Gucky10 schrieb:
Sorry steinigt mich aber ich finde nicht den Punkt warum man jetzt nach xx Jahren Computerspiele und nach x Jahren online Spielen auf einmal der Meinung ist das man Spieler die nicht spielen wollen/koennen ermoeglichen will fuer Geld sich trotzdem Erfolge zu sichern?
Ganz einfach: es wirft Geld ab.
Gucky10 schrieb:
Wenn man aussen vor laesst das Blizz eine laufende Finanzierung der wahrscheinlich exzessiv benoetigten Server benoetigt (wahrscheinlich noch mehr da auch SP Spieler unnoetigerweise bedient werden muessen)was bleibt dann? Ein Produzent implementiert im Normalfall nur Sachen von dennen man ueberzeugt ist das sie den angepeilten Umsatz bringen bzw. massgeblich erhoehen?Wuerde hier bedeuten man geht davon aus das sich das AH selber traegt und deutlich mehr Spieler dazu bewegt das Spiel zu kaufen. Ist das so?
Blizz hat zur Zeit noch 11,5 Millionen WoW Accounts (tendenz sinkend). Nehmen wir mal an das davon 7Millionen zur Zeit noch aktiv sind. Wenn jeder dieser 7Millionen 13€ zahlen muss, glaube ich brauchen wir uns nicht über Geldmangel im hause ActiBlizz unterhalten.
Gucky10 schrieb:
Waren es zuwenige Spieler die sich Diablo 2 gekauft haben?
Hat man Angst das es bei D3 noch weniger werden?
Man hat Angst vor Gebrauchtspielen und Raubkopien.
Welche man nicht haben müsste, wenn das Spiel gut wäre.
Gucky10 schrieb:
Glaubt man das das AH neue Kaeuferschichten anzieht?
Man sagt bei D2 gab es ebay und Konsorten - wo ist/war da das Problem? Manche haben sich da halt was gekauft und? Laut dieser Diskussion ist das doch kein Problem, wer wollte hat und wer nicht hat nicht? Der Weg stand und steht jeden offen.Was ist der Unterschied?
Früher wurde es einfach aus dem Grund nicht geduldet, weil es die Atmosphäre und den Sinn des Spiels negativ beeinflusst hat. Heute stört man sich daran, weil nicht mitverdient wird.
Gucky10 schrieb:
Und wenn es einen Unterschied gibt der ein Handeln dringend erfordert warum laesst sich das dann nur mit der Implementierung eines "Features" loesen das vorher illegal war?
Es wird nicht gelöst, es wird zu den eigenen Gunsten verlagert. Und obendrauf dann das Marketinggeschwätz um die potentiellen Kunden hinters Licht zu führen.
Graf-von-Rotz schrieb:
Nun muss ich mich aber fragen ob wirklich niemand auch die Vorteile sieht?
Kann sich wirklich niemand vorstellen das in einem Wirtschaftsunternehmen wie Activision/Blizzard gerne mehr Gelder für Produktpflege frei werden oder der CEO auch eher mal grünes Licht für (hoffentlich Sinnvolle) Erweiterungen gibt wenn dauerhaft was dabei rum kommt?
Welche Vorteile denn? Nur weil mal etwas mehr Geld im Monat Februar verdient wurde als gedacht, wird es nicht im September ein kostenloses Addon für jeden geben.
Graf-von-Rotz schrieb:
Auch wenn viele das gerne so sehen - es ist heute eben nicht mehr wie vor 10-20 Jahren als Softwarefirmen noch niemandem großartig Rechenschaft über Umsatz-zuwächse usw. abgeben mussten.
Das sind alles rein Umsatzorientierte Unternehmen und so lange sie mich und mein Hobby zufriedenstellend verköstigen bin ich auch gerne bereit den ein oder anderen Taler dafür springen zu lassen.
Stimmt. Heutzutage muss es nur noch massentauglich sein, damit jeder ein potentieller Kunde sein kann.
Tiefe? Wer brauch das schon wenn sich die Mehrheit mit dem zufrieden gibt, was geboten wird.
Schau dir LoL an.
Viele spielen das ohne jemals auch nur einen Cent zu investieren.
Ich jedoch wollte die Entwickler unterstützen und habe bestimmt schon an die 150€ in das Spiel investiert, weil sie einfach einen verdammt guten Job gemacht haben bisher (von den Serverproblemen mal abgesehen).
Da lasse ich gerne mal ein wenig Geld da.
Bei dem was Blizz da aber vorhat... Absolutes No-Go!
Heutzutage wird das alles dafür getan den Käufer zum Kauf zu "zwingen".
Nicht so wie früher wo Sympathien dem Hersteller geholfen haben, seine Produkte groß zu machen.
Man schert sich einen Dreck um seine Anhänger. Es zählt nicht mehr der Kunde, sondern die grünen Scheine.