Die totale überwachung rückt immer näher

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10tacle

Admiral
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Ich musste eben mit Entsetzen folgende News auf heise.de lesen:
Implantierbare RFID-Chips breiten sich aus

In den USA wurde erst jetzt der erste implantierbare RFID-Chips für Menschen zugelassen, aber in anderen Ländern hat er bereits eine gewisse Verbreitung. Nach Schätzungen sollen zurzeit weltweit etwa 1000 Personen mit dem so genannten "Verichip" im Körper herumlaufen, berichtet Technology Review aktuell. So benutzt Mexikos Generalstaatsanwalt Rafael Macedo de la Concha einen solchen Chip als Zugangskontrolle zu vertraulichen Dokumenten. Ein Club in Barcelona lässt Gästen Chips sozusagen als Mitgliedsausweis implantieren.

Gegen die Proteste von Datenschützern werden außerdem in den USA Projekte betrieben, die das Überwachungspotenzial der Chips ausreizen. So sollen mit ihrer Hilfe im Bundesstaat Ohio inhaftierte Straftäter überwacht werden; allerdings werden die Chips hier nicht implantiert, sondern am Körper getragen.

Mit den nur auf Entfernungen von unter zehn Zentimetern auslesbaren "Verichips" scheint die Entwicklung längst noch nicht beendet: Der Hersteller Applied Digital hat bereits einen ähnlichen Chip entwickelt und als "Personal Location Device" patentiert, der zusätzlich mit dem Satelliten-Navigationssystem GPS arbeitet. Wegen der hohen Investitionen wird der GPS-Chip noch nicht vermarktet. Laut einer Sprecherin könnte das mit dem richtigen Partner aber eine interessante Option sein.

Die totale Überwachung mit GPS Daten, vielen wird dann sicherlich erzählt das in der heutigen Zeit sowas nötig ist um sicher zu sein.
Diese Melsung macht mir echt Angst, und lässt Szenen aus Science Fiction Filmen realität werden.
Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Denkt ihr auch so wie ich oder ist euch das egal?
 
für mich ist das nichts neues.. mir grauts schon lange vor der entwicklung, aber auch das wird dem großteil wieder egal sein... siehe big brother, junglecamps etc.. es juckt scheinbar keine sau oder sie sind sich nicht der konsequenzen bewußt. wie bei allem was sie tun. ich sag dazu am besten gar nix weiter, denn sonst hagelts wieder negatives karma von nixblickern oder das geflame per pm geht los. :rolleyes:
mich kotzt es jedenfalls tierisch an und es macht mir irgendwo angst denn privatssphäre ist mir heilig.
 
ich hoffe, das es schnell bezahlbare anti-rfid-geräte gibt. aber wie schon geschrieben, es juckt keine sau. die menschen sind mit anderen beschäftigt oder werden beschäftigt. das system von brot und spiele funktioniert nach wie vor.
 
Hi!
Naja toll ist das sicherlich nicht. Man kann sicherlich, wenn man die Teile nicht mißbraucht auch etwas gutes darin sehen, aber wann haben die Menschen schon mal eine Technik nicht mißbraucht, mit der man Macht gewinnen kann ;).
Also ich weiß gar nicht, warum man sich so einen Chip implantieren lässt, wenn man nicht gerade Gafangener ist ;), das ist doch eklig. Auf jeden Fall sind das keine rosigen Aussichten...
cu
 
Überwachung pur... mir ist das auch nicht so richtig geheuer!Und irgendwann rennt dann der Dieb auf der straße mit nem Skalpell rum um Dir Deinen Chip rauszuschneiden... nenene, lieber ohne mich!Gruß beny
 
Es wird der Tag kommen:
Bei der Geburt wird einem eine Blutprobe zwecks DNA Bestimmung entnommen und ein Chip unter die Haut gepflanzt.
Mit der DNA Sequenz lässt sich der Täter ermitteln und mit GPS ausfindig machen...
Prost Malzeit, wenn ein Unschuldiger am Tatort seine Kippe wegschmeisst...
 
genau so wird es mal kommen, die totale Überwachung.

Minority Report lässt grüssen, fehlen nur noch die übermenschlichen orakel :rolleyes:

ne, also bei einem Verbrecher, der schon mal angeklagt und für schuldig befunden wurde, wäre das doch gar nicht so blöde. Dann hätte man ihn bei einem weiteren Vergehen schneller gefasst.

Aber die Verbrecher werden ziemlich schnell einen Weg finden um den Chip rauszubekommen.
 
Die RFIDs haben sowohl ihre Downsides als auch Ihre Upsides.

Über die Nachteile bzw. Überwachungsmöglichkeiten müssen wir uns glaube ich nicht streiten, auch wenn man das wieder Differenziert betrachten muss.

Aber man bedenke auch die Vorteile: Überwachen von biologischen Daten von Menschen mit Herzfehlern.
Oder am Supermarkt an der Kasse vorbei gehen und das ganze lässtige Einscannen bzw. eintippen entfällt, da die Preise per RFID ausgelesen werden.

Wie alles hat es seine Vorteile und auch Nachteile.

Cheers

Rep
 
nichtmal das mit dem supermarkt kann man positiv sehen. denn dadurch entfallen wieder arbeitsplätze und die leute geraten noch tiefer in den kreislauf. selbst dabei beißt sich die katze in den schwanz.
 
Na ja,so gesehen können wir auch wieder zur Kohle statt Fernwärme greifen, damit wieder Koksmänner oder wie die heißen angestellt werden können, die uns die Kohle in den Keller schauffeln. Das ist der Fortschhritt und gegen den kann man nichts machen. Die Arbeitsplätze müssen halt anderswo geschaffen werden aber das ist hier nicht das Thema.

Ich denke auch, das diese Chips ihre Vor- und Nachteile haben. Gegen die Überwachung von Straftätern ist wohl nichts einzuwenden. Wenn die mal ausbrechen sind die Ratzfatz aufgespürt (Demolition Man lässt grüßen). Die Gefahr ist natürlich, das man solche Chips zur absoluten Überwachung der Bevölkerung einsetzen kann. Anyway, diese Technologie wird kommen aber in meinen Augen muß die Gesellschaft erst einmal reif genug sein. Unsere, in der neun von zehn garnicht genau wissen wovon sie reden aber immer gleich "Überwachungsstaat" rufen ist es jedenfalls noch nicht.
 
versuch dich mal ausserhalb von ämtern oder allgemein der legalität zu bewegen oder ein feines gespür dafür zu bekommen was jemand machen könnte wenn er dich die ganze zeit unter beobachtung hat. nenn es von mir aus paranoid, aber die möglichkeiten druck auf die menschen auszuüben und sie auszunutzen grenzt an die vorstellungskraft wenn man es mal durchspielt was mit solchen mitteln machbar wäre.
 
Anyway, diese Technologie wird kommen aber in meinen Augen muß die Gesellschaft erst einmal reif genug sein
Dies ist aber genau das Problem der Menschheit, Es wird immer LEute geben die eine Sache negativ nutzen werden. Und der verarschte ist dann wieder der ehrliche Bürger wie so oft. Dieser würde sich nicht dagegen wehren wenn es tatsächlich der Sicherheit dienen würde, aber jene die überwacht werden sollen weil sie sich illegal betätigen (wie auch immer) die finden auch einen Weg sich den Chip umzuprogrammieren oder zu entfernen oder gegen einen anderen zu tauschen.
 
Diese Entwicklung macht mir recht Angst. Mein Privatleben ist mir sehr heilig und das muss niemand überwachen.
 
also diese nachricht mit dem mexikaner hab ich shcon vor ca 2 wochen im internet gelesen...kam auch shcon im fernsehen.


also mir is das scheissegal ob man dann total überwacht...find ich persönlich cool.
zum beispiel in verbindung mit sträflingen...wenn man denen im knast son chip einpflanzt und die ausbrehcen wollen, is das gar kein prob mehr die zu erwischen.

wenn man veruscht dne chip zu entfernen gibts nen schicken 1000v stromschlag :D
 
LittleJackAss schrieb:
Dies ist aber genau das Problem der Menschheit, Es wird immer LEute geben die eine Sache negativ nutzen werden. Und der verarschte ist dann wieder der ehrliche Bürger wie so oft. Dieser würde sich nicht dagegen wehren wenn es tatsächlich der Sicherheit dienen würde, aber jene die überwacht werden sollen weil sie sich illegal betätigen (wie auch immer) die finden auch einen Weg sich den Chip umzuprogrammieren oder zu entfernen oder gegen einen anderen zu tauschen.

Nun ja, es gibt zum Glück nich gewissen Instanzen, die es einem gestatten, gegen einen solchem Mißbrauch der Technologie vorzugehen. Ich will ja nicht sagen "hey, toll, los, lassen wir uns alle so einen Chip einpflanzen" . Man muß da sehr vorsichtig sein mit solchen Technologien damit sie nicht mißbraucht werden. Aber neun von zehn die bei solchen Dingen gleich "Spionage" und "Überwachungsstaat" rufen wissen doch garnicht, wovon sie reden und das mein ich mit Unreife. Man kann es aber auch ebenso Unreif nennen, das solche Überwachungschips überhaupt notwendig bzw. sinnvoll werden (das führt uns aber in eine Diskussion über eine utopische Gesellschaft). Ein Patadebeispiel dafür ist ja die momentane STEAM-Diskussion - ein bescheuerter, einseitiger Artikel eines übermotivierten Journalisten und sofort sind alle auf den Barrikaden und selbst ich hab mich davon anstecken lassen und bin unsachlich geworden ...
 
Ich weiss net, ich wehre mich lieber schon bevor das ganze serienreif ist und praktiziert wird, denn wenn das der Fall ist hilft auch das protestieren nix mehr.
Sicherheit schön und gut aber alleine durch die Ankündigung das soetwas immer mehr vorkommt fühle ich mich in meiner Freiheit eingeengt.
Meine Freiheit steht über allem und die will ich nicht aufgeben. Es haben Menschen zig hundert Jahre für die Freiheit gekämpft und manchen tun das heute noch. Sollen wir das alles aufgeben, bzw einschränken lassen nur weil 0,1% der Weltbevölkerung spaßtiker sind?
 
ich finde es alleine schon beängstigend, dass es hier einfach so übereinstimmend hingenommen wird, dass es in ordnung sei, straftäter mit solchen chips zu versehen.
nach meiner rechtsauffassung habe ich das recht wie jeder anderer bürger behandelt zu werden, nachdem ich meine strafe abgesessen habe und resozialisiert bin..
oder ist es gar der sinn einer bestrafung jemanden auf ewig zu brandmarken? klärt mich auf..
 
Das ist wieder eine Frage danach, wie der Einzelne für sich Freiheit definiert und ab wann er seine Freiheit eingerenzt sieht. Ich würde meine Freiheit nicht eingegrenzt sehen, wenn ich einen Chip unter der Haut tragen würde, der zum einen meine wichtigsten Daten, die ich bisher in meinem Portemonnaie in Form eines Personalausweißes mit mir geführt habe, sowie medizinische Daten (Blutgruppe, etwaige Allergien bspw. gegen Penicillin) gespeichert hat. Es wäre was anderes, wenn ich städig zu orten wäre. Ich hab zwar nichts zu verbergen, aber wen interessiert es schon, das ich morgens zur Arbeit, abends beim Bowlen oder so und nachts im Bett bin?

Den Strafvollzug könnte man so gestalten, das die Gefangen einen Chip, der sich orten lässt nur für die Dauer des Strafvollzugs eingepflanzt bekommen. Der unbescholtene Bürger sollte einen Chip erhalten, der sich nicht orten lässt sondern nach obigen Modell funktioniert. Das wäre mich keine Einengung meiner Freiheit.

Früher oder später wird diese Technologie kommen nicht aber weil man sie uns aufzwingt sondern weil die Menschen immer weniger sensibler für sowas werden. Wenn juckt es heute noch, das man durch Internet und Kreditkartenkauf ohnehin ein gläserner User bzw. Kunde ist? Aber du hast Recht, wenn man seine Interesse erst vertritt wenn der Chip unter unserer Haut ist dann ist es zu spät denn wenn wir nicht rechtzeitig für unsere Interessen einstehen wird sicher der eine oder andere viel weiter gehen als es uns lieb ist.

Ich würd sagen, seien wir aufgeschlossen für die Vorzüge der Technologie und kritisch gegenüber den Risiken.

Edit@Hystrix
Gegen ewiges "Brandmarken" bin ich auch wie du meinen Beitrag entnehmen kannst. Wo steht denn hier was davon, das der Chip zeitlebens implantiert bleibt?

By the way, hat schon mal jemand daran gedacht, wie sinnvoll ein solche Chip wäre wenn mal wieder ein Kind spurlos verschwindet? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
zur definition von freiheit: ich finde es gerade schon absurd, alleine den prozess des einsetzen eines solchen chips nicht als verletzung seiner eigenen freiheit zu sehen. im prinzip ist das genauso, als würde man jedem einen zahlencode auf die stirn tätowieren...

@verbrecher: weiter oben im thread wurde vorgeschlagen, ehemalige verbrecher damit auszustatten, um ihnen das verüben weiterer verbrechen zu erschweren..
 
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