Eine meiner 3TBs wird nicht vollständig (746GB) erkannt

Furi

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Hi @ all :freak:

Hab hier auf zwei Notebooks (zur Zeit nichts anderes zur Hand) folgendes Problem:

Ich habe insgesamt 3 3TB Festplatten, alle die WD30EZRX. Eine habe ich aufgrund von Sektorfehlern eingeschickt und heute zurück erhalten.


Leider kommt es dabei zu dem berühmten Problem, dass Windows diese nicht korrekt erkennt: Es werden nur ~746 GB angezeigt. Die anderen beiden 3 TB Platten werden aber von beiden Notebooks korrekt erkannt, sie sind beide auch voll beladen und zeigen keinen Datenverlust oder ähnliches. Das ist auch der Grund, warum ich zu dem eigentlich häufigen Problem einen neuen Thread aufmache.

Mein primäres Notebook ist vor zwei Monaten frisch aufgesetzt worden mit Windows 7 64 und natürlich allen Treibern. Der Controller arbeitet im Raid-Modus (das ist auch gewollt).

Mein sekundäres Notebook
ist gestern Abend zufälligerweise frisch aufgesetzt worden mit Windows 7 64, den aktuellsten Treibern (leider alle recht alt) und im AHCI Modus.

Die neue HDD wurde auf den GPT-Partitionsstil gesetzt. Auch wurde probiert, diese in einen dynamischen Datenträger zu konvertieren. Die beiden alten HDDs laufen dagegen im GPT auf beiden Notebooks problemlos.

Angehängt werden sie extern entweder über USB oder e-Sata durch eine Icy Box, oder, aber das hab ich - heute - noch nicht ausprobiert, durch zwei externe Sinan-Gehäuse (Auch e-Sata und USB).


Wo könnte das Problem also noch liegen ?
Ich habe gelesen, die Festplatte unter Linux zu formatieren (dort soll sie ja sofort korrekt erkannt werden) wäre keine Option, weil Windows dann einfach wieder ab 746Gb von vorne beginnt, ist das korrekt ?


Grüße, Furi :D
 
Mach doch mal bitte einen Screenshot der Datenträgerverwaltung, wenn die betroffene Festplatte am Notebook hängt.
 
So in etwa ?
 

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Genau so, danke.

Sieht nach einem Erkennungsfehler aus. Mal versucht, die Platte mit einem anderen Gehäuse/Controller anzuschließen?
 
Probiere ich heut Abend aus und melde mich dann wieder !
 
Furi schrieb:
Angehängt werden sie extern entweder über USB oder e-Sata durch eine Icy Box, oder

Was heißt denn entweder - oder?
Bei eSATA solltest halt schauen dass die verwendeten SATA/AHCI Treiber aktuell sind.

Also werden alle 3 HDDs gleich angeschlossen? Also alle per USB, bzw alle per eSATA?
 
Vielleicht brauchst du auch ein neues BIOS, damit die Firmware der Southbridge erneuert wird.

Ursachen für dieses Problem:
- Firmware des SATA-Controllers ist zu alt (Abhilfe: BIOS erneuern)
- SATA-Treiber ist zu alt (Abhilfe: Intel Rapid Storage Treiber erneuern)
- falsche Partitionstabelle, denn Festplatten über 2,2 TB benötigen GPT statt MBR
 
In der Regel liegt das bei Windows an einem alten Treiber.
Wenn die HDD am gleichen Controller wie die "erkannten" HDDs angeklemmt sind stimmt meine Theorie natürlich nicht. Aber ich vermute einfach mal: Das ist nicht der Fall.

USB: Controller-Chip im (ext.) Gehäuse zu alt. Keine Möglichkeit des Eingriffs von Dir.
E-SATA: Treiber
 
Zuletzt bearbeitet:
Laut der Herstellerseite unterstützt diese Dockingstation (IB-110StUS2-B) nur Festplatten bis maximal 2 TB ("Technical & Logistic Data"):
http://www.raidsonic.de/en/products/external-cases.php?we_objectID=6158

Firmwareupdate gibt es nicht und im Support-Forum werden Fragen kaum beantwortet.
Also wirst du dir eine andere Dockingstation kaufen müssen.


Der Intel Rapid Storage Treiber muss mindestens die Version 10.1.0.1008 haben, sonst funktionieren Festplatten über 2.2 TB ebenfalls nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Furi
Bei der alten Docking-Station wäre ich mir noch nicht einmal sicher, dass der USB/SATA-Bridge-Chip Festplatten mit mehr als 2,2 TB unterstützt. Per eSATA ist das in der Regel kein Problem, sofern der AHCI/RAID-Treiber nicht zu alt ist.

Wenn du die 3 TB Platten per eSATA eingerichtet hast und sie vollständig erkannt wurden, werden die Platten auch über USB scheinbar richtig erkannt, selbst wenn der Bridge-Chip nicht dazu in der Lage ist die komplette Kapazität anzusprechen. Da rächt sich spätestens dann, wenn du über USB Daten über die 2,2 TB (2 TiB) Marke schreibst.

Was ich damit sagen möchte. Dass die anderen beiden 3 TB Platten mit ihrer vollen Kapazität unter Windows angezeigt werden, bedeutet nicht, dass diese Kapazität tatsächlich auch zur Verfügung steht und sie gefahrlos genutzt werden können. Windows richtet sich nämlich nach den Verwaltungsdaten, die bei der Einrichtung des Laufwerks auf die Festplatte geschrieben wurden, und überprüft nicht die wirklich zur Verfügung stehende Kapazität.

Furi schrieb:

Mein sekundäres Notebook
ist gestern Abend zufälligerweise frisch aufgesetzt worden mit Windows 7 64, den aktuellsten Treibern (leider alle recht alt) und im AHCI Modus.
Wenn du die Treiber, die ASUS für dieses Notebook zum Download anbietet, genommen hast, liegt es an dem veralteten AHCI-Treiber von Intel, wie Bolko schon angemerkt hat. Der ist nämlich zu alt und unterstützt so große Festplatten noch nicht. Das gilt zumindest, wenn du die Platte per eSATA anschließt.

Wird die Platte auch per USB nur mit 746 GiB erkannt, bestätigt das im Grunde meine Vermutung, dass auch der USB/SATA-Bridge-Chip nicht dazu in der Lage ist so große Festplatten vollständig zu nutzen. Das würde bedeutet, dass die Daten auch auf den beiden anderen 3 TB Platten in akuter Gefahr sind, wenn du sie per USB (sowie eSATA am ASUS Notebook) betreibst und schreibend auf sie zugreifst.

Ob bei den beiden vollständig erkannten 3 TB Platten eine Fehladressierung geschieht, wenn sie per USB angeschlossen sind, lässt sich recht simpel überprüfen. Schau mal hier.

Furi schrieb:
Ich habe gelesen, die Festplatte unter Linux zu formatieren (dort soll sie ja sofort korrekt erkannt werden) wäre keine Option, weil Windows dann einfach wieder ab 746Gb von vorne beginnt, ist das korrekt ?
Ab der 2-TiB-Marke würde wieder angefangen von vorne auf die Platte zu schreiben. Wenn eine Platte unter Windows nicht richtig erkannt wird, ist die dümmste Idee, die einem einfallen kann, sie unter einem anderen System oder mittels einer Linux-Live-CD einzurichten und sie wieder in das ursprüngliche Windows System zu setzen.

Bolko schrieb:
Ursachen für dieses Problem:
- Firmware des SATA-Controllers ist zu alt (Abhilfe: BIOS erneuern)
- SATA-Treiber ist zu alt (Abhilfe: Intel Rapid Storage Treiber erneuern)
- falsche Partitionstabelle, denn Festplatten über 2,2 TB benötigen GPT statt MBR
Ich hatte bis jetzt noch keinen einzigen Fall, in dem das BIOS die Ursache dieses Problems war. Das BIOS muss die Festplatte nicht vollständig erkennen. Das Betriebssystem greift über Treiber direkt auf die Festplatten zu, ohne Umweg über das BIOS.

Eine weitere Ursache dieses Problems ist der BIOS-Bug in manchen Gigabyte Mainboards. Der Schrumpft eine 3 TB Platte nämlich auch auf diese Größe, aber das permanent.
 
Schau doch mal zuerst mit Drive Controller Info welcher Treiber und welche Version verwendet wird. Wenn es der Intel Treiber ist, dann sollte mindestens die Version 11.x verwendet werden, da im RAID Modus selbst die 10.1 noch nicht mit Platten über 2TB klar kommt, was aber ggf. nur für Platten im RAID gelten könnte. Aber egal, eine 11.x oder 12.x sollte es schon sein, die alten Versionen bringen keine Vorteile!
 
Hallo und danke für die vielen Antworten. Komme leider erst jetzt dazu, mich zu melden.


Um es kurz zu machen, tatsächlich waren die Treiber von Intel veraltet. Stand 8.x .

Ich lasse die Platte nun über Nacht mal volllaufen, schaue mir morgen dann das Ergebnis an.

Hätte nicht gedacht, dass ich derart veraltete Treiber auf den Herstellerseiten bekomme - gut, das Datum steht dabei, aber ich dachte bisher einfach, es gäbe in den meisten Fällen keinen neueren. Werde jetzt auf jeden Fall auch mal alle anderen Herstellerfremden Treiber überprüfen, was sonst noch so alt ist.


Vielen Dank an alle,

Furi :D
 
Furi schrieb:
Um es kurz zu machen, tatsächlich waren die Treiber von Intel veraltet. Stand 8.x .
Bei welchem Notebook? Beim MSI oder beim ASUS? Bei keinem dieser beiden Notebooks bietet der Hersteller einen 8.x Intel AHCI/RAID-Treiber zum Download an. Windows 7 bringt aber einen 8.x Intel RAID-Treiber mit und verwendet diesen, wenn der SATA-Controller im RAID-Modus läuft und kein neuerer installiert wird. Das würde bedeuten, dass du beim MSI Notebook (bei dem der SATA-Controller im RAID-Modus läuft) keinen Intel AHCI/RAID-Treiber runtergeladen und installiert hast. Denn MSI bietet für dieses Notebook einen AHCI/RAID-Treiber mit der Versionsnummer 11.6 zum Download an, der so große Festplatten unterstützt. Der Treiber, den ASUS anbietet, ist tatsächlich zu alt (v9.6). Jedes System, an dem du 2,2 TB+ Festplatten per eSATA verwenden möchtest, muss einen geeigneten AHCI-Treiber installiert haben.

Du solltest auch überprüfen, ob dein Problem wirklich nur an dem einen veralteten RAID-Treiber lag. Wenn die Festplatte per USB angeschlossen ist, hat der AHCI/RAID-Treiber keinen Einfluss. Du solltest daher den von mir bereits verlinkten "Test auf Fehladressierung" mittels HD-Tune Pro durchführen, ein Mal wenn die Platte per USB angeschlossen ist und dann wenn sie per eSATA angeschlossen ist. Bei eSATA ist das bei jedem System einzeln notwendig, um sicher zu gehen. Bei USB nur ein Mal, da hier die Fehlerquelle im Bridge-Chip der Docking-Station (des externen Festplattengehäuses) sitzt.
 
@Madnex: Normalerweise gehe ich die Liste des Herstellers komplett durch. Ich hab jetzt auch nicht drauf geschaut, was angeboten wird. Mich wunderts jetzt auch grade, wie es zu dem kommt.

Die Festplatte wird jetzt erst mal formatiert, das dürfte ja noch bis morgen dauern.

Den Test werd ich aber dann noch durchprobieren.

PS: Ich hab das MSI gemeint.


€dit: HDTune (Lite) erkennt mir nur 2,2TB. :/
Das Formatieren unter Windows war erfolgreich, sollte das irgendeine Bedeutung haben.

Das war jetzt getestet mit e-Sata.
 

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- Die Icy-Box Dockingstation kann trotzdem keine Festplatten über 2 TB verwalten. Windows zeigt zwar dank des neuen Intel-Rapid-Storage-Treibers die korrekte Gesamtkapazität an, aber alles was ab 2 TB geschrieben werden soll erzeugt Fehler und zwar eventuell auch sogar in den vorher bereits korrekt geschriebenen Daten unterhalb der 2-TB-Grenze.
Das ist ein Hardwareproblem des Chips in der Dockingstation und da es keine Firmwareupdates gibt kann man diesen Fehler bei der ICy-Box auch nicht beheben.
Du solltest Festplatten größer als 2 TB also gar nicht in diese Icy-Box reinstecken, weil das nur Fehler produziert und Daten zerstört.

- HD-Tune 2.55 Lite kann generell auch nicht Mit Festplatten über 2 TB umgehen.
 
Furi schrieb:
€dit: HDTune (Lite) erkennt mir nur 2,2TB. :/
Das Formatieren unter Windows war erfolgreich, sollte das irgendeine Bedeutung haben.

Das war jetzt getestet mit e-Sata.
Ich habe aus gutem Grund auf die Pro Version verwiesen. ;) Die Freeware von HD-Tune ist dafür absolut ungeeignet. Du musst den Test mit HD-Tune Pro machen. Die Trail-Version ist einige Tage voll nutzbar.

@Bolko
Das, was du geschrieben hast, gilt nur für den USB/SATA-Bridge-Chip (sofern dieser wirklich nur eine 32-Bit-Sektoradressierung beherrscht, was wir testen wollen). eSATA ist da außen vor. Wäre das nicht der Fall, hätte die langsame Formatierung über die gesamte Kapazität die Partitionen auf der Festplatte gelöscht. Da bei der Formatierung rein sequenziell geschrieben wird, kann auch kein Schreibzugriff irgendwo mittendrin landen. Sobald die 2,2-TB-Marke (-1 Sektor) überschritten wurde, geht es bei Sektor 0 weiter.

Bei einer 32-Bit-Sektoradressierung hat das LBA-Feld Platz für 32-Bit an Informationen. So lassen sich 4.294.967.296(-1) Sektoren ansprechen.

In binärer Schreibweise sieht die Zahl 4.294.967.295 so aus:

11111111111111111111111111111111 (32-Bit)

Wenn wir nun die Zahl um eins erhöhen sieht die binäre Schreibweise so aus:

100000000000000000000000000000000

Wie du vielleicht bemerkst, ist die binäre Schreibweise dieser Zahl um eine Stelle länger. Da nur für 32 Stellen Platz ist, wird die vordere Zahl abgeschnitten.

1 | 00000000000000000000000000000000 (32-Bit)

Es wird also wieder auf den Sektor 0 gesprungen und dort weitergeschrieben.

Ein weiterer Sektor höher:

1 | 00000000000000000000000000000001 (32-Bit)

Und das geht so weiter. Es würde also sequenziell weitergeschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, HD Tune Pro erkennt am e-Sata die vollen ~2,8TB, per USB nur ~800GB.

19-Januar-2014_15-29.png19-Januar-2014_15-06.png
 
Ok, dann weißt du Bescheid. Per USB sind die 3 TB Platten mittels dieser Docking-Station nicht nutzbar. Nur per eSATA.
 
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