrenzung einiger Personen beinhnaltet.
Für die dann vll Ruftaxis statt Bussen, was anderes halbwegs praktikables fällt mir auch nicht ein - ich leb so halb Land halb Stadtbereich.
Also das man halt mit dem Fahrrad zum Carsharing Auto fährt (Reservierung möglich für begrenzte Zeit) und dann zurück wieder ein Auto zum Fahrrad nimmt - Fahrrad/E-Scooter natürlich optional sollte es zufällig passen.
Was auch noch ganz gut gehen sollte sind halt E-Roller also welche die flotter fahren aber halt auch wieder Witterungsbedingt.
 
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NuVirus schrieb:
Auf dem Land ist meiner Meinung nach das einzig sinnvolle Carsharing
Autonomes Carsharing wäre der Idealfall ...
Dh. ich fahre mit dem Auto zu nächstenbesten Bushaltestelle/Arbeit/Einkauf und das Auto fährt danach eigenständig zum Aufladen/zum nächsten Kunden ...

Aber das ist leider Zukunftsmusik.
 
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Axxid schrieb:
diejenigen mit steuerpflichtigem Einkommen.
Warum nur auf die mit Einnkommen? Warum sollten es z.B. Rentner, Arbeitslose, Studenten oder Schüler nicht bezahlen? Was man aber sehen muss, ist die resultierende Belastung für Familien. Bei Kindern könnte man eine Beitragsfreiheit bis 12 Jahren in Erwägung ziehen. Ansonsten könnte man es noch über Kindergeld zusatzfinanzieren für einkommensschwache Familien.
Ansonsten sehe ich aber keinen Grund, es nur auf Personen mit sozialversicherungspflichtigen Jobs zu verteilen.
Die Frage ist eher, ob man so ein System mit Zwangsverpflichtung rechtfertigen kann, solange die gesammelten Einnahmen dann doch wieder in Privatunternehmen laufen? Neben der DB gibt es ja auch noch andere Bahnanbieter die sich bei der DB einmieten. Ebenso im Busverkehr. Wie werden die denn dann bezahlt/finanziert? Wer bekommt was?
Die Idee mag im Grunde gut sein, im Detail wird es aber auch hier wieder sehr kompliziert. Besonders, wenn man es mittels Zwangsabgabe machen möchte.
 
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sorry wenn ich mich einmische. aber geht es in diesem thread nicht ums bürgergeld oder warum wird hier über ÖPNV diskutiert.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Und wer sich jetzt beschwert "Ich nutze aber gar keinen ÖPNV, wieso soll ich trotzdem zahlen?!?" Ganz einfach, aus Solidarität. Und wer nicht Solidarisch sein möchte fährt halt einmal im Monat an nem Wochenende mit der Bahn quer durch Deutschland nur um "es denen mal richtig zu zeigen!"
Es geht doch nicht darum ob man solidarisch ist oder nicht. Es geht am Ende darum was für unsere Gesellschaft richtig oder falsch ist. Und ich würde schon gerne in einer Gesellschaft leben wo die die Kosten verursachen auch einen Teil davon tragen und nicht die die keine Kosten verursachen.
Also die die um Zug fahren - und nicht falsch verstehen ich bin leidenschaftlicher ÖV Fahrer (allerdings in der Schweiz -> wenn ich nach Deutschland gehe buche ich einen Flug -> DB ist Horror) sollen das auch selber bezahlen.


Und am Ende muss man sich die Frage stellen ist das wirklich clever? Ich meine ich erzähle hier niemanden was neues wenn ich sage, dass die DB ein massives Problem hat. Viele Viele Viele Strecken müssten längst ausgebaut werden.

Internationale Verpflichtungen - in die man eingewilligt hat - werden wegen fehlendem Geld seit rund 40 Jahren nicht umgesetzt (Gotthard Tunnel). Das Rollmaterial ist eher mähh als yay. Das Personal ist zunehmend frustriert und die Pünktlichkeit ist so auf dem Niveau das man wohl in Indien erwarten würde.

Alle diese Probleme haben einen Namen -> fehlendes Geld. Und dieses Problem löst man nicht mit 9 Euro, deinem 29 Euro oder dem 49 Euro Ticket.
Das Problem löst man in dem man das ganze ordentlich bepreist, und die Leute eben bezahlen was es kostet und zwar nicht alle -> sondern die die es benötigen.
NuVirus schrieb:
Auf dem Land ist meiner Meinung nach das einzig sinnvolle Carsharing mit Fahrrad zu verbinden, was halt das Problem bei schlechtem Wetter, ggf. Diebstahl und Ausgrenzung einiger Personen beinhnaltet.
Ich kenne mich in DE wenig aus, aber in der Schwiez hat die SBB da spannende Modelle. Da kann man quasi mit dem Zug bis halt zu irgendeinem Dorf fahren -> und wenn man das Ticket entsprechend gelöst hat dort in einen Mietwagen einsteigen und z.b. noch zwei Dörfer weiter auf dem Berg hoch fahren wo der Zug nicht hält.
 
Melu76 schrieb:
sorry wenn ich mich einmische. aber geht es in diesem thread nicht ums bürgergeld oder warum wird hier über ÖPNV diskutiert.
Das passt doch perfekt dazu. Irgendwo im Bürgergeld ist auch eine Pauschale für Mobilität und Freizeit enthalten, Es ist ja kein Geld, welches nur dasa Überleben sichert, sondern wie im folgenden Link so schön geschrieben "Das Bürgergeld ist ein Grundeinkommen", nur halt bisher noch nicht ganz bedingungslos.

Es gab in der Presse schon einige Diskussioonen, dass das 49€ Ticket für die Bürgergeldempfänger zu teure wäre und man es ihnen daher am Besten auch noch schenken müsste. Ein verbilligtes Sozialticket für den ÖPNV der eigenen Stadt genügt beim (B)GE schließlich nicht.

Und da Sozialleistungsempfänger mit Wohneigentum "sich grundsätzlich nicht an die GEG-Regeln halten müssen" ist es wohl nur noch ein kleiner Schritt, bis sie sich an nichts mehr halten müssen.
https://www.merkur.de/wirtschaft/he...en-sozialleistungen-wohngeld-zr-92221944.html

D0m1n4t0r schrieb:
Und wer sich jetzt beschwert "Ich nutze aber gar keinen ÖPNV, wieso soll ich trotzdem zahlen?!?" Ganz einfach, aus Solidarität.
Interssant, was wir noch alles an Solidarität aufbringen sollen, passt aber zum Bürgergeldthread. Wo bliebt die Solidarität der Bürgergeldempfänger gegenüber denen, die das Geld dafür erwirtschaften müssen?

DerOlf schrieb:
Das ist selten ein Problem (Ausnahmen wie Kirmeß oder ein Streik, den ich nicht auf dem Schirm hatte, bestätigen die Regel).
Mit ÖPNV brauche ich ca. 30 Minuten (1 Weg) ... mit dem Rad auch ... mit dem PKW wäre es eine Viertelstunde und zu Fuß eine Dreiviertel.
Das ist Faktor 2 und nicht Faktor 5,5 (10 Min zu 55 Min). Dazu dann noch das ganze ohne Umsteigen.

DerOlf schrieb:
Wenn ein Arbeitgeber nicht mit ÖPNV erreichbar ist, dann bewerbe ich mich da erst garnicht ...
Die einen suchen sich ihren AG danach aus, dass ihnen Arbeit und Einkommen zusagt, die anderen, wie der AG zu erreichen ist. So wäre ich nie zu meinem AG gekommen, der brauchbare ÖPNV wurde erst ca. 10 Jahre später eingerichtet.

DerOlf schrieb:
Ich recherchiere Verbindung, Weg und Abfahrtszeiten und richte meine Termine eben daran aus, was ich für machbar halte.
Ich plane grundsätzlich Puffer ein, und wer das nicht tut, ist mMn selbst Schuld, wenn er ständig gestresst ankommt.
Was nützt mir ein Umsteigepuffer (Fernreise) von fast einer Stunde (nach geplant 50 Min. Fahrzeit mit den Reionalzug), wenn ich dann am Ausgangsbahnof erfahre, dass der erste Zug ersatzlos gestrichen wurde und es auch keinen Ersatzverkehr gibt. Entweder fährt man dann mit dem eigenen PKW 50km zum ICE-Bahnhof und parkt dort (auf eigene Kosten) für 3 Tage oder man lässt die ICE-Fernverkehrskarte auch noch verfallen und fährt gleich mit dem PKW die 600km und verbrauche dafür nicht mehr Sprit wie ich für eine Taxifahrt zum ICE-Bahnhof gezahlt hätte. Da das Problem am Reisebeginn auftrat, erstattet die Bahn dabie max. die Kostne für die Fahrkarte, nicht aber fürs Taix.

Genauso schön ist es, wenn der örtliche Winterdienst unfähig ist, bei geringem Schneefall wenigstens die Strecken für den ÖPNV zu steuer (Umwelt geht ja vor), der Bus dann an der ersten Steigung stecken bleibt und man für die Strecke, für die man mit dme PKW (inkl. Parkhaus) 10 Min. und mit dem Bus fast 30 Min. benötigt (inkl. Fu0ßwegen und frieren an den Haltestellen), dann plötzlich 2 Stunden braucht (bis der Abschleppper den liegengebliebenen Bus weggezogen hat). Ich bin da schon mehrmals wieder nach nHause gegangen und mit dem PKW gefahren.

Cyberdunk schrieb:
Das ist doch klar geregelt.
Da weisst Du wohl mehr wie die Bahn selber oder die Presse:
"Die Klärung, welche Strecken letztendlich wirklich nicht im 49-Euro-Ticket enthalten sein werden, dauert momentan an."
https://www.fr.de/verbraucher/ticke...et-falle-uebersicht-deutschland-92199725.html

Im Zweifel gehören auch noch die Strecken zu den fraglichen, für die es schon beim 9€ Ticket Probleme und Nachverhandlungen gab. Ist aber genauso irrelvant die diese kontrete Fahrt wie einige Buslinien imRegionalverkehr, für die zumindest das 9€ Ticket auch nicht galt.

Cyberdunk schrieb:
Von Hamburg nach München mit der Bahn im Idealfall 10 Stunden chillig auf einem Platz,
Welcher Regionalzug fährt denn von HH nach M durch, damit ich auf einem Platz sitzen bleiben kann? Ich würde eher für den ICE zahlen, da ich bisher weder in HH City noch in M City meinen PKW vermisst habe. Der ICE fährt dann auch durch, wenn ich den richtigen Aussuche.
Melu76 schrieb:
sorry wenn ich mich einmische. aber geht es in diesem thread nicht ums bürgergeld oder warum wird hier über ÖPNV diskutiert.
Das passt doch perfekt dazu. Irgendwo im Bürgergeld ist auch eine Pauschale für Mobilität und Freizeit enthalten, Es ist ja kein Geld, welches nur dasa Überleben sichert, sondern wie im folgenden Link so schön geschrieben "Das Bürgergeld ist ein Grundeinkommen", nur halt bisher noch nicht ganz bedingungslos.

Es gab in der Presse schon einige Diskussioonen, dass das 49€ Ticket für die Bürgergeldempfänger zu teure wäre und man es ihnen daher am Besten auch noch schenken müsste. Ein verbilligtes Sozialticket für den ÖPNV der eigenen Stadt genügt beim (B)GE schließlich nicht.

Und da Sozialleistungsempfänger mit Wohneigentum "sich grundsätzlich nicht an die GEG-Regeln halten müssen" ist es wohl nur noch ein kleiner Schritt, bis sie sich an nichts mehr halten müssen.
https://www.merkur.de/wirtschaft/he...en-sozialleistungen-wohngeld-zr-92221944.html

D0m1n4t0r schrieb:
Und wer sich jetzt beschwert "Ich nutze aber gar keinen ÖPNV, wieso soll ich trotzdem zahlen?!?" Ganz einfach, aus Solidarität.
Interssant, was wir noch alles an Solidarität aufbringen sollen, passt aber zum Bürgergeldthread. Wo bliebt die Solidarität der Bürgergeldempfänger gegenüber denen, die das Geld dafür erwirtschaften müssen?

DerOlf schrieb:
Das ist selten ein Problem (Ausnahmen wie Kirmeß oder ein Streik, den ich nicht auf dem Schirm hatte, bestätigen die Regel).
Mit ÖPNV brauche ich ca. 30 Minuten (1 Weg) ... mit dem Rad auch ... mit dem PKW wäre es eine Viertelstunde und zu Fuß eine Dreiviertel.
Das ist Faktor 2 und nicht Faktor 5,5 (10 Min zu 55 Min). Dazu dann noch das ganze ohne Umsteigen.

DerOlf schrieb:
Wenn ein Arbeitgeber nicht mit ÖPNV erreichbar ist, dann bewerbe ich mich da erst garnicht ...
Die einen suchen sich ihren AG danach aus, dass ihnen Arbeit und Einkommen zusagt, die anderen, wie er zu erreichen ist. So wäre ich nie zu meinem AG gekommen, der brauchbare ÖPNV wurde erst ca. 10 Jahren später eingerichtet.

DerOlf schrieb:
Ich recherchiere Verbindung, Weg und Abfahrtszeiten und richte meine Termine eben daran aus, was ich für machbar halte.
Ich plane grundsätzlich Puffer ein, und wer das nicht tut, ist mMn selbst Schuld, wenn er ständig gestresst ankommt.
Was nützt mir ein Umsteigepuffer (Fernreise) von fast einer Stunde (nach geplant 50 Min. Fahrzeit mit den Reionalzug), wenn ich dann am Ausgangsbahnof erfahre, dass der erste Zug ersatzlos gestrichen wurde und es auch keinen Ersatzverkehr gibt. Entweder fährt man dann mit dem eigenen PKW 50km zum ICE-Bahnhof und parkt dort (auf eigene Kosten) für 3 Tage oder man lässt die ICE-Fernverkehrskarte auch noch verfallen und fährt gleich mit dem PKW die 600km und verbrauche dafür nicht mehr Sprit wie ich für eine Taxifahrt zum ICE-Bahnhof gezahlt hätte. Da das Problem am Reisebeginn auftrat, erstattet die Bahn dabie max. die Kostne für die Fahrkarte, nicht aber fürs Taix.

Genauso schön ist es, wenn der örtliche Winterdienst unfähig ist, bei geringem Schneefall wenigstens die Strecken für den ÖPNV zu steuer (Umwelt geht ja vor), der Bus dann an der ersten Steigung stecken bleibt und man für die Strecke, für die man mit dme PKW (inkl. Parkhaus) 10 Min. und mit dem Bus fast 30 Min. benötigt (inkl. Fu0ßwegen und frieren an den Haltestellen), dann plötzlich 2 Stunden braucht (bis der Abschleppper den liegengebliebenen Bus weggezogen hat). Ich bin da schon mehrmals wieder nach nHause gegangen und mit dem PKW gefahren.

Cyberdunk schrieb:
Das ist doch klar geregelt.
da weisst Du wohl mehr wie die Bahn selber oder die Presse:
"Die Klärung, welche Strecken letztendlich wirklich nicht im 49-Euro-Ticket enthalten sein werden, dauert momentan an."
https://www.fr.de/verbraucher/ticke...et-falle-uebersicht-deutschland-92199725.html

Cyberdunk schrieb:
Von Hamburg nach München mit der Bahn im Idealfall 10 Stunden chillig auf einem Platz,[/quore]Welcher Regionalzug fährt denn von HH nach M durch (die IC gelten bisher ja nicht), damit ich auf einem Platz sitzen bleiben kann? Ohne vile Gepäck würde ich eher für den ICE zahlen, da ich bisher weder in HH City noch in M City meinen PKW vermisst habe. Der ICE fährt dann auch durch, wenn ich den richtigen Aussuche.
 
gymfan schrieb:
Welcher Regionalzug fährt denn von HH nach M durch, damit ich auf einem Platz sitzen bleiben kann
Scheinbar haben wir andere Standarts, klar muss ich umsteigen und klar gibt es keine Platzgarantie, deswegen hatte ich 10 Stunden angegeben, normal sind 8.

Ich bin letztes Jahr mit dem ICE erste Klasse von Hamburg gefahren und das mach ich nie wieder, das war der Horror!
Also das ist auch kein Garant für gutes Reisen, und das beste ist wir haben fast 500€ für 2 Personen bezahlt und ganze 30€ entschädigung bekommen.^^
Ergänzung ()

gymfan schrieb:
Da weisst Du wohl mehr wie die Bahn selber oder die Presse:
OK da hatte ich andere Infos, ich dachte man kann mit dem 49€ Ticket überall innerhalb Deutschland fahren, ich wusste nicht das es Städte gibt die dass nicht mit machen.
 
"Was nichts kostet, ist auch nichts wert!"

So lautet ein alter Spruch.

Und so werden scheinbar "kostenlose" Dinge auch genutzt, man hat keinen Respekt vor dem eigentlichen Wert.

Weshalb beschmieren/beschädigen Menschen öffentliche Sachen, wie Bahnen, Haltestellen, usw. , aber nicht die eigenen Besitztümer?

Meiner Meinung nach hat sich ein allgemeiner Verfall des Respekts gegenüber Werten und zur Verfügung gestellter Leistungen etabliert.

Ich persönlich hege Zweifel, dass sich dies durch einen kostenlosen ÖPNV verbessern würde.
 
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gymfan schrieb:
Genauso schön ist es, wenn der örtliche Winterdienst ...
Ich versuche mal zu erklären, woher solche Erlebnisse kommen ... das hat nämlich nichts mit dem ÖPNV zu tun.
Aber das mache ich in einem Spoiler, weils hier nicht um Winterdienst oder den Markt dafür geht.
Eine städtische Flotte von Streu- und Räumfahrzeugen vorzuhalten kostet Geld (Steuergeld) ... und da es in Deutschland ja großflächig praktisch keinen Winter mehr gibt, haben viele Kommunen eben auch daran gespart um mehr Geld für andere (hoffentlich dinrgendere) Aufgaben zu haben.
Vielenorts wird der Winterdienst nun großteils von privaten Dienstleistern übernommen ... und ja, wenn es mal mehr als 5cm Schnee gibt, dann ist die vorhandene (für einen normalen deutschen Winter gerade so ausreichende also wirtschaftliche) Flotte eben einfach zu klein.

Als es in meiner Heimatstadt das letzte mal richtig geschneit hat (Februar 2021), fuhren die Busse gleich 2 Tage lang nicht, weil die privaten und städtischen Räum- und Strreudienste mit 30-40cm Neuschnee am Tag einfach komplett übertfordert waren.
Allerdings sehe ich darin kein Problem des ÖPNV sondern des verfügbaren Winterdienstes (städtisch + private Dienstleister). Das ist im Ernstfall halt einfach zu wenig.
Die Busse und Bahnen wären normal gefahren, wenn die Strassen und Schienen befahrbar gewesen wären.

Das ist übrigens ein Beispiel für "der Markt regelt".
Der Markt für private Winter-Dienstleistungen ist nicht gerade riesig, wenn es selten schneit ... es können sich an so einem Markt nicht besonders viele Teilnehmer halten (Dienste, die nur darauf spezialisiert sind, gibt es so gut wie garnicht ... man macht "unter anderem" Winterdienst).
Wenn es dann mal richtig schneit, dann gibt es eben am Markt nicht genug Kapazität, bis der Markt reagiert hat ... und genau das bringt den Verkehr in der Zwischenzeit zum erliegen (betrifft ja nicht nur die Öffies).
 
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