Diagnosetools (Blackscreens) / Ideen

DoktorHose

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Dez. 2019
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8
Moin,

ich habe seit 3 Wochen mein neues System.

System:
Ryzen 7 3700x (boxed)
Gigabyte X570 Aorus Elite
RX 5700 XT Red Devil
32 GB G.Skill Trident Z Neo DDR4 3600 (2 x 16 GB)
Corsair MP510 M.2 960 GB
bq! Straight Power 11 550W
bq! Dark Base 700

Übertaktet habe ich nichts, die GraKa ist ja ab Werk übertaktet.

Soweit läuft es relativ gut, ABER: Bei Battlefield 5 (und seltenst auch bei anderen Spielen) bekomme ich regelmäßig Blackscreens, d. h. der Monitor verliert das Signal und nichts geht mehr. Der PC als solcher läuft weiter (Ton auch), das Problem ist aber nur durch einen Hardreset zu beheben.

A Plague Tale (kein Black Screens bisher)
Escape from Tarkov (seltenst Black Screens, seit Treiberupdate der GPU keine mehr)
WoWs (keine Black Screens)
WoT (keine Black Screens)
PUBG (keine Black Screens)

Meine Vermutung ist natürlich erstmal die GraKa (wird ca. 85° heiß, Hotspot bis 107°) bzw. ein Temperaturproblem.

Die CPU erwärmt sich im normalen Windowsbetrieb bis ca. 70° und wird dann intervallmäßig (ca. alle 10 Sekunden) wieder auf 50-55° runtergekühlt, was leider auch relativ laut ist. Ein Kühler (Mugen 5) ist bereits bestellt.


Welche gängigen Tools eigenen sich zurzeit um einzelne Hardwarekomponenten zu testen?

Hat jemand sonst eine Idee, was es sein könnte? Vielleicht auch das Board?
 
Welcher Treiber für die GraKa ist installiert? Den Adrenalin 2020?
Ein Bekannter hat seit kurz vor Weihnachten eine 5700 und hatte ebenfalls in diversen Games (Breakpoint, Division 2) häufige Blackscreens.
Nach Installation des Adrenalin 2019 funktioniert es nun problemlos (19.12.1 oder 19.11.3)

Temperatur finde ich allerdings auch etwas hoch.
 
DoktorHose schrieb:
32 GB G.Skill Trident Z Neo DDR4 3600 (2 x 16 GB)
DoktorHose schrieb:
Übertaktet habe ich nichts
Wenn du den Arbeitsspeicher auf 3600 laufen hast, ist definitiv was übertaktet. 3600 ist auch arg grenzwertig für nen Ryzen. Ist der Speicher über XMP/DOCP im UEFI Konfiguriert worden? Wenn nein, kann es auch sein, dass der Speicher auf zu niedriger Spannung läuft. Ansonsten Spannung manuell einstellen.
 
rocketworm schrieb:
Wenn du den Arbeitsspeicher auf 3600 laufen hast, ist definitiv was übertaktet. 3600 ist auch arg grenzwertig für nen Ryzen. Ist der Speicher über XMP/DOCP im UEFI Konfiguriert worden? Wenn nein, kann es auch sein, dass der Speicher auf zu niedriger Spannung läuft. Ansonsten Spannung manuell einstellen.
Irgendwas sagt mir du liegst falsch mit deiner Vermutung:
https://geizhals.de/g-skill-trident-z-neo-dimm-kit-32gb-f4-3600c16d-32gtznc-a2099456.html
dürfte das Kit sein was der Ersteller des Topics hier benutzt. Die Neo Kits sind auf Ryzen Kompatibilität getrimmt.
Die Ryzen der 3000er Serie laufen auch mit 4000 er Ram im normalfall ohne große komplikationen, die Probleme der 1000 ender Generation gibt es so in der Form nichtmehr ...

Davon ab klagt er über Blackscreens und hört weiterhin im Hintergrund Games laufen bzw. sein System normal weiterarbeiten... was eher ein Zeichen für einen abgestürzten Grafiktreiber bzw. eine Grafikkarte ist die a) defekt oder b) Stromtechnisch unterversorgt ist.

Bitte mal testen wenn der Fehler auftritt ob Win+Ctrl+Shift+B hilft, das Startet normalerweise den Bildschirmtreiber neu unter Windows und behebt Treiber basierende Fehler ... Sollte das helfen mal einen neueren / älteren Treiber testen, wenn nicht oder es auch mit anderen Treibern auftritt mal schauen ob du ein anderes Netzteil mit mehr Leistung findest. Je nachdem wieviele Tage das Netzteil auf dem Tacho hat , könnte es sein das es eventuell Leistung eingebust haben kann.
 
WoFNuLL schrieb:
Irgendwas sagt mir du liegst falsch mit deiner Vermutung:
Ich liege nicht falsch, es ist Overclocking ;)
WoFNuLL schrieb:
dürfte das Kit sein was der Ersteller des Topics hier benutzt. Die Neo Kits sind auf Ryzen Kompatibilität getrimmt.
Die Ryzen der 3000er Serie laufen auch mit 4000 er Ram im normalfall ohne große komplikationen, die Probleme der 1000 ender Generation gibt es so in der Form nichtmehr ...
Die Kits können noch so gut getrimmt sein, viele 3000er Ryzens tuhen sich dennoch schwer bei solch hohem Speichertakt stabil zu laufen. Nur weil der speicher es kann muss es die CPU nicht auch schaffen.
 
rocketworm schrieb:
Ich liege nicht falsch, es ist Overclocking ;)

Die Kits können noch so gut getrimmt sein, viele 3000er Ryzens tuhen sich dennoch schwer bei solch hohem Speichertakt stabil zu laufen. Nur weil der speicher es kann muss es die CPU nicht auch schaffen.
ändert jedoch dennoch nichts dran das das Fehlerbild nicht nach OC Crash aussieht der von zu heftigem RAM OC herrührt ( BSOD / Kompletter Systemcrash / kein Boot ) sondern auf den Display Adapter zurück zu führen ist und / oder unterversorgung der Grafikkarte ;)
 
Danke für eure Antworten!

Also ich habe die Lüfter jetzt allesamt kontrolliert, funktionieren alle (Gehäuse und GraKa) und drehen sind auch richtig herum montiert.

Mit dem 2019er Treiber von AMD hatte ich jetzt auch keinerlei Absütrze mehr. Die hohe Temperatur und Lautstärke bleibt allerdings. Kann das am schlechten Airflow liegen? Ich habe nur 2 Gehäuselüfter und eben noch den boxed CPU Kühler. Ist da mit dem vernünftiger Kühler und 1-2 weiteren Lüftern mit Besserung zu rechnen?

Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen, dass so ein paar Lüfter für spürbar niedrigere Temperaturen bei der GPU sorgen. Kann die hohe Temperatur andere Ursachen haben?
 
Erstmal schön, dass Du mit dem neuen Treiber das Problem lösen konntest.

Doch nun zu den Temperaturen.

X570-Chipsatz: Ein Heizkraftwerk, das die Board-Hersteller aktiv kühlen müssen - ein wiedergeborenes Relikt aus den 90ern. Und trotz aktiver Kühlung wird das Mistding heiß ;)

3600er RAM: Ich weiß nicht, wie warm der wird, aber bei 3600er RAM haben die VRMs oberhalb der CPU und der Speicher-Controller innerhalb der CPU auch ordentlich zu tun und haben neben hoher Rechenleistung auch sehr hohe Abwärme.

PCIe-SSD: Die Teile erzeugen tatsächlich ziemlich viel Abwärme.

Stock-Kühler auf 3700X: Auch wenn die Stock-Kühler der Ryzens nicht so schlecht wie früher sind, schaffen sie es m.E. nicht, die CPU adäquat zu kühlen. Gerade die neuen Ryzens reagieren empfindlich auf Temperaturen. "Empfindlich" nicht im Sinne, dass sie bei hoher Wärme kaputt gehen würden, sondern sie verlieren teils drastisch an Leistung, wenn die Temperatur steigt. Zu allem Überfluss verteilt der Stock-Kühler auch noch schön die Abwärme ins Gehäuse. Mit dem Mugen als Ersatz hast Du auf jeden Fall schon eine gute Wahl getroffen.

5700XT: Auch wenn der PowerColor-Kühler sicherlich nicht der schlechteste ist, wird die Karte heiß und gibt die Abwärme ins Innere des Gehäuses ab.

DarkBase: Die bequeit!-DarkBase-Gehäuse sind nicht gerade Airflow-Wunder.

In Summe hast Du in Deinem PC viele Komponenten, die zwar im Idealfall sehr schnell sind, aber eben auch ordentlich Hitze produzieren. Und wenn Du nicht für ausreichenden Airflow sorgst, dann erklären sich auch schnell die >100°C. Denn: Die durch die Komponenten aufgeheizte Luft wird einfach nicht schnell genug entfernt, sodass sie von den Lüftern der aktiv gekühlten Komponenten erneut angesaugt und zum vermeindlichen Kühlen genutzt wird. Das schaukelt sich dann so lange auf, bis die Komponenten bestenfalls dazu übergehen, sich selbst zu schützen, indem sie sich heruntertakten und dafür sorgen, dass sie weniger Abwärme erzeugen.

Empfehlung: Vorne einen zweiten Lüfter, der ins Gehäuse Frischluft bläst und hinten oben einen Lüfter (also zusätzlich zu dem hinten), der die Abwärme nach oben aus dem Gehäuse bläst. Das dürfte schon für eine deutlich entspanntere Situation sorgen.
 
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