Notiz EcoFlow x EverHome: IR-Lesekopf nun mit Stream-Balkonkraftwerk kompatibel

piccolo85 schrieb:
Ein Sprung um 2000 W dauert damit allein durch die Rampe schon rund zehn Sekunden. Wenn der Akku zusätzlich noch von Laden auf Entladen wechseln muss, kommen noch einmal ein paar Sekunden Umschaltzeit dazu. Aus „400 W laden“ auf „2000 W entladen“ sind effektiv 2400 W Differenz. Mit Reaktionszeit, Rampe und Umschaltung ist man da schnell bei 15 bis 20 Sekunden, bis der Zielwert wirklich erreicht ist.
Wir sind hier im Kontext BKW, also max 800W Einspeisung.
Da die Grundlast vorher wahrscheinlich über 0W liegt, bleibt deutlich weniger Differenz um auf die volle Einspeiseleistung zu kommen.

Von 250W Grundrauschen auf volle 754W AC beim Einschalten des Wasserkochers vergehen bei mir ca. 3 Sekunden (lokale Regelung per Shelly Pro 3EM und oDTUoB an HMS-1600-4T hinter Noah 2000).

Werte kann ich durch BitShake auf dem Zähler auch bestätigen.
 
SaxnPaule schrieb:
Wir sind hier im Kontext BKW, also max 800W Einspeisung.
Im Artikel geht es um EcoFlow x EverHome und die Kompatibilität mit dem EcoFlow Stream. Da reden wir von bis zu 12 kW PV-Eingang und 2300 W AC-Ausgang, das hat mit BKW nichts mehr zu tun. Wir sind damit im Kontext Guerillia-PV - Denn diese Geräte lassen sich in Deutschland in der Praxis quasi nicht so betreiben oder anmelden wie der Gesetzgeber das vorsieht, erfreuen sich aber trotzdem großer Beliebtheit.
 
piccolo85 schrieb:
Denn diese Geräte lassen sich in Deutschland in der Praxis quasi nicht so betreiben oder anmelden wie der Gesetzgeber das vorsieht, erfreuen sich aber trotzdem großer Beliebtheit.
Verstehe nicht, wieso sich jemand sowas hinstellt und im Schadensfall dann u.U. dumm da steht.

Auch mit einer Begrenzung auf 800W kann man mit einem BKW sehr gute Werte erziehlen und ist rechtlich sauber unterwegs. Eine höhere mögliche Einspeiseleistung sorgt nur dafür, dass der Akku eher alle ist. Unterm Strich kommt vermutlich das gleiche raus.

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@Moep89 Funktioniert auch bei mir mit der kontinuierlichen Aktualisierung. Vielen Dank. Ich habe bei der Recherche dazu wieder dazu gelernt und verstehe nun besser, was das Script tut.
 
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SaxnPaule schrieb:
Eine höhere mögliche Einspeiseleistung sorgt nur dafür, dass der Akku eher alle ist. Unterm Strich kommt vermutlich das gleiche raus.
Nee. Diese Aussage ergibt so pauschal keinen Sinn. Außer du gehst von gigantischen Speichern aus (50 kWh+).
Wenn man im Haushalt nur sehr selten größere Verbraucher hat, die die Gesamtleistung über 800 W bringen, dann ist der Unterschied recht gering, aber die meisten Haushalte funktionieren so nicht. Mit mehr als 800 W kann man je nach Situation schon merklich mehr nutzen.
Wann der Speicher leer ist, ist im Grunde auch gar nicht relevant. Viel wichtiger ist, wann bzw. wie oft und lange er (zu) voll ist. Ein leerer Speicher wird im Zweifelsfall voll ausgenutzt, ein (ständig) voller dagegen nicht. Der dient hier ja nicht der Versorungssicherheit, sondern nur der Pufferung zwecks Eigenverbrauch.

Wenn tagsüber Verbraucher mit größerer Leistung laufen, kann eine höhere Leistung des WR einfach mehr PV-Energie nutzbar machen, weil der Speicher dann etwas langsamer voll wird. Im Winter kommt das selten bis gar nicht zum Tragen, aber in der Zeit von April bis September/Oktober durchaus.
 
Ich ging davon aus, dass der Speicher passend zur Solarleistung dimensioniert ist, so dass er regelmäßig voll wird und die Zellen gebalanced werden können.

Wenn nun für 30 Minuten 2kW eingespeist werden, wird der Speicher uU nicht mehr voll im Laufe des Tages. Ist die Sonne bereits weg und es wird für 30 Minuten mit 2 kW eingespeist ist der Speicher bereits um 2 leer, statt um 7. Die abgegebene Energiemenge bleibt dabei gleich.

Wenn die Solarleistung natürlich deutlich überdimensioniert ist, ist es in der Tat sinnvoll mehr einzuspeisen, da man sonst Energie verschenkt. Allerdings kommt man dann vermutlich nicht durch die Nacht.

Meine Anlage ist so ausgelegt, dass sie das Optimum für meinen Verbrauch darstellt. Mit 2kWp und 6kWh Speicher.

Damit verschenke ich quasi nichts und beziehe an guten Tagen 3 - 4 kWh (von 12 - 15)

Moep89 schrieb:
Wenn man im Haushalt nur sehr selten größere Verbraucher hat, die die Gesamtleistung über 800 W bringen, dann ist der Unterschied recht gering, aber die meisten Haushalte funktionieren so nicht. Mit mehr als 800 W kann man je nach Situation schon merklich mehr nutzen.
Verbraucher über 800W sind doch eher die Ausnahme.
Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Wasserkocher.
Mal abgesehen vom Herd ziehen die Geräte nur kurz ihre 2kW.
Bei mir heizen Waschmaschine und Geschirrspüler zwischen 20 und 30 Minuten mit 2kW.
Beim Wasserkocher fällt es nicht wirklich ins Gewicht, da der ja eh nur ein paar Minuten läuft.
Wenn man natürlich jeden Tag 5 Maschinen wäscht, sieht die Sache anders aus. Das dürfte aber nicht die Regel sein.

Ein durchschnittlicher Haushalt hat irgendwas zwischen 100 und 250W Grundlast. Laufen dann noch TV, Radio und vielleicht eine Konsole im Kinderzimmer kommt man mit 800W noch relativ gut hin.

Die kurzen Peaks für Wasserkocher/Kaffeemaschine vormittags sind vollkommen irrelevant. Einzig das Kochen mittags könnte mit 2kW Einspeisung etwas abgefangen werden.
Screenshot_20260512_211200_Chrome.jpg
 
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SaxnPaule schrieb:
Wenn die Solarleistung natürlich deutlich überdimensioniert ist, ist es in der Tat sinnvoll mehr einzuspeisen, da man sonst Energie verschenkt. Allerdings kommt man dann vermutlich nicht durch die Nacht.
Das muss man ja auch gar nicht. Das ist ein Denkfehler, den viele haben. Der Speicher ist, wie gesagt, in keinster Weise für die Versorgungssicherheit gedacht, sondern ausschließlich als Puffer. Wann der Speicher leer ist, ist deshalb ganz egal. Einzig und allein wie viel der erzeugten bzw. erzeugbaren PV-Energie er zu nutzen ermöglicht, ist relevant. Wie du ja selbst sagtest, ist es egal wann man wie viel Energie verbraucht, wenn es insgesamt auf die gleiche Summe hinausläuft.
SaxnPaule schrieb:
Verbraucher über 800W sind doch eher die Ausnahme.
Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Wasserkocher.
Mal abgesehen vom Herd ziehen die Geräte nur kurz ihre 2kW.
Kommt immer drauf an. Sobald man Wärmepumpe bzw. Klimaanlagen hat, sieht die Sache schon anders aus.
Zudem kann sich die Energie der Verbraucher über 800 W durchaus summieren. Bei einem normalen Haushalt mit 1-2 Personen kommt da evtl. nicht viel zusammen, aber bei Familien schon. Bei uns läuft die Spülmaschine praktisch jeden Tag einmal. Unter bestimmten Umständen sogar zwei mal. Und vom Gesamtverbrauch könnte ich mit 800 W weniger als 50% abdecken, weil fast die gesamte Energie während der Heizphasen mit 2 kW verbraucht wird. Das sind 1,4 kWh, wovon bei 800W wegen der bereits vorhandenen Grundlast nichtmal 0,6 kWh wirklich aus der PV kämen. Mit anderen Dingen wie Kochen, Wäsche waschen etc. zusammen kann sich das durchaus läppern übers Jahr.

Und da die Sache mit den 800 W bei ordentlichem Anschluss des WR praktisch nur noch auf dem Papier ein "Problem" ist, habe ich den von Anfang an auf seinen 1,8 kW laufen lassen.

Aber auch ein gutes BKW mit Speicher und "nur" 800 W ist bereits Gold wert. Sauber gesteuert reduziert das den Netzbezug schon ordentlich und damit sowohl die Kosten, als auch den CO²-Ausstoß.
 
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Gut, Wärmepumpe hatte ich nicht auf dem Plan. Aber da ist ein BKW auch eher ungeeignet. Da ist eine richtige PV Anlage schon sinnvoll.

Geschirrspüler läuft bei uns auch quasi jeden Tag. Sind ein 4 Personenhaushalt. Bei mir 100% Home-Office und fast jeden Mittag wird gekocht.

Ich decke bei gutem Wetter mit 800W über 80% ab. Am Wochenende sogar über 90%.

Über den gesamten April hatte ich 62% Autarkie bei 352kWh Verbrauch.
 
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SaxnPaule schrieb:
Über den gesamten April hatte ich 62% Autarkie bei 352kWh Verbrauch.
Bei mir waren es 80% bei 394 kWh.
Ich würde schätzen die "Entdrosselung" (auf 1,8 kW) bringt in den sonnigen Monaten ein Plus von ca. 20-25% und übers Jahr gemittelt so ca. 10-15%. Mit noch etwas mehr Leistung am WR könnte man das wahrscheinlich nochmal um 3-5 Prozentpunkte anheben.
Wenn die Verkabelung das zulässt, kostet es einen ja nur ein paar Klicks. Das war es mir wert, denn ich hätte den WR so oder so auf die Extraleitung mit 2,5mm² geklemmt.

Evtl. gönne ich mir irgendwann noch den Spaß und hänge eine zweiten WR mit dran um auch den absoluten Großteil der verbleibenden Peaks noch abzudecken. Selbst ein neuer 1600er Hoymiles kostet ja nur um die 150€. Bin mir nur nicht sicher, wie die Regelung der DTU das dann mitmacht.
 
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Moep89 schrieb:
Selbst ein neuer 1600er Hoymiles kostet ja nur um die 150€. Bin mir nur nicht sicher, wie die Regelung der DTU das dann mitmacht.
Das funktioniert gut. Ich habe einen HMS-1600-4T mit oDTUoB. Allerdings nur 2 Eingänge belegt.

Allerdings sollte immer nur ein WR geregelt werden. Einen zweiten würde ich dann immer nur die Grundlast einspeisen lassen.
 
SaxnPaule schrieb:
Allerdings sollte immer nur ein WR geregelt werden. Einen zweiten würde ich dann immer nur die Grundlast einspeisen lassen.
Das meinte ich. Habe ja jetzt auch meinen 1800er dran, aber bei einem zweiten würde die Regelung wohl merklich träger werden, wenn ich es richtig verstanden habe. Aber theoretisch kann ODTUoB das ja.

Bei nur Grundlast auf einem, wäre der Zugewinn zu gering. Das wären tagsüber vllt. 200-250 W und in der Nacht teilweise nur 100-150. Damit wäre ich dann insgesamt noch nichtmal bei den 2,3 kW eines größeren Verbrauchers.
Man kann ja auch eine DTU für jeden WR nehmen, aber wie man dann die Regelung macht, das müsste ich erstmal austüfteln. Im Optimalfall würde ich den zweiten ja auf eine andere Phase klemmen, aber das ist an dem Standort leider unmöglich.
 
Moep89 schrieb:
Man kann ja auch eine DTU für jeden WR nehmen
Eine DTU kann mehrere WR regeln.

Das Problem wird sein, dass die WR gegeneinander arbeiten und sich dann vermutlich zu Tode regeln.
 
Welche Speicher sind denn eigentlich empfehlenswert, wenn man eine lokale Steuerung mit einem Tasmota Hichi anstrebt? Und macht es eurer Meinung nach Sinn, den vorhandenen Wechselrichter durch einen Speicher mit integriertem WR zu ersetzen? Oder lieber einen reinen AC Speicher irgendwo hinstellen und die höheren Verluste in Kauf nehmen?
 
Ich würde lieber den WR regeln anstatt den Speicher. Damit ist man flexibler und nicht davon abhängig ob der Speicher Hersteller mal wieder eine verbuggte Firmware released.
 
SaxnPaule schrieb:
Das Problem wird sein, dass die WR gegeneinander arbeiten und sich dann vermutlich zu Tode regeln.
Ich meine das die DTU da einstellbar ist und das verteilen kann. Es erhöht sich aber einfach die Latenz bzw. Roundtrip time. Bei Verdoppelung der WR auf das Doppelte, also bei mir von ca. 3 Sekunden auf 6.

Veorr schrieb:
Welche Speicher sind denn eigentlich empfehlenswert, wenn man eine lokale Steuerung mit einem Tasmota Hichi anstrebt? Und macht es eurer Meinung nach Sinn, den vorhandenen Wechselrichter durch einen Speicher mit integriertem WR zu ersetzen? Oder lieber einen reinen AC Speicher irgendwo hinstellen und die höheren Verluste in Kauf nehmen?
Das kommt ganz auf die Situation und Anlage an. AC-Speicher ist eher für bestehende, größere PV-Anlagen mit Förderung sinnvoll, wenn noch keine Hybrid-WR verbaut wurden.
Ansonsten würde ich eher auf (Hybrid)-WR mit gesondertem Speicher setzen. Ist meist günstiger als Komplettlösungen und für lokale Steuerung meist besser geeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:
@SaxnPaule Aber wenn keine Leistung von WR kommt, muss ich doch den Output vom Speicher an meine Last anpassen?
 
Der WR sitzt hinter dem Speicher.
Der Speicher gibt immer maximal ab und der WR lässt nur so viel durch, wie benötigt.

Solarmodule -> Speicher -> WR -> Haus

Bei AC gekoppelten Speichern mit integriertem WR sieht das natürlich anders aus.
 
Richtig. An letzteren hatte ich gedacht. Oder eben einen reinen AC AC Speicher. Aber klar, es gibt ja auch DC DC Speicher. Gibt's da irgendwo einen guten Überblick über die gängigen Produkte?
 
piccolo85 schrieb:
Das Zielbild wäre für mich eine Nachführung im Bereich von vielleicht 100 ms bis wenigen hundert Millisekunden. Das ist natürlich eine andere Liga als die heutigen Sekundenregelungen über Heimautomatisierung und Geräte-APIs. Aber genau dort müsste die Entwicklung hingehen, wenn man nicht nur bilanziell hohe Autarkie, sondern wirklich sauberen Nullbezug beziehungsweise Nulleinspeisung bei dynamischen Haushaltslasten erreichen will.

Dann braucht es jedoch Lösungen wie hier bereits angesprochen wurden und die gibt es. Sind aber nicht in Plug&Play-Lösungen abbildbar.
Beispielsweise ein Victron ESS geregelt und angebunden per Bus (VE.CAN Bus / leistungsfähiger als Modbus TCP) an einer zentralen Steuereinheit (in diesem Falle einem Victron CerboGX) und einem Strommesser (CarloGavazzi EM540) der via Modbus (Modbus RTU) an diese Steuereinheit angebunden ist. Diese Steuereinheit muss diese Protokolle und Schnittstellen händeln können.

Latenz quasi nicht vorhanden und die Schnittstellen sowie Chips (ESP32 artige Chips in Shelly und Co. vs. DSPs im besagten EM540) geben die Bandbreiten her die man für eine Echtzeitregelung braucht.
Das ist das Erste. Das Zweite was den Plug&Play-Lösungen die Echtzeitregelung m.E. zunichte macht, ist die Kommunikation Zähler>Cloud>WR. Sprich Wifi, Server und zurück kommen Zeitlich noch on Top.
Das ist nunmal das Konzept. Dafür ist es easy einzurichten, selbst machbar und relativ kostengünstig her zustellen.

Das beschrieben System (Victron) bekommt es dann hin, eine effektive Einspeisung bei einer beispielhaften Woche (siehe unten) von 0,6 kWh zu erzielen. Im Nutzungsprofil sind Kappsäge, Heizstrahler, Kochen, Backen … dieser ganze Krempel vertreten.
IMG_0775.jpeg


Also ja, dass gibt es bereits. Ist aber für das BKW vermutlich Overkill. Die Autarkie-Werte die einige User hier posten sind für diese Systeme absolut Top.
 
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