Jede Serie/Film ist anders und folgt eigenen Gesetzen. Basiert eine Geschichte aber auf "normalen" Menschen, dann erwarte ich auch, dass diese sich wie normale Menschen verhalten - zumindest innerhalb gewisser Parameter. Mit dieser Erwartung kann man spielen und sie verzerren oder die Spielregeln ändern - wie es bei Matrix gemacht wurde.
Was nicht geht ist in Folge 1 ein Problem mit Fähigkeit X zu lösen und in Folge 2 an einem ganz ähnlichen Problem zu verzweifeln welches locker auch mit Fähigkeit X zu bewältigen wäre. Solche und ähnliche Schnitzer sind schlechtem Storywriting geschuldet. Das war vor 50 Jahren noch nicht so - aber ich glaube, dass der Leser, Zuhörer, Zuschauer heute gewohnt ist, dass sich die Komplexität von ausgedachten Welten denen der Realität annähern.
Vieles ist dann einfacher wenn man Menschen ins Spiel bringt, da man nicht erklären muss: woher, wie, warum - aber man hat natürlich die Schwierigkeit, dass es dann Kritiker wie mich gibt, die bezweifeln, dass Figur X in der Realität in der gleichen Situation nicht so reagiert hätte.
Als Beispiel wäre ein Geheimbund an deren Basis ein gesicherter Tresor im Keller steht.
Der Keller darf nur von ganz wenigen Zutrittsberechtigten überhaupt besucht werden.
Nun ist die vertrauenswürdige Person X mit der Buchhalterin befreundet - und weil die so nett fragt führt sie diese direkt in den Tresor. Diese Situation kommt mir so hanebüchen vor ...