daniel_m
Lt. Commander
- Registriert
- Mai 2005
- Beiträge
- 1.759
Also mal ehrlich...
Ich glaube, so langsam spinnt die EU wirklich. Es wird Vista in etlichen verschiedenen Versionen geben und darunter wird es auch Versionen geben, die speziell für die EU hergestellt wurden, damit die Auflagen erfüllt werden, wie es sie auch für XP gibt. Und trotzdem ist man noch nicht damit zufrieden und will noch mehr Einschnitte in Vista vornehmen...?
Das kann's in meinen Augen nicht sein... Zugegeben, Vista wird ein OS sein und streng genommen haben die ganzen Zusatzprogramm wie ein MediaPlayer, ein IE oder selbst ein Defragmentierungsprogramm nichts darin verloren. Aber stellt euch doch nur mal den Aufschrei der meisten 08/15-Anwender vor, die Vista installiert haben und nichts von der gewohnten Software wieder finden...
Wurde ja hier auch schon oft genug angesprochen...
Ein weiterer Punkt ist, dass es schon seit Windows 3.1 einen MediaPlayer gegeben hat, aber auf einmal stören sich die anderen Hersteller daran, weil der sich auch wie alles andere weiter entwickelt hat. Sollte da nicht ein gewisses Gewohnheitsrecht zum Tragen kommen?
Optimal wäre es doch eigentlich, wenn sich Hersteller wie Nullsoft (Winamp), RealNetworks (RealPlayer) oder Apple (QuickTime) mal an Microsoft wenden würden, damit deren Programm direkt auf der Vista-Installations-DVD mit auftauchen. Dann könnte man dem Anwender die Wahl lassen, welche Programm er mitinstallieren möchte.
Die ganze Sache hat natürlich den Haken, dass dann etliche andere Programme nicht mit berücksichtigt würden, wie z. B. der VLC-Player oder wie sie alle heissen. Also scheidet diese Möglichkeit eigentlich aus...
Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Vista erstmal nur mit einer Basis-Installation daherkäme mit all der Zusatzsoftware, die die EU genehmigt hat bzw. gegen die sie (noch) nichts einzuwenden hatte. Nach dem obligatorischen Neutstart wird der Anwender mit einem Programm konfrontiert, in welchem er auswählen kann, welche Software er z. B. für die Multimedia-Wiedergabe gerne hätte. Da stünde dann natürlich der Windows-MediaPlayer zur Auswahl oder der Benutzer wird, sofern er das möchte, auf ein Portal von Microsoft weitergeleitet, auf dem ALLE verfügbaren Programm von Drittanbietern zu finden sind. Eingetragen werden diese dann auf Antrag von Microsoft.
Das hätte den Vorteil, dass man das Protal um weitere Rubriken erweitern könnte, wenn die EU da einen Handlungsbedarf sieht. Beispielsweise, wenn sich die Hersteller von Browsern durch den IE auf den Schlips getreten fühlen.
Die Weiterleitung könnte dann durch einen rudimentären Browser erfolgen, der NUR dieses Portal öffnen kann. Dummerweise würde das die EU noch nicht einmal zufrieden stellen, da dafür ja der MediaPlayer und der IE (oder was auch immer) nach wie vor auf dem Vista-Installationsmedium sein müssten.
Wenn ich das mal konsequent weiterdenke, komme ich eigentlich nur zu drei Schlüssen:
1.) Microsoft bleibt auf dem Europäischen Markt, muss sich das aber teuer erkaufen durch a) hohe Strafen wenn der EU mal wieder was nicht passt und b) hohe Entwicklungskosten für die Software, weil für die EU immer 'ne Extrawurst gebraten werden muss. Und diese Kosten werden natürlich auf die Endkunden abgewälzt.
2.) Microsoft verabschiedet sich vom Europäischen Markt und wenn jemand unbedingt Vista haben will, dann muss er es sich eben importieren lassen oder auf Firmen wie z. B. Dell zukommen, weil die es ja mit Sicherheit auf deren PC's vorinstalliert haben werden. Und da Dell eine amerikanische Firma ist, würden die Einschränkungen der EU, was die Software angeht, bei denen nicht greifen...
3.) Und das fände ich am lustigsten:
Microsoft bewirbt Vista ganz normal, bringt das dann weltweit gleichzeitig raus und verkauft das ganz normal an die Endkunden. Jeder Endkunde freut sich tierisch wenn er mit seinem Vista nach Hause kommt, wirft den Rechner und startet die Installation. Die sieht wie immer aus: Es wird beworben, was mit Vista so alles möglich ist und was Vista neuerdings kann. Was aber keiner bemerkt ist das kleine Sternchen hinter jedem Satz...
Denn nachdem der Rechner nach der Installation den obligatorischen Neustart gemacht hat, sieht der entsetzte User plötzlich nur eine Eingabeaufforderung wie zu DOS-Zeiten und das war's.
Denn dann ist Microsoft konsequent jedem Ärger aus dem Weg gegangen und Vista ist ein klassisches OS: Nur der Kernel, sonst NICHTS!
Das fände ich wirklich komisch...
Natürlich wird Microsoft, nachdem die gesamte EU, und die Politiker wahrscheinlich am lautesten, laut aufgeschrien hat kostenlos jedem Käufer eine normale Vista-Version zur Verfügung stellen, und das mit dem Kommentar: "Das war uns der Spass wert!"
Das zeigt natürlich, warum man es verhindern muss, dass sich eine Firma ein Monopol schafft, aber andererseits sollten das auch in vernünftigen Bahnen erfolgen. Ich begrüsse es, dass die EU eingrifft, wenn sich ein Monopol abzeichnet.
Was mich nur stört ist die Art und Weise WIE es die EU macht. Microsoft ist bis jetzt jeder Forderung nachgekommen. Zugegeben, ein wenig zögerlich zuweilen, aber wer gibt schon bereitwillig alle Firmengeheimnisse preis? Ich würde es mit Sicherheit nicht machen!
Ich würde sagen, wenn Microsoft eine wesentlich liberalere Installation von Vista einbaut, in der auch auf die Möglichkeit, Software von Drittanbietern verwenden zu können, hingewiesen wird, dann sollte jedem PC-Benutzer die Entscheidung überlassen bleiben, welche Software er nutzen möchte. Und wenn Microsoft dann noch so fair ist, und ein Portal, wie es weiter oben angesprochen habe, einrichtet, dann sollte sogar die EU damit zufrieden sein...
Ich glaube, so langsam spinnt die EU wirklich. Es wird Vista in etlichen verschiedenen Versionen geben und darunter wird es auch Versionen geben, die speziell für die EU hergestellt wurden, damit die Auflagen erfüllt werden, wie es sie auch für XP gibt. Und trotzdem ist man noch nicht damit zufrieden und will noch mehr Einschnitte in Vista vornehmen...?
Das kann's in meinen Augen nicht sein... Zugegeben, Vista wird ein OS sein und streng genommen haben die ganzen Zusatzprogramm wie ein MediaPlayer, ein IE oder selbst ein Defragmentierungsprogramm nichts darin verloren. Aber stellt euch doch nur mal den Aufschrei der meisten 08/15-Anwender vor, die Vista installiert haben und nichts von der gewohnten Software wieder finden...
Wurde ja hier auch schon oft genug angesprochen...
Ein weiterer Punkt ist, dass es schon seit Windows 3.1 einen MediaPlayer gegeben hat, aber auf einmal stören sich die anderen Hersteller daran, weil der sich auch wie alles andere weiter entwickelt hat. Sollte da nicht ein gewisses Gewohnheitsrecht zum Tragen kommen?
Optimal wäre es doch eigentlich, wenn sich Hersteller wie Nullsoft (Winamp), RealNetworks (RealPlayer) oder Apple (QuickTime) mal an Microsoft wenden würden, damit deren Programm direkt auf der Vista-Installations-DVD mit auftauchen. Dann könnte man dem Anwender die Wahl lassen, welche Programm er mitinstallieren möchte.
Die ganze Sache hat natürlich den Haken, dass dann etliche andere Programme nicht mit berücksichtigt würden, wie z. B. der VLC-Player oder wie sie alle heissen. Also scheidet diese Möglichkeit eigentlich aus...
Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Vista erstmal nur mit einer Basis-Installation daherkäme mit all der Zusatzsoftware, die die EU genehmigt hat bzw. gegen die sie (noch) nichts einzuwenden hatte. Nach dem obligatorischen Neutstart wird der Anwender mit einem Programm konfrontiert, in welchem er auswählen kann, welche Software er z. B. für die Multimedia-Wiedergabe gerne hätte. Da stünde dann natürlich der Windows-MediaPlayer zur Auswahl oder der Benutzer wird, sofern er das möchte, auf ein Portal von Microsoft weitergeleitet, auf dem ALLE verfügbaren Programm von Drittanbietern zu finden sind. Eingetragen werden diese dann auf Antrag von Microsoft.
Das hätte den Vorteil, dass man das Protal um weitere Rubriken erweitern könnte, wenn die EU da einen Handlungsbedarf sieht. Beispielsweise, wenn sich die Hersteller von Browsern durch den IE auf den Schlips getreten fühlen.
Die Weiterleitung könnte dann durch einen rudimentären Browser erfolgen, der NUR dieses Portal öffnen kann. Dummerweise würde das die EU noch nicht einmal zufrieden stellen, da dafür ja der MediaPlayer und der IE (oder was auch immer) nach wie vor auf dem Vista-Installationsmedium sein müssten.
Wenn ich das mal konsequent weiterdenke, komme ich eigentlich nur zu drei Schlüssen:
1.) Microsoft bleibt auf dem Europäischen Markt, muss sich das aber teuer erkaufen durch a) hohe Strafen wenn der EU mal wieder was nicht passt und b) hohe Entwicklungskosten für die Software, weil für die EU immer 'ne Extrawurst gebraten werden muss. Und diese Kosten werden natürlich auf die Endkunden abgewälzt.
2.) Microsoft verabschiedet sich vom Europäischen Markt und wenn jemand unbedingt Vista haben will, dann muss er es sich eben importieren lassen oder auf Firmen wie z. B. Dell zukommen, weil die es ja mit Sicherheit auf deren PC's vorinstalliert haben werden. Und da Dell eine amerikanische Firma ist, würden die Einschränkungen der EU, was die Software angeht, bei denen nicht greifen...
3.) Und das fände ich am lustigsten:
Microsoft bewirbt Vista ganz normal, bringt das dann weltweit gleichzeitig raus und verkauft das ganz normal an die Endkunden. Jeder Endkunde freut sich tierisch wenn er mit seinem Vista nach Hause kommt, wirft den Rechner und startet die Installation. Die sieht wie immer aus: Es wird beworben, was mit Vista so alles möglich ist und was Vista neuerdings kann. Was aber keiner bemerkt ist das kleine Sternchen hinter jedem Satz...
Denn nachdem der Rechner nach der Installation den obligatorischen Neustart gemacht hat, sieht der entsetzte User plötzlich nur eine Eingabeaufforderung wie zu DOS-Zeiten und das war's.
Denn dann ist Microsoft konsequent jedem Ärger aus dem Weg gegangen und Vista ist ein klassisches OS: Nur der Kernel, sonst NICHTS!
Das fände ich wirklich komisch...
Natürlich wird Microsoft, nachdem die gesamte EU, und die Politiker wahrscheinlich am lautesten, laut aufgeschrien hat kostenlos jedem Käufer eine normale Vista-Version zur Verfügung stellen, und das mit dem Kommentar: "Das war uns der Spass wert!"
Das zeigt natürlich, warum man es verhindern muss, dass sich eine Firma ein Monopol schafft, aber andererseits sollten das auch in vernünftigen Bahnen erfolgen. Ich begrüsse es, dass die EU eingrifft, wenn sich ein Monopol abzeichnet.
Was mich nur stört ist die Art und Weise WIE es die EU macht. Microsoft ist bis jetzt jeder Forderung nachgekommen. Zugegeben, ein wenig zögerlich zuweilen, aber wer gibt schon bereitwillig alle Firmengeheimnisse preis? Ich würde es mit Sicherheit nicht machen!
Ich würde sagen, wenn Microsoft eine wesentlich liberalere Installation von Vista einbaut, in der auch auf die Möglichkeit, Software von Drittanbietern verwenden zu können, hingewiesen wird, dann sollte jedem PC-Benutzer die Entscheidung überlassen bleiben, welche Software er nutzen möchte. Und wenn Microsoft dann noch so fair ist, und ein Portal, wie es weiter oben angesprochen habe, einrichtet, dann sollte sogar die EU damit zufrieden sein...