Die Krux der Digitalisierung - wie Negative optimal einscannen?

leboef

CB Fotomeister
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Hallo liebe Fotographierkollegen,

ich habe vor ca. zwei Jahren angefangen, ausschließlich analog zu fotographieren. Angefangen habe ich mit simpler Lomographie und bin irgendwann bei ernsthafter Fotographie mit analogen Spiegelreflexkameras gelandet. Mittlerweile kriege ich ganz gute Fotos hin und die Digitalisierung war kein Problem, solange mir CEWE die Negative entwickelte und eine Foto-CD mit einer zur Betrachtung akzeptablen Qualität dazulieferte.

Nun macht CEWE dieses nicht mehr. Aber ich habe natürlich nicht damit aufgehört, Fotos zu machen. Habe nun mehr als 200 Bilder, die ich in guter Qualität digitalisiert haben möchte. Also habe ich mir einen gebrauchten Canon FS2710-Scanner gekauft, und ich hatte angesichts der echt guten Rezensionen erwartet, dass die Scans auf Augenhöhe mit den CEWE-Scans wären.

Doch Pustekuchen. Die Scans haben mehr Rauschen, sie sind unschärfer und haben einen Farbstich ins Gelbe (glaube ich). Ich sitze hier nun seit Stunden und experimentiere, aber ich kriege weder die Farbe richtig hin, noch den Kontrast, noch die Schärfe.

Ich habe mal ein älteres Foto zum Vergleich hochgeladen. Der CEWE-Scan ist insgesamt ruhiger, schärfer und die Farben fühlen sich "richtiger" an. Der Canon-Scan wurde mit Defaulteinstellungen durchgeführt (liefert insgesamt noch die besten Ereignisse).

Ziel ist eine Angleichung des eigenen Scans an die CEWE-Qualität: mehr Schärfe, weniger Rauschen, richtiger Kontrast. Darf auch gerne nachträglich über Photoshop gehen. Nur... wie? Welche Filter, welche Einstellungen?



-edit

Ganz vergessen: Links ist Canon, rechts Cewe, Kamera eine Holga 135BC
 

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Benzer

Fleet Admiral
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Die Qulität kannst du nur über einen bessern Scanner verbessern. Evtl. hat der Gebrauchte schon ein paar Macken.
 

species_0001

Fleet Admiral
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https://www.google.de/search?q=dia+scan+service
hab mich neulich auch damit beschäftigt.
ergebnis war, Flachbettscanner wie dein Canon oder im Canon MG8250 liefern eben die Ergebnisse die sie liefern. günstigste Dia Scanner wie sie manchmal bei Tchibo und co angeboten werden, haben auch alle ihre Macken, und die guten Diascanner kosten schweine Geld. für "nur" 200 Fotos kaum lohnenswert. also würde ich Scanservices vorschlagen

viel Lesestoff:
http://www.filmscanner.info/FilmscannerTestberichte.html
 
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Feuerferkel

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johnnx

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welches scannprogramm hast du bei der digitalisierung denn genutzt?

ich digitalisiere meine negative schon eine ganze weile mit dem epson v500 photo und scanne mit silverfast. die ergebnisse, die ich dabei erziele, sind für mich mehr als ausreichend. selbst prints in 30x45 sehen damit noch sehr gut aus.
 

leboef

CB Fotomeister
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Um das mal abzuschließen - ich kriege mittlerweile doch ganz gute Ergebnisse hin. Ich bin nicht 100% zufrieden, aber für wirklich gute Ergebnisse, z.B. durch einem guten Rauschfilter, der das Bild nicht matschig macht, müsste ich Unsummen in Scan-Hardware investieren. Und für 500€ kaufe ich mir dann doch lieber eine SLR und mache es wie Feuerferkel. :)

Für meine Scans nehme ich Vuescan, setze dort bei Scan-Optionen den Wert auf "automatische Extremwerte" und schalte sonst alle anderen Bildkorrekturen aus.

Anschließend die Weiterbearbeitung in Photoshop CS5:

1) zuerst mit dem Histogramm den richtigen Kontrast einstellen ("Tonwertkorrektur").
2) Anschließend mit "Dynamik" und "selektive Farbkorrektur" die Werte nach eigenem Gusto justieren, um die Farben zu richtig einzustellen (sofern das nicht bereits durch die Kontrastkorrektur passierte)

Ich vermeide alle Rausch- und Schärfefilter, weil diese nur eine "Verschlimmbesserung" bringen.

So rekonstruiere ich die Farbbalance. Ich lasse mir die Bilder dann im 30x45-Grösse ausdrucken. Und spätestes hier erkennt man nicht mehr den Unterschied zwischen ASLR und DSLR - abgesehen vom eventuellen Staubfehler und Kratzern, die aber bewusst gewollt sind :)
 
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