Drei CPUs zur Auswahl

Oberwald

Cadet 3rd Year
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Okt. 2010
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Hallo zusammen,


derzeit steh ich kurz vor der Zusammenstellung eines neuen PCs, da mein jetziger einfach zu viele Macken hat (HDD, defekter Soundchip auf dem Board usw.). Bei der CPU bin ich aber immer noch unentschlossen. Der PC wird in den Bereichen Office, Bildbearbeitung und auch Gaming genutzt, also ein Universaltalent mit Leistungsreserven und Zukunftstauglichkeit.

In Betracht kommen:

6700k
5820k
5775c

der Sechskerner hat die größte Zukunftstauglichkeit, allerdings keine iGPU: Derzeit werkelt eine HD 6950 2 GB in meinem Core 2 Quad 9450, die ich ungerne noch einmal verbauen möchte. Die aktuelle Grafikkartengeneration würde ich gerne auslassen und mir erst Mitte nächsten Jahres eine kaufen.

Beim Broadwell überzeugt der Anschaffungspreis (inkl. Komponenten) und die potente Grafiklösung, die mich problemlos das nächste halbe Jahr überbrücken lässt. Bringt die Iris Pro unter DX12 Vorteile (Stichwort Multiadapter mit einer Grafikkarte)? Erlebt der Broadwell unter DX12 vielleicht sogar eine Sternstunde? Außerdem hört sich der eDRAM als L4 Cache sehr verlockend an.

Der Skylake scheint hingegen das beste Gesamtpaket zu liefern. Allerdings ist mir die Anschaffung zu teuer und der Leistungssprung zum 5775c sehr gering, bzw. gar nicht vorhanden...


Über Meinungen, Anregungen und technische Hinweise (insbesondere zur Multiadapterleistung der Iris Pro) würde ich mich freuen!
 
Hallo,

ich finde, der 5820K bietet durchaus eine gute Basis.

Edit: Ich würde dennoch über Sockel 1150 nachdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fürs Gaming ist jede Intel IGP untauglich. Jede. Zumindest kann keine der 6950 auch nur entfernt nahe kommen. Bis jetzt gab es noch nie eine funktionierende Möglichkeit mehrere technisch verschiedene CPUs "zusammenzuschalten". Bis DX12 das Gegenteil im Praxistest beweist, beharre ich darauf: das geht nicht. Selbst wenn es geht: eine billige GPU die ähnlich viel leisten wie IGP ist einfach zu beschaffen.

Sofern es budgettechnisch machbar ist und übertaktet wird: i7-5820k.
 
Derzeit zocke ich eigentlich nur Team Fortress 2 und Diablo 3. Dafür sollte die Iris Pro doch eigentlich ausreichen. Nächstes Jahr will ich natürlich auch mal wieder andere, modernere Titel zocken, z.B. Witcher 3, aber das eilt nicht.
Vielmehr nervt mich, dass die Performance meines immerhin schon fast acht Jahre alten Systems langsam grenzwertig wird und sich außerdem die Defekte des MB häufen (Ethernet Adapter, Soundchip).
 
Für die Bereiche Office, Bildbearbeitung und auch Gaming würde ich Dir den i3-6300 empfehlen. Wenn Du von Deinem lahme Quadcore kommst, wird Dich der Leistungsunterschied überwaltigen. Du hast dann +95% im Singlethread und + 54% im Multithread.

Einen Teil des Aufpreises für einen i7 legst Du in eine KFA² GeForce GTX 960 Gamer OC Mini Black, 4GB GDDR5, DVI, HDMI, 3x DisplayPort (96NQH8DHD8Z4) ab € 199,80 an und Du hast gleich ein geiles System, das Deinen Ansprüchen voll und ganz genügt.
 
6700K: - sparsam, kühl, schnellster 4-Kerner, DDR4, schnell angebundenes M.2, meist bis auf 4.6 GHz übertaktbar, iGPU, schnellste CPU für die allermeisten Games, USB 3.1

bald "Intel Speed Shift"-Option verfügbar:

http://winfuture.de/news,89736.html

5820K:- 6-Kerner, kühl, DDR4, meist bis auf 4.4- 4.5 GHz übertaktbar, QuadChannel für RAM, für Mehrkernanwendungen >4 besser, schnell angebundenes M.2, teure aber gute Mainboards ab der 250 Euro-Klasse, USB 3.1
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Juri Bär: Es ist ja nicht so, dass die drei von mir genannten CPUs nicht verfügbar wären. Ich kaufe mir nicht so oft einen PC, aber wenn, dann soll er auch ein paar Jährchen halten und eine gewisse Zukunftstauglichkeit ist mir sehr wichtig. Deswegen tendiere ich eher zu den i7 + Grafikkarte im nächsten Jahr.


@Larve 74: Den 5775c erwähnst du nicht. Warum fristet der eigentlich so ein Schattendasein? In Anlehnung an den 5675c müsste der doch ganz vorne bei Games dabei sein und in Anwendungen dem 6700k kaum nachstehen. Klar, der Sockel und DDR3 sind nicht mehr Up-to-Date, aber letztlich kommt es doch auf die Leistung an.





Ist die Iris Pro (FL 11_1) eigentlich voll multiadapterfähig?
 
Na ja - wenn du ohnehin eine zusätzliche GPU nachrüstest, ist der 5775c langfristig halt wieder nicht mehr so toll. Klar. Der würde der aktuell ohne zusätzliche Grafikeinheit mehr Grafikpower liefern als die anderen beiden. Ich würde aber auch zu 5820K oder 6700K greifen. Einfach weil sich der Vorteil der Grafikeinheit mit Anschaffung der GPU in Luft auflöst - und da sehe ich die anderen beiden vorne. Wobei der 6700 eine Einheit liefert - der 5820 nicht.
 
Genau aus diesem Grund stelle ich mir ja die Frage, ob mir die iGPU des 5775c auch mit einer Grafikkarte im nächste Jahr noch Vorteile bringt. Der eDRAM auf jeden Fall. Einschätzungen zur Multiadapterfähigkeit sind aber derzeit wohl noch spekulativ.
 
Naja den 5775C erwähnte ich nicht, da dessen Plattform nicht die erwähnten Anschlüsse unterstützt und eine eventuelle Übertaktung nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Wann die integrierte GPU mit einer dedizierten Karte zusammenarbeiten kann ist noch nicht angekündigt, und dann ist noch nicht sicher wie gut das passieren wird (tatsächlicher FPS-Gewinn, ob es wieder Microruckler geben wird, in welchem Umfang die Treiber welche Karten und Spiele unterstützen). Großes FRAGEZEICHEN, jedenfalls kein konkreter Vorteil.
 
würde den 5775c auch aus der verlosung nehmen. älteste plattform der drei, kaum oc möglich... da kannste besser nen xeon 1231 oder so nehmen, der kommt noch billiger.

bei den anderen beiden wirds schwieriger. skylake ist der moderere und energieeffizientere, haswell-e bietet mit 6 kernen mehr reserven und tendentiell höhere zukunftssicherheit (sofern man bei pc von sowas reden kann). persönlich tendiere ich eher zu dem sechskerner, aber beide haben ihre vorzüge.

igp würde ich bei intel lassen. schlechte treiberunterstützung für spiele und die leistung... wer unbedingt igp will, dem würde ich zu nem A10 7870k oder 7800 raten. kosten deutlich weniger, leisten deutlich mehr (auf die grafik bezogen). lieber einen gescheiten i7 mit ner grafikkarte, da kommst du deutlich weiter mit.
 
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Bei den aktuellen Preisen würde ich den 5820K nehmen (auch bei Gaming) da 6 Kerne deutlich mehr für die Zukunft bringen (DX12 und alle new Gen Konsolen fokussieren in Zukunft Multicore - und so gut wie alle Spiele sind bekanntlich Konsolen-Ports). Der Standard Takt ist so ziemlich egal da man den 5820K bei Bedarf auch locker auf 4Ghz+ übertakten kann. Einziger Nachteil ist der Stromverbrauch - aber auch der ist nicht die Welt im Vergleich zu den Grafikkarten ;)
 
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Für mich stellen der 5820k und der 5775c jeweils die "Extremlösung" dar.
Was den 5820k aber neben der nicht vorhandenen iGPU für mich wohl noch teurer/unattraktiver macht, ist die Netzteilproblematik: Ich habe derzeit nur ein 450 W BeQuiet (genaues Modell weiß ich im Moment nicht). Gerade mit OC (geplant wären so ca 4 GHz) dürfte bei einer Anschaffung zusätzlich noch ein neues Netzteil fällig werden...


Reicht eigentlich die iGPU des 6700k für TF2 und Diablo3?
 
Oberwald schrieb:
Reicht eigentlich die iGPU des 6700k für TF2 und Diablo3?
ComputerBase hat genau das getestet. Die Spiele werden so mi 38/40 fps unter FullHD laufen.
eine gewisse Zukunftstauglichkeit ist mir sehr wichtig. Deswegen tendiere ich eher zu den i7 + Grafikkarte
Was die Grafikkarten im nächsten Jahr bringen, weiß ich nicht. Aber für Deine Anwendungen und Spielchen kriegst Du vielleicht 20% mehr Leistung, wenn Du statt eines i3-6300 irgendeinen i7 nimmst. Der Unterschied macht für mich keine Zukunft aus.
 
@Oberwald,

http://www.bit-tech.net/hardware/2014/09/03/intel-core-i7-5930k-and-core-i7-5820k-revie/8

http://www.kitguru.net/components/cpu/luke-hill/intel-core-i7-5820k-haswell-e-6-core-cpu-review/8/

Ein übertaktetes 5820K System (X99 CPU + OC) "verbraucht" ca. 150Watt mehr im max. Loadzustand gegenüber Skylake.

Beim Spielen sind es dann nur noch die Hälfte, je nach CPU-Auslastung. Leider ist der Idle-Strombedarf auch etwas höher.

Ja, ein 450 Watt Netzteil ist m.M.n. dafür zu knapp bemessen. Grafikkarten benötigen auch nach bis zu 250 Watt (ca. je nach Modell).
 
Wenn eine Reihe von i7 zur Debatte stehen, wird man sicher nicht darauf abzielen eine Einsteiger Office-CPU in Betracht zu ziehen. Sinds beim Gaming (bei nicht CPU limitierenden Spielen ) "nur" 20% Unterschied, kann ein Anwendung mit dem i7 schonmal bis zu 100% schneller laufen dank 4 echten Kernen und 4 Threads mehr. Das sind richtige Unterschiede.

Ich würde mich für den 6700K entscheiden, aber erst nach Weihnachten wenn die Verfügbarkeit und der Preis wieder stimmt. Die 6950 wirds sicher noch bis zum erscheinen der neuen Grafikkartengeneration ( Frühjahr 2016 nVidias Pascal ) machen, und wenn nicht, die iGPU würde es dir zumindest bedingt ermöglichen solange es keine Grafikbomber sind.
 
Die Tatsache, dass ich momentan nur TF2 und D3 zocke heißt ja nicht, dass ich nicht auch mal andere Spiele in Frage kommen, z.b. Witcher 3. Beim Thema Bildbearbeitung würde ich mich auch sehr über eine fixere CPU freuen. Ich habe teilweise große Mengen zu bearbeiten und da macht sich jede Sekunde unter dem Strich bemerkbar.

Ich bin schon immer mit der etwas größeren CPU besser gefahren. Bei der Diskussion E8400 vs. Q9450 war es damals ähnlich.
Eigentlich würde ich ja am liebsten auf Broadwell E warten, wenn da nur nicht die MB-Defekte wären...
 
Oberwald schrieb:
Ich bin schon immer mit der etwas größeren CPU besser gefahren. Bei der Diskussion E8400 vs. Q9450 war es damals ähnlich.
Ich bezweifele, dass Du mit dem Core2Quad tatsächlich besser gefahren bist, als mit dem schnelleren Duo. Aber ich will Dir den i7 sicher nicht ausreden. Mir wäre er nur für 5% mehr Singlecorepower@stock zu teuer. Und die 95% mehr Multicorepower brauchst Du eigentlich auch nur bei gang ganz wenigen Spielen und merken tust Du sie erst richtig, wenn Du eine Grafikkarte einsetzt, die deutlich mehr kostet als der i7. Bei der Bildbearbeitung ist es eigentlich gleich, ob der i3 95% schneller ist oder der k_i7 100% als Dein jetziges System.

@kayD: Der i3-6300 mit mehr Cache und Takt als der Standard-i3 verdienst meiner Meinung nicht die Bezeichnung "eine Einsteiger Office-CPU" zu sein. Der kostet kaum weniger als der i5-6400, leistet aber für den Einsatzzweck des TE mehr als dieser.
 
M.2 ist bei S. 1151 über den Chipsatz nicht schlechter angebunden als mit Lanes direkt von der CPU und es gibt auch S. 1150 Boards mit M.2 Slots die direkt an den Lanes der CPU angebunden sind, die ASRock Z97 Extreme 6 und 9. Man sollte also staat des 5775c vielleicht besser den 4790K in Betracht ziehen. Für Gamer bringt so eine schnelle M.2 SSD übrigens kaum spürbare Vorteile, diese jedoch nutzen zu können, ist ein Feature welches man schon berücksichtigen sollte.
 
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Meine derzeitige Kiste macht mir ganz schön Druck: Jetzt fährt er nicht einmal richtig runter (fährt immer wieder hoch) und beim Hochfahren von Windows sehe ich immer minutenlang so einen babyblauen Screen + Mauszeiger. Die Zeit drängt und ich hoffe, ich komme mit der Krücke noch über die Feiertage...




@ Juri-Bär: Ich nutze auch Programme, die von den vier Kernen profitieren. Insofern hat sich der Quad durchaus gelohnt :)


@ Holt: Die Boards sehen gut aus, sind aber nicht billig und machen den Preisvorteil der 1150 Lösung leider zunichte. Der 4790k war auch kurzzeitig in der Lotterie, aber ich befürchte, die iGPU ist selbst für das nächste halbe Jahr zu schwach...
 
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