Hier noch ein kleiner Erlebnisbericht über den Einbau der Komponenten:
1. ASRock Z97 Extreme6, Mainboard
2. GeIL DIMM 8 GB DDR3-2400 Kit, Arbeitsspeicher
3. Intel® Core™ i7-4790K, CPU
4. Thermalright HR-02 Macho Rev. B, CPU-Kühler
in meinen 7 Jahre alten Midi-Tower. Da ich mich nur mit Computern befasse, wenn ein Neukauf ansteht, muss ich sagen, dass sich hier für mich in Bezug auf BIOS (heisst jetzt anscheinend UEFI) u. Schnittstellen viel getan hat.
Das ASRock Board hat z.B. keine Floppy-Schnittstelle mehr (die Floppy habe ich auch nie benutzt) , somit blieb ein Kabel in der Luft. Eine COM-Schnittstelle gibt es seltsamerweise noch.
Das Board sieht mit den bunten Alu-Kühlkörpern ganz hübsch aus. Die SATA-3 Schnittstellen sind parrallel zum Boardboden angeordnet. Das hat den Vorteil, dass die SATA-Kabel nicht nach oben reichen und der Grafikkarte den Platz streitig machen (wie das bei meinem alten Gigabyte Board der Fall war). Auf der anderen Seite ist es fummelig die SATA-Anschlüsse einzustöpseln, da man das Buchsenlayout nicht einsehen kann. Erst wenn man die Rückwand des Towers ausbaut, ist das OK.
Ich weiss nicht ob das Standard ist, aber bemerkenswert fand ich dass es Dr. Debug gibt. Das ist ein digitales Fehlerdiagnose Werkzeug welches die BIOS-Peeps überflüssig macht. Auf dem Board werden bei Problemen in einem "Display" die Fehlercodes ausgegeben.
Ja, die Probleme. Es hat ein paar Stunden gedauert, bis ich soweit war.
Am Anfang habe ich die neuen Komponenten (Board, Speicher, CPU) einfach eingebaut u. meine alten Komponeneten (Festplatte, SSD, DVD-Laufwerk) verbunden.
Dann habe ich die Powertaste gedrückt ...
und ...
es passierte nichts! Nichtmal ein leichtes Lüfterzucken. Auch das Display von Dr. Debug blieb dunkel. Mein Tower hat auch keinen Speaker, somit war alles ganz ruhig und schwarz. Es ging garnichts.
Was nun?
Soll ich hier im Forum einen Hilfe-Schrei Thread erstellen? Da dachte ich mir, naja, wahrscheinlich haben das schon einige vor die so gemacht u. dann gibs wieder genervte Beiträge wie : Benutz doch mal die Suchfunktion!!!
OK, hab ich gemacht. Da wurde dann eine "Nullmethode" erwähnt. Irgendwann habe ich dann auch die Nullmethode erklärt gefunden (von Benutzer HisN). Benutzt man nämlich die Suche, gibt es sehr sehr viele Aussagen: Ala benutz doch die Nullmethode ... aber es gibt keinen (wenig) Threads mit Link auf diese Methode (
https://www.computerbase.de/forum/t...ildschirm-bleibt-schwarz.336075/#post-3338225).
Also alles abklemmen bis auf CPU u. RAM u. dann CMOS-Reset durchführen. Und Hurra ... die Lüfter drehten sich ...
Keine Ahnung was da los war. Also alles wieder angeklemmt.Und los ... Wieder: Kein Piep. Alles war wie tot.
Also wieder: Alles abgeklemmt (Graka, SATA, Netzwerk). Neustart: Kein Piep. Erst nach einem erneuten CMOS-Reset liefen die Lüfter an.
Hm, was kann das ein? Der Verdacht fiel auf die SATA-Geräte. Als ich in der Vergangenheit die SSD nachgerüstet hatte, gab es auch ein Problem mit AHCI. Mein Rechner bootete nicht mehr, wenn im BIOS AHCI gewählt war.
Also los: Die Onboard-Graka angeschlossen aber alle SATA-Geräte aussen vor gelassen. Im BIOS (aehm UEFI) unter Storage Controller Settings den Modus von AHCI (ist jetzt wohl Standard) auf IDE geändert. Alles wieder angeschlossen. Und Hurra, diesmal hat es geklappt.
Im Nachhinein, kann ich mir dieses Verhalten nur so erklären, dass im CMOS automatisch etwas gespeichert wird, wenn SATA-Geräte angeschlossen sind. Wurden diese Geräte nicht für AHCI konfiguriert und die Standardeinstellung des Mainboards ist AHCI, bleibt alles dunkel. Es gibt keinerlei Fehlermeldung - als sei das Board komplett kaputt.
Vielleicht hilft das jemanden, der wie ich - "alte Komponenten" an ein modernes Board anschliessen will.
Ok, soweit so gut. Als endlich alles lief, konnte ich mich um die Feineinstellungen kümmern.
Dabei waren das in meinem Fall nur die RAM-Speicher. Diese werden nämlich nur als 1600er erkannt, obwohl es 2400er waren.
Zum Lüfter: Thermaltake Mach0 2 rev. B muss ich sagen, dass dieser nicht gut zum Board passt. Mage sein, dass es ein guter Lüfter ist, aber er ragt über den RAM-Speicher hinaus. Es ist nicht möglich den Speicher zu tauschen, ohne den Kühler auszubauen. Auch der Anschluss für den Kühlerventilator ist nicht mehr erreichbar, wenn der Kühler bereits festgeschraubt wurde. Man muss also vor der Installation des Kühlkörpers zuerst den Lüfter anschliessen.
Ich bin jetzt jetzt erstmal zufrieden. Der Windows 7 Leistungsindex zeigt 6,8 (vorher 5,6: max mögl. Index ist 7,9). Die schwächste Komponente (Grafik (bei mir 7,9), Speicher (7,8), HDD (6,8), CPU (7,8)) bestimmt den Index. Das ist jetzt die SSD (6,8), vorher war es die CPU. Aber ich hab mir ja deshalb dieses Board gekauft um bald auf die schnellen "M.2 SSD's" umzusteigen zu können.
Das wars,
Makkaroni