Digitalisierung gut oder schlecht?

Niyu schrieb:
Ich denke die Digitalisierung wird der Gesellschaft am Ende die Zeit bringen sich auf das Analoge zu konzentrieren. Heimwerken, den eigenen Garten machen, Kinder in die Welt setzen - und Nicht-Digitale Berufe auszuüben. Sowas wie Elektriker, Maurer, Sanitärfachmann, etc.

mag sein das haptische berufe wieder mal en vogue werden, aber nicht wenn die arbeitszeiten um 6 uhr morgens beginnen und so schlecht bezahlt werden.
 
hamju63 schrieb:
Es soll nicht nur, es muss !
Wenn an dieser Stelle nicht für alle Schüler die gleichen Bedingungen gelten, kannst (und musst) Du die ganze Nummer knicken, wenn Du nicht bei der Schulbildung das nächste Fass der Ungleichbehandlung aufmachen willst.
Intelligenz und Lernwillen haben eben nichts mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Familie zu tun.

Deswegen hasse auch ich den Begriff 'sozial schwach'
Nein, viele Familien sind eben nicht sozial schwach.
Sie sind lediglich wirtschaftlich schwach und die Kinder werden von Anfang an benachteiligt.

Und dazu kommt dann eben noch unser föderalistisches System, in welchem ein Großteil der Schulpolitik Ländersache ist.
Die Hilfe gibt es und nennt sich Bildung und Teilhabe.....wie viel Halbwissen hier wieder versammelt ist .... Digitalisierung bedeutet auch nicht: jeder bekommt ein iPad hinterhergeworfen. Stammtisch wie er im Buche steht.
 
Fu Manchu schrieb:
Ich stehe der Digitalisierung neutral gegenüber. Es gibt schlechte Dinge und es wir Missbrauch betrieben (Sicherheit, Überwachung, Tracking, Werbung, Hacking, ...) aber ich sehe auch die Vorteile, sowohl in der Wirtschaft wie auch im privaten Bereich.

Die meisten negativen Eigenschaft der Digitalisierung lassen sich durch eine entsprechende Bildung zumindest im Großteil entkräften.
  • Bewusstsein für Sicherheit und Daten
  • Umgang mit Werbung und anderen Finanzierungsmodellen (user as a product)
  • Medienkompetenz
  • Recherche im Internet, filtern von Informationen
  • Meinungsbildung
Ich gehöre noch zu der Generation, die in den 90ern geboren und mit der Digitalisierung allmählich groß geworden ist. Kassette und Walkman als Kind, MP3-Player mit 10, das Klapphandy und der erste eigene Computer mit 12, das Smartphone mit 14. ICQ -> Skype -> SchülerVZ -> Facebook... Für mich ein Prozess mit den Medien groß zu werden und den Umgang Schritt für Schritt zu lernen.

Heute kann ich mir gut vorstellen, dass viele überfordert sind, sich alleine, in diesem Dschungel, zurecht zu finden. Ich finde, man merkt es vor allem an den ganzen Schwurbel-Köpfen (Lügenpresse, Fake-News, Verschwörungen, Anti-Klima und Corona...). Hier scheint die eigene Kompetenz Informationen zu filtern leider oft gleich Null...

Das Berufe aussterben und neue entstehen sehe ich erst einmal unkritisch. Das gehört zum Fortschritt einfach dazu.
 
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Ja, das stimmt.
Wir sind ja Schritt für Schritt damit erwachsen geworden. Die Kinder heutzutage haben
einfach ein so großes "Überangebot", ich weiß nicht, wie ich zurecht kommen würde^^
 
Damals gab es eben nicht viel Auswahl, wolltest du telefonieren von unterwegs musstest du dir eine funktionierende Telefonzelle suchen, wenn du Glück hattest funktionierte die Wählscheibe und das Telefonbuch war nicht geklaut :)

Ich nehme mir das beste aus beiden Welten. Den vernünftigen Umgang mit all diesen Dingen ist das A und O, Bridax hat das schön in Worte gepackt. In Maßen konsumiert ist das mit der Digitalisierung eine Bereicherung.

Manchmal habe ich das Gefühl früher waren die Leute glücklicher, das ist aber nur meine sujektive Wahrnehmung, heute hat man alles was man braucht und ist teils unzufrieden, mit was auch immer.
 
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