Blizz hatte das bereits angekündigt und es war auch glasklar, dass es so kommt.
Ob es dem einen oder anderen Spieler gefällt oder nicht, soll jeder selber entscheiden. Was Blizz aber versäumt, ist zu sagen, warum sie das wirklich machen! Immerhin hat nicht jeder die Möglichkeit bei Aktionärsversammlungen oder "Branchenevents" - quasi hinter den Kulissen - zu hören, wie und nach welchen Kriterien heute "Spiele" laufen müssen. Dass Spiele dabei kommerziell ein Erfolg sein müssen, ist klar.
Dass Blizz den 24/7-Online-Zirkus mit permanenter Internetverbindung nur wegen Cheats und Kopierschutz ins Leben ruft, kauft denen doch selbst im Kindergarten keiner mehr ab. Die Spielehersteller prahlen auf jeder Aktionärssitzung, jedem Branchenevent damit rum - "Wir wissen alles über unsere Spieler - selbst wenn "sie aufs Klo zum Kacken" gehen."
Stimmt, durch den Battlenet-Account wird den Seriennummern auch eine eindeutige E-Mail zugewiesen. Viele hinterlegen ganz "normal" alle ihre persönlichen Daten, wie Anschrift, Name, Geburtsdatum etc., etc. - damit bekommt der Account auch ein "persönliches" Gesicht und Blizz weiß sekundengenau, was Du gestern wann, wie lange etc. gespielt hast.
Das läuft bei anderen Obline-Plattformen wie EA, Steam etc genauso und soll nicht nur ein zielgerichtetes "Marketing" ermöglichen. Auf Knopfdruck kann ich auch jederzeit sehen, wie ein bestimmtes Spiel "läuft", wie viele User eingeloggt sind, welche Sachen gut laufen etc. Der EA Boss ist aktuell der Ober-auf-Knopfdruck-Suchti und möchte alles nur noch virtuell vom Schreibtisch steuern und wir, die Online-Gamer müssen dem 1-Mann-Friseursalon (na ja, gut - extrem zugespitzt) ja irgendwie die Kohle rüberreichen...ganz klar, mit der permanenten Online-Verbindung ergeben sich für die Spielehersteller viele Vorteile, da sie nahezu jedes Detail über ihre Server laufen haben.
Und: Wer geglaubt hat, dass Blizz nicht beim Abzocken des Taschengelds mitmachen wird, der ist wohl mehr als naiv. Frogster, Gamigo, Pro 7 und alle die Browsergames machen es doch vor, wie man heute mit Games richtig fett Kohle verdient. Call it Free-2-Play und gib den Leuten was, um ihre Spielsucht zu befriedigen mit Micro-Payments, ziehe ihnen ständig kleine Beträge aus der Tasche, die ihnen nicht weh tun. Mach einen Shop oder wie jetzt Blizz 2 Aktionshäuser und bringe Echtgeld und virtuelles Geld zusammen.
Es wird viele Dödel geben, die sich dann mit ihrer Spielsucht, quasi als neue Rechtfertigung für ihre 24/7-ich-stehe-im-AH-Manie, einreden, dass sie nun am Punkt ihrer Erfüllung angekommen sind. "Ich kann Zocken, 24/7 und dabei noch Geld verdienen - waaahh"
Wer bei der 24/7-Partie nicht mitmachen will, hat bald ausgezockt. Die Hersteller verzichten nicht auf die heute möglichen Methoden, wie man bestimmten Altersgruppen via Handyzahlung etc. das Taschengeld abgreifen kann.
P.S.:
Eins bin ich leid: Ich kann das gewhine "wenn ich meinen Computer einschalte habe ich doch sowieso Internetverbindung" nicht mehr hören" - Freue dich du Horst, wenn du eine 24/7-Flat hast - aber es gibt in DE noch viele Flecken wo du mit langsamen Internet / Ping oder schlechter Versorgung zu kämpfen hast und man eben keine Flat nutzen kann.