badfallenangel schrieb:
btw. ich find das lustig. 38 Seiten und hier vertreten manche echt die Meinung, das vorgehen Geld gegen virtuelle Gegenstände wäre gut. Eh ja, mal aus moralischer sicht ist ger cheaten in einem MMO. Wer schon in FPS nix auf die Reihe kriegt, kann nun endlich, ohne großen Aufwand, auf einmal irgendwo "der king" werden. N1ce. Mama und Papa sponsorn schon.
Endlich mal einer, der es versteht und sich und andere nicht mit Pseudoargumenten belügt!
badfallenangel schrieb:
Hat das was aber mit Sportsgeist zu tun oder könnt ihr euch dann über euer zukünftiges "Windfury" dann auch so freuen, wie wir es noch vor jahren konnten? Oder über den Sieg in einem Clanwar?
Richtig, bisher konnte man sich in Games oft nur Gimmicks kaufen. Bei LoL z.B. Helden, Skins oder Mappacks in Shootern (letzteres grenzwertig im Vergleich zu früher). Man konnte diese Begehrlichkeiten oft aber auch Ingame erspielen - und das ohne Abhängigkeit mit Dropchancen(!).
In einem itembasierenden Spielen war es bisher ein ungeschriebenes Gesetz, dass man keine Gegenstände gegen echte $/€ kaufen konnte. Gab es das doch in einigen Spielen, litt merklich der Spielspaß --> es gibt genug Beispiele dafür.
Gleich ist gleicher mit Kreditkarte --> absolutes NoGo
Wer jetzt agumentiert:
"Dann kauft euch das Spiel halt nicht"
Meine Meinung ist:
"Wer es nicht drauf hat, sich bestimmte Items zu erspielen oder keine Zeit hat, der sollte lieber die Finger von so einem Spiel lassen und nicht andere mit der eigenen Gier behelligen!"
badfallenangel schrieb:
Noch besser, das sich 38 Seiten keiner Gedanken gemacht hat, was ihr da eigentlich bezahlt.
Wer wird Eigentümer des Gegenstandes? Ihr? Gehört euch der Account? Ist euch das "20€ Flugmount" bei wow? --> Kleiner Tipp: nein, eigentümer bleibt blizz. Und ihr? Habt 20€ versenkt. Das wird mit dem AH ja nicht anders...
Ich hatte es in einem früheren Post schon angesprochen. Man könnte noch nicht einmal seine Items mit in den Single Player nehmen. Blizzard zwingt die Leute online zu spielen und kann den Account jederzeit auf Knopfdruck dicht machen.
Eine andere Problemmatik ist, dass sie wie du schon gesagt hast, dem Spieler das Gegenteil suggerieren. Eine Angebots- und/oder Verkaufsgebühr sagt nämlich genau das: Eigentum wäre übergegangen. Bei Ebay funktioniert das, da hier ein Kaufvertrag zustande kommt = in Ordnung (nicht auf Diablo bezogen).
Im Auktionshaus hingegen wird nur das "Recht" übergeben, ein nicht vorhandenes [da virtuelles] Gut von einem abstrakten Ort [Account] auf einen anderen zu lagern. Im Grunde genommen ein böse eingeschränktes und teures Lizenzmodel.
Eigentlich müssten sich Gerichte damit befassen. Blizzard stellt es so hin, als wäre es eine "Vermittlung". Dabei hat dieser Handel eher den Charakter eines Verkaufs, da sie ihre eigenen Produkte anbieten und nicht Fremde.
Eine Transaktion von $-AH E-Balance auf ein fremdes Konto kann mit Gebühren belegt werden. Paypal als Beispiel fordert bei eingehenden Transaktionen ~2% des Betrages. Sollte Blizzard jetzt auch noch etwas für diese Geldtransaktion verlangen, ist dies stark grenzwertig.
Ich rufe noch einmal ins Gedächtnis: Blizzard ist keine Bank und hat wegen automatischer Systeme auch keinerlei/kaum kosten. Mir soll keiner erzählen, sie buchen die Transaktion für jedes Konto von Hand. Das jetzt als "Verwaltungsaufwand" zu berechnen ist also Wucher.
badfallenangel schrieb:
ach und warum blizz das "legalisiert"? Weil die bei Ebay nicht mitverdienen. Ganz einfach. Und so können sie die "DLC"s tarnen.
Eigentlich haben sie garkein Recht an den Verkäufen von Ebay mit zu verdienen! Die Spielmechanik von Diablo 2 wurde ja nicht umgangen (Ausnahme Dupes/Hacks). Zum Schluss wurden diese Items oft legit gefunden (Bots oder Chinafarmer).
Weiter oben haben Badfallenangel und ich festgestellt, dass Eigentum bei Blizzard bleibt. Die Verkäufer hatten nicht die Items selbst verkauft, sondern "nur die Dienstleistung", diese Items an einen Dritten abzugeben. Sie blieben aber immer noch im Original Spiel erhalten.
Geschäfte wie "gib mir 10€ und ich geb dir mein Thunderfury kann man als Anbieter nicht unterbinden. Es ist ein mündlicher Vertrag zwischen dritten - und BLizz kann da auch mit AGB nicht dazwischen (was sie aber regelmäßig tun).
Zwirbelkatz schrieb:
Wenn ich falsch liege, erklärs mir. Alles Andere bringt niemandem was.
Badfallenangel hat auf Stochastik hingewiesen. Ich bin mir nicht mehr 100% sicher, versuche es aber dennoch: In Diablo f
allen Gegenstände mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit. Dabei werden meist Prozentwerte zur Veranschaulichung genommen.
Im Grunde heißen diese Prozenswerte nichts anderes, als wie oft muss ein Monster durchschnittlich getötet werden, damit Gegenstand X fällt [der Drop selbst ist dennoch zufällig, kann also auch früher oder später erfolgen!].
Ist die Dropwahrscheinlichkeit sagen wir bei 5% bleibt die Wahrscheinlichkeit für jeden Spieler in Diablo gleich. Jeder Spieler hat diese 5% und kann sie in der Regel auch nicht verändern '(nur Blizzard kann das!)'
Nimmt man aber jetzt alle Spieler in der Gesamtheit, steigen diese 5% (meist geringfügig), weil es durch die
höhere Anzahl der Teilnehmer wahrscheinlicher ist, dass dieses Item droppt. Je me Spieler dieses Item suchen und dafür Monster töten, desto eher wird dieses Item in Relation auch droppen.
Aus den 5% werden dann evtl. 6,7,8%, (Zahlen von mir willürlich eingesetzt).
Ich gehe jetzt einen Schritt weiter:
Wenn dieses Item im $-Auktionshaus angeboten wird, steigt für den Käufer die Dropwahrscheinlichkeit einmalig auf 100%. Mit einem Klick hat er eine Garantie, dass Item XY für ihn erscheint. Seine persönliche Wahrscheinlichkeit ist gestiegen, bleibt aber für alle anderen gleich, die nicht Geld dafür bezahlt haben.
So gesehen wird mit dem $-Auktionshaus das System von Diablo komplett ausgehebelt. Hier jetzt von Fairness oder Gerechtigkeit zu sprechen, erzeugt natürlich viel Emotion. Wenn vor euch jemand die Warteschlange umgeht, nur weil er mit ein paar Scheinen wedelt, werdet ihr doch auch sauer.
Zwirbelkatz schrieb:
Man ist Besitzer, aber nicht Eigentümer. Ob das einen wichtigen Unterschied darstellt, kann ich nicht sicher sagen. Denn man hört ja so oder so irgendwann mal wieder auf, damit zu spielen.
Eben. Der Unterschied ist eben, dass der Besitzter nur eine Lizenz erhält - vergleichbar mit einer Leihgebühr. Knackpunkt an diesem System ist, dass bei Leihgebühren immer eine Dauer mitvereinbart werden müsste.
Blizzard verschweigt diese Dauer, lässt also die Spieler im Glauben sie hätten Eigentum erworben. Normalerweise müssten sie darauf hinweisen, dass Item XY dem Spieler nur gehört bis, sagen wir Tag Z verstrichen ist oder die Server dauerhaft herunter gefahren werden. Es ist unklar und daher stark grenzwertig.