CHEE KO PEK
Lieutenant
- Registriert
- Nov. 2004
- Beiträge
- 604
Das neue iPhone ist da.
War auch gar nicht schwer, dessen Entwicklung zu verfolgen, von der ersten Idee bis zur Geburt, nur mit Blick auf CB, nebenbei bemerkt, die uns waehrend der ganzen Zeit mit interesannten News belieferte.
Es ist in der Tat interessannt wie erstaunlich, mit welcher Beflissenheit und Genauigkeit uns die Medien weltweit auf dem Laufenden gehalten haben was das Iphone angeht, welches hier fuer eine Vielzahl von Luxus-Produkten als Beispiel herhalten soll/muss. Von Anfang an haben uns die Medien mit Informationen ueber die “revolutionaere” Neudefinition des Mobiltelefones aus dem Hause Apple versorgt. Dabei war es fuer Apple nicht einmal noetigt, entsprechende Werbeauftraege zu erteilen, Geld zu zahlen oder sonstige Massnahmen zu ergreifen, um die Medien in ihrem Sinne gefuegig zu machen. Interessanterweise hat sich die Medienwelt von sich aus auf das Iphone gestuerzt und quasi kostenlose Werbung geliefert. Apple musste nichts anderes machen, als das Iphone auf der firmeneigenen Messe MacWorld vorzustellen, als Innovation, die das Mobiltelefon neu definieren sollte. Die Medienwelt hat dieses Statement kritiklos aufgegriffen und millionenfach vervielfaeltigt dem Konsumenten praesentiert, das Iphone zu dem Trendprodukt verklaert, das jeder haben muss. Die Apple-Verklärung ist das schlagendste Beispiel für die Momente, in denen auch bei kritischen Zeitgenossen das Reflexionsvermögen aussetzt und sie blind den Wahrnehmungskanälen folgen, die das Marketing für sie bereit stellt. Obwohl es sich beim iPhone um ein normales Mobiltelefon ohne besondere technische Innovationen handelt, verkündete Steve Jobs frech: "Wir werden das Telefon neu erfinden!"
Was jetzt eingesetzt hat, ist - kollektivem Massenwahn gleich - ein Umtauschwahn, trieben von dem Gedanken, unbedingt dieses Telefon haben zu muessen, um der Tristes ordinaerer Produkte zu entgegen. Es hat sich in den Koepfen festgesetzt, den Medien sei Dank, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, dabei handelt es sich bei Apple Produkten um ganz normale elektrische Geraete, wie die anderer Hersteller auch. Der Kapitalismus hat den Kampf der Ideologien gewonnen, durch die Globalisierung triumphiert er weltweit. Aufgrund eines Mangels an Alternativen und kritischem Bewusstsein werden seine Produkte den Konsumenten auch publizistisch immer schamloser als Must-have angedient, ohne ihre Substanz zu hinterfragen.
Es sei darauf hingewiesen, dass es nicht darum geht, Apple Produkte abzuwerten, sondern darum, die Mechanik des weltweiten (verklaerten) Marketings (Hypen von bestimmten Produkten) durch einen Medienapparat, der sich freiwillig zum Instrument der Hersteller von Luxusprodukten macht, aufzuzeigen. Auch soll aufgezeigt werden, dass es sich bei Apple Produkten, ebenso wie bei anderen, vergleichbaren Erzeugnissen, fuer die Apple hier nur beispielhaftgenannt ist, um nichts anderes als um gewoehnliche Produkte handelt, denen weder besondere Brauchbarkeit, Qualitaet, Langlebigkeit oder Innovation anhaftet, die andere Hersteller nicht auch bieten koennten.
Apple hat hier eine ausgesprochen geschickt eingefaedelte Marketingstrategie entwickelt. Die Frage ist, u.a., warum sich die Medien so kritiklos und vorallem freiwillig in Apples Sinne haben einspannen lassen ?
Ich halte fest, dass Konsum nichts schlechtes ist, allerdings basiert der Erfolg von Luxusguetern wie Ipod, IPhone etc zum grossen Teil auf der Kritiklosigkeit Ihre Konsumenten, gepaart mit dem Wunsch, sich ueber diese (neu) definieren zu wollen. Die wesltiche Welt lebt naemlich im Ueberfluss, wir haben mehr, als noetigt ist, um gluecklich zu sein. Die Menschen freuen sich nicht mehr ueber das, was sie haben, sondern aergern uber das, was sie nicht haben. Das wird dann wohl als persoenlicher Mangel interpretiert und als sinnlose Unzufriedenheit gefuehlt. Daraus entspringt wahrscheinlich der Wunsch nach dem scheinbar Besonderen. Das Ergebnis ist, dass massenweise ueberteuerte Produkte gekauft warden, die nicht besser sind, also die nicht gehypten, dafuer aber teurer und an der existenziellen Misere Ihrer Kunden rein gar nichts aendern. Das Spiel geht dann mit dem iAuto und der iWaschmaschine weiter…
War auch gar nicht schwer, dessen Entwicklung zu verfolgen, von der ersten Idee bis zur Geburt, nur mit Blick auf CB, nebenbei bemerkt, die uns waehrend der ganzen Zeit mit interesannten News belieferte.
Es ist in der Tat interessannt wie erstaunlich, mit welcher Beflissenheit und Genauigkeit uns die Medien weltweit auf dem Laufenden gehalten haben was das Iphone angeht, welches hier fuer eine Vielzahl von Luxus-Produkten als Beispiel herhalten soll/muss. Von Anfang an haben uns die Medien mit Informationen ueber die “revolutionaere” Neudefinition des Mobiltelefones aus dem Hause Apple versorgt. Dabei war es fuer Apple nicht einmal noetigt, entsprechende Werbeauftraege zu erteilen, Geld zu zahlen oder sonstige Massnahmen zu ergreifen, um die Medien in ihrem Sinne gefuegig zu machen. Interessanterweise hat sich die Medienwelt von sich aus auf das Iphone gestuerzt und quasi kostenlose Werbung geliefert. Apple musste nichts anderes machen, als das Iphone auf der firmeneigenen Messe MacWorld vorzustellen, als Innovation, die das Mobiltelefon neu definieren sollte. Die Medienwelt hat dieses Statement kritiklos aufgegriffen und millionenfach vervielfaeltigt dem Konsumenten praesentiert, das Iphone zu dem Trendprodukt verklaert, das jeder haben muss. Die Apple-Verklärung ist das schlagendste Beispiel für die Momente, in denen auch bei kritischen Zeitgenossen das Reflexionsvermögen aussetzt und sie blind den Wahrnehmungskanälen folgen, die das Marketing für sie bereit stellt. Obwohl es sich beim iPhone um ein normales Mobiltelefon ohne besondere technische Innovationen handelt, verkündete Steve Jobs frech: "Wir werden das Telefon neu erfinden!"
Was jetzt eingesetzt hat, ist - kollektivem Massenwahn gleich - ein Umtauschwahn, trieben von dem Gedanken, unbedingt dieses Telefon haben zu muessen, um der Tristes ordinaerer Produkte zu entgegen. Es hat sich in den Koepfen festgesetzt, den Medien sei Dank, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, dabei handelt es sich bei Apple Produkten um ganz normale elektrische Geraete, wie die anderer Hersteller auch. Der Kapitalismus hat den Kampf der Ideologien gewonnen, durch die Globalisierung triumphiert er weltweit. Aufgrund eines Mangels an Alternativen und kritischem Bewusstsein werden seine Produkte den Konsumenten auch publizistisch immer schamloser als Must-have angedient, ohne ihre Substanz zu hinterfragen.
Es sei darauf hingewiesen, dass es nicht darum geht, Apple Produkte abzuwerten, sondern darum, die Mechanik des weltweiten (verklaerten) Marketings (Hypen von bestimmten Produkten) durch einen Medienapparat, der sich freiwillig zum Instrument der Hersteller von Luxusprodukten macht, aufzuzeigen. Auch soll aufgezeigt werden, dass es sich bei Apple Produkten, ebenso wie bei anderen, vergleichbaren Erzeugnissen, fuer die Apple hier nur beispielhaftgenannt ist, um nichts anderes als um gewoehnliche Produkte handelt, denen weder besondere Brauchbarkeit, Qualitaet, Langlebigkeit oder Innovation anhaftet, die andere Hersteller nicht auch bieten koennten.
Apple hat hier eine ausgesprochen geschickt eingefaedelte Marketingstrategie entwickelt. Die Frage ist, u.a., warum sich die Medien so kritiklos und vorallem freiwillig in Apples Sinne haben einspannen lassen ?
Ich halte fest, dass Konsum nichts schlechtes ist, allerdings basiert der Erfolg von Luxusguetern wie Ipod, IPhone etc zum grossen Teil auf der Kritiklosigkeit Ihre Konsumenten, gepaart mit dem Wunsch, sich ueber diese (neu) definieren zu wollen. Die wesltiche Welt lebt naemlich im Ueberfluss, wir haben mehr, als noetigt ist, um gluecklich zu sein. Die Menschen freuen sich nicht mehr ueber das, was sie haben, sondern aergern uber das, was sie nicht haben. Das wird dann wohl als persoenlicher Mangel interpretiert und als sinnlose Unzufriedenheit gefuehlt. Daraus entspringt wahrscheinlich der Wunsch nach dem scheinbar Besonderen. Das Ergebnis ist, dass massenweise ueberteuerte Produkte gekauft warden, die nicht besser sind, also die nicht gehypten, dafuer aber teurer und an der existenziellen Misere Ihrer Kunden rein gar nichts aendern. Das Spiel geht dann mit dem iAuto und der iWaschmaschine weiter…
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