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Die große Online-Rollenspiel-Welle

lead341

Lt. Commander
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Apr. 2005
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Wenn man regelmäßig einen Blick auf einschlägige Spiele-Seiten wirft (gamestar, ign, gamespot) entdeckt man geradezu tagtäglich neue Rollenspielankündigungen. Mythos, Planes of Telara und wie sie alle noch heißen. Daneben das aktuell stark etablierte WoW mit kommendem Addon sowie angekündigte Großtitel wie Guild Wars 2 oder Stars Old Republic, die durchaus erfolgreich sein können und werden.

Diese ganzen Onlinetitel mögen ja gut und schön sein - die Screenshots sehen bei einigen recht gut aus, das Potential ist ohne Frage groß - sicher werden gute Titel darunter sein. Nur: kann der Markt denn das alles aufnehmen? Rechnen die Publisher damit, dass der Spielemarkt dermaßen gigantisch wächst? Sicher, neue Spieler kommen stets hinzu - und dann kann man ja auch spekulieren, inwiefern die häusliche Computerdichte in aufstrebenden Nationen wie Brasilien, Indien oder China zunimmt (wenn dort alle anfangen, sich für Spiele zu begeistern, haben wir vielleicht bald eine Milliarde Spieler ;-). Dennoch ist gerade letzteres eher Spekulation und wird sich noch eine Weile hinziehen. Ich vermute deshalb, die Publisher sitzen hier einem Fehlkalkül auf - es entsteht eine Blase, die irgendwann platzt.

Deshalb mein Fazit: 50 % des aktuell in Online-Rollenspiele investierten Potentials abziehen und damit lieber hochwertige Single-Player-RPGs à la Witcher oder Mass Effect machen.

Wie ist die Meinung hier im Forum dazu?
 
Meine Meinung ist, dass immer mehr Müll auf den Markt kommt, da heute jeder Depp eine passende Engine nehmen kann, dort per Drag'n'Drop ein paar neue Objekte rüberziehen und fertig ist ein neues Spiel.

Einer der Gründe für die hohe Anzahl neuer Spiele sind einfach die Produktionskosten. Es war nie billiger. Und wenn ein Spiel floppt, dann ist es eben nicht so schlimm...
 
aber gerade durch die online spiele lässt sich am meisten geld verdienen ;)
 
Ja genau, das ist doch einfach perfekt. Geringe Produktionskosten, hoher Gewinn... :)
 
der Markt ist irgendwann auch einfach mal gesättigt. Momentan werden Play4free pay4stuff spiele ziemlich gehyped, gerade weil casual gamer dadurch auch mal zocken können/wollen ohne gleich zum geldbeutel greifen zu müssen. der durchschnittliche spieler spielt keine 10 jahre am stück das gleiche spiel, obwohl DAOC da schon gut vorgelegt hat. Die meisten probieren verschiedene spiele mal aus. Ich bin mit meiner kompletten damaligen gilde von daoc zu wow zu war zu aion und nach aion hab ich nichts mehr online gezockt. diesen prozess machen viele durch, gerade weil es zwar nicht mehr spieler werden, dafür aber auch hier eine gewisse demographie dahinter steckt. Es werden immer die 12-25 jährigen sein, die online rollenspiele spielen. manche vielleicht auch länger. es ist schlicht nicht möglich ein und das selbe spiel so lange attraktiv zu halten.
 
im prinzip isses doch egal ob sie mmorpgs oder single player rpgs schreiben, ein gesättigter markt bleibt ein gesättigter markt.

bei den mmorpgs ist der vorteil, dass man viel weniger verkaufte exemplare braucht um eine positive bilanz zu erwirtschaften.

und gerade der markt wird doch in den nächsten jahren neu gemischt wenn WoW irgendwann am ende sein sollte, und die abonennten von WoW reichen um mindestens 30 andere mmorpgs wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

gab mal ne statistik, dass man gutes Geld mit nem MMO macht dass 50.000 zahlende Kunden hat.

was meint ihr denn wieso spiele wie daoc oder AO immer noch online sind?
 
Onkelpappe schrieb:
im prinzip isses doch egal ob sie mmorpgs oder single player rpgs schreiben, ein gesättigter markt bleibt ein gesättigter markt.

Der Singleplayermarkt "erneuert" sich aber ständig.
MMO-Spieler hingegen sind meist mit einem Spiel bedient. (WoW auf dem Rechner und sonst nichts)
SP spielt man durch und dann kommt das nächste.
 
Ihc würde auch meinen, dass bei mmo's der Suchtfaktor einfach viel höher ist. Das heißt zwar nicht, dass die Spieler es länger zocken, aber intensiver.

Das ist meiner Meinung nach auch der grund, warum sich so viele free2play mmo's über wasser halten können. Jeder will der beste sein(die besten items, höchste lvl ... oder bei browser games die beste wirtschaftsleistung/truppenstärke etc.)
... das verbindet man einfach mit ingame-shops, die das erreichen der Ziele leichter macht bzw. nur durch echtgeld möglich macht.

fertig ist ein rentables spiel. ..

ein richtig gutes spiel mit einer Top balance oder Spielprinzip ( z.b. Warcraft3, starcraft, CS ) macht einfach eine Menge arbeit und erzielt nicht derartig hohe einnahmen wie ein mmo a la wow, aion , .... .
 
es kann dran liegen, dass ich lange kein reines singleplayer spiel mehr gespielt habe, aber ich hab früher mit sicherheit weniger geld für spiele ausgegeben als heute fürs wow abo.

ich hab früher spiele wie CS(da haben glaube ich die serververmieter mehr an mir verdient als valve xD) NFS WC3 und SC genauso exklusiv gespielt wie heute WoW ergo gabs da im regelfall auch nur ein spiel pro jahr. mein letztes singleplay adventure war glaube ich space quest aufm 486 Oo und dass auf nem haufen 3,5" disketten vom kumpel abgeholt^^ wo wir dann gleich beim thema raubkopien sind was bei mmos auch viel seltener vorkommt, wer einmal auf nem wow privatserver war zahlt gerne für den echten^^
 
Onkelpappe schrieb:
und gerade der markt wird doch in den nächsten jahren neu gemischt wenn WoW irgendwann am ende sein sollte, und die abonennten von WoW reichen um mindestens 30 andere mmorpgs wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

Nein, und das hat einen einfachen Grund: glaubst Du wirklich, Blizzard hätte für WoW keinen Nachfolger (ob es nun WoW 2 ist oder sonstwas)?
Ergänzung ()

Kurthak schrieb:
Ich würde auch meinen

Würdest Du das nur meinen oder meinst Du das auch?
 
Ja, können sie. Ich finde trotzdem, das MMORPGs zeitintensiver im Vergleich zu Single-RPGs sind und das fängt alleine schon bei der Community in Form von Gilden/Clans an und hört dann irgendwo bei gemeinsamen Veranstaltungen auf.

Ich bin erstmal gespannt, wie sich Diablo 3 auswirkt! ;)
 
nen wow nachfolger muss sich aber wieder mit allen konkurrenten messen und hat dann nicht mehr die bindung durch den bestehenden char und damit die schon investierte zeit.
 
Beezle schrieb:
Ich bin erstmal gespannt, wie sich Diablo 3 auswirkt! ;)

Verheerend, da bin ich sicher :D Mit WoW, SC2 und Diablo 3 hat Blizzard dann das Trio Infernale zur Freizeitvernichtung. Und das allerschlimmste für mich: ICH MAG ALLE 3 !

Sobald D3 raus ist hat die Konkurrenz nichts mehr zu lachen und Blizz schraubt in aller Ruhe am WoW Nachfolger.

@Onkelpappe: Tja, aber wem traue ich wohl das beste MMO zu? Dem bisherigen Champion oder seinen nichtskönnerischen Konkurrenten? Und welches von Blizzards Spielen war bisher kein weltweiter #1 Hit? Siehst Du...
 
Zuletzt bearbeitet:
@3xecu73: man kann sogar mehr als ein MMO spielen ;-)

Was den WOW Nachfolger angeht: sicher hat Blizzard da schon was in Planung und die Konkurrenz müssen die da auch wenig fürchten. Die meisten rennen Blizzard doch eh blind hinterher (zumidnest hört es sich in den foren immer so an...)

Bei mir war es eher so, dass ich mit WoW angefangen hab obwohl ich Vorbehalte hatte (aus Erfahrungen mit Diablo 2), das Blizzard das hinbekommt... ich wurde auch nicht "Enttäuscht". Verpfuschte Updates, Warteschlangen und jede menge "Balancing" nachdem man jedesmal seinen Char wegwerfen konnte...

Ich bin eigentlich nur noch wegen ein paar Bekannten die auch spielen bei WoW, gibt auch gute Alternativen (zumindest miner Meinung nach). Ich denke auch, das wir in Zukunft noch eineige gute Titel sehen werden. Blizzard muss sich zumindest kräftig anstrengen, wenn sie mich als Kunden für ihren Nachfolger haben wollen... denk aber eher, das sie die jetzige Schiene beibehalten und ich das teil dann ignorieren werde.


Oder anders gesgat: ich hab nichts dagegen, das nun viele MMOs entwickelt werden. Das erhöht die Chance das etwas gutes dabei ist. Den Rest regelt der Markt.
 
Jesterfox schrieb:
Verpfuschte Updates, Warteschlangen und jede menge "Balancing" nachdem man jedesmal seinen Char wegwerfen konnte...

Very strange, Jester - aber vielleicht ist Dein Name ja Programm? :) Ich spiele WoW ohne auszusetzen seit 5 Jahren und konnte keinen der drei Punkte feststellen. Die Konkurrenz ist da auch nicht besser, im Gegenteil. Und ich kenne sie alle, denn wie Du richtig sagst, man kann mehrere MMOs gleichzeitig spielen. Und ich habe sie alle probiert: WAR und AoC, Tabula Rasa und Neocron, Aion und LotRO, UO und DAOC und selbst GW. Das einzige was ich vorbehaltlos empfehlen kann ist EVE online, aber um da Erfolg zu haben muß man mehr Zeit investieren als in allen anderen zusammen. LotRO ist auch noch sehr gut, aber zu beschränkt und über die restlichen Katastrophen breite man lieber den Mantel des Schweigens....
 
Warum sollen die Entwickler denn viel Geld riskieren um ein attraktives Single Player
RPG zu entwicklen, welches vielleicht floppen könnte,
wenn sie viel mehr / viel schneller Geld mit nem MMO verdienen können?
 
perfekt ist sicher keiner.... aber ich hab bei WoW auch schon so einiges erlebt. Das mit der Warteschlange mag vielleicht an "Laghand" (Blackhand) liegen... der Server ist zu jedem größeren Update notorisch überfüllt, da es viele stillgelegte Accounts gibt die dann zum mal kurz schauen reaktiviert werden. Aber wenn man mehrere Wochen lang in keine Instanz der Scherbenwelt reinkommt ("es können keine zusätzlichen Instanzen gestartet werden"), dann ist das nicht mehr Lustig. Beschwerde beim Support gab auch nur ein "wir tun was wir können" zurück...

"Balancing"... da denk ich vor allem (aber nicht nur) an die Kastatrophe mit dem Skillpatch vor WotLK Start beim Jäger. Erst mal mit den neuen Talenten den Beastmaster so stark machen, dass er für 2 Leute zählt um dann beim nächsten Patch ihm eigentlich die Existenzberechtigung zu nehmen, weil er überhaupt keinen Schaden mehr macht... naja im Mittel stimmts ja wohl :freak: Der Todesritter ist ja auch so ne ewige Baustelle...

Die Bugs die sie mit den Updates ab und an reingebracht haben waren zwar nicht heftig aber man fragt sich schon ob es sowas wie Qualitätssicherung gibt... vor allem wenn auf dem Testserver noch alles einwandfrei lief, aber im Echtbetrieb dann plötzlich nicht mehr.



Ich spiel imer noch am liebsten Final Fantasy XI. Das hat sicher auch seine Schwächen (vor allem die Steuerung), aber in Summe finde ich es einfach besser und interessanter.
 
3xecu73 schrieb:
es wird hier glaube ich übersehen, das spieler auch mehr als ein spiel spielen könnten
Wer allerdings einen Vollzeitjob hat und sich umfassend mit seinen Charakteren in z.B. wow beschäftigt, hat aber kaum noch die Zeit etwas anderes zu spielen. Das mag sich zwar im erstem Augenblick blöd anhören, trifft aber sehr häufig zu, wenn man seinen Charakter nicht nur stur hoch spielt.
 
ich finde es gut, das es in richtung MMO geht. Denn wenn mich eines schon immer gestört hat, dann war das die Tatsache das ich der "Lonesome-Fuckin-UBER-Hero" bin, der alles alleine Platt macht.

Ich möchte aber auch mit meinen Kumpels zocken können, gemeinsam etwas schaffen ... da bei vielen RPGs der Multiplayer bestenfalls Stiefmütterlich bedient wurde (kennt wer EIN RPG das einen durch und durch Funktionierenden MP hatte? Mir fällt auf die schnelle KEINES ein).
Oder es gab sinnlose Modi (Deathmatch und Team-Deathmatch in nem RPG? wtf?? ).


Leider ist es wie schon oft erwähnt, die meisten MMORPGs sind ziemlicher Schrott. Es gibt ein paar wenige die wirklich gut gemacht sind.


Das Problem von MMOs ist meiner meinung nach das generieren von Spielzeit durch Grind-Zwang.
So gibt es in div. Spielen immer wieder einen Punkt an dem man einfach stupide immer die selben Monster kloppt nur damit irgendwann mal ein bestimmtes Item droppt oder man genug Punkte in einem Titel hat um weiter zu kommen. Wenn ich da meinem Mitbewohner zuhöre, das er jetzt eine Gruppe suchen muss für irgend so eine Instanz die er jetzt die nächsten 2-3 Wochen wohl ständig machen wird, weil da irgendwelche Schultern droppen, dann kann er dort und dort hin ... das ist für mich kein Spielinhalt, das ist einfach nur eine Quälerei des Spielers. Denn in fast allen MMOs herrscht eine Item-Diskreminierung oder eine Fame-/Karma-/Rang-Diskreminierung.

Mir ist schon klar das man so versucht gewisse Personen zu finden, die höchstwahrscheinlich zu einem passen und verhindern will in schweren Gebieten mit einem "ich hab meinen char bei ebay gekauft"-Kack-Boon mitzerren zu müssen. Trotzdem finde ich es jedesmal schlimm, wenn ich höre "ohne das und das Item kommst du nicht mit" oder "mach die Fertigkeit rein, alles andere ist unwichtig"


Einzige bis jetzt erlebte ausnahme sind Ultima Online (aber auch nur dann wenn man scripts verwenden darf) und Guild Wars (Build Diskreminierung sehr selten, meisst auf Elitegebiete mit Zufallsgruppen beschränkt).
Hier muss ich nie oder nur extrem selten/kurz grinden um erfolg zu haben.


Ich finde grinden ist von Grund auf der falsche Weg, Spielzeit zu generieren. In dem Sinne bin ich auch auf Guild Wars 2 gespannt, da man hier auf grinding verzichten möchte und die Levelkurve völlig Linear sein soll (sprich von Level 2 auf 3 dauerts genau so lang wie von 78 auf 79) somit ist man nicht die letzten 10 Level nur mit grinden beschäftigt um den höchsten Level zu erreichen. Viele alte Konzepte werden über Bord geworfen (Tank - DD - Heiler/Protter soll es so auch nicht mehr geben), das ganze auch noch ohne Abo gebühren.

greez
 
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