- Registriert
- März 2006
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Hi zusammen,
mein Gigant läuft inzwischen seit knapp 7 Jahren – höchste Zeit also für ein kleines Lebenszeichen und einen Erfahrungsbericht. Anlass war ein plötzliches Lüfterklackern, das vor etwa einer Woche auftrat. Und ja… das führte dazu, dass ich den Gigant mal wieder öffnen musste – obwohl ich mir beim Zusammenbau damals geschworen hatte: Nie wieder! Tja. Never say never...
Eigentlich dachte ich, ein Kabel hätte sich gelöst und würde leicht an den Lüfter schlagen. Also kurz reingeschaut… und siehe da: komplett falsche Annahme.
Zum Glück hatte ich damals eines der Seitenteile im Fuß nicht verschraubt gelassen. Zugang also easy. Dafür gab’s direkt ein Wiedersehen mit den legendär scharfen Kühlfinnen, die mir schon beim Erstaufbau sehr viel "Freude" bereitet hatten.
Erkenntnis Nr. 1 – der Lüfter
Kein Kabelproblem, sondern ein komplett gebrochener Lüfterrahmen – alle vier Stege (!) waren durch.
Dabei fiel mir auch auf, dass ich den Lüfter ursprünglich nur mit 2 statt 4 Schrauben befestigt hatte, später erkannte ich dann warum.
Zuerst dachte ich, der Schaden sei beim Umzug ins neue Haus entstanden – obwohl ich das Teil wirklich wie ein rohes Ei transportiert habe. Mittlerweile glaube ich eher, dass der Lüfterrahmen dauerhaft unter Spannung stand und die Stege über die Jahre durch Vibrationen langsam aufgegeben haben.
Hintergrund:
Die Bohrungen im Gigant liegen bei 16,7 cm, die des Lüfters jedoch exakt bei 16,5 cm (Loch zu Loch).
An der Stelle nochmal danke ans Forum für die Tipps – ich habe letztendlich die Lüfterlöcher aufgebohrt. Ich frage mich allerdings, ob der Lochabstand bei anderen 180-mm-Lüftern besser passt.
Erkenntnis Nr. 2 – der Durchflusssensor
Kurz gesagt: Der Sensor ist futsch.
Bei der Installation dachte ich mir: "Läuft außer dem Durchflusssensor doch alles, kümmerst du dich später drum."
Sieben Jahre später: Überraschung 😄
Der Sensor ist mittlerweile massiv korrodiert. Offenbar hatte er beim damaligen Wasseraustritt etwas abbekommen, was ich zu dem Zeitpunkt nicht bemerkt hatte. Vermutlich war das dann auch der Grund, dass das Teil noch nie funktioniert hat.
Da ich keine Lust mehr auf Experimente habe, werde ich vermutlich einen high flow next direkt im Sockel am Auslass per Doppelnippel (Außengewinde) installieren.
Erkenntnis Nr. 3 – die Pumpe
Ich habe die Aquasuite zum ersten Mal seit Langem wieder installiert und war überrascht, dass die Pumpe unter "Pumpe" gar nicht mehr angezeigt wurde. Ich hätte schwören können, dass das 2018 noch der Fall war.
Also erstmal die Verkabelung der D5 (PWM + Tachosignal - keine next) geprüft und festgestellt, dass sie - zusammen mit dem flow200 - am Aquabus des aquaero über ein Splitterkabel hing. Laut allem was ich dazu finden konnte, ist das so wohl nicht korrekt.
Ich habe die D5 jetzt an Lüfterausgang Nr. 4 gehängt, um sie aktiv regeln zu können. Trotzdem ist mir bis heute nicht ganz klar, wie das Setup vorher überhaupt funktioniert hat.
Erkenntnis Nr. 4 – RGBpx Ring
Den RGBpx-Ring hätte ich nach dem damaligen kleinen Wasseraustritt besser sofort reklamiert. Leider traten die ersten falsch leuchtenden LEDs erst rund ein Jahr später auf. Tja – Timing ist alles.
Ich habe den Ring jetzt neu bestellt und direkt unter die AGB-Metallplatte gesetzt.
Der RGBpx-Ring sollte nicht ganz unten am AGB-Sockel montiert werden – eigentlich logisch, weil dort bei einem Wasseraustritt alles nass wird. Nach den vielen Tagen der Gigant-Montage und dem damaligen troubleshooting bin ich darauf aber nicht selbst gekommen. Der Defekt wäre definitiv vermeidbar gewesen.
Was alles gemacht wurde:
• interne transparente Schläuche raus → schwarzen EPDM-Schlauch rein
• Durchflusssensor entfernt
• neuer RGBpx LED-Ring
• AGB komplett zerlegt und gereinigt.
• neues 2-m-USB-Kabel zum PC bestellt – leider Quatsch 🤦♂️
(vergessen, dass der Gigant auch per USB-"Druckerkabel" angebunden werden kann und ich gar nicht direkt ans aquaero musste … Fehlbestellung ftw!)
• Radiator komplett mit Druckluft ausgeblasen
• neue Filzfüße montiert, um den Gigant besser verrücken zu können
Fazit nach 7 Jahren:
Trotz allem: Ich bin immer noch echt zufrieden.
Der Gigant ist praktisch unhörbar und kühlt meine Hardware seit Jahren im nahezu passiven Betrieb auf Temperaturen, die deutlich unter denen klassischer Luftkühlung liegen. Ob die Delta-Werte jetzt etwas höher oder niedriger sind, ist mir ehrlich gesagt egal – Hauptsache leise und kühl. Genau das liefert er bis heute.
Würde ich ihn wieder kaufen?
Ganz klar: Ja. Jederzeit.
Sonstiges / Lessons learned:
• Tesa Powerstrips sind der letzte Mist: Hubby7 und Quadro sind abgefallen – zurück blieb nur der schlecht lösbare Kleber innen auf den Edelstahlseitenteilen
• Und ja … dieses Mal habe ich es tatsächlich geschafft mir nicht nur eine, sondern beide Hände an den verdammten Kühlfinnen aufzuschneiden. Arbeiten am Gigant bleiben einfach immer eine kleine Blutspende 🩸😅
mein Gigant läuft inzwischen seit knapp 7 Jahren – höchste Zeit also für ein kleines Lebenszeichen und einen Erfahrungsbericht. Anlass war ein plötzliches Lüfterklackern, das vor etwa einer Woche auftrat. Und ja… das führte dazu, dass ich den Gigant mal wieder öffnen musste – obwohl ich mir beim Zusammenbau damals geschworen hatte: Nie wieder! Tja. Never say never...
Eigentlich dachte ich, ein Kabel hätte sich gelöst und würde leicht an den Lüfter schlagen. Also kurz reingeschaut… und siehe da: komplett falsche Annahme.
Zum Glück hatte ich damals eines der Seitenteile im Fuß nicht verschraubt gelassen. Zugang also easy. Dafür gab’s direkt ein Wiedersehen mit den legendär scharfen Kühlfinnen, die mir schon beim Erstaufbau sehr viel "Freude" bereitet hatten.
Erkenntnis Nr. 1 – der Lüfter
Kein Kabelproblem, sondern ein komplett gebrochener Lüfterrahmen – alle vier Stege (!) waren durch.
Dabei fiel mir auch auf, dass ich den Lüfter ursprünglich nur mit 2 statt 4 Schrauben befestigt hatte, später erkannte ich dann warum.
Zuerst dachte ich, der Schaden sei beim Umzug ins neue Haus entstanden – obwohl ich das Teil wirklich wie ein rohes Ei transportiert habe. Mittlerweile glaube ich eher, dass der Lüfterrahmen dauerhaft unter Spannung stand und die Stege über die Jahre durch Vibrationen langsam aufgegeben haben.
Hintergrund:
Die Bohrungen im Gigant liegen bei 16,7 cm, die des Lüfters jedoch exakt bei 16,5 cm (Loch zu Loch).
An der Stelle nochmal danke ans Forum für die Tipps – ich habe letztendlich die Lüfterlöcher aufgebohrt. Ich frage mich allerdings, ob der Lochabstand bei anderen 180-mm-Lüftern besser passt.
Erkenntnis Nr. 2 – der Durchflusssensor
Kurz gesagt: Der Sensor ist futsch.
Bei der Installation dachte ich mir: "Läuft außer dem Durchflusssensor doch alles, kümmerst du dich später drum."
Sieben Jahre später: Überraschung 😄
Der Sensor ist mittlerweile massiv korrodiert. Offenbar hatte er beim damaligen Wasseraustritt etwas abbekommen, was ich zu dem Zeitpunkt nicht bemerkt hatte. Vermutlich war das dann auch der Grund, dass das Teil noch nie funktioniert hat.
Da ich keine Lust mehr auf Experimente habe, werde ich vermutlich einen high flow next direkt im Sockel am Auslass per Doppelnippel (Außengewinde) installieren.
Erkenntnis Nr. 3 – die Pumpe
Ich habe die Aquasuite zum ersten Mal seit Langem wieder installiert und war überrascht, dass die Pumpe unter "Pumpe" gar nicht mehr angezeigt wurde. Ich hätte schwören können, dass das 2018 noch der Fall war.
Also erstmal die Verkabelung der D5 (PWM + Tachosignal - keine next) geprüft und festgestellt, dass sie - zusammen mit dem flow200 - am Aquabus des aquaero über ein Splitterkabel hing. Laut allem was ich dazu finden konnte, ist das so wohl nicht korrekt.
Ich habe die D5 jetzt an Lüfterausgang Nr. 4 gehängt, um sie aktiv regeln zu können. Trotzdem ist mir bis heute nicht ganz klar, wie das Setup vorher überhaupt funktioniert hat.
Erkenntnis Nr. 4 – RGBpx Ring
Den RGBpx-Ring hätte ich nach dem damaligen kleinen Wasseraustritt besser sofort reklamiert. Leider traten die ersten falsch leuchtenden LEDs erst rund ein Jahr später auf. Tja – Timing ist alles.
Ich habe den Ring jetzt neu bestellt und direkt unter die AGB-Metallplatte gesetzt.
Der RGBpx-Ring sollte nicht ganz unten am AGB-Sockel montiert werden – eigentlich logisch, weil dort bei einem Wasseraustritt alles nass wird. Nach den vielen Tagen der Gigant-Montage und dem damaligen troubleshooting bin ich darauf aber nicht selbst gekommen. Der Defekt wäre definitiv vermeidbar gewesen.
Was alles gemacht wurde:
• interne transparente Schläuche raus → schwarzen EPDM-Schlauch rein
• Durchflusssensor entfernt
• neuer RGBpx LED-Ring
• AGB komplett zerlegt und gereinigt.
• neues 2-m-USB-Kabel zum PC bestellt – leider Quatsch 🤦♂️
(vergessen, dass der Gigant auch per USB-"Druckerkabel" angebunden werden kann und ich gar nicht direkt ans aquaero musste … Fehlbestellung ftw!)
• Radiator komplett mit Druckluft ausgeblasen
• neue Filzfüße montiert, um den Gigant besser verrücken zu können
Fazit nach 7 Jahren:
Trotz allem: Ich bin immer noch echt zufrieden.
Der Gigant ist praktisch unhörbar und kühlt meine Hardware seit Jahren im nahezu passiven Betrieb auf Temperaturen, die deutlich unter denen klassischer Luftkühlung liegen. Ob die Delta-Werte jetzt etwas höher oder niedriger sind, ist mir ehrlich gesagt egal – Hauptsache leise und kühl. Genau das liefert er bis heute.
Würde ich ihn wieder kaufen?
Ganz klar: Ja. Jederzeit.
Sonstiges / Lessons learned:
• Tesa Powerstrips sind der letzte Mist: Hubby7 und Quadro sind abgefallen – zurück blieb nur der schlecht lösbare Kleber innen auf den Edelstahlseitenteilen
• Und ja … dieses Mal habe ich es tatsächlich geschafft mir nicht nur eine, sondern beide Hände an den verdammten Kühlfinnen aufzuschneiden. Arbeiten am Gigant bleiben einfach immer eine kleine Blutspende 🩸😅
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